Vattenfall

700.000 Hamburger müssen mehr für Strom zahlen

Das Logo von Vattenfall

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Foto: imago stock&people

Vattenfall erhöht die Strompreise. Der Versorger begründet die Anhebung mit steigender EEG-Umlage und erhöhten Netzentgelten.

Hamburg. Der führende Hamburger Stromversorger Vattenfall erhöht seine Preise zum 1. April um knapp drei Prozent. Für einen typischen Hamburger Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 2500 Kilowattstunden im Basistarif bedeute das Mehrkosten von rund zwei Euro monatlich, teilte das Unternehmen am Donnerstag in der Hansestadt mit. Vattenfall versorgt in Hamburg rund 700.000 Haushalte mit Strom und hält damit einen Marktanteil von 70 Prozent.

Als Grund für die Preiserhöhung gibt Vattenfall vor allem die steigende EEG-Umlage und erhöhte Netzentgelte des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz an. Diese Kosten werden auf den Strompreis umgelegt und sind von allen Stromkunden zu tragen.

Anhebung der gesetzlichen Umlagen

Die gesetzlichen Umlagen stiegen zum 1. Januar insgesamt um 6,5 Prozent, die Netzentgelte um 7,8 Prozent. Staatliche Steuern, Abgaben und Umlagen sowie Netzentgelte machten somit 78 Prozent des Strompreises aus. Die Kosten für Strombeschaffung und Vertrieb, die Vattenfall beeinflussen kann, dagegen nur 22 Prozent.

Aus den gleichen Gründen haben bundesweit zum Jahresbeginn bereits mehrere hundert Stromversorger ihre Preise erhöht. Vattenfall habe die Preiserhöhung bis zum 1. April hinauszögern können, weil die Strombeschaffung günstig gewesen sei. Wegen der geringen Kosten des Unternehmens müssten die Hamburger Kunden die höheren Umlagen und Netzentgelte nicht in vollem Umfang tragen, heißt es in der Mitteilung.