Winterhude

Zweites Projekt des Lärmaktionsplans ist gescheitert

Eine am Braamkamp zwischen den Wohnblöcken Beim Jacobistift vorgesehene Schallschutzwand wurde vom Denkmalschutzamt abgelehnt.

Hamburg. Mit dem im vergangenen Juli vorgestellten Lärmaktionsplan (LAP) will der Senat in allen Bezirken den Lärm mindern. Vorgesehen ist unter anderem ein nächtliches Tempolimit an Hauptverkehrsstraßen.

Für die Fuhlsbüttler Straße hat sich das, wie berichtet, mittlerweile erledigt, da sie bereits als Teil des Busbeschleunigungsprogramms verändert wird. Jetzt ist im Bezirk Hamburg-Nord eine weitere wichtige Lärmschutzmaßnahme gescheitert. Eine am Braamkamp zwischen den Wohnblöcken Beim Jacobistift vorgesehene Schallschutzwand wurde vom Denkmalschutzamt abgelehnt. Wie das Tempolimit an der „Fuhle“ war die Schallschutzwand eines von hamburgweit zwölf Pilotprojekten des Lärmaktionsplans. „Dass Scheitern des zweiten Projekts ist erneut ein Beispiel dafür, dass die Senatsbehörden ihre Projekte immer wieder gegenseitig zu Fall bringen“, sagt Christoph Ploß, verkehrspolitischer Sprecher der CDU Hamburg-Nord.

Neben der Fuhlsbüttler Straße sollte an drei Straßenabschnitten bis Ende 2013 nachts Tempo 30 überprüft werden: an Teilen der Winsener Straße, der Moorstraße und der Harburger Chaussee. Nach Angaben der Umweltbehörde sind die Prüfungen vor Ort mittlerweile abgeschlossen. „Wir sind kurz vor Ende der Auswertung“, sagt Sprecher Volker Dumann. Als nächstes müsse die Wirtschaftsbehörde eine verkehrsrechtliche Prüfung durchführen, dann die Innenbehörde das Tempolimit genehmigen. Bis zum Sommer sollen die Prüfungen auch in den anderen fünf Bezirken abgeschlossen sein.

Insgesamt sind im Lärmaktionsplan 40 Straßen aufgeführt, die als lauteste Straßen Hamburgs gelten. Sie sollen auf ihre Eignung zum Einbau lärmmindernder Fahrbahnbeläge, zur Senkung der zulässigen Geschwindigkeit oder zur Berücksichtigung passiven Lärmschutzes wie etwa Schallschutzfenstern geprüft werden. Außerdem enthält das Vorhaben zwölf Pilotprojekte mit Vorschlägen für „Lärmminderungsmaßnahmen an besonders betroffenen Straßenabschnitten“.