Bauen statt campen

Sommervorbereitungen 2007. Schon im März wird der Campingplatz an der Atlantikküste in Frankreich angeschrieben und verbindlich gebucht. Wir lieben die raue Atlantikluft, den Sand, das Wasser, die Wellen, die Menschen etc… Urlaubspläne werden geschmiedet: Wir werden wieder in der "Westernstadt" Pizza essen, Wein beim Winzer direkt kaufen, frische Sardinen und Scampi auf dem Campingkocher zubereiten, jeden Tag im Meer schwimmen, die Seele baumeln lassen…. Da wir nicht das erste Mal hinfahren wissen wir ja was uns erwartet! Urlaub pur schon im April (in Gedanken)!!

Dann, im Mai die Mitteilung einer Freundin: "Ein Bekannter will genau da wo ihr wohnen wollt sein Haus verkaufen!" Na ja, schauen wir mal an. Wir fallen fast aus den Latschen als wir Haus und Grundstück sehen. Pippie Langstrumpf lässt grüßen!! Alles verwohnt, alles heruntergekommen, Reparaturstau wo man nur hinschaut, aber wir sind begeistert. Es wird ohne zu überlegen sofort gekauft. Dem Campingplatz wird abgesagt. Wir hatten natürlich keine Rücktrittsversicherung.

Seit 9 Wochen sind wir nur noch auf dem Bau. Das Haus sieht aus wie eine Ruine und wir überlegen, ob es nicht doch besser gewesen wäre zum Campen zu fahren… Aber wir geben die Hoffnung nicht auf. irgendwann steht das alte Haus im neuen Glanz und wir können einziehen. Campen können wir auch noch im Jahr 2008. Vielleicht gibt’s ja dann eine richtige Urlaubsgeschichte.

Marion Brodersen