DSDS-Gewinner

Betrüger Severino kommt mit einer Bewährungsstrafe davon

Severino Seeger, Sieger der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS), im Verhandlungssaal im Landgericht in Frankfurt am Main auf der Anklagebank. Als Mitglied einer Bande soll er Seniorinnen um ihre Ersparnisse gebracht haben.

Severino Seeger, Sieger der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS), im Verhandlungssaal im Landgericht in Frankfurt am Main auf der Anklagebank. Als Mitglied einer Bande soll er Seniorinnen um ihre Ersparnisse gebracht haben.

Foto: Boris Roessler / dpa

Ein Jahr und neun Monate Haft auf Bewährung für Sänger Severino Seeger. Er muss einen Schaden von 101.000 Euro wiedergutmachen.

Frankfurt/Main. Wegen gewerbsmäßigen und bandenmäßigen Betrugs ist RTL-„Superstar“ Severino Seeger am Dienstag zu einem Jahr und neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. In dem Prozess vor dem Frankfurter Landgericht hatte der Sänger gestanden, alte Frauen um ihr Geld betrogen zu haben. Er habe „zu spät gemerkt, dass dies der falsche Weg war“, sagte der 28-Jährige. Sein Verteidiger kündigte an, der Severino wolle den Schaden wieder gutmachen.

Die Richter legten Seeger die Wiedergutmachung des Gesamtschadens von 101.000 Euro auf. Dazu will der 28-Jährige Teile seines Preisgelds aus der Show „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) in Höhe von 500.000 Euro einsetzen.

Cousin "manipulierte" Severino Seeger

Seeger hatte in acht Fällen als Mitglied einer Betrügerbande von den betagten Opfern Scheckkarten abgeholt und am Automaten Geld abgehoben. Laut Urteil betrug der von ihm persönlich angerichtete Schaden rund 25.000 Euro. Der 28-Jährige zeigte sich vor Gericht reuig: Ein Cousin habe ihn zum Mitmachen „manipuliert“. „Ich hab Ja gesagt, weil ich einfach dumm war“.

Zu Beginn des Frankfurter Prozesses hatte der 28-Jährige am Dienstag eingeräumt, im Zeitraum 2012/13 in neun Fällen ältere Frauen aufgesucht und von diesen die Scheckkarte samt Geheimnummer bekommen zu haben. Die Opfer waren zuvor von Seegers Komplizen angerufen worden, die sich als Bankangestellte ausgegeben hatten. In das Computersystem sei ein Virus eingedrungen, weshalb Scheckkarte mit Geheimnummer eingezogen werden müssten.

(dpa)