Glasfaser-Box

Rettungskapsel soll Japaner beim nächsten Tsunami schützen

Ein japanisches Unternehmen hat jetzt eine Rettungskapsel entwickelt, die bei Erdbeben oder Tsunami vier Erwachsene aufnehmen und retten kann.

Tokio. Sie sehen aus wie große, gelbe Tennisbälle und sind so etwas wie eine modernde Miniaturversion der Arche Noah. Die von einem kleinen japanischen Unternehmen entwickelte schwimmfähige Rettungskapsel kann vier Erwachsene aufnehmen. Bei einer ähnlichen Katastrophe wie dem Erdbeben und dem Tsunami vom 11. März könnte sie Menschen das Leben retten, erklärte Firmenchef Shoji Tanaka. Sie kann im Alltag aber auch als Spielhaus für Kinder dienen. Bei der Katastrophe kam an der Nordküste Japans fast 20.000 Menschen ums Leben oder werden seitdem vermisst.

Erneut starkes Erdbeben in der Region Fukushima

Gestern hat erneut ein starkes Erdbeben die japanische Katastrophenprovinz Fukushima mit dem havarierten Atomkraftwerk erschüttert. Nach dem Beben der geschätzten Stärke von 5,6 seien aber keinen weiteren Vorkommnissen in der Atomruine Fukushima-Daiichi festgestellt worden, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Die Meteorologische Behörde gab keine Warnung vor Flutwellen aus.

Fukushima sowie angrenzende Provinzen im Nordosten Japans waren am 11. März von einem Erdbeben der Stärke 9,0 und einem Jahrhundert-Tsunami heimgesucht worden . Tausende wurden dabei in den Tod gerissen. In dem Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi kam es zudem zu Kernschmelzen. Seither ist die Region von hunderten Nachbebenerschüttert worden. Das Zentrum des Bebens vom Donnerstagabend (Ortszeit) habe relativ dicht unter dem Meeresboden vor der Küste der Provinz Fukushima gelegen.