Coronavirus

Coronavirus: Immer mehr Infektionen in Deutschland

Wegen Coronavirus: Krankschreibung per Telefon

Den gelben Schein für den Chef gibt es jetzt nach Telefonanruf per Post. Diese neue Kurzzeit-Regel soll Ärzte entlasten und Kranke mit Angst vor dem Coronavirus aus den Wartezimmern fern halten.

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Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus steigt weiter. In Deutschland gab es erste Todesfälle. Alle Entwicklungen im Newsblog.

  • Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen steigt in Deutschland weiter – zwei Patienten in NRW starben an der Lungenkrankheit Covid-19
  • In Ägypten ist ein weiterer Deutscher am Coronavirus gestorben. Dabei handelt es sich um einen Feuerwehrmann aus Hamburg
  • Die Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt in Deutschland weiter an: 1565 Infektionen sind nach unseren Recherchen bislang nachgewiesen
  • Dem RKI zufolge gibt es 1296 Fälle
  • NRW, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bayern untersagen Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern, Hessen spricht eine Empfehlung dazu aus
  • Italien hat die Sperrungen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit wegen der Coronavirus-Krise auf das ganze Land ausgeweitet
  • Zudem sind alle Skiorte in Italien von der Regierung geschlossen worden
  • Weltweit sind in 105 Ländern mehr als 119.000 Covid-19-Fälle bestätigt, mehr als 4200 Menschen starben an der Lungenkrankheit
  • Weltweit gelten rund 64.000 Menschen, bei denen eine Coronavirus-Infektion nachgewiesen war, als geheilt

Berlin. Das Coronavirus breitet sich weltweit und in Europa weiter aus. In Deutschland gibt es nach unseren Recherchen bislang 1565 bestätigte Infektionen und zwei Todesfälle in Nordrhein-Westfalen. Ein dritter Deutscher erlag der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 im Urlaub in Ägypten.

Nach China ist Italien laut offiziellen Zahlen am stärksten betroffen, von den mehr als 10.000 bestätigten Infizierten sind bereits 631 gestorben. Die Regierung hat drastische Maßnahmen ergriffen: Das ganze Land gilt als Sperrzone. Die rund 60 Millionen Menschen im Land können sich seit Dienstag nicht mehr frei bewegen. Damit soll die weitere Ausbreitung des Virus eingedämmt werden.

Schon am Wochenende hatte die italienische Regierung den Norden des Landes abgeriegelt. Touristen konnten aber bisher aus diesen Sperrzonen ausreisen. An den Grenzen sollen Einreisende nach Italien kontrolliert werden. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat ganz Italien zum Coronavirus-Risikogebiet erklärt.

Weltweit überstieg die Zahl der nachgewiesenen Covid-19-Fälle 119.000. Die weitaus meisten Erkrankungen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sind bisher aus China gemeldet worden, von wo die Epidemie sich ausgebreitet hat. Weltweit sind mehr als 4200 Menschen nach einer Infektion gestorben. Über 65.000 Patienten, bei denen einen Infektion bestätigt war, gelten inzwischen als geheilt.

Alle wichtigen Entwicklungen zur Coronavirus-Epidemie im News-Blog:

Mittwoch, 11. März 2020: Coronavirus: RKI gibt neue Zahlen bekannt

11.28 Uhr: Über die weiteren Entwicklungen berichten wir künftig in unserem neuen Coronavirus-Newsblog.

10.32 Uhr: Das Fußball-Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem FC Bayern München an diesem Samstag wird nun doch ohne Zuschauer stattfinden. Das zuständige Bezirksamt gab eine entsprechende Anordnung bekannt, nachdem es tags zuvor widersprüchliche Angaben vom Bezirk und vom Verein gegeben hatte.

10.29 Uhr: In Belgien hat es den ersten Todesfall durch das Coronavirus gegeben. „Ein Patient im Alter von 90 Jahren“ sei in einer Brüsseler Klinik gestorben, erklärte Gesundheitsministerin Maggie de Block. Ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelte, führte sie nicht aus. Die Ministerin sprach der Familie ihr Beileid aus und dankte dem medizinischen Personal im ganzen Land für seine „Professionalität und Verfügbarkeit“.

10:18 Uhr: Österreich stellt den Personen-Zugverkehr von und nach Italien über die österreichische Grenze ein. Das sagte ein Sprecher der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Der Güterverkehr sei davon nicht betroffen.

10:14 Uhr: In der EU-Kommission wurden die ersten vier Fälle von Coronavirus-Infektionen registriert. Drei weitere Mitarbeiter warten noch auf ihre Testergebnisse, hieß es in einer internen Mail, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Insgesamt sind bei der Brüsseler Behörde rund 32.000 Menschen beschäftigt.

Coronavirus: Laut Spahn zeigen 80 Prozent keine oder nur milde Symptome

10:05 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) teilt mit, dass es in Deutschland mittlerweile 1296 bestätigte Infizierungen mit dem neuartigen Coronavirus gibt. Die offiziellen Zahlen der deutschen Behörden zu den Infektionen fallen aktuell teilweise unterschiedlich aus. Das liegt an den Meldeketten.

9:15 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zufolge ist Deutschland in der Intensivmedizin gut für die Coronavirus-Epidemie ausgestattet. Es gebe 28.000 Betten auf Intensivstationen, davon etwa 25.000 mit Beatmungsmöglichkeit, sagte Spahn im Deutschlandfunk. Im Vergleich zur Bevölkerungsgröße sei das „die beste Ausstattung in ganz Europa“. Dennoch könne es zu Engpässen kommen, wenn besonders viele Infizierte gleichzeitig Behandlung bräuchten.

Auf die Frage, ob auch Deutschland bald zur Sperrzone werden könne, sagte Spahn, es gehe darum, alles zu tun, damit keine drastischen Maßnahmen erforderlich seien. Er betonte, dass 80 Prozent der Infizierten milde oder keine Symptome zeigten.

8:51 Uhr: In der chinesischen Stadt Wuhan, wo das Coronavirus erstmals bei Menschen aufgetreten war, dürfen die ersten Firmen ihren Betrieb wiederaufnehmen. Das betrifft vor allem Unternehmen, die für „globale Industrieketten“ wichtig sind oder Produkte für den täglichen Bedarf herstellen. Den Firmen müsse aber eine behördliche Genehmigung vorliegen, teilte die Regierung der Provinz Hubei, in der Wuhan liegt, mit.

8:43 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel plant, am Freitagabend mit Gewerkschaften und Arbeitgebern über Maßnahmen gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Ausbreitung zu beraten. Am Dienstag hatte das Bundeskabinett ein Gesetz auf den Weg gebracht, das eine Ausweitung der Kurzarbeit vorsieht.

An dem Treffen sollen auch Arbeitsminister Hubertus Heil und Finanzminister Olaf Scholz, beide SPD, teilnehmen.

Coronavirus: Röttgen befürchtet Verschiebung des CDU-Parteitags

7:45 Uhr: Der CDU-Politiker und Kandidat für den Parteivorsitz Norbert Röttgen geht davon aus, dass der für Sonderparteitag zur Neuwahl des Parteichefs verschoben werden muss. Er war für den 25. April geplant. Der Verlauf der Coronavirus-Infizierungen in anderen Ländern spreche dafür, dass Deutschland vor einer „ähnlichen Situation“ stehe, so Röttgen.

Sein Parteikollege, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, hatte ohnehin die Absage aller Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern empfohlen. Das würde auch den Parteitag betreffen.

7:29 Uhr: Deutsche sehen seit der Verbreitung des Coronavirus mehr fern. Das zeigen Auswertungen von Fernsehforschern. „Insbesondere die Sehdauern in der Primetime entwickeln sich im Februar und März im Vergleich zu den Vorjahresmonaten leicht überdurchschnittlich“, sagte die Vorsitzende der Geschäftsführung der AGF Videoforschung der Deutschen Presse-Agentur.

Die Forscher beobachten außerdem ein steigendes Interesse an Informations-, Nachrichtensendungen und Talkshows.

6.40 Uhr: Die USA haben die Regierung in Teheran zur sofortigen Freilassung aller im Iran inhaftierten US-Bürger aufgefordert. Der Grund ist die Ausbreitung des Coronavirus im Iran. Der Erreger soll sich mittlerweile in Haftanstalten ausgebreitet haben, die iranische Behörden hatten deswegen 70.000 Gefangene vorübergehend freigelassen.

Der Außenminister der USA, Mike Pompeo, drohte dem Iran am Dienstag mit „entschlossenen“ Reaktionen, sollte die Regierung der Freilassung der US-Häftlinge nicht nachkommen.

Coronavirus: Notfallstrategie fürs Abitur

6.15 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wollen sich die Kultusminister der Bundesländer auf eine bundesweite Notfallstrategie für die Abiturprüfungen verständigen. Bei ihrer Sitzung am Donnerstag und Freitag in Berlin werde die Kultusministerkonferenz (KMK) darüber beraten, wie das Abitur „unter diesen Bedingungen stattfinden kann“, sagte KMK-Präsidentin Stefanie Hubig (SPD) unserer Redaktion.

Von den Notfallplanungen betroffen seien sowohl die schriftlichen Prüfungen als auch das mündliche Abitur. In den meisten Bundesländern beginnen in den nächsten Wochen die schriftlichen Prüfungen. Am 30. April steht der bundesweit zentrale Termin für die Deutschklausuren an, am 5. Mai folgen die Klausuren in Mathematik. Mehr dazu hier: Coronavirus: Das ist die Notfallplanung für das Abitur

5.57 Uhr: Die EU-Kommission will mit einem 25 Milliarden Euro schweren Fonds die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise abfedern. Der Fonds solle unter anderem kleinere Unternehmen, den Arbeitsmarkt und die Gesundheitssysteme unterstützen, kündigte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) plant unterdessen offenbar für Freitag ein Krisentreffen mit Arbeitgebern und Gewerkschaften zu wirtschaftspolitischen Maßnahmen gegen die Corona-Krise.

3.42 Uhr: Die Zahl der neu erfassten Infektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist nach der rückläufigen Entwicklung in den vergangenen Tagen wieder deutlich gestiegen. Am Dienstag seien 242 weitere Fälle diagnostiziert worden, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Die Gesamtzahl erreichte damit 7755.

Die Zahl der Todesfälle, die mit dem neuartigen Coronavirus in Verbindung gebracht werden, kletterte um sechs auf 60. Allein in Seoul wurden 52 zusätzliche Ansteckungen festgestellt. Es war der bisher größte Tagesanstieg in der Hauptstadt.

Coronavirus: Britische Staatssekretärin infiziert – sie hatte Kontakt zu Boris Johnson

3.28 Uhr: Eine Staatssekretärin im britischen Gesundheitsministerium hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Sie sei positiv auf den Erreger getestet worden und befinde sich in Quarantäne zuhause, teilte die parlamentarische Staatssekretärin Nadine Dorries mit. Gesundheitsbeamte verfolgen nach ihren Angaben derzeit nach, wo sie sich ansteckte und mit wem sie seither in Kontakt stand.

Die Zeitung „Times“ berichtete, Dorries habe zuletzt direkten Kontakt zu Hunderten Menschen gehabt, darunter auch zu Premierminister Boris Johnson. Die Staatssekretärin ist das erste Mitglied des britischen Regierungsteams, bei dem das Coronavirus nachgewiesen wurde.

2.34 Uhr: Mit 24 neu nachgewiesenen Fällen ist die Zahl der Coronavirus-Erkrankungen in China wieder leicht gestiegen. Wie aus von der Pekinger Gesundheitskommission vorgelegten Zahlen hervorging, wurden damit am Mittwoch (Ortszeit) landesweit fünf Fälle mehr als am Dienstag registriert, als die bisher niedrigste Zahl neuer Covid-19-Erkrankungen seit Ausbruch der Epidemie verkündet worden war.

2.10 Uhr: Das legendäre Coachella-Festival in Kalifornien wird wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus nicht wie ursprünglich geplant Mitte April stattfinden. Die Konzerte an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden seien auf Oktober verschoben worden, teilten die Veranstalter mit. Mit dem Aufschub würde man den Empfehlungen der Gesundheitsbehörde in dem Bezirk Riverside County folgen, hieß es. In der Region sind nach Angaben der Behörden mehrere Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert.

Mehr als 125.000 Konzertgänger waren auf dem Festivalgelände in Indio im April erwartet worden. Als Hauptacts an sechs Tagen sollten Gruppen und Künstler wie Rage Against the Machine, Travis Scott, Frank Ocean, Lana Del Rey, Big Sean und Calvin Harris auftreten.

0.58 Uhr: Die Türkei hat ihren ersten Coronavirus-Fall gemeldet. Der positiv auf den Erreger getestete Mann sei kürzlich von einer Europareise zurückgekehrt, bei der er sich mutmaßlich angesteckt habe, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca in einer Fernsehansprache mit.

0.35 Uhr: Die Coronavirus-Epidemie hat auch Konsequenzen für den Präsidentschaftswahlkampf in den USA. Die demokratischen Präsidentschaftsbewerber, der linke Senator Bernie Sanders und Ex-US-Vizepräsident Joe Biden, sagten für diesen Dienstagabend (Ortszeit) geplante Wahlkampfauftritte im US-Bundesstaat Ohio ab. Damit würden Warnungen des Bundesstaates vor Großveranstaltung in geschlossenen Räumen beherzigt, teilte der Sprecher von Sanders’ Wahlkampfteam, Mike Casca, mit.

Dienstag, 10. März 2020: Coronavirus – Verbot von Großveranstaltungen im Norden

22.53 Uhr: Wegen der Coronavirus-Epidemie wird im Bundestag der Besucherverkehr deutlich eingeschränkt. Nachdem Reichstagskuppel und Dachterrasse bereits seit Dienstag geschlossen sind, sollen von kommender Woche an auch keine Besuchergruppen mehr empfangen werden. Zudem haben mehrere Fraktionen für die kommenden Wochen einen Großteil ihrer Veranstaltungen gestrichen.

22.16 Uhr: Die Zahl der Infektionen ist in Deutschland weiter gestiegen. Inzwischen sind 1565 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Allein in Nordrhein-Westfalen, dem am stärksten betroffen Bundesland, gibt es 648 Fälle.

Diese Karte zeigt die aktuellen Fallzahlen weltweit, in Europa und Deutschland.

22.06 Uhr: Der Chef des australischen Formel-1-Rennens will trotz der Ausbreitung des Coronavirus am Saisonauftakt in Melbourne mit Zuschauern festhalten. Andrew Westacott rechnet nicht damit, dass kurzfristige Änderungen etwa dazu führen könnten, dass an diesem Wochenende ohne Publikum gefahren wird. „In dieser merkwürdigen Welt ist alles möglich, ich denke aber, dass es sehr unwahrscheinlich ist“, zitierte die Zeitung „The Age“ den Grand-Prix-Boss in Melbourne.

Er selbst würde nicht die Entscheidung treffen und wie in knapp zwei Wochen in Bahrain vor leeren Rängen fahren lassen. Auch der Bundesstaat Victoria, dessen Hauptstadt Melbourne ist, sieht sich durch die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 zunehmend beeinträchtigt. Im Sport stellt sich zum Beispiel die Australian Football League darauf ein, Spiele vor einer Geisterkulisse auszutragen.

Bundesregierung bringt weitere Krisenmaßnahmen auf den Weg

21.26 Uhr: Die Aktienkurse an der Wall Street haben sich nach panikartigen Verkäufen zu Wochenbeginn wieder stabilisiert. Der Dow Jones Industrial stieg um 4,89 Prozent auf 25 018,16 Zähler. Vorausgegangen war dem allerdings zuletzt der heftigste Ausverkauf seit der großen Finanzkrise 2007 und 2008.

20.50 Uhr: Die Bundesregierung bringt weitere Krisenmaßnahmen auf den Weg. Der Bund soll nun auch für die intensivmedizinische Versorgung in Kliniken eine zentrale Beschaffung übernehmen, wie nach einer Sitzung des Krisenstabs von Gesundheits- und Innenministerium mitgeteilt wurde. Um Liefer- und Versorgungsengpässe zu vermeiden, sollen Lastwagen ausnahmsweise auch sonntags fahren dürfen und mehr Sonntagsarbeit möglich werden.

Die Bundespolizei soll ihre Kontrollen „insbesondere an den Südgrenzen“ Deutschlands nochmals intensivieren. Bei Beschaffungen für Intensivstationen sei eine Dringlichkeit festgestellt worden, hieß es. Das Bundesgesundheitsministerium soll daher nun zum Beispiel Geräte zur künstlichen Beatmung zentral besorgen. Die Kapazitäten in Intensivstationen rücken zusehends in den Blick, da angesichts steigender Infektionszahlen mehr Patienten mit schweren Krankheitsverläufen erwartet werden.

Der Krisenstab hatte bereits beschlossen, dass der Bund ergänzend zu Praxen und Krankenhäusern Schutzausrüstung für medizinisches Personal wie Atemmasken und Anzüge beschafft. Diese ist international knapp.

Coronavirus: EU-Kommission kündigt Milliardenhilfe an

20.41 Uhr: Die EU-Kommission hat einen milliardenschweren Hilfsfonds angekündigt, der Deutschland und den anderen betroffenen EU-Staaten zugute kommen soll. Ziel sei es, mit rund 7,5 Milliarden Euro aus dem EU-Haushalt Investitionen von etwa 25 Milliarden Euro auszulösen, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach einer dreistündigen Videokonferenz mit den EU-Regierungschefs und EU-Ratspräsident Charles Michel.

Der Corona-Investmentfonds solle sowohl zur Unterstützung des Gesundheitssektors eingesetzt werden als auch die Folgen für die Wirtschaft - vor allem für kleine und mittlere Unternehmen - und für den Arbeitsmarkt abfedern. Außerdem sollten die EU-Beihilferegeln vorübergehend so gelockert werden, sodass Unternehmen, die wegen der Corona-Krise in Schwierigkeiten gerieten, alle notwendige Hilfe vom Staat erhalten könnten.

Zudem wolle die EU-Kommission für eine flexiblere Auslegung der Regeln des EU-Stabilitätspakts sorgen - dies würde es Staaten wie Italien erleichtern, sich zur Krisenbekämpfung stärker zu verschulden als der Pakt eigentlich erlaubt. Von der Leyen sagte, Details sollten noch vor einem Treffen der EU-Finanzminister am kommenden Montag vorliegen.

„Wir werden alle Instrumente nutzen, damit die europäische Wirtschaft diesem Sturm widersteht“, sagte von der Leyen. Mit der Ankündigung folgte die Kommissionspräsidentin einer Forderung unter anderem von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.

Kreuzfahrten im Mittelmeer fallen wegen Coronavirus aus

20.25 Uhr: Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) hält es in der Corona-Krise für geboten, dass die Bundesregierung zur Stützung der Wirtschaft auch neue Schulden aufnimmt. „Wenn das anhält, wird es darum gehen, diese Ideologie der Schwarzen Null mal endlich zu überwinden“, sagte der frühere SPD-Politiker bei einer Veranstaltung des Redaktionsnetzwerks Deutschland in Berlin.

„Um nicht in die Rezession zu rutschen, werden wir national mehr tun müssen.“ Der 75-jährige Altkanzler sagte, er persönlich habe keine Ängste wegen Corona, obwohl er in seinem Alter zur Risikogruppe gehöre. „Man kann ja nicht leben mit dieser ständigen Vorsorge. Man verhält sich, wie es vernünftig ist“.

Er wasche sich regelmäßig die Hände und verzichte im Augenblick auf Reisen nach Norditalien. An Hamsterkäufe denke er nicht: „Ich habe keine Vorräte zu Hause.“

20.05 Uhr: Die Reederei Costa Crociere setzt vorerst alle Kreuzfahrten im Mittelmeer aus. Die Reisen werden bis zum 3. April ausgesetzt, wie das italienische Unternehmen. Die Maßnahme betrifft tausende Reisende. Schiffe, die noch im Mittelmeer unterwegs seien, würden italienische Häfen nur anlaufen, um Passagiere von Bord gehen zu lassen.

20.00 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geht davon aus, dass sich rund zwei Drittel der Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 anstecken könnten. 60 bis 70 Prozent könnten sich infizieren, sagte sie nach Teilnehmerangaben in der Fraktionssitzung am Dienstag.

Zuvor hatte „Bild.de“ darüber berichtet. Die Zahlen hatten Experten wie der Berliner Virologe Christian Drosten bereits vor einiger Zeit genannt. Noch sei unbekannt, in welcher Zeit dieses Infektionsgeschehen verlaufe, betonte der Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin. „Das kann durchaus zwei Jahre dauern oder sogar noch länger.“

Nach Coronavirus-Quarantäne: Horst Seehofer bald wieder in Berlin

19.55 Uhr: Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) kehrt an seinen Arbeitsplatz in Berlin zurück, nachdem der Coronavirus-Verdacht bei einem Teilnehmer des zurückliegenden EU-Innenministertreffens ausgeräumt wurde. „Alle Testergebnisse liegen vor“, Seehofer werde daher am Mittwoch wieder in Berlin sein, schrieb der Sprecher des Innenministeriums, Steve Alter, bei Twitter.

Seehofer und alle Mitglieder seiner Delegation waren nach der Rückkehr von dem Treffen in Brüssel negativ auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden. Zuvor war bekanntgeworden, dass ein kroatischer Teilnehmer des EU-Innenministertreffens Kontakt zu einem Sars-CoV-2-Infizierten gehabt haben soll. Der Bundesinnenminister blieb deshalb zu Wochenbeginn an seinem Wohnort in Ingolstadt.

19.29 Uhr: Nach Ryanair hat jetzt auch Easyjet sein komplettes Flugprogramm nach Italien gestrichen. Die britische Airline Easyjet kündigte an, alle Flüge nach und von Italien bis zum 3. April zu streichen. Es werde aber eine Reihe von Notfall-Flügen geben für Passagiere, die aus wichtigen Gründen von oder nach Italien reisen müssten, hieß es in einer Mitteilung.

19.05 Uhr: Die italienische Rocksängerin Gianna Nannini hat für Donnerstag ein Konzert gegen die Corona-„Einsamkeit“ angekündigt, das sie live aus ihrem Haus in Mailand im Internet übertragen will. „Das Schreckliche an diesem Virus ist die Einsamkeit“, schrieb die 65-Jährige auf Instagram.

Die italienische Regierung hatte zuvor landesweit Reise- und Versammlungsbeschränkungen verhängt. „Ich bin in Mailand und möchte einige Rocksongs online spielen, damit wir uns alle etwas näher fühlen und trotzdem sicher sein können“, schrieb sie. Nanninis einprägsame Stimme ist einer ganzen Generation von Italienern bekannt.

Sie versprach, ihr Konzert am Donnerstag um 16.00 Uhr per Livestream zu übertragen. „Wir werden unser Bestes tun, um diese schreckliche Zeit gemeinsam zu überwinden“, schrieb Nannini, die mit Liedern wie America, Latin Lover, Fotoromanza, Bello e impossibile oder I maschi populär wurde.

18.45 Uhr: Die französische Fluggesellschaft Air France hat alle Flüge nach Italien ab dem 14. März gestrichen. Die Maßnahme solle bis einschließlich 3. April gelten, teilte die Fluggesellschaft mit.

Bis zum 14. März wird Air France einen Flug pro Tag zu jedem ihrer italienischen Reiseziele beibehalten, hieß es weiter. So könnten Reisende, die das wünschen, ihre Reise vorziehen.

Deutsche Eishockey Liga wird abgebrochen

18.30 Uhr: Die staatliche iranische Fluggesellschaft Iran Air wird ihre Flüge nach Europa wieder aufnehmen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna werden die Europa-Flüge der Iran Air ab 11. März wieder planmäßig erfolgen.

Ausgenommen seien wegen der Covid-19-Epidemie im Iran die Flüge nach Wien, Stockholm und Göteborg, hieß es.

18.06 Uhr: Die Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) wird vorzeitig abgebrochen. Wie die DEL am Abend mitteilte, gibt es in diesem Jahr keinen Meister.

17.58 Uhr: In den Niederlanden sind vier Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben, wie jetzt bekannt wurde. Hunderte Menschen haben sich unterdessen infiziert, die nationale Gesundheitsbehörde meldete jüngst 382 Fälle.

Mit 134 Infizierten ist die Region Brabant in den Niederlanden bislang am stärksten vom Coronavirus betroffen. Die meisten Infizierten in den Niederlanden seien in Italien gewesen, teilte die nationale Gesundheitsbehörde mit. Die meisten Fälle, bei denen die Quelle der Infektion noch unbekannt ist, kämen unterdessen aus Brabant oder hätten Verbindungen in die Region.

17.44 Uhr: Die Kommunen im Norden setzten auf das Verbot von Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen. Die Region Hannover und die Stadt Bremen verkündeten entsprechende Regeln.

„Die Entscheidung ist uns sehr schwer gefallen“, sagte Regionspräsident Hauke Jagau in Hannover. Eine Allgemeinverfügung für die Region solle am Mittwoch veröffentlicht werden und ab Donnerstag gelten - zunächst bis zum 22. März. Die Verfügung gelte für alle Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, bei Sportveranstaltungen könne es Einzelverfügungen geben.

17.40 Uhr: Schleswig-Holsteins Landesregierung hat Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen bis zum 10. April – Karfreitag – untersagt. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) baten nach der Kabinettsentscheidung die Bürger um Verständnis.

Er habe im Kabinett um Rückendeckung für seinen Erlass im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes gebeten und die Abstimmung sei einmütig gewesen, sagte Garg. Ausgenommen von der Regelung sind Schulen, der öffentliche Nahverkehr und Arbeitsstätten. Auswirkungen auf die in den nächsten Wochen beginnenden Abitur-Prüfungen sieht Garg derzeit nicht.

Bundestag gibt bis zu einer Milliarde Euro

17.28 Uhr: Alle geplanten Veranstaltungen in den großen Sälen der staatlichen Theater, Opern- und Konzerthäuser in Berlin wurden abgesagt. Kultursenator Klaus Lederer (Linke) teilte mit, dieser Beschluss gelte vorerst bis zum Ende der Osterferien, also bis zum 19. April.

17.20 Uhr: Die griechischen Gesundheitsbehörden haben die Schließung aller Kindergärten, Volksschulen, Gymnasien und Universitäten für 14 Tage angeordnet. „Es ist eine vorbeugende Maßnahme, damit das Virus sich nicht ausbreitet“, sagte der griechische Gesundheitsminister Vasilis Kikilias im Staatsfernsehen (ERT).

17.12 Uhr: Nach einer Reise in das Coronavirus-Risikogebiet Südtirol befindet sich auch Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) in 14-tägiger freiwilliger Quarantäne zu Hause. Das teilten Prien und Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) mit.

Günther zufolge verliefen Coronatests bei der Ministerin bereits negativ. Prien halte sich aber trotzdem an die behördlichen Empfehlungen, die für alle Landesbediensteten und Bürger in solchen Fällen gälten.

Deutscher Aktienmarkt erholt sich

17.10 Uhr: Ferienrückkehrer aus Corona-Risikogebieten sollen den Hamburger Schulen und Kitas vorerst fernbleiben. Dies gelte sowohl für Schüler und Kitakinder als auch für Lehrer und anderes Schul- oder Kitapersonal, sagte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD).

So solle das Infektionsrisiko nach dem Ferienende verringert werden. Grundlage für diese Maßnahme soll eine Allgemeinverfügung im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes sein. Bei Verstößen drohen Bußgelder. Die Verfügung soll bis Mittwoch erlassen werden.

17.00 Uhr: Ein erwartetes Hilfspaket in den USA gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise haben auch dem deutschen Aktienmarkt geholfen. Nach dem Schwarzen Montag gelang dem Dax zeitweise wieder der Sprung über die Marke von 11.000 Punkte.

Nach dem sehr schwachen Wochenstart, an dem der deutsche Leitindex um fast 8 Prozent abgesackt war, ging es am Nachmittag um 2,00 Prozent auf 10.837,11 Punkte aufwärts. Der MDax der mittelgroßen Werte rückte um 2,30 Prozent auf 23.622,82 Punkte vor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 1,91 Prozent, und auch die US-Börsen starteten mit Erholungsgewinnen.

16.45 Uhr: Niedersachsen hat alle Schulfahrten nach Italien und in alle anderen Risikogebiete weltweit verboten. Eine entsprechende Verfügung ging an alle rund 3000 Schulen, wie Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) mitteilte.

„Um den Gesundheitsschutz der Schülerinnen und Schüler, der Lehrkräfte und der Begleiterinnen und Begleiter möglichst hochzuhalten, müssen Schulfahrten in Risikogebiete definitiv unterbleiben.“ Außer Italien geht es um den Iran und betroffene Gebiete in China und Südkorea. Nach wie vor sollten Schulen zunächst versuchen, Reisen zu verschieben.

Angela Merkel will nicht notwendige Veranstaltungen absagen

16.39 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel fordert, dass alle nicht notwendigen Veranstaltungen abgesagt werden. Das sagte die CDU-Politikerin während der Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern erfuhr. Mit Blick auf Bundesliga-Fußballspiele ohne Zuschauer sagte Merkel demnach: „Spiele vor leeren Rängen sind nicht das Schlimmste, das diesem Land passieren kann.“

Zur Lage der Wirtschaft, die teilweise unter zusammengebrochenen Lieferketten aus Asien leidet, sagte Merkel, man brauche hier „keine klassischen Konjunkturprogramme, sondern Liquiditätszufuhr“. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hatte in diesem Zusammenhang zuvor etwa von Steuererleichterungen für Firmen gesprochen.

16.40 Uhr: Das Länderspiel der Nationalmannschaft gegen Italien am 31. März in Nürnberg wird vor leeren Rängen ausgetragen. Darüber hat die Stadt Nürnberg den Deutschen Fußball-Bund informiert, wie der DFB mitteilte.

16.22 Uhr: Die EU-Kommission will „sehr schnell“ Vorschläge unterbreiten, um Fluggesellschaften in der Corona-Krise den Erhalt von Start- und Landerechten trotz sinkender Passagierzahlen zu ermöglichen. „Wir wollen es für Airlines einfacher machen, ihre Flughafen-Slots zu behalten“, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel.

Der Koordinator der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, Thomas Jarzombek, begrüßte die Ankündigung von der Leyens. Von der Leyen sagte weiter, Airlines sollten als „vorübergehende Maßnahme“ nicht ihre Start- und Landerechte abgeben müssen, wenn es wegen sinkender Passagierzahlen keine Flüge gebe. „Der Coronavirus-Ausbruch hat große Auswirkungen auf die europäische und internationale Luftverkehrsindustrie.“

Die EU-Kommissionspräsidentin fügte hinzu: „Wir sehen, dass sich die Lage täglich verschlimmert, und es wird erwartet, dass der Verkehr weiter sinkt.“ Die Änderung der Slot-Regelung sei gleichzeitig wichtig für die Umwelt. Denn sonst seien die Gesellschaften gezwungen, „Geister-Flüge“ ohne Passagiere zu machen, nur um die Slots zu behalten, sagte von der Leyen.

