Vulkanausbruch

La Palma: Spanien will Insel zu Katastrophengebiet erklären

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Flüge gestrichen wegen neuer Vulkan-Eruption auf La Palma

Flüge gestrichen wegen neuer Vulkan-Eruption auf La Palma

Nach einer erneuten Eruption des Vulkans Cumbre Vieja auf La Palma sind alle Flüge von und zu der Kanareninsel gestrichen worden. Es waren die ersten gestrichenen Flüge, seitdem der Vulkan am Sonntag zum ersten Mal seit 50 Jahren ausgebrochen war.

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Wegen des Vulkanausbruchs soll die Kanareninsel Katastrophengebiet werden. Spanien will Wiederaufbauplan beschließen.

La Palma/Berlin. 
  • Der Vulkan Cumbre Vieja auf der Kanaren-Insel La Palma ist weiterhin aktiv
  • Möglicherweise könnte der Ausbruch sogar mehrere Monate andauern
  • Spanien will die Insel zum Katastrophengebiet erklären

Der Vulkan Cumbre Vieja auf La Palma ist weiter aktiv und spuckt dicke Wolken mit schwarzer Asche kilometerweit in die Höhe. Spanien will die Kanareninsel wegen des Vulkanausbruchs nun zum Katastrophengebiet erklären. Das kündigte Regierungschef Pedro Sánchez an. Außerdem soll ein umfangreicher Wiederaufbauplan verabschiedet werden.

Am Freitagabend wurden die ersten Flüge zu der Insel gestrichen. Auch am Samstag war der der kommerzielle Flugverkehr weiter unterbrochen. Der Vulkan spuckt seit vergangenem Sonntag erstmals seit 50 Jahren Asche und Lava. Die stiegen bis auf eine Höhe von fast 5000 Metern.

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La Palma: Vulkanausbruch zerstört Hunderte Häuser

Die glühend heiße Lava zerstörte auf ihrem Weg bergab Richtung Meer bereits fast 400 Gebäude sowie große landwirtschaftliche Flächen und Infrastruktur. Die Behörden ordneten die Evakuierung von etwa 1000 weiteren Bewohnern an. Experten rechnen damit, dass der Ausbruch noch Monate dauern kann.

Die bisher etwa 180 Hektar von Lava begrabenen Flächen werden auf Jahrzehnte weder erneut bebaut noch landwirtschaftlich genutzt werden können, betonten Experten.

Spanische Regierung kündigt Wiederaufbauprogramm an

Viele der bisher Evakuierten haben ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Ihnen soll mit einem Sofortprogramm für die Sicherung des Lebensunterhalts geholfen werden. Zudem kündigte die Regionalregierung den Ankauf und Neubau von Wohnungen an. Verletzte gab es weiterhin nicht.

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Ein kleines Haus inmitten der Lavawüste ist jedoch auf wundersame Weise verschont geblieben. Wie auf Bildern und Videos zu sehen ist, floss der Lavastrom um das kleine Gebäude in der Ortschaft „El Paraíso“ (deutsch: Das Paradies) herum. (bef/dpa)