DOSSIER

HSH Nordbank: Ein Fass ohne Boden

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Die HSH Nordbank gilt in Norddeutschland inzwischen als das Paradebeispiel für verantwortungsloses Bankinggeschäft. Dafür gerade stehen müssen die Steuerzahler.

Hamburg. Die Spekulationsgeschäfte konnten nicht riskant genug sein. Die Rechnung haben jetzt die Steuerzahler in Hamburg und Schleswig-Holstein zu begleichen. 2,8 Milliarden Euro machte die HSH Nordbank, an der die beiden Bundesländer beteiligt sind, im Jahr 2008 Verlust. Nur eine Kapitalspritze und Milliardenbürgschaften konnten das Finanzinstitut vor dem Untergang bewahren. Doch noch ist kein Ende der unsäglichen Geschichte in Sicht. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Bank. Die Grünen forderten die Entlassung des HSH-Vorstandschef Nonnemacher, der als Verantwortlicher für die riskanten Spekulationsgeschäfte angesehen wird. Am 19. Oktober sollte Nonnemacher schließlich gekündigt werden, doch die Trennung der HSH von ihrem Vorstandschef verschob sich auf Mitte Dezember. Nachfolger ist nun Paul Lerbringer.