16.20 Uhr: Carlos Santana hat seine Konzerte in Europa abgesagt. Wie der berühmte Gitarrist auf seiner Homepage verkündet, werden alle Konzerte der „Miraculous 2020 World Tour“ in Europa ausfallen.

Da in vielen Ländern Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen verboten sind, sei es nicht möglich aufzutreten, so das Management. Die Sicherheit der Fans und Mitarbeiter habe oberste Priorität. Rückerstattungen sind über die Verkaufsstellen möglich.

Keine Großveranstaltungen mehr in Rheinland-Pfalz

16.12 Uhr: Die hessische Landesregierung empfiehlt die Absage aller Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern. Die Gefahr einer Virusübertragung bei großen Menschenansammlungen, „insbesondere in geschlossenen Räumen“, lasse sich angesichts jüngster Entwicklungen nicht sicher beurteilen, teilte das Sozialministerium in Wiesbaden mit.

16.07 Uhr: In Rheinland-Pfalz sollen bis Ende April keine Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 1000 Teilnehmern stattfinden. Diese Empfehlung beschloss am Dienstag die Landesregierung auf einer Kabinettssitzung in Mainz.

16.05 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will keine Ausnahmen von den Coronavirus-Regelungen für den CDU-Sonderparteitag am 25. April in Berlin. Für den Parteitag mit der Wahl des neuen Parteichefs könne es keine Sondergenehmigung geben, sagte Laschet, der bei dem Treffen als Bundesparteichef antreten will, in Düsseldorf.

Es werde „zeitnah im April“ entschieden, wie man mit dem Parteitag in Berlin verfahre. Dort werden 1001 Delegierte und zahlreiche Gäste wie zum Beispiel Journalisten erwartet.

16.00 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller fordert bundeseinheitliche Regeln für den Umgang mit Großveranstaltungen wegen der Verbreitung des neuartigen Coronavirus. „Wir können da keinen Flickenteppich haben“, sagte der SPD-Politiker.

„Bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag muss es möglichst zu einer bundesweiten Verabredung kommen, wie wir damit umgehen.“ Nötig sind laut Müller einheitliche Kriterien, anhand derer sachgerecht und im Einzelfall entschieden werden könne, ob eine Messe, ein Kongress oder eine Sportveranstaltung abgesagt werden muss oder – gegebenenfalls unter Auflagen – stattfinden kann.

15.45 Uhr: Das Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem FC Bayern München am Samstagabend wird mit Publikum ausgetragen. Dies teilte der Berliner Fußball-Club mit. Die örtlichen Behörden hätten den Verein informiert, „dass sie nach umfangreicher Prüfung der aktuellen Risikobewertung in Bezug auf die Ausbreitung des Coronavirus entschieden haben, keine Anordnung über einen Ausschluss von Zuschauern für das Heimspiel zu erlassen“, hieß es in der Vereinsmitteilung.

Dabei seien die spezifischen Bedingungen der Veranstaltung ebenso berücksichtigt worden, wie der umfassende Maßnahmenkatalog des Vereins zur Hygiene im Stadion und zur Prävention vor und während der Veranstaltung. Über die präventiven Maßnahmen wolle der Verein im Vorfeld des Spiels gesondert informieren. Zuvor waren bereits bei drei Bundesliga-Partien die Zuschauer ausgeschlossen worden.

Klassenfahrten in Sachsen-Anhalt abgesagt

15.40 Uhr: Die große Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen wird um ein Jahr verschoben. Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland und den damit verbundenen Reiseeinschränkungen in vielen Ländern werde es den meisten Überlebenden nicht möglich sein, zum 75. Jahrestag der Befreiung anzureisen, teilte die niedersächsische Staatskanzlei mit.

15.35 Uhr: In Sachsen-Anhalt werden werden alle Klassen-, Studienfahrten und Schüleraustausche bis zum 31. Mai ausgesetzt. „Die Schulleitungen wurden aufgefordert, mit Ausnahme eintägiger Fahrten innerhalb Sachsen-Anhalts, alle Reisen abzusagen“, heißt es in einer Mitteilung des Bildungsministeriums.

Die Kosten für Stornierungen übernehme das Land. Bildungsminister Marco Tullner (CDU) betonte, dass die Entscheidung nicht leicht gewesen sei, Präventionsmaßnahmen jedoch Priorität hätten.

15.25 Uhr: Der Bundestag stellt massive Finanzmittel zum Kampf gegen das Coronavirus zur Verfügung. „Wir werden zusätzliche Haushaltsmittel zur Verfügung stellen bis zu einer Milliarde Euro“, kündigte Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) vor einer Sitzung der Unionsfraktion in Berlin an.

Die Grundversorgung ist weiter gesichert

15.15 Uhr: Sachsen lockert das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen, um mehr haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel zu transportieren. Eine solche Regelung soll zunächst bis Anfang April gelten, sagte Staatssekretär Hartmut Mangold vom Wirtschaftsministerium in Dresden.

Der Handelsverband hatte zuvor eine Lockerung gefordert, damit Einzelhandel und Logistik Lücken in den Regalen schneller wieder füllen könnten. Die Menschen kauften derzeit mehr haltbare Lebensmittel auf Vorrat, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Sachsen, René Glaser.

So seien in den vergangenen Tagen vor allem Reis, Nudeln, Konserven und Kekse in Sachsen über den Ladentisch gegangen. „Die Grundversorgung ist definitiv sichergestellt“, betonte Glaser. Damit die Supermärkte das Sortiment allerdings in „ganzer Breite“ anbieten könnten, sei aber eine Anpassung der Lieferkette notwendig.

15.05 Uhr: Die Bundesregierung hat im Eilverfahren Verbesserungen beim Kurzarbeitergeld beschlossen. Das Kabinett billigte den entsprechenden Gesetzentwurf in einem schriftlichen Umlaufverfahren, wie Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) in Berlin sagte. Er sprach von einem „Schutzschirm für Arbeitsplätze“.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte, es gehe auch um den Erhalt von Unternehmen und deren Wettbewerbsfähigkeit. Die Corona-Epidemie habe eine „ungewöhnlich ernste Lage“ erzeugt, die große Herausforderungen an alle stelle, fügte Altmaier hinzu. Es müsse verhindert werden, dass „das Coronavirus auch die Wirtschaft infiziert“.

15.01 Uhr: Wegen des Coronavirus sollen Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen in Nordrhein-Westfalen grundsätzlich abgesagt werden – oder ohne Zuschauer stattfinden. Das sieht ein am Dienstag beschlossener Erlass der Landesregierung mit entsprechenden Weisungen an die Kommunen vor.

Zur Eindämmung der Corona-Infektionen können die örtlichen Behörden in auch Veranstaltungen mit weniger als 1000 Personen absagen, wenn es besondere Risiken gibt. Darauf weist ein beschlossener Erlass der nordrhein-westfälischen Landesregierung hin.

Erhöhte Umsatzzahlen in der Erotikbranche

14.49: Die Erotikbranche freut sich über erhöhte Umsätze während der Corona-Krise. Wie erotik.com berichtet, steigen seit einigen Tagen die Umsatzzahlen für erotische Inhalte extrem an. Am 8. März hatte der Anbieter höhere Umsätze als am sonst umsatzstärksten Tag des Jahres, dem Black Friday, verzeichnet. Betroffen seien davon sowohl Downloads als auch DVDs.

„Es scheint als sicherten sich die User in Krisenzeiten auch Medien, die ohne Internet und in Quarantäne abzuspielen sind“, so ein Sprecher des Unternehmens. Die höchst einzelne Bestellung betrug eine Summe von 6700 Euro. Die Bestellungen aus Nordrhein-Westfalen und Italien haben sich fast verdreifacht.

14.37: Ryanair streicht wegen der Corona-Krise bis zum 8. April sämtliche Italien-Flüge. Wie das Unternehmen mitteilt, sollen alle inneritalienischen Flüge der Airline ab Mittwoch ausgesetzt werden, internationale Flüge von und nach Italien ab Freitag.

Ryanair erklärte, alle betroffenen Passagiere seien per E-Mail informiert worden. Flugreisende, die in ihr Heimatland zurückkehren wollten, könnten bis Freitag kostenlos auf einen früheren Flug der Airline umbuchen. Betroffene Passagiere haben demnach die Wahl, ob sie die Ticketkosten zurückerstattet bekommen oder einen Reisegutschein für einen Flug mit Ryanair in den kommenden zwölf Monaten erhalten wollen.

14.31 Uhr: Bund und Länder wollen sich in der Corona-Krise eng abstimmen und Firmenpleiten sowie Entlassungen verhindern. „Wir wollen, dass möglichst kein Unternehmen in Deutschland nur aufgrund der Corona-Epidemie in die Insolvenz gehen muss“, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in Berlin nach einem Treffen mit seinen Länderkollegen. Die Unternehmen würden nicht im Stich gelassen.

Altmaier machte zudem deutlich, die wirtschaftlichen Folgen des neuartigen Coronavirus könnten sich verschärfen. In einem Kommuniqué bekräftigen die Minister, sie seien jederzeit bereit und in der Lage, angemessen und schnell notwendige Entscheidungen zu treffen - auch weitergehende und umfassende Maßnahmen im Falle von tiefergehenden konjunkturellen Folgen.

RKI erklärt ganz Italien zum Risikogebiet

14.20 Uhr: In China ist nach eigenen Angaben im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie ein Wendepunkt erreicht. In ihrem bisherigen Epizentrum Hubei sei die Epidemie „im Wesentlichen eingedämmt“, sagte Chinas Staatschef Xi Jinping.

Die Behörden lockerten die Restriktionen, die seit der Verhängung der Quarantäne über Hubei vor anderthalb Monaten gelten. Xi sagte nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua, es gebe „Anfangserfolge“ bei der Stabilisierung der Lage in der besonders stark betroffenen Provinz Hubei und deren Hauptstadt Wuhan. Damit habe sich im Kampf gegen die Epidemie das „Blatt gewendet“.

14.10 Uhr: Nach einer zweiwöchigen Quarantäne dürfen hunderte Gäste ihr Hotel auf der spanischen Ferieninsel Teneriffa wieder verlassen. Nachdem ein italienischer Gast positiv auf das Coronavirus getestet worden war, hatten die örtlichen Gesundheitsbehörden das Hotel am 25. Februar abgeriegelt und eine zweiwöchige Quarantäne angeordnet. Zu dem Zeitpunkt hielten sich 865 Menschen aus rund 25 Ländern in dem Hotel auf, darunter zahlreiche Touristen aus Deutschland.

Urlauber, die keine Symptome zeigten, durften nach Angaben der Gesundheitsbehörden das Quarantäne-Hotel auf Teneriffa verlassen. Bis zum Ablauf der zweiwöchigen Quarantäne am Dienstag saßen dort aber demnach noch 200 Menschen fest.

Menschen sollen mit dem Rauchen aufhören

14.05 Uhr: Das Literaturfestival Lit.Cologne ist wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt worden. Das teilte die Festivalleitung in Köln mit.

13.00 Uhr: Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig, hat die Bundesbürger aufgefordert, angesichts der Corona-Epidemie mit dem Rauchen aufzuhören: „Es ist erwiesen, dass insbesondere Raucher zu einer Risikogruppe gehören“, sagte die CSU-Politikerin unserer Redaktion.

Raucher liefen Gefahr, an wesentlich schwereren Lungenentzündungen durch den neuartigen Erreger Covid-19 zu erkranken, als Nichtraucher. Raucher sollten deswegen ihr Verhalten dringend ändern, so die Drogenbeauftragte. „Hören Sie jetzt auf zu rauchen - es ist höchste Zeit!“, appellierte Ludwig.

12.26 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus untersagt der Freistaat Bayern Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen. Für Veranstaltungen mit 500 bis 1000 Personen empfiehlt die Staatsregierung die Absage, jeweils nach Rücksprache mit den Behörden, wie die Deutsche Presse-Agentur am Rande einer Kabinettssitzung aus Regierungskreisen erfuhr.

12.14 Uhr: Im Iran ist die Zahl der Coronavirus-Toten und -Infizierten erneut drastisch gestiegen. Binnen eines Tages habe sich die Zahl der Toten von 237 auf 291 erhöht, sagte Ministeriumssprecher Kianush Dschahanpur in Teheran.

Die Zahl der offiziell erfassten Ansteckungen im Land steigt auf 8042 – 881 mehr als am Vortag. Die meisten Infektionen gab es erneut in der Hauptstadt Teheran wo sich nachweislich über 2100 Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert haben. Diese Zahlen gaben die iranischen Behörden bekannt, laut Experten könnte es noch mehr Fälle geben.

Österreich will Einreise aus Italien weitgehend stoppen

11.49 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus will Österreich die Einreise aus Italien weitgehend stoppen. Ausnahmen seien nur mit ärztlichem Attest möglich, kündigte Kanzler Sebastian Kurz in Wien an. Was die österreichischen Staatsbürger betreffe, die sich in Italien aufhielten, werde deren Rückholung in Zusammenarbeit mit dem Außenministerium organisiert, sagte Kurz. Nach der Ankunft zu Hause müssten aber alle für zwei Wochen in häusliche Isolation. Oberstes Ziel sei es, die Einschleppung der Erkrankung zu verhindern, sagte Kurz.

11.47 Uhr: Die 65-jährige deutsche Touristin, die auf Zypern positiv auf das Coronavirus getestet wurde, gehört einer etwa 30-köpfigen Touristengruppe aus dem baden-württembergischen Balingen an. Das sagte der türkisch-zyprische Gesundheitsminister Ali Pilli.

Die Gruppe sei am Sonntag in Nordzypern eingetroffen. Die Frau wurde demnach mit Fieber in ein Krankenhaus in der Inselhauptstadt Nikosia eingeliefert und unter Quarantäne gestellt. Am Dienstag habe das positive Coronavirus-Testergebnis vorgelegen, sagte Pilli. Das Hotel ihrer Reisegruppe in der Stadt Famagusta sei ebenfalls unter Quarantäne gestellt worden.

Coronavirus: Air France streicht tausende Flüge

11.11 Uhr: Nach Verschärfungen der Einreisebestimmungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus müssen Touristen Israel nun binnen weniger Tage verlassen. „Touristen, die sich in Israel aufhalten, wird Zeit gegeben, in den nächsten Tagen auf geordnete Weise auszureisen“, hieß es in einer Stellungnahme des Gesundheitsministeriums. Ein genaues Datum wurde nicht genannt.

Sollten Touristen vorher Krankheitssymptome aufweisen, müssten sie sich sofort beim Rettungsdienst melden, hieß es weiter. Ansonsten sollten sie Hygieneregeln befolgen, Menschenansammlungen meiden und ihre Reiseroute in Israel dokumentieren. Eine Rückkehr nach Israel anschließend an eine Ausreise in Nachbarländer sei nicht möglich.

11.04 Uhr: Nach der Lufthansa will auch Air France-KLM tausende Flüge wegen des Coronavirus streichen. Im März sollen 3600 Verbindungen wegfallen, wie die französisch-niederländische Gruppe in Paris mitteilte. Besonders betroffen sind Flüge nach China und Italien. Air France streicht demnach 25 Prozen t ihrer europäischen Verbindungen, 13 Prozent auf der Langstrecke und 17 Prozent in Frankreich. KLM sehe ähnliche Ausfälle bei Langstreckenflügen vor.

11.02 Uhr: Das Bundesliga-Nachholspiel Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln an diesem Mittwoch darf wegen des Coronavirus nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Das teilte die Stadt Mönchengladbach am Dienstag mit. Zuvor hatten verschiedene Medien darüber berichtet.

Wegen Coronavirus: Präsident des EU-Parlaments in Quarantäne

10.55 Uhr: Der Präsident des Europäischen Parlaments, David Sassoli, bleibt wegen des Coronavirus zwei Wochen lang in Quarantäne. Die Entscheidung der italienischen Regierung, Sperrmaßnahmen über das ganze Land zu verhängen, hätten auch Auswirkungen auf das Verhalten der italienischen Abgeordneten.

„Aus diesem Grund habe ich mich, nachdem ich vergangenes Wochenende in Italien war, rein vorsorglich entschlossen, die angegebenen Maßnahmen zu befolgen und entsprechend der im Gesundheitsprotokoll angegebenen Empfehlung von 14 Tagen meine Funktion als Präsident von meinem Wohnort in Brüssel aus auszuüben“, erklärte Sassoli. Der Vorsitzende war noch am Montag im Parlament aufgetreten, um über die Verkürzung der aktuellen Sitzungswoche auf einen Tag zu entscheiden.

10.07 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 1139 Infektionen in Deutschland mit dem Coronavirus. Diese Zahl nannte RKI-Präsident bei einer Pressekonferenz in Berlin. Die Datenlage ist hochdynamisch und die offiziellen Zahlen der deutschen Behörden zu den Infektionen fallen aktuell teilweise unterschiedlich aus.

Wieler betonte zudem, dass die Meldezahlen immer nur einen Teil der Wahrheit spiegeln könnten. Es sei davon auszugehen, dass die tatsächlichen Infektionszahlen höher seien. Zudem handele es sich immer nur um Momentaufnahmen, die Zahlen würden sich ständig verändern.

Der RKI-Präsident erklärte, dass er an Gemeinden und Krankenhäuser appelliert habe, die Krisenpläne zu aktivieren. Weltweit hätten sich inzwischen mehr als 111.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 3880 Menschen seien gestorben. Die Sterberate liege damit weltweit bei 3,5 Prozent.

Wieler sagte außerdem, dass das RKI ganz Italien nun zum Risikogebiet erkläre.

Coronavirus: Nun auch Infektionen in Sachsen-Anhalt

10.05 Uhr: In Sachsen-Anhalt sind nun vier Männer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das sagte eine Sprecherin des Sozialministeriums in Magdeburg. Es handele sich neben einem jungen Mann aus Halle um zwei 39 und 42 Jahre alte Männer aus dem Bördekreis, die aus Südtirol zurückgekehrt seien.

Auch ein nachweislich infizierter 36-Jähriger aus dem Salzlandkreis sei zuvor in Südtirol gewesen. Der junge Mann Mitte 20 aus Halle war zuvor in Norditalien unterwegs. Sachsen-Anhalt war bisher das einzige Bundesland, in dem keine Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen worden war.

9.55 Uhr: Anderthalb Monate nach der Verhängung einer Quarantäne über die gesamte chinesische Provinz Hubei lockern die Behörden die Restriktionen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie. Gesunde Menschen dürften nun innerhalb der zentralchinesischen Provinz wieder reisen, teilte die Provinzregierung mit.

9.35 Uhr: Als letztes Bundesland hat nun auch Sachsen-Anhalt die erste bestätigte Infektion mit dem Coronavirus. Betroffen sei ein junger Mann aus Halle, teilte das Sozialministerium in Magdeburg mit. Der Mann war zuvor von einer Reise aus Norditalien zurückgekehrt.

Spahn fordert Deutschland zu solidarischem Handeln wegen Coronavirus auf

8.46 Uhr: Bei einer 65-Jahre alte Urlauberin aus Deutschland ist auf Zypern eine Coronavirus-Infektion festgestellt worden. Die Gruppe von 30 Touristen sei in einem Hotel in der Hafenstadt Famagusta unter Quarantäne gestellt worden. Dies teilten die Behörden im türkisch besetzten Teil der Insel mit, berichtete der zyprische Staatsrundfunk (RIK). Damit stieg die Zahl der Erkrankungen auf der Touristeninsel auf drei. Die zyprischen Gesundheitsbehörden hatten am Montag erstmals zwei Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus im griechisch-zyprischen Südteil der Insel bestätigt.

8.27 Uhr: Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Deutschen zu solidarischem Handeln aufgefordert. „Wir werden diese Situation bewältigen. Wenn wir alle mithelfen, zusammenhalten und einander auch unter Stress vertrauen“, schrieb er in einem veröffentlichten Gastbeitrag in der „Bild“ und fügte hinzu: „Es geht. „Und am besten geht es gemeinsam.“ Der Höhepunkt der Epidemie sei noch nicht erreicht. „Wir erwarten einen weiteren Anstieg der Infektionen“, schrieb Spahn: „Es wird weitere Einschränkungen unseres Alltags geben.“

8.13 Uhr: Bei der Europäischen Zentralbank (EZB) gibt es einen ersten bestätigten Coronavirus-Fall. Ein Mitarbeiter sei positiv auf den neuartigen Erreger getestet worden, teilte die EZB in Frankfurt am Main mit. Rund 100 Kollegen, die in der Nähe des Betroffenen gearbeitet haben, sollen als Vorsichtsmaßnahme demnach nun von zu Hause aus arbeiten. „Potenziell betroffene“ Büros würden gründlich gereinigt. Die EZB hatte erst am Montag den Notfall getestet und ihre rund 3700 Beschäftigten aufgefordert, von zu Hause zu arbeiten.

Erster Todesfall nach Coronavirus-Infektion in Kanada

7.41 Uhr: Der Ausbruch des neuen Coronavirus hat den Absatz von Smartphones in China seit Jahresanfang fast halbiert. Im Januar und Februar wurden 42,1 Prozent weniger verkauft, wie am Dienstag aus einem Bericht auf der Webseite der China Academy of Information and Communications Technology (CAICT) hervorging. In Februar, als viele Geschäfte wegen der Epidemie geschlossen waren, war der Rückgang mit 54,7 Prozent besonders stark. Es wurden 6,3 Millionen Stück verkauft.

7.05 Uhr: Kanada hat den ersten Todesfall durch das Coronavirus gemeldet. Ein Bewohner eines Altenpflegeheims in der Stadt North Vancouver sei an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt gewesen und in der Nacht zum Montag gestorben, teilten die Behörden der westkanadischen Provinz British Columbia mit. Zwei weitere Bewohner und zwei Pflegekräfte der Einrichtung seien positiv auf den Erreger getestet worden.

7.11 Uhr: Nach einem der heftigsten Einbrüche in der Geschichte des Ölmarkts zum Wochenauftakt hat sich die Lage am Dienstag beruhigt. Im asiatischen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent am Dienstagmorgen knapp 37 Dollar und damit in etwa so viel wie am frühen Montagabend. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI stand zuletzt bei rund 33 Dollar und damit ebenso auf dem Niveau vom frühen Montagabend. Am Montag waren die Ölpreise so stark gesunken wie seit fast 30 Jahren nicht mehr.

Coronavirus-Krise: EU-Sondergipfel via Videokonferenz

6.59 Uhr: Die 27 EU-Staats- und Regierungschefs wollen am Dienstagnachmittag bei einer Art Sondergipfel über die Zuspitzung der Corona-Krise beraten. Die kurzfristig einberufene Sitzung findet ausnahmsweise aber als Videokonferenz statt, sodass Kanzlerin Angela Merkel und ihre Kollegen nicht eigens nach Brüssel reisen müssen.

EU-Ratspräsident Charles Michel erklärte, bei der Konferenz sollten die Regierungschefs das Vorgehen der Mitgliedstaaten gegen die Ausbreitung der Coronavirus-Infektionen und ihre Folgen koordinieren. „Wir müssen kooperieren, um die Gesundheit unserer Bürger zu schützen“, erklärte Michel

Rotes Kreuz ruft zum Blutspenden auch in Coronakrise auf

6.45 Uhr: Das Deutsche Rote Kreuz hat an Blutspender appelliert, nicht aus Furcht vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus auf das Spenden zu verzichten. Beim DRK-Blutspendedienst Nord-Ost komme es derzeit zu einem verstärkten Rückgang der Spenderzahlen, wie der medizinische Geschäftsführer, Prof. Torsten Tonn, erklärte. Hintergrund sei die Corona-Epidemie, aber auch die jahreszeitlich bedingte Zunahme von Erkältungs- und Influenzaerkrankungen.

Spenden können nur gesunde Menschen, die in den vier Wochen vor dem Termin auch keine Erkältung oder andere Krankheit gehabt haben. Auch Rückkehrer aus Covid-19-Risikogebieten müssten vier Wochen bis zur nächsten Blutspende warten. Bei einer weiteren Ausbreitung des Virus könnte das die Zahl der potenziellen Spender verringern.

5.37 Uhr: US-Popstar Miley Cyrus hat wegen des weltweit grassierenden Coronavirus ein Buschfeuer-Benefizkonzert in Australien abgesagt. Sie folge damit einer Empfehlung der Behörden, wie sie am Dienstag bei Twitter erklärte. „Ich bin so enttäuscht, nicht dort zu sein, aber ich muss das Richtige tun, um die Gesundheit und die Sicherheit meiner Band und meiner Crew zu schützen.“

Sie werde aber immer noch für die Opfer der Buschbrände spenden, schrieb die 27-Jährige. „Es tut mir leid, dass ich in Australien alle verpasse, aber ich komme bald zurück.“ Das Konzert in Melbourne war an diesem Freitag geplant.

5.22 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat „dramatische“ Maßnahmen gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs in Aussicht gestellt. Am Dienstagnachmittag (Ortszeit) werde er bei einer Pressekonferenz einige dieser Maßnahmen vorstellen, sagte Trump am Montag in Washington. Die US-Börsen hatten zu Wochenbeginn wegen des Coronavirus sowie eines Absturzes des Ölpreises ihren schlimmsten Handelstag seit der Finanzkrise von 2008 erlebt.

Coronavirus: Chinas Präsident besucht schwer betroffene Stadt Wuhan

4.57 Uhr: Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat am Dienstag überraschend die schwer von dem neuen Coronavirus heimgesuchte Metropole Wuhan in Zentralchina besucht. Der Besuch diene der „Inspektion der Arbeit zur Vorbeugung und Kontrolle der Epidemie“, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

In der Elf-Millionen-Stadt war das Sars-CoV-2 genannte Virus Anfang Dezember erstmals aufgetaucht und hat sich von dort in ganz China und schließlich weltweit ausgebreitet. In Wuhan und der umliegenden Provinz Hubei, wo mehr als 40 Millionen Menschen seit Ende Januar weitgehend von der Außenwelt abgeschottet sind, wurden allein 67.000 Infektionen und rund 3000 Todesfälle gezählt.

3.56 Uhr: Chinas Behörden meldeten am Dienstag nur noch 19 neu nachgewiesene Coronavirus-Infektionen und 17 weitere Todesfälle. Nicht nur der Anstieg der Infektionen war relativ gering - auch der tägliche Zuwachs der Todesfälle war der niedrigste seit sechs Wochen. Damit sind in China nach offiziellen Angaben 3136 Menschen gestorben. Seit Beginn der Epidemie im Dezember haben sich nach der offiziellen Statistik insgesamt 80.754 Menschen in Festlandchina mit dem Virus infiziert. Fast 60.000 haben die Krankenhäuser wieder verlassen.

Inwieweit die offizielle Statistik aber die wahre Lage widerspiegelt und wie hoch die Dunkelziffer ist, scheint unklar. Seit einer Änderung der Zählweise Mitte Februar hat sich der täglich berichtete Anstieg der neuen Infektionen mit dem Sars-CoV-2 genannten Virus und der Todesfälle in der amtlichen Auflistung spürbar reduziert.

Coronavirus: Zahl der Toten weltweit übersteigt 4000

2.44 Uhr: Weltweit haben sich inzwischen mehr als 114.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Experten sagen, die Dunkelziffer liege wesentlich höher. Mehr als 4000 Menschen sind inzwischen an der vom Coronavirus verursachten Atemwegserkrankung Covid-19 gestorben

Montag, 9. März 2020: Coronavirus – Erste Tote in Deutschland

21.53 Uhr: Der französische Kulturminister Franck Riester hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Er sei nicht im Krankenhaus, sondern zu Hause und habe kaum Symptome, sagte Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran am Montagabend im Fernsehen. Wie bei jedem anderen, der an Covid-19 erkrankt sei, untersuche man nun, mit wem der 46-jährige Riester engen Kontakt hatte.

Véran betonte, dass sich seit zwei Wochen während der Regierungssitzung niemand mehr die Hand gegeben habe. Dazu, wann Riester zuletzt mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Kontakt hatte, gab es zunächst keine Informationen. In der Nationalversammlung waren bereits fünf weitere Abgeordnete positiv auf das Coronavirus getestet worden.

21.49 Uhr: Die italienische Regierung weitet Sperrungen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit wegen der Coronavirus-Krise auf das ganze Land aus. Das sagte Premierminister Giuseppe Conte am Montag.

Am Wochenende hatte die Regierung die Lombardei und andere Gegenden in Norditalien zu Sperrzonen erklärt. Aus ihnen hinaus und in sie hinein darf man nur mit triftigen Gründen – zum Beispiel aus Arbeitsgründen.

21.26 Uhr: Das Kreuzfahrtschiff „Grand Princess“, das wegen mehrerer Coronavirus-Infizierten an Bord vor der Küste Kaliforniens gestoppt worden war, hat im Hafen von Oakland angelegt. Nun sollen die rund 3500 Menschen von Bord der „Grand Princess“ gebracht werden, wie US-Medien am Montag berichteten. Das könne allerdings mehrere Tage dauern.

Unter anderem mit Bussen sollen die Passagiere in Krankenhäuser, auf Armee-Gelände oder in ihre Wohnungen und Häuser gebracht werden, wo sie mindestens 14 Tage lang unter Quarantäne bleiben müssen. Bei 21 Menschen an Bord – 19 Crewmitgliedern und 2 Passagieren – ist das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden. US-Soldaten hatten per Hubschrauber Testkits an Bord gebracht.

Israel hat Einreisebestimmungen weiter verschärft

20.17 Uhr: Ryanair kürzt weiter die Flugpläne von und nach Italien. Das stark reduzierte Angebot gelte vom späten Donnerstagabend an (Mitternacht) bis zum 8. April, teilte die Airline am Montag in Dublin mit. Betroffen seien internationale Flüge von und nach Bergamo, Malpensa, Venedig, Parma, Rimini und Treviso.

Vom späten Dienstagabend an bis 8. April werden zudem alle Inlandsflüge von und nach Bergamo, Malpensa, Parma und Treviso eingestellt. Die Maßnahmen sind laut Ryanair eine Reaktion auf die Vorsichtsmaßnahmen der italienischen Regierung. Alle betroffenen Fluggäste seien über die Änderungen informiert worden.

20.00 Uhr: Israel hat die Einreisebestimmungen weiter verschärft. Alle nach Israel Einreisenden müssen wegen der für zwei Wochen in Heimquarantäne. Dies beschloss Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Der Beschluss gelte von sofort an und zunächst für zwei Wochen. Zuvor waren nur bestimmte Länder von Einreisebeschränkungen betroffen, darunter auch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Die neue Bestimmung gilt den Berichten zufolge für alle Länder. „Das ist eine schwere Entscheidung, aber sie ist essenziell, um die Gesundheit der Bevölkerung zu gewährleisten, die wichtiger ist als alles andere“, sagte Netanjahu nach Angaben der Nachrichtenseite ynet.

Coronavirus: Zwei Menschen in Deutschland gestorben

19.35 Uhr: Die Staats- und Regierungschefs der EU beraten am Dienstagnachmittag per Videokonferenz über ein koordiniertes Vorgehen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. EU-Ratspräsident Charles Michel hatte die digitale Zusammenkunft anberaumt.

Im Kampf gegen die Epidemie stellte die EU bislang unter anderem Unterstützung bei der Erforschung des Erregers und bei der gemeinsamen Beschaffung von Schutzkleidung in Aussicht. Die Mitgliedstaaten der EU sind bislang sehr unterschiedlich von der Epidemie betroffen. Bei Weitem die meisten Ansteckungen mit dem neuartigen Erreger gibt es in Italien.

Reichstagskuppel in Berlin wegen Coronavirus-Epidemie für Besucher geschlossen

19.20 Uhr: Der Bundestag schließt von Dienstag an die Reichstagskuppel und die Dachterrasse für Besucher. Das teilte die Pressestelle des Bundestages nach Beratungen von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble mit den Parlamentarischen Geschäftsführern der Fraktionen mit. Über weitere mögliche Maßnahmen soll im Rahmen einer fortlaufenden Risikobewertung entschieden werden.

19.05 Uhr: Die bayerische Staatsregierung will Veranstaltungen mit mehr als 1000 Gästen zunächst bis Karfreitag untersagen. Darauf einigte sich der Koalitionsausschuss von CSU und Freien Wählern in München.

18.57 Uhr: Bei dem Coronavirus-Todesopfer aus dem Kreis Heinsberg handelt es sich nach Angaben von Landrat Stephan Pusch um einen 78-jährigen Mann aus Gangelt. Er habe sich vergangenen Freitag in einem Krankenhaus in Geilenkirchen gemeldet und sei am Montag um 14 Uhr an Herzversagen gestorben.

Der Mann habe bei der Ankunft im Krankenhaus gesagt, dass es ihm seit mehreren Tagen schlecht gehe. Der Mann habe unter Vorerkrankungen wie Herzproblemen und Diabetes gelitten. Er habe vorher eine Karnevalssitzung besucht – wobei noch unklar sei, um welche es sich gehandelt habe, so Pusch.

Alle Skiorte in Italien sind geschlossen

18.55 Uhr: Die italienische Regierung schließt im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus alle Skiorte. Auf Anweisung des Zivilschutzes würden alle Skiorte des Landes ab Dienstagmorgen geschlossen, kündigte der Minister für regionale Angelegenheiten, Francesco Boccia, an.

18.50 Uhr: Die Ausbreitung des Coronavirus ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch lange nicht vorbei. „Wir sind noch am Anfang oder in der Mitte dieses Verlaufs“, sagte WHO-Nothilfekoordinator Michael Ryan in Genf.

„In vielen Ländern wird es noch schlimmer werden, bevor es besser wird“, warnte Maria van Kerkhove, Leiterin der WHO-Abteilung neue Krankheiten. „Wir sehen aber Licht am Endes des Tunnels“, fügte sie hinzu. Die Beispiele von China und Singapur, die den Anstieg der Fälle deutlich reduziert haben, sei ein Hoffnungszeichen.

18.15 Uhr: Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) wartet derzeit in Ingolstadt das Ergebnis des Corona-Tests einer Person ab, die Kontakt zu einem Coronavirus-Infizierten gehabt haben soll. Seehofer und die Kontaktperson waren während einer Besprechung in der vergangenen Woche im selben Raum gewesen. Seehofer sei negativ auf das Coronavirus getestet worden. Das schreibt der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter, auf Twitter.

17.50 Uhr: Französische Gemeinden haben für die anstehende erste Runde der Kommunalwahl am Wochenende spezielle Vorsichtsmaßnahmen angekündigt. In der elsässischen Stadt Mülhausen würden beispielsweise alle Bedienflächen der Abstimmungsautomaten am Sonntag nach jedem Wähler desinfiziert, teilte die Stadt mit.

Zwischen den Wartenden werde auf einen Sicherheitsabstand geachtet. Außerdem würden Einweghandschuhe zur Verfügung gestellt. Frankreichs Regierung hatte vergangene Woche erklärt, die Wahl werde trotz der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus stattfinden. Die erste Wahlrunde ist für den 15. März geplant, die zweite am 22. März. Bei den Kommunalwahlen geht es um die Besetzung der Rathäuser.

Corona-Impfstoff vielleicht im nächsten Jahr bereit

17.15 Uhr: Der Präsident des für Impfstoffe zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, schließt nicht aus, dass vielleicht schon im nächsten Jahr erste Bevölkerungsgruppen durch eine Impfung geschützt werden könnten.

Er rechne mit ersten klinischen Prüfungen in Deutschland im Sommer bis Herbst dieses Jahres und wolle nicht ausschließen, dass dann im kommenden Jahr größere klinische Prüfungen mit Tausenden oder vielleicht Zehntausenden Probanden beginnen könnten, sagte Cichutek am Montag in Berlin.

„Man darf hier nichts zu sehr beschleunigen. Wir brauchen verträgliche, sichere Impfstoffe, die dann auch wirksam sind, aber trotzdem haben wir vielleicht die günstige Lage, dass wir hier schon besondere Bevölkerungsgruppen im Rahmen der klinischen Prüfungen auch schützen könnten.“

17.00 Uhr: Ab sofort können Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Arzt eine Bescheinigung auf Arbeitsunfähigkeit bis max. 7 Tage ausgestellt bekommen. Sie müssen dafür nicht die Praxis aufsuchen. Das schreibt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) auf Twitter.

16.37 Uhr: In Deutschland ist erstmals im Zusammenhang mit dem Coronavirus ein Mensch gestorben. Das hat der Kreis Heinsberg am Montag mitgeteilt. Das -Gesundheitsministerium bestätigte die Information. Der Landrat wollte am Abend Einzelheiten bekanntgeben.

In Essen starb zudem eine 89-jährige Frau, bei der das Virus am vergangenen Dienstag festgestellt worden sei.

15.45 Uhr: Nach einem Coronavirus-Verdacht an einer Brandenburger Schule befinden sich 4000 bis 5000 Menschen in häuslicher Quarantäne. Das sagte der Amtsdirektor der Kleinstadt Neustadt/Dosse, Dieter Fuchs.

BVB erstattet Fans die Kosten für Achtelfinale-Spiel

15.30 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) betonte beim deutsch-griechischen Wirtschaftsforum in Berlin, dass keine Hygiene- oder Quarantänemaßnahme zur Unterbrechung der Infektionsketten vergebens sei. In der aktuellen Lage sei „das wirksamste Mittel der Faktor Zeit“.

Es gehe gerade auch darum, eine Überlastung von Ärzten und Krankenhäusern zu vermeiden, „die entstehen würde, wenn innerhalb kürzester Zeit sehr viele Menschen gleichzeitig wegen Corona zu behandeln wären“, sagte die Kanzlerin. Das wirksamste Mittel gegen das Virus sei, seine Ausbreitung zu verlangsamen, sie also über einen längeren Zeitraum zu strecken.

15.20 Uhr: Borussia Dortmund wird seinen Fans die Kosten für die Eintrittskarten für das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League bei Paris Saint-Germain am Mittwoch (21.00 Uhr/Sky) erstatten. Die Polizeipräfektur der französischen Hauptstadt hatte am Montag mitgeteilt, dass das Spiel wegen der Verbreitung des Coronavirus vor leeren Rängen stattfinden muss.

„Liebe BVB-Fans, es tut uns wirklich in der Seele weh, dass wir bei #PSGBVB auf Euch verzichten müssen! Den Kaufpreis fürs Ticket erstatten wir natürlich zurück“, twitterte der Verein: „Wir schreiben jeden Einzelnen gerade an und informieren darüber, wie und auf welchem Wege dies vonstattengehen wird.“

15.15 Uhr: Die deutsche Wirtschaft hat die beschlossenen Maßnahmen gegen die Auswirkungen der Corona-Krise begrüßt. „Die große Koalition hat den Ernst der Lage erkannt“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Joachim Lang. Die Maßnahmen seien ein wichtiges Signal, um das Vertrauen von Unternehmen und Bürgern zu stützen. Bei Bedarf müsse die Politik mehr tun.

Angela Merkel sieht Deutschland gut gerüstet für wirtschaftliche Folgen

Auch die Bundesagentur für Arbeit begrüßte die Entscheidung der Bundesregierung zu Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld wegen der Coronavirus-Auswirkungen. „Die Beschlüsse der Bundesregierung zur erleichterten Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld halten wir für vernünftig“, sagte der Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur, Detlef Scheele.

15.00 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht Deutschland mit den angekündigten Maßnahmen der Koalition gut gerüstet für die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus. Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld seien bereits in der Finanzkrise erfolgreich gewesen, sagte Merkel bei einem deutsch-griechischen Wirtschaftsforum in Berlin.

Die Änderungen sollten schnell wirken, sie sollten bereits am Mittwoch ins Kabinett und am 3. April im Bundesrat beraten werden. Außerdem sollten Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) noch in dieser Woche Maßnahmen vorlegen, wie die Liquidität von Firmen verbessert werden könne. Die Bundesregierung wolle außerdem Investitionen weiter steigern.

Champions-League-Spiel am Dienstag mit Zuschauern

14.46 Uhr: An der New Yorker Wall Street ist der Dow-Jones-Index zu Handelsbeginn am Montag um 7,2 Prozent eingebrochen. Der Handel am weltweit wichtigsten Börsenplatz wurde daraufhin unterbrochen.

14.41 Uhr: Die Skisaison in Südtirol wird wegen der Coronavirus-Krise beendet. Die Gastbetriebe und Seilbahnbetreiber verpflichteten sich zu einem vorzeitigen Ende der Wintersaison, teilte der Hoteliers- und Gastwirteverband mit. Die Unternehmen würden ab diesem Mittwoch bis mindestens 3. April schließen.

„Unseren Betrieben empfehlen wir, sich zu bemühen, den Gästen im Rahmen der Möglichkeiten Ausweichtermine anzubieten und bei Stornierungen möglichst kulant entgegen zu kommen“, hieß es in der Mitteilung.

14.36 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Verständnis dafür, dass die Champions-League-Partie von RB Leipzig gegen Tottenham Hotspur am Dienstag (21.00 Uhr/Sky) nicht unter Ausschluss der Zuschauer stattfindet.

„Wichtig fand ich den Hinweis (...), dass das die Entscheidung für dieses kurzfristig bevorstehende Spiel ist“, sagte der CDU-Politiker am Montag während der Bundespressekonferenz. „Dass die grundsätzliche Frage damit nicht entschieden ist.“ Die Partie sei „kurzfristig schwer abzusagen“.

Fußball-Bundesliga wegen Coronavirus wohl mit Geisterspielen

14.15 Uhr: DFL-Geschäftsführer Christian Seifert rechnet aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus mit Geisterspielen am kommenden Spieltag in der Fußball-Bundesliga. „Wir würden am liebsten schon nächsten Spieltag mit Zuschauern spielen. Das ist aber leider nicht realistisch“, sagte der Chef der Deutschen Fußball Liga (DFL) bei Bild Live. Eine komplette Absage des Spieltags am kommenden Wochenende schloss Seifert hingegen aus.

14.13 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fordert erneut alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abzusagen. Gleichzeitig seien jedoch auch kleine Veranstaltungen nicht ungefährlich.

Er rief außerdem alle Bürger dazu auf, mitzuwirken, die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. „Wir müssen den Ausbruch verlangsamen, damit unser Gesundheitssystem weiter funktionieren kann“, betonte er. „Dazu brauchen wir die gesamte Gesellschaft. Wir brauchen jeden einzelnen Bürger und jede einzelne Bürgerin.“

Es gehe um die gleichen Verhaltensweisen wie bei einer Erkältung oder Grippe. „Alles genauso machen, als würde man sich im Alltag vor Erkältung oder Grippe schützen wollen“, sagte Spahn. Jeder solle jetzt zudem abschätzen und entscheiden, worauf er leichter und worauf er schwerer verzichten könne.

Coronavirus nicht so einfach durch wärmeres Wetter aufzuhalten

13.45 Uhr: Das Frühjahr und der Sommer mit wärmeren Temperaturen dürften die Ausbreitung des Coronavirus aus Expertensicht nicht sehr stark verlangsamen. Es sei wohl damit zu rechnen, „dass wir direkt in eine Epedemiewelle hineinlaufen“, sagte der Direktor des Instituts für Virologie an der Charité, Christian Drosten, in Berlin.

Der saisonale Effekt auf diese Viren dürfte voraussichtlich nicht so groß sein wie auf einige andere Erkältungsviren. Drosten verwies auf entsprechende verfeinerte Modellrechnungen einer Studie aus den USA. Deutschland habe das Virusgeschehen sehr früh erkannt und sich damit einen extremen Vorsprung in der Erkennung der Epidemie gesichert, erläuterte der Virologe.

„Das hat dazu geführt, dass wir jetzt sehr hohe Fallzahlen in den Statistiken haben, ohne relevant große Zahlen von Todesfällen berichten zu müssen.“ Hintergrund sei, dass viele Labore in der Fläche hierzulande sehr früh aktiv geworden seien und dies kein nationales Institut Tests allein für sich reklamiere. Damit hätten andere Länder einen Monat oder mehr an Zeit verloren. Drosten machte mit Blick auf zu erwartende Todesfälle zugleich deutlich: „Auch bei uns wird sich das ändern, wir sind da keine Ausnahme.“

13.24 Uhr: Die Universität Osnabrück verschiebt einen im März geplanten Kongress. Der Kongress gehört nach Universitätsangaben zu den bundesweit größten Fachtagungen zur frühkindlichen Bildung. Die elfte Auflage der Tagung „Bewegte Kindheit“ solle nun vom 23. bis zum 25. Oktober veranstaltet werden, teilte die Hochschule mit.

Ursprünglich sollte die Veranstaltung mit 3000 Teilnehmern vom 19. bis 21. März abgehalten werden. Da der Teilnehmerkreis weitgehend aus pädagogischen Fachkräften aus Kindertageseinrichtungen bestehe und diese den Virus weitertragen könnten, gebe es zur Verschiebung keine Alternative.

13.19 Uhr: Der Bundeselternrat hält die Hygiene in vielen Schulen für unzureichend. Gleichzeitig warnt er davor, Schulen auf Verdacht zu schließen. „Wir müssen aufpassen, wir müssen Hygienemaßnahmen einhalten“, sagte Stephan Wassmuth, der Vorsitzende des Bundeselternrats. Wenn es Infektionsketten gebe, müsse man sicherlich über Schließungen nachdenken, aber es sollten nicht auf Verdacht Schulen geschlossen werden.

Außerdem gebe es ohnehin schon Stundenausfälle. „Es gibt viel Unsicherheit“, sagte Wassmuth mit Blick auf die Eltern. Er warnte aber vor einer Panik vor dem neuartigen Virus. „Wir haben einen riesigen Sanierungsstau“, sagte Wassmuth. Das ist unter dem Strich eine Frage des Geldes, aber auch von Versäumnissen, dass wir uns in den letzten Jahren nicht darum gekümmert haben.“

Coronavirus: Belastung für die Finanzmärkte – Dax fällt weiter

12.45 Uhr: Der Ausverkauf an der Börse beschleunigt sich weiter. Der Dax sackt deutlich unter die Marke von 11.000 Punkten. Rund eine Stunde nach Handelsbeginn lag der deutsche Leitindex 6,95 Prozent im Minus bei 10.739,97 Punkten. Zu den Sorgen um die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie kommt dabei auch die Furcht vor einem Ölpreiskrieg.

12.22 Uhr: Nach der Rückkehr von einer Schulfahrt in Südtirol sind bei einem 16-jährigen Schüler aus Steinfurt und seinem Lehrer (45) Coronavirus-Infektionen nachgewiesen worden. Beide zeigen nach Angaben des Kreises Steinfurt nur leichte Symptome. Alle 106 Schüler und zehn Lehrer der zehnten Jahrgangsstufe eines Gymnasiums waren vorsorglich in häusliche Quarantäne geschickt worden. Sie waren am Freitag mit mehreren Bussen ins Münsterland zurückgekehrt.

12.21 Uhr: In verschiedenen Gefängnissen in Italien ist es inmitten der Coronavirus-Krise zu Protesten mit vermutlich mehreren Toten gekommen. In Modena sind laut der italienischen Zeitung „La Repubblica“ sechs Häftlinge ums Leben gekommen. Die Nachrichtenagentur Ansa spricht von drei Toten. Mehrere Gefängnisinsassen wurden schwer verletzt. Mehr als 50 hätten versucht, zu fliehen.

In Medienberichten hieß es, dass die Aufstände mit den Maßnahmen gegen das Coronavirus zu tun hätten. Dabei seien Besuche ausgesetzt worden. Medien zeigten auch Videos und Fotos von einem Aufstand in einem Gefängnis in Mailand. Darin ist zu sehen, wie Häftlinge auf einem Dach stehen und „Freiheit“ skandieren. In der Stadt Foggia wollten laut Medienberichten Häftlinge die Flucht versuchen.

Zu Aufständen kam es den Berichten zufolge auch in Alessandria, Frosinone, Neapel und Pavia.

12.12 Uhr: Wegen des Coronavirus empfiehlt auch der baden-württembergische Landesgesundheitsminister Manne Lucha (Grüne), Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abzusagen. Sein Sprecher sagte in Stuttgart, Lucha schließe sich einem Appell von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an.

Champions-League-Spiel von Borussia Dortmund ohne Zuschauer

12.06 Uhr: Im Iran steigt die Zahl der Coronavirus-Toten und -Infizierten weiter. Innerhalb von 24 Stunden habe sich die Zahl der Toten von 194 auf 237 erhöht, sagte Ministeriumssprecher Kianush Dschahanpur in Teheran. Die Zahl der offiziell erfassten Ansteckungen im Land kletterte auf 7161 – 595 mehr als am Vortag. Am schlimmsten ist die Krise weiterhin in der Hauptstadt Teheran.

11.44 Uhr: Das Achtelfinal-Rückspiel von Borussia Dortmund in der Champions League am Mittwoch (21 Uhr) bei Paris Saint-Germain findet aufgrund des Coronavirus vor leeren Rängen statt. Das teilte die Polizeipräfektur der französischen Hauptstadt am Montagmittag mit.

11.34 Uhr: Wegen des Coronavirus’ belegt Uganda deutsche Reisende faktisch mit einem Einreiseverbot: Seit dem 7. März müssen sich Personen mit Einreise unter anderem aus Deutschland in eine zweiwöchige Selbst-Quarantäne begeben, informiert das Auswärtige Amt. „Die Nichtbefolgung führt zur zwangsweisen Einweisung in institutionelle Quarantäne auf eigene Kosten“, heißt es nun in den Reise- und Sicherheitshinweisen für das Land.

11.18 Uhr: Die Ausbreitung des Corona-Virus hat immer stärkere Konsequenzen für die EU-Politik in Brüssel: Die regelmäßigen Treffen der Minister und Botschafter der EU-Mitgliedstaaten werden ab sofort teilweise gestrichen. Das gab das Generalsekretariat des EU-Rats am Montag bekannt. Die Zahl der Beratungen auch auf Expertenebene werde reduziert, ebenso werde die Größe der Delegationen begrenzt.

Man folge damit dem Rat medizinischer Experten. Welche Treffen noch stattfinden, soll von Fall zu Fall durch die kroatische Ratspräsidentschaft entschieden werden. Schon am Freitag war eine Sitzung der EU-Botschafter in Brüssel abgesagt worden, weil der kroatische Botschafter dienstlichen Kontakt mit einem Corona-Infizierten hatte. Ein Beamter des Rats ist seit vergangener Woche in Quarantäne, nachdem er positiv auf das Virus getestet worden war.

Das EU-Parlament hat seine reguläre Sitzung in Straßburg diese Woche gestrichen, die Abgeordneten kommen ab Montagnachmittag stattdessen in Brüssel zusammen. Das Infektionsrisiko durch den umfangreichen Reisebetrieb von Brüssel nach Straßburg sei zu groß, hatte Parlamentspräsident David Sassoli erklärt.

Für Besuchergruppen ist das EU-Parlament bis auf weiteres gesperrt. Unter den Abgeordneten gibt es Forderungen nach weiteren Einschränkungen und sogar einer Aussetzung der Plenarsitzungen. Unterdessen gab die Nato bekannt, das auch in ihrem Hauptquartier in Brüssel ein erster Corona-Fall entdeckt worden sei.

10.57 Uhr: Bei dem 60-jährigen Deutschen, der im ägyptischen Hurghada nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben ist, handelt es sich um einen Feuerwehrmann aus Hamburg. Das bestätigte am Montagmorgen die Hamburger Gesundheitsbehörde, wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet.

Er war laut dem ägyptischen Gesundheitsministerium am Freitag mit Fieber ins Krankenhaus gekommen und am Tag darauf positiv auf das Coronavirus getestet worden. Thomas F. ist der erste Deutsche, der nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben ist.

10.39 Uhr: Die Europäische Zentralbank (EZB) schickt ihre Belegschaft wegen des Coronavirus’ testweise ins Homeoffice. Die meisten Beschäftigten arbeiteten am Montag von zu Hause aus, sagte ein EZB-Sprecher. Die Zentralbank habe dafür umfangreiche IT-Kapazitäten. Die EZB bereitet sich damit für den Fall vor, dass ihre Beschäftigten wegen des Coronavirus’ nicht in ihren Büros arbeiten können.

Indien lässt Kreuzfahrtschiffe wegen Coronavirus nicht mehr anlegen

9.42 Uhr: Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus lässt Indien Kreuzfahrtschiffe vorübergehend nicht mehr in seinen Häfen anlegen. Am Montag wies der Hafen von Mangalore das Kreuzfahrtschiff „MSC Lirica“ mit der Begründung ab, die Zentralregierung in Neu Delhi habe entschieden, dass Kreuzfahrtschiffen mit ausländischem Startziel ab sofort keine Anlandegenehmigung mehr erteilt werden dürfe. Die Regelung gilt demnach bis Ende März.

Unklar war zunächst, ob sich an Bord der „MSC Lirica“ mit dem Coronavirus infizierte Menschen befanden. Auf dem Schiff haben bis zu 2000 Passagiere und 700 Besatzungsmitglieder Platz.

9.12 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen sind in Deutschland laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) auf 1112 gestiegen. Der Landkreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen berichtet aktuell von mehr als 290 bestätigten Covid-19-Fällen. In Nordrhein-Westfalen gibt es laut RKI fast 484 Fälle, in Bayern 256 und in Baden-Württemberg 199.

8.58 Uhr: Borussia Dortmunds Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League am Mittwoch (21 Uhr/Sky) bei Paris Saint-Germain wird aufgrund des Coronavirus’ französischen Medien zufolge wohl ohne Zuschauer stattfinden. Die Sportzeitung „L’Équipe“ berichtete, dass der Anpfiff unter normalen Bedingungen „immer hypothetischer“ werde. Das Blatt spekuliert, dass am Montag eine Entscheidung verkündet werde. Auch die Verschiebung der Partie auf einen späteren Zeitpunkt könne nicht ausgeschlossen werden.

8.18 Uhr: Nach der Einigung der großen Koalition auf Hilfsmaßnahmen für die Wirtschaft wegen der Coronavirus-Krise hat CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer den Blick auf Großveranstaltungen gelenkt. Sie halte die Forderung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Veranstaltungen mit mehr als tausend Gästen abzusagen, für „wichtig“, sagte Kramp-Karrenbauer am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“.

Außerdem lobte Kramp-Karrenbauer die beschlossenen Wirtschaftsmaßnahmen gegen die Coronakrise. „Ich bin froh, dass wir gestern die Beschlüsse so gefasst haben“, sagte sie. „Das ist etwas, was die Arbeitgeber aber auch die Gewerkschaften so von uns erbeten haben.“ Den ihrer Meinung nach besonders betroffenen Branchen Kongress und Tourismus werde damit besonders geholfen.

Bundesliga-Derby voraussichtlich ohne Publikum

7.43 Uhr: Wegen der Coronakrise wird das Bundesliga-Derby Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln am Mittwoch nach den Worten von -Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) voraussichtlich nicht vor Publikum im Stadion stattfinden.

„Ob sie ohne Publikum spielen oder ob sie gar nicht spielen, das muss schon der Verein entscheiden, nicht ich“, sagte Laumann am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Anne Will“. Aber Nordrhein-Westfalen werde die Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) umsetzen – „und zwar morgen oder jetzt, vollkommen klar“.

Spahn hatte empfohlen, wegen der schnellen Ausbreitung des neuen Coronavirus in Deutschland Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abzusagen.

7.12 Uhr: Der republikanische US-Senator Ted Cruz hat sich nach einem kurzen Kontakt mit einem Covid-19-Patienten in freiwillige Quarantäne begeben. Er habe der Person vor zehn Tagen bei einer Veranstaltung mit konservativen Aktivisten nahe Washington die Hand geschüttelt und sich kurz mit ihr unterhalten, teilte der Senator für Texas in der Nacht zu Montag bei Twitter mit.

Die betroffene Person sei positiv auf das Coronavirus getestet worden und zeige Symptome der Lungenerkrankung. Dennoch sei die Chance, dass auch er infiziert worden sei „extrem niedrig“, schrieb Cruz weiter. Die Begegnung sei kurz gewesen, und er fühle sich „gut und gesund“.

Coronavirus: Koalitionsausschuss verstärkt Investitionen für betroffene Unternehmen

4.37 Uhr: Zur Eindämmung der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie haben sich die Spitzen der großen Koalition auf Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld und eine Verstärkung der Investitionen um 12,4 Milliarden Euro bis 2024 geeinigt. Nach mehr als siebenstündigen Beratungen beschloss der Koalitionsausschuss unter Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), dass die Sozialversicherungsbeiträge vollständig von der Bundesagentur für Arbeit erstattet werden sollen.

Ferner soll das Quorum der von einem Arbeitsausfall betroffenen Belegschaft auf bis zu zehn Prozent gesenkt werden, wie es in der Erklärung der Koalitionsspitzen hieß. Bislang lag die Schwelle bei mindestens einem Drittel. Kurzarbeitergeld soll künftig auch von Leiharbeitnehmern bezogen werden können. Mehr dazu hier: Flüchtlinge und Coronavirus-Krise: So will die Groko helfen

3.52 Uhr: In Südkorea mehren sich die Anzeichen für einen langsameren Anstieg bei den Infizierungsfällen mit dem Coronavirus. Am Sonntag seien 248 neue Infektionsfälle mit dem Virus erfasst worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Montag mit. Die Gesamtzahl stieg auf 7382. Die Zahl der bisherigen Todesfälle, die mit dem neuartigen Coronavirus in Verbindung gebracht werden, wurde mit 51 angegeben.

2.14 Uhr: Unter den Abgeordneten der französischen Nationalversammlung gibt es zwei weitere Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus. Das teilte am Sonntag die regionale Gesundheitsbehörde ARS Île-de-France mit. Die Zahl der infizierten Abgeordneten der Parlamentskammer stieg damit auf mindestens vier.

2.03 Uhr: Die Zahl der offiziell registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in China ist auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Veröffentlichung dieser Zahlen im Januar gesunken. Wie der Gesundheitsausschuss der Regierung in Peking am Montag mitteilte, wurden seit dem Vortag in ganz Festlandchina nur 40 weitere Ansteckungsfälle nachgewiesen. Weitere 22 Menschen starben an der Infektion, auch dies eine im Vergleich zu früheren Wochen niedrige Zahl.

0.25 Uhr: Die italienische Regierung hat im Zuge der Coronavirus-Krise Kontrollen an Bahnhöfen, Flughäfen und Autobahnen in den Sperrgebieten aktiviert. In die Gegenden in Norditalien oder aus ihnen hinaus darf man nur im Notfall oder aus Arbeitsgründen. Dies muss durch eine Selbsterklärung bezeugt werden, wie das Innenministerium am späten Sonntagabend mitteilte. Vor Ort könne man dazu Formulare ausfüllen.

Sonntag, 8. März 2020: Coronavirus – Portugals Präsident stellt sich unter Quarantäne

22.23 Uhr: Der portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa hat sich wegen einer möglichen Coronavirus-Infektion selbst unter Quarantäne gestellt. Er werde zwei Wochen lang keine öffentlichen Termine im In- und Ausland wahrnehmen, kündigte der Präsident am Sonntag an. Er hatte nach eigenen Angaben vergangene Woche Schüler einer Schule aus dem Norden Portugals getroffen, die anschließend wegen eines Coronavirus-Falls geschlossen wurde.

Zwar habe weder der erkrankte Schüler noch dessen Klasse an dem Treffen teilgenommen, hieß es in einer Erklärung auf der Internetseite des Präsidenten. Der Staatschef zeige auch keinerlei Symptome und werde im Präsidentenpalast weiter seiner Arbeit nachgehen. Er habe sich aber entschieden, sich an die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden zu halten, um „ein Beispiel zu geben“. In Portugal gibt es derzeit 20 bestätigte Coronavirus-Fälle.

21.18 Uhr: Frankreich verbietet im Kampf gegen das Coronavirus alle Veranstaltungen mit über 1000 Menschen. Das kündigte Gesundheitsminister Olivier Véran am Sonntag in Paris nach einer Sitzung des Sicherheitsrats an, der von Staatschef Emmanuel Macron geleitet wurde.

Véran ließ erkennen, dass es Ausnahmen geben werde. Er sagte, dass die Behörden nun eine Liste mit Veranstaltungen zusammenstellen, die „nützlich für das Leben der Nation“ seien, dazu gehörten beispielsweise Demonstrationen. Bisher hatte Frankreich Veranstaltungen mit mehr als 5000 Menschen verboten, insbesondere in geschlossenen Räumen.

20.18 Uhr: In Deutschland und Frankreich ist die Zahl der Coronavirus-Fälle jeweils auf über 1000 gestiegen. In Deutschland gibt es derzeit 1040 Infizierte. Bisher gibt es in Deutschland noch keine Todesfälle, allerdings starb ein deutscher Staatsbürger in Ägypten an den Folgen von Covid-19.

In Frankreich hätten sich inzwischen 126 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, teilten die französischen Gesundheitsbehörden am Sonntagabend mit. Die Zahl der Todesopfer liegt demnach bei 19. Frankreich ist mit Italien und Deutschland das am stärksten betroffene Land in der EU.

18.49 Uhr: In Italien ist die Zahl der Toten sprunghaft angestiegen – von 233 auf 366 Fälle. Das teilten die italienischen Behörden am Sonntagabend mit. Die Zahl der bestätigten Infektionen liegt demnach mittlerweile bei 7375, das sind 1492 mehr als am Samstag.

Auswärtiges Amt rät von Reisen in bestimmte Regionen Italiens ab

17.58 Uhr: Das Auswärtige Amt rät von Reisen in weitere italienische Regionen ab. In den neuen Reise- und Sicherheitshinweisen, die am Sonntag veröffentlicht wurden, wird Bundesbürgern geraten, ihre „Reisen in und nach Italien derzeit auf das Notwendige“ beschränken.

Konkret rät die Bundesregierung nun „von Reisen in die Regionen Lombardei und Emilia-Romagna, die Provinzen Modena, Parma, Piacenza, Reggio Emilia und Rimini in der Emilia-Romagna, die Provinzen Pesaro und Urbino in Marken, die Provinzen Padua, Treviso und Venedig in Venetien sowie Asti, Alessandria, Novara, Verbano-Cusio-Ossola und Vercelli im Piemont“ ab.

Von „nicht erforderlichen Reisen in die autonome Provinz Bozen-Südtirol“ in der Region Trentino-Südtirol sowie in die übrigen Provinzen der Emilia-Romagna (Bologna, Ferrara, Forli-Cesena und Ravenna) wird ebenfalls abgeraten.

17.42 Uhr: Erstmals ist ein deutscher Staatsbürger nachweislich an dem neuartigen Coronavirus gestorben. Es handle sich um einen 60 Jahre alten Mann, der vor einer Woche nach Ägypten eingereist sei, teilte das ägyptische Gesundheitsministerium am Sonntag mit.

Er sei im Badeort Hurghada am Roten Meer gestorben. Der Mann sei am Freitag mit Fieber ins Krankenhaus gekommen und wurde dann positiv auf das Coronavirus getestet. Es ist der erste bekannte Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 in Afrika.

CDU hält an Parteitag zur Wahl des Vorsitzes fest

17.12 Uhr: Die CDU hält an dem Ende April geplanten Parteitag zur Wahl eines neuen Vorsitzenden fest – trotz der Empfehlung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), wegen des Coronavirus Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abzusagen. Alle Vorbereitungen für das Treffen der 1001 Delegierten am 25. April in Berlin gingen ganz normal weiter, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus der Partei. Die Planungen fänden in enger Abstimmung mit den zuständigen Berliner Gesundheitsbehörden statt.

17.02 Uhr: Bulgarien meldet die ersten Coronavirus-Infektionen. Erkrankt sind zwei Patienten in einem Krankenhaus im nordbulgarischen Plewen, ein 27-Jähriger und ein 61-Jähriger, wie der zuständige medizinische Krisen-Stab am Sonntag in Sofia mitteilte. Außerdem sei die Infektion bei einer 75 Jahre alten Frau nachgewiesen worden sowie bei einer Mitarbeiterin des Personals einer Klinik im mittelbulgarischen Gabrowo.

Bei den nachgewiesenen Fällen handelt es sich ersten Angaben zufolge nicht um Menschen, die Krisenstaaten wie etwa China oder Italien besucht hätten. Eine Annahme, dass ein Patient Null aus dem Nachbarland Griechenland gekommen sei, sei inzwischen entfallen, erläuterte der Chef des Krisenstabs, Wenzisslaw Mutaftschijski.

16.40 Uhr: Die Zahl der Infektionen steigt weiter. Am frühen Sonntagabend waren in Deutschland 988 Menschen infiziert, wie unsere interaktive Karte zeigt.

16.37 Uhr: Eine hessische Schülergruppe bestehend aus 99 Schülern und zehn Betreuern steht nach einer Klassenfahrt in Südtirol unter Quarantäne. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Reisegruppe wurden vorsorglich für 14 Tage in Quarantäne genommen“, teilte die Schule im Kreis Bergstraße am Samstag mit.

Spahn empfiehlt Absage von Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern

15.11 Uhr: Angesichts zunehmender Coronavirus-Infektionen in Deutschland empfiehlt Gesundheitsminister Jens Spahn, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abzusagen. Zurzeit geschehe dies aus seiner Sicht immer noch zu zaghaft. „Angesichts der dynamischen Entwicklung der letzten Tage sollte das schnell geändert werden“, sagte er am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

14.10 Uhr: Deutsche, die sich in Norditalien aufhalten, können von dort auch weiterhin zurück nach Deutschland. Zwar sind Ein- und Ausreisen in 15 Provinzen Norditaliens seit Sonntag stark eingeschränkt. Ausnahmen seien aber unaufschiebbare berufsbedingte Fahrten oder Notsituationen, teilte das Auswärtige Amt mit.

„Auch die Rückkehr an einen Wohnort sowohl innerhalb als auch außerhalb wie die Ausreise dazu nach Deutschland ist weiterhin möglich. Mit Kontrollen und Nachfragen von Sicherheits- und Ordnungskräften muss gerechnet werden“, hieß es in den am Sonntag aktualisierten Reisehinweisen des Auswärtigen Amts.

13.58 Uhr: Die Zahl der Fälle in Deutschland ist am Sonntag erneut angestiegen. Wie unsere interaktive Karte zeigt, gibt es mittlerweile 951 Infektionen in der Bundesrepublik.

Papst spricht Sonntagsgebet über Livestream

13.28 Uhr: Wegen der Coronavirus-Krise hat der Papst an diesem Sonntag erstmals nur per Live-Stream zu den Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom gesprochen. Er sei „nah“ bei den Kranken und dem medizinischen Personal, das die Menschen betreue, sagte Franziskus.

Es fühle sich aber „etwas merkwürdig“ an, dass er das traditionelle Angelus-Gebet diesmal von seiner Bibliothek aus spreche, räumte das Oberhaupt der katholischen Kirche ein. Anschließend trat der 83-Jährige doch noch an das Fenster, von dem aus er sonst das Gebet hält, und winkte den wenigen Gläubigen auf dem Petersplatz kurz zu. Nach Angaben des Vatikans sollte mit der Protokolländerung das „Risiko einer Verbreitung“ des neuartigen Coronavirus eingedämmt werden.

13.11 Uhr: „Gerade in den sozialen Medien ist das Informationsbedürfnis aktuell sehr groß“, schreibt Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei Twitter. Im Video beantwortet er die die Fragen von einigen Internetnutzern.

12.49 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die drastischen Quarantäne-Maßnahmen in Italien gegen die Ausbreitung des Coronavirus begrüßt. Diese seien „mutig“ und erforderten „wirkliche Opfer“, erklärte WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Sonntag im Online-Dienst Twitter. „Die Regierung und die Menschen in Italien ergreifen gewagte und mutige Maßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und um ihr Land und die Welt zu schützen“, erklärte er.

Coronavirus: Italien riegelt Norden des Landes ab

12.23 Uhr: Nachdem Italien den Norden des Landes abgeriegelt hat, ist noch unklar, wie Kontrollen stattfinden sollen und was das grundsätzliche Ein- und Ausreiseverbot für Touristen bedeutet. Die Sperrungen sollen ab sofort bis zunächst zum 3. April gelten.

Regierungschef Guiseppe Conte sagte, es handle sich nicht um „rote Zonen“, Flüge und Züge seien nicht gestoppt. Aber eine Fahrt müsse einen Grund haben. Und die Polizei könne Menschen anhalten und danach fragen. „Wir stehen vor einer nationalen Notlage“, betonte Conte.

12.05 Uhr: Dem Robert-Koch-Institut und den Gesundheitsämtern der Länder sind inzwischen 939 bestätigte Coronavirus-Infektionen in Deutschland gemeldet worden. Sachsen-Anhalt ist das einzige Bundesland, in dem noch kein Fall der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 festgestellt worden ist.

Spahn: Wegen Coronavirus müssen mehr Großveranstaltungen abgesagt werden

10.39 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erwartet weitere merkliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Deutschland. „Sicherheit geht vor. Daher werden noch mehr Großveranstaltungen abgesagt werden müssen“, schrieb der CDU-Politiker am Sonntag auf Twitter zur Lage wegen der Coronavirus-Epidemie.

Zuletzt hatte es unter anderem Kritik daran gegeben, dass etwa Bundesligaspiele und andere Massenveranstaltungen in Deutschland zum Großteil wie geplant stattfinden, während anderswo in Europa restriktiver vorgegangen wird.

Spahn schrieb weiter, Absagen großer Veranstaltungen hätten insbesondere für kleinere Betriebe, für Handwerker, Gastronomen oder Dienstleister, große wirtschaftliche Folgen. „Daher sollten wir hier über eine gezielte und zügige Hilfe nachdenken“, schrieb er – auch mit Blick auf den Koalitionsausschuss am Sonntagabend in Berlin.

10.15 Uhr: Österreich meldet einen deutlichen Anstieg der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen. Nach Angaben des Gesundheitsministerium gab es bis Sonntag, 8 Uhr, 99 Fälle. Am Freitagabend hatte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in einer Pressekonferenz noch von 63 bestätigten Fällen gesprochen.

Kurz hatte Freitagabend angekündigt, dass Österreich sämtliche Direktflüge nach Mailand, Bologna, Südkorea und in den Iran für zwei Wochen einstellen werde. Zudem sollen punktuell Gesundheitschecks an der österreichisch-italienischen Grenze durchgeführt werden.

Schweiz empört über deutsches Ausfuhrverbot für Schutzmasken

10.05 Uhr: Das deutsche Ausfuhrverbot für Schutzkleidung zum Kampf gegen das neue Coronavirus hat laut einem Medienbericht zu diplomatischen Spannungen mit der Schweiz geführt. Wie das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) der „NZZ am Sonntag“ mitteilte, habe die Eidgenossenschaft den deutschen Botschafter vorgeladen und sei auch bei den zuständigen Ministerien in Berlin vorstellig geworden. „Bei diesen Kontakten wurden die deutschen Behörden mit Nachdruck aufgefordert, die blockierten Sendungen umgehend freizugeben“, zitiert die Zeitung aus einer Antwort des Seco.

Laut „NZZ am Sonntag“ wird derzeit ein Lastwagen eines Schweizer Unternehmens von deutschen Zollbehörden daran gehindert, in die Schweiz zu fahren. Der Lastwagen sei mit 240.000 Schutzmasken beladen. Laut dem Seco sei das kein Einzelfall.

Die deutsche Bundesregierung hatte am Mittwoch ein Ausfuhrverbot für medizinische Schutzausrüstung erlassen. Da die Schweiz kaum medizinisches Verbrauchsmaterial produziert, wurde sie hart von der Maßnahme getroffen.

Formel-1-Rennen in Bahrain wegen Coronavirus unter Ausschluss der Öffentlichkeit

9.59 Uhr: Die Ausbreitung des Coronavirus wirbelt auch die Formel 1 durcheinander. Das zweite Rennwochenende in Bahrain (20. bis 22. März) soll unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden. Dies teilte der Veranstalter des Grand Prix auf dem Bahrain International Circuit in Sakhir am Sonntagvormittag mit.

„In Absprache mit unseren internationalen Partnern und dem Gesundheits-Krisenstab des Königreichs hat Bahrain die Entscheidung getroffen, den diesjährigen Grand Prix als reine Teilnehmerveranstaltung durchzuführen“, hieß es in dem Statement: „Um sicherzustellen, dass weder der Sport noch seine weltweite Anhängerschaft übermäßig beeinträchtigt werden, wird das Rennwochenende selbst als Fernsehveranstaltung stattfinden.“

Coronavirus – fast 850 Infektionen in Deutschland

9.37 Uhr: In Deutschland haben das Robert-Koch-Institut und die Gesundheitsämter der Länder inzwischen 847 Fälle von Coronavirus-Infektionen gezählt.

9.12 Uhr: Der Städte- und Gemeindebund hat Defizite im Gesundheitssystem beklagt. Die Ausbreitung des Coronavirus zeige, dass sich Deutschland bei Schutzkleidung, Medikamenten und Desinfektionsmitteln „zu sehr auf die weltumspannenden Lieferketten verlassen“ habe, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg unserer Redaktion. „Ziel muss es deshalb sein, die Bevorratungen zu verbessern und mittelfristig auch Produktionsstandorte wieder in Deutschland oder Europa aufzubauen.“

Auch die Krankenhausplanung solle „neu überdacht werden“, forderte Landsberg. Das System sei in den vergangenen Jahren „sehr stark unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit und damit auch des Bettenabbaus in Krankenhäusern“ entwickelt worden. Gerade in Krisensituationen sei es wichtig, „auch in der Fläche Krankenhäuser der Grundversorgung vorzuhalten, um damit auch Reservemöglichkeiten zu haben“, forderte er. Die Finanzierung müsse gesamtstaatlich erfolgen.

Um der drohenden Rezession entgegenzuwirken, solle die Bundesregierung zudem „betroffenen Wirtschaftszweigen helfen und auch kommunale Investitionen, die erhebliche Nachfrage auslösen, stärker fördern“, verlangte Landsberg. Am Sonntagabend findet ein Koalitionsgipfel von Union und SPD zu diesem Thema statt.

Coronavirus: Zahl der neu bestätigten Infektionen leicht rückläufig

8.47 Uhr. In Südkorea steigt die Zahl der neu erkannten Infektionen mit dem Coronavirus weiter, der Anstieg ist aber leicht rückläufig. zurückgegangen: Am Samstag seien 367 mehr Menschen positiv getestet worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Sonntag mit, damit steigt die Zahl der in Südkorea nachgewiesenen Infektionen auf 7100. Bisher wurden 50 Todesfälle gemeldet, die in Verbindung mit dem Erreger der zuerst in China ausgebrochenen Lungenkrankheit Covid-19 gebracht werden.

8.35 Uhr: Die Flughäfen in den abgeriegelten Regionen im Norden Italiens bleiben zunächst geöffnet, auch der Bahnverkehr soll weiter fließen. Betroffen von dem grundsätzlichen Ein- und Ausreiseverbot sind nach Angaben von Ministerpräsident Guiseppe Conte die Region Lombardei und diese 14 Provinzen: Modena, Parma, Piacenza, Reggio Emilia, Rimini, Pesaro und Urbino, Alessandria, Asti, Novara, Verbano Cusio Ossola, Vercelli, Padua, Treviso und Venedig.

8.09 Uhr: Chinas Außenhandel ist vor dem Hintergrund der Coronavirus-Epidemie stark zurückgegangen. Erstmals seit dem Ausbruch der Lungenkrankheit Covid-19 legte die Pekinger Zollverwaltung Handelszahlen vor. Demnach sackten Chinas Exporte im Januar und Februar im Vergleich zu den ersten zwei Monaten des Vorjahres um 17,2 Prozent auf einen Wert von umgerechnet 292,45 Milliarden US-Dollar (259 Mrd. Euro). Die Einfuhren gingen um 4 Prozent auf 299,54 Milliarden Dollar zurück. Insgesamt schrumpfte der Außenhandel damit um 11 Prozent.

Norden Italiens wegen Coronavirus abgeriegelt – beispiellose Quarantäne in Europa

7.31 Uhr: Mit dem am Sonntag erlassenen Dekret gilt in Norditalien nun eine in Europa beispiellose Quarantäne. Grundsätzlich gilt ein Ein- und Ausreiseverbot in den betroffenen Regionen, Ausnahmen sollen nur wegen nachgewiesenen dringenden beruflichen oder familiären Gründen und in gesundheitlichen Notfällen möglich sein.

Bars und Restaurants dürfen in den Quarantänegebieten nur ihren Betrieb fortsetzen, wenn ein Mindestabstand zwischen den einzelnen Gästen und Mitarbeitern von einem Meter eingehalten wird. Diese Regelung betrifft auch religiöse Orte wie Kirchen, Zeremonien wie Taufen oder Hochzeiten müssen verschoben werden.

7.16 Uhr: Die Lage in Italien spitzt sich dramatisch zu: Nachdem am Samstag 1000 Coronavirus-Infektionen mehr als am Freitag gezahlt worden waren und es Dutzende zusätzliche Todesfälle gab, hat die italienische Regierung drastische Maßnahmen beschlossen, um die weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen. Italien ist nach den bekannten Zahlen nach China und Südkorea das Land mit den meisten Covid-19-Todesfällen.

Ministerpräsident Giuseppe Conte sagte am Sonntagmorgen, die wirtschaftsstarke Lombardei und 14 andere Gebiete würden weitgehend abgeriegelt. Damit schränkt die Regierung die Bewegungsfreiheit von rund 16 Millionen Bürgern drastisch ein. Er habe das entsprechende Dekret unterschrieben, sagte Conte. Davon betroffen sind die Millionenstadt Mailand und die Touristenhochburg Venedig ebenso etwa wie Parma in der Region Emilia-Romagna.

Außerdem bestätigte beziehungsweise verhängte die Regierung den Angaben nach Einschränkungen für ganz Italien wie den Stopp für Kinos, Theater, Museen, Demonstrationen und viele andere Veranstaltungen. Die neuen Sperrgebiete sollten von sofort bis zunächst zum 3. April gelten, schrieben Zeitungen.

US-Wahlkampf in Zeiten der Corona-Krise: Trump „nicht besorgt“

3.45 Uhr: Trotz der steigenden Coronavirus-Fälle in den USA will US-Präsident Donald Trump seine Wahlkampf-Tournee nicht unterbrechen. „Wir haben gigantische Kundgebungen und es geht uns sehr gut, und wir haben fantastische Arbeit bezüglich dieser Angelegenheit geleistet“, sagte Trump bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem brasilianischen Staatschef Jair Bolsonaro in Florida mit Blick auf die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie.

In den USA gibt es inzwischen mehr als 400 nachgewiesene Coronavirus-Fälle, allerdings sind nach Expertenmeinung im Vergleich zu anderen Ländern nur wenige Menschen getestet worden. 19 Menschen starben an der Lugenkrankheit Covid-19, die meisten von ihnen im westlichen Bundesstaat Washington. Erstmals wurde auch in der Hauptstadt Washington eine Coronavirus-Infektion bestätigt. Wo sich der etwa 50-jährige Patient angesteckt hat, gilt als unklar.

Coronavirus-Epidemie: Hofreiter für „gezielte Soforthilfen“ bei Absage von Großveranstaltungen

1.20 Uhr: Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter findet es richtig, in der Corona-Krise betroffene Unternehmen kurzfristig und unbürokratisch zu unterstützen. „In der jetzigen Situation geht es um gezielte Soforthilfen etwa bei Ausfällen von Lieferketten oder bei Absagen von Großveranstaltungen“, sagte er unserer Redaktion. „Richtig ist auch, die Regelungen zur Kurzarbeit anzupassen.“ Zugleich warnte Hofreiter die Union davor, die Corona-Lage für altbekannte Steuerforderungen zu nutzen. Dies sei „unverantwortlich“.

Corona-Krise - Linnemann fordert Notkredite in zweistelliger Milliardenhöhe für die Wirtschaft

1.05 Uhr: Angesichts der Corona-Epidemie hat der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU/CSU, Carsten Linnemann, die Bundesregierung dazu aufgerufen, Notkredite in zweistelliger Milliardenhöhe für die Wirtschaft bereitzustellen. „Ich habe die große Sorge, dass die Coronakrise die Finanzkrise 2008/2009 in den Schatten stellen wird“, sagte Linnemann unserer Redaktion.

Die Politik müsse jetzt genauso entschlossen handeln wie im Oktober 2008 mit der Garantie der Spareinlagen, die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) abgegeben hatten. „Die Wirtschaft muss wissen, dass die Politik für ein umfangreiches Notkreditprogramm in diesen Monaten Mittel in zweistelliger Milliardenhöhe zur Verfügung stellen wird“, forderte der Vizevorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag vor dem Koalitionsgipfel von Union und SPD an diesem Sonntag. Darüber hinaus verlangte Linnemann „Entlastung, Flexibilisierung und Freiräume“ für den Mittelstand, „um die Krise zu bewältigen und danach im internationalen Wettbewerb wieder Fuß zu fassen“.

Samstag, 7. März 2020: Coronavirus – Zahl der Infizierten in Italien steigt um 1000 an einem Tag

19.08 Uhr: Mit 5883 Fällen ist die Zahl der Coronavirus-Infizierten in Italien am Samstag noch einmal deutlich gestiegen. 233 Menschen seien gestorben, wie der Zivilschutz in Rom bekanntgab. Mehrere Hundert sind allerdings auch schon wieder gesund gemeldet.

Am Freitag hatte die Zahl der Infizierten noch um über 1000 Fälle niedriger gelegen – bei 4636. Der Anstieg bei der Totenzahl (plus 36) war allerdings geringer als am Vortag. Am heftigsten betroffen sind weiter die Regionen Lombardei und Emilia-Romagna, wie Zivilschutzchef Angelo Borrelli bekannt gab. Es folgt die Region Venetien.

18.46 Uhr: Die Zahl der Infizierten in Deutschland ist am Samstagabend auf 800 gestiegen. Einen Überblick gibt unsere interaktive Karte:

17.31 Uhr: Nachdem mehrere Crewmitglieder positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, steht ein Nilkreuzfahrtschiff mit etwa 165 Menschen an Bord im Süden Ägyptens unter Quarantäne. Neben der ägyptischen Besatzung befänden sich auch Touristen aus Frankreich, Indien und Amerika auf dem Schiff, hieß es am Samstag aus Behördenkreisen in der Stadt Luxor. Das Schiff war aus Assuan gekommen. Nach Angaben der Gewerkschaft der Touristenführer in Luxor handelt es sich um die „MS River Anuket“.

17.18 Uhr: In Berlin hat sich mutmaßlich der erste Polizist mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Das teilte die Polizei am Samstag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Der Beamte habe sich im Dienst infiziert und gehöre der 32. Einsatzhundertschaft an, hieß es. Diese sei aktuell in ihrer Unterkunft, der Dienstbetrieb nicht eingeschränkt. „Die Amtsärztin veranlasst in ihrer Zuständigkeit weiteres.“

16.52 Uhr: Nach dem Einsturz eines Hotels im Osten Chinas sind rund 70 Menschen unter den Trümmern verschüttet. Das Hotel „Xinjia“ in der Stadt Quanzhou sei am Samstag gegen 19.30 Uhr Ortszeit (12.30 MEZ) eingestürzt, wie die Verwaltung der Stadt in der östlichen Provinz Fujian mitteilte.

Etwa 23 Menschen konnten demnach bisher geborgen werden. Das 80-Zimmer-Hotel war erst kürzlich in eine Quarantäne-Station für Menschen umgewandelt worden, die Kontakt zu Coronavirus-Patienten hatten, wie es in Zeitungsberichten hieß. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua dauerten die Rettungsmaßnahmen an.

14.03 Uhr: Mehr als 1000 weitere Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 sind im Iran binnen eines Tages erfasst worden. Die Gesamtzahl erfasster Nachweise liege nun bei 5823, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Kianush Dschahanpur, am Samstag in Teheran. Die Zahl registrierter Covid-19-Todesfälle stieg den Angaben zufolge von 124 auf 145. Die meisten Infektionen würden weiterhin in der Hauptstadt Teheran erfasst, hieß es.

Seuchen-Experten gehen davon aus, das die tatsächliche Zahl der Infektionen im Iran deutlich höher liegen könnte.

Italien ruft wegen Coronavirus-Krise Ärzte aus dem Ruhestand zurück

13.33 Uhr: Nirgendwo in Europa gibt es mehr bestätigte Infektionen als in Italien. Jetzt ruft die Regierung im Kampf gegen das neuartige Coronavirus Ärzte aus dem Ruhestand zurück. Sie begann am Samstag landesweit, Ruheständler zu reaktivieren.

Diese Maßnahme ist Teil eines neuen Notprogramms, das bei einer bis in die Nacht dauernden Krisensitzung des Kabinetts beschlossen wurde. Demnach sollen insgesamt 20.000 neue Kräfte für das Gesundheitssystem eingestellt werden. Dabei soll es sich um 5000 spezialisierte Ärzte sowie 15.000 Krankenpflegekräfte und weitere Helfer handeln.

Nach den Beschlüssen des Kabinetts soll in den kommenden Tagen zudem die Zahl der Betten in den Intensivstationen von 5000 auf 7500 erhöht werden. Derzeit befinden sich wegen der Lungenkrankheit Covid-19 in Italien 462 Menschen auf Intensivstationen.

Die Zahl der Todesopfer war am Freitag auf 197 gestiegen. Das waren 49 mehr als noch am Donnerstag, was den höchsten Sprung seit dem ersten Auftreten des Virus in Italien bedeutet. Die Zahl der Infizierten lag am Freitag bei 4636.

13.12 Uhr: Nach dutzenden positiven Tests auf das Coronavirus haben die südkoreanischen Behörden zwei Wohnblocks abgeriegelt. Die mehr als 140 Bewohner des Apartment-Komplexes in der Millionenstadt Daegu seien unter Quarantäne gestellt worden, sagte Bürgermeister Kwon Young Jin am Samstag. 46 Bewohner seien positiv auf den Erreger getestet worden, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann.

Coronavirus: Bundesregierung plant offenbar lockerere Regeln für Kurzarbeit

12.45 Uhr: Die Bundesregierung will einem Medienbericht zufolge die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs abfedern, indem sie die Regeln für Kurzarbeit vorübergehend lockert. Wie das „Handelsblatt“ am Samstag unter Berufung auf Koalitionskreise berichtete, soll Kurzarbeit nach dem Willen der großen Koalition befristet bis Ende des Jahres erleichtert werden. Eine Entscheidung soll demnach beim Treffen des Koalitionsausschusses am Sonntag fallen.

Regulär gibt es Kurzarbeitergeld nur, wenn mindestens ein Drittel der Belegschaft eines Betriebs von erheblichem Arbeitsausfall betroffen ist. Diese Schwelle will die Bundesregierung laut dem „Handelsblatt“ senken.

Coronavirus: Bayern schickt Schüler aus Risikogebieten in Quarantäne

12.29 Uhr: Das bayerische Gesundheitsministerium verschärft die Regeln zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie: Laut einer sogenannten Allgemeinverfügung dürfen Schüler und Kindergartenkinder nach einer Rückkehr aus Risikogebieten – wie zum Beispiel Südtirol – ab sofort für 14 Tage nicht in die Schule beziehungsweise in ihre Kita. Dies teilte das Ministerium am Samstag mit.

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums betonte, dass nach Abwägung aller Umstände eine solche allgemeingültige Anordnung erforderlich sei, um die Verbreitung von Sars-CoV-2 in Schulen und bei der Kinderbetreuung zu unterbinden. „Die Anordnung ist nicht befristet.“

12.18 Uhr: In Berlin zählt das Robert-Koch-Institut am Samstagvormittag 24 Fälle von Coronavirus-Infektionen.

12.17 Uhr: In Hamburg ist Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen um einen Fall auf 13 gestiegen.

12.15 Uhr: In Nordrhein-Westfalen, dem am stärksten betroffenen Bundesland, ist die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums auf 377 gestiegen – das ist mehr als die Hälfte aller bundesweit gemeldeten Fälle.

Coronavirus-Infektionen – Mehr als 100.000 Fälle weltweit bestätigt

11.33 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen weltweit hat 100.000 überstiegen. Rund 80 Prozent davon wurden in China festgestellt, wo auch die weitaus meisten Todesopfer der Epidemie zu beklagen sind: Fast 3000 Menschen starben an der vom neuartigen Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19.

11.15 Uhr: Bisher sind nur 45 Menschen an Bord der „Grand Princess“ auf eine Coronavirus-Infektion getestet worden – doch von denen haben sich 21 Männer und Frauen mit dem neuartigen Virus angesteckt. Das Kreuzfahrtschiff liegt von San Francisco; es war gestoppt worden, nach dem ein ehemaliger Passagier nach einer Coronavirus-Infektion starb.

Bei 19 Besatzungsmitgliedern und zwei Passagieren sei eine Infektion nachgewiesen worden, erklärte am Freitag US-Vizepräsident Mike Pence, der von US-Präsident Donald Trump mit der Koordination der Maßnahmen gegen die Epidemie beauftragt wurde.

Pence versicherte, alle 3533 Menschen an Bord würden nun getestet und bei Bedarf an Bord unter Quarantäne gestellt. Der Vizepräsident geht nach eigenen Angaben von einer hohen Zahl an Infizierten unter den rund 1100 Besatzungsmitgliedern aus.

Coronavirus: Irak schließt Grenzübergänge, Kuwait setzt Flüge aus

10.55 Uhr: Der Irak wird Mitte März seine Grenzen zum Iran schließen, um die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 einzdämmen. Die Regierung rief irakische Bürger im benachbarten Iran dazu auf, in die Heimat zurückzukehren. Irak und Iran haben eine fast 1500 Kilometer lange gemeinsame Grenze. Die irakischen Flughäfen blieben geöffnet.

Kuwait wird für eine Woche sämtliche Flüge in sieben Länder aussetzen. Flüge von und nach Ägypten, Libanon, Syrien, Bangladesch, Indien, Sri Lanka und auf die Philippinen seien davon betroffen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Kuna am Samstag. Die Entscheidung sei vom Kabinett getroffen worden. Kuwait hat nach offiziellen Angaben 61 Fälle des neuen Virus registriert.

10.47 Uhr: Daimler-Chef Ola Källenius warnt vor einer Rückkehr zu wirtschaftlichem Nationalismus in Folge der Coronavirus-Epidemie. „Solche Ereignisse machen immer wieder klar, wie anfällig globale Lieferketten sind“, sagte Källenius dem „Spiegel“: „Aber eine Welt ohne globale Arbeitsteilung wäre eine weniger erfolgreiche.“

In China fahre Daimler derzeit – nach den wegen der Coronavirus-Epidemie verlängerten Neujahrsferien – die Produktion „graduell hoch“. Allerdings werde die Krise bei Daimler Spuren hinterlassen: „Wie groß am Ende die Auswirkungen sein werden, können wir heute nicht absehen, aber klar ist: Sowohl die Produktion als auch der Verkauf werden beeinträchtigt sein.“

9.45 Uhr: Wir starten unser neues Coronavirus-Newsblog. Alle bisherigen Entwicklungen zum Coronavirus lesen Sie in unserem vorherigen Newsblog

Coronavirus – Mehr zu SARS-Covid-19

Die ersten Menschen sollen sich im Dezember in der chinesischen Stadt Wuhan in der Provinz Hubei mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben. In China kam es anschließend zu einem sprunghaften Anstieg der Infektionen.

Trotz eingeleiteter Gegenmaßnahmen breitete sich das Virus seitdem auf der Welt aus – auch in Deutschland. Dabei scheint die von ihm ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 vor allem für Menschen mit Vorerkrankung gefährlicher zu sein. Wer zur Coronavirus-Risikogruppe gehört und was Betroffene tun können.

In Europa am stärksten betroffen ist Italien, wo sich besonders viele Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert haben und wo es bislang auch die meisten Todesfälle in Europa gab. Das Auswärtige Amt hat in Sorge vor einer weiteren Coronavirus-Ausbreitung deshalb seine Reisehinweise für Italien aktualisiert. (bekö/lhel/dpa/afp/sid/fmg)