Bis Sonntagmorgen 2 Uhr

Deutscher Luftraum bleibt gesperrt

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In Hamburg werden sogar bis 14 Uhr am Sonntag keine Starts oder Landungen stattfinden. Die Kanzlerin fliegt erst einmal weiter nach Rom.

Hamburg. Das gab es in Europa noch nie. Die riesige Wolke mit Vulkanasche aus Island verursacht ein beispielloses Chaos und stört die Reisepläne von Millionen Menschen. Die Flieger am Boden haben viele Folgen: Volle Züge und gigantische Verluste. Ein Ende ist nicht in Sicht. Bleiben Sie hier auf dem neuesten Stand.

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11.43 Uhr Die Sperrung der Berliner Flughäfen ist um zwölf Stunden verlängert worden. Bis 2.00 Uhr am Sonntagmorgen werde es auf den Airports Tegel und Schönefeld keine Starts und Landungen geben, teilte ein Flughafensprecher mit. Damit fallen in der Hauptstadt den Angaben zufolge mehr als 600 Flüge aus.

11.08 Uhr Die Deutsche Flugsicherung hat die Sperrung des Luftraums über Deutschland bis 02.00 Uhr am Sonntagmorgen verlängert.

11.02 Uhr Besonders Menschen mit Atemwegs-Problemen können von der Aschewolke aus Island gesundheitlich betroffen werden. Darauf hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hingewiesen. Probleme könnten Kleinstpartikel bereiten. „Kleine Teilchen von weniger als zehn Mikrometer Größe sind gefährlicher, weil sie tiefer in die Lunge eintreten können“, wird die WHO- Gesundheitsexpertin Maria Neira in einer Erklärung zitiert. Nach einer ersten WHO-Analyse sind etwa ein Viertel der in dem Aschestaub des Vulkans enthaltenen Teilchen weniger als zehn Mikrometer groß. „Wer draußen etwas in Rachen oder Lunge spürt, eine laufende Nase oder juckende Augen bekommt, sollte ins Haus gehen und seine Aktivitäten draußen begrenzen“, erklärte die Expertin.

10.56 Uhr Nach dem ungeplanten Zwischenstopp in Lissabon setzt Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Weiterreise über Rom fort. Die Regierungsmaschine sollte am späten Vormittag von Lissabon in die italienische Hauptstadt abfliegen. Die weiteren Stationen von Merkels Rückkehr nach Berlin waren zunächst noch nicht klar.

10.49 Uhr Die Aschewolke über Europa legt nun auch den Flugverkehr in Norditalien lahm. Die Flugsicherung habe den Luftraum über der Region am Samstag von 8.00 bis 14.00 Uhr gesperrt, teilte der Mailänder Flughafen Malpensa auf seiner Website mit.

10.48 Uhr Die Deutsche Flugsicherung hat nach Angaben des Flughafens Düsseldorf die Sperrung des Luftraums über den internationalen Flughäfen in Deutschland bis Sonnabendabend, 20.00 Uhr, verlängert.

10.35 Uhr Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) befürchtet, dass der allgemeine Flugstopp über Europa die konjunkturelle Erholung der deutschen Luftverkehrsbranche spürbar dämpfen wird. „Die Branche hatte durch den über Monate schwelenden Tarifkonflikt bei den Piloten ohnehin keinen guten Start in das neue Jahr“, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben der „Rheinpfalz am Sonntag“.

1. HABEN DIE ASCHEWOLKEN AUSWIRKUNGEN AUF UNSER WETTER?

2. SO SIEHT ES AM HAMBURGER FLUGHAFEN AUS

3. FLUGHAFEN DICHT - JETZT HERRSCHT CHAOS AM HAUPTBAHNHOF

4. SO TRIFFT DER VULKAN-AUSBRUCH EUROPAS AIRLINES

5. BETROFFENE PASSAGIERE BEKOMMEN IHR GELD ZURÜCK

6. SO GEFÄHRLICH IST EIN FLUG DURCH VULKANASCHE

7. DEUTSCHE POST BLEIBT AM BODEN

8. EINE KANZLERIN AUF IRRFLUG

10.12 Uhr Die Deutsche Bahn setzt angesichts des Flugverbotes auch am Sonnabend mehr Züge ein als üblich. „Es rollt alles, was rollen kann“, sagte ein Sprecher. Auch werde wie am Freitag mehr Personal an den Bahnhöfen die Reisenden betreuen. Zugleich erwartete der Sprecher, dass der Sonnabend etwas ruhiger verläuft. Volle Züge werde es dennoch vor allem auf den ICE- Verbindungen zwischen den großen deutschen Flughäfen Frankfurt/Main, München, Hamburg, Düsseldorf und Berlin geben.

10.07 Uhr In Großbritannien haben die Behörden das Flugverbot bis zum Sonntag verlängert. Der Luftraum bleibe bis mindestens Sonntag 02.00 Uhr MESZ gesperrt, teilte die Luftfahrtbehörde mit.

9.57 Uhr Die Sperrung des Hamburger Flughafens wird bis Sonntag 14 Uhr verlängert.

9.33 Uhr Der Hamburger Flughafen bleibt bis Mitternacht gesperrt. „Heute wird es den ganzen Tag keine Starts und Landungen geben“, sagte Flughafensprecherin Stefanie Harder. Das hätte die Deutsche Flugsicherung entschieden. Betroffen seien insgesamt 297 Starts und Landungen und rund 25.000 Passagiere. Sie rät allen Reisenden, nicht zum Flughafen zu kommen, sondern ihre Fluggesellschaften anzurufen und die Flüge umbuchen zu lassen. Der Flughafen bleibt weiterhin geöffnet, Maschinen, die auf Sicht fliegen, dürfen weiterhin starten.

9.21 Uhr Zur schnelleren Beseitigung des Chaos' im Flugverkehr fordern Politiker nach dem Ende der Luftraumsperrung eine vorübergehende Aufhebung des Nachtflugverbots. „Wenn wartenden Passagieren damit geholfen werden kann, sollte das Nachtflugverbot vorübergehend aufgehoben werden“, sagte der CDU-Verkehrsexperte im Bundestag, Dirk Fischer, laut „Bild“-Zeitung. Sein FDP-Kollege Patrick Döring sagte, die Länder sollten jetzt prüfen, inwieweit Nachtflugverbote aufgehoben werden könnten: „Es muss schnellstmöglich eine Rückkehr zum normalen Flugplan geben.“ Auch die Opposition schloss sich den Forderungen an: „Durch den Vulkanausbruch hat sich im Flugverkehr eine dramatische Situation ergeben“, sagte der stellvertretende SPD-Fraktionschef im Bundestag, Florian Pronold. „Wenn die Flugzeuge wieder starten können, