Energie

Der Strompreis legt am stärksten in Hamburg zu

Strommasten in der Abendsonne (Symbolbild)

Strommasten in der Abendsonne (Symbolbild)

Foto: Patrick Seeger / dpa

Nur in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern kostete der Strom mehr, am wenigsten war es in Bremen.

Düsseldorf.  Die Strompreise für Privathaushalte in Deutschland sind nach einer Analyse des Vergleichsportals Verivox auf einem Rekordhoch. Mit einem Preis im Jahresmittel von 28,18 Cent je Kilowattstunde müssten die Verbraucher so viel zahlen wie nie zuvor, teilte Verivox mit. Gegenüber dem Vorjahr bedeute dies für eine dreiköpfige Familie mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden eine Erhöhung um drei Prozent auf 1127,20 Euro. In den vergangenen zehn Jahren seien die Tarife um mehr als 38 Prozent gestiegen, was 313 Euro im Jahr ausmache.

So können Hamburger beim Strom sparen

Den größten Preissprung gab es in Hamburg. Auf Zehnjahressicht zahlten die Hansestädter 49 Prozent mehr. Für 4000 Kilowattstunden mussten 2017 im Schnitt 1163 Euro hingelegt werden. Nur in Brandenburg (1203 Euro) und Mecklenburg-Vorpommern (1182 Euro) kostete Strom mehr, am wenigsten war es in Bremen mit 1065 Euro.

Stark gestiegene Steuern

Hauptgrund für die Preisexplosion seien stark gestiegenen Steuern, Umlagen und Abgaben. Diese machten 56 Prozent der Haushaltskundenpreise aus. Dazu gehörten etwa die Umlage zur Förderung des Ökostroms und die Netzkosten. Der Anteil für die Beschaffung, Marge und den Vertrieb – also die Kosten, die die Versorger selbst beeinflussen könnten – mache nur etwa ein Fünftel aus.

( rtr/HA )

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