Tarifkonflikt in Hamburg

Wie der Flughafen den Warnstreik noch verhindern will

Christian Noack, Geschäftsführer der HAM Ground Handling (Archivbild).

Christian Noack, Geschäftsführer der HAM Ground Handling (Archivbild).

Foto: Andreas Laible / HA

Geschäftsführer der Bodenverkehrsdienste appelliert an Ver.di, Schlichtung anzunehmen und auf einen Streik zu verzichten.

Hamburg. Christian Noack, der Geschäftsführer der HAM Ground Handling am Hamburger Flughafen hat sich am Montag in einem offenen Brief an die Verhandlungsführer der Gewerkschaft Ver.di gewandt. Er appelliert an die Arbeitnehmervertreter, "im Sinne unserer Beschäftigten und aller Hamburger Familien, die in den Ferien und vor den Feiertagen unterwegs sind" auf den am Freitag von Ver.di angekündigten weiteren Warnstreik zu verzichten.

Nachdem ein von der Gewerkschaft aufgestelltes Ultimatum am vergangenen Freitag verstrichen war, hatte Ver.di angekündigt, in der Osterwoche erneut zu Arbeitsniederlegungen aufzurufen. Domenico Perroni sagte dem Abendblatt: „Wir werden auf jeden Fall in der nächsten Woche streiken, und zwar richtig!“

Flughafen Hamburg bietet erneut Schlichtung an, um Streik zu verhindern

Laut Noack habe der Tarifstreit "eine neue, besorgniserregende Qualität erlangt", die die betriebsinterne Stimmung weiter verschärfe. Noack bittet darum, "die von uns am vergangenen Freitag angebotene Schlichtung" anzunehmen. Ein Streik helfe in dieser Situation keinem.

Nach zähen Verhandlungen und mehreren Warnstreiks hatte es zunächst so ausgesehen, als ob der Tarifkonflikt beigelegt worden sei. Ende März hatte auch Ver.di das Ergebnis der sechsten Verhandlungsrunde angenommen. Eine Befragung der Gewerkschaftsmitglieder ergab jedoch, dass diese mit dem ausgehandelten Kompromiss nicht zufrieden sind, weswegen nun ein erneuter Streik bevorzustehen scheint.

Alles zum möglichen Streik zu Ostern am Hamburger Flughafen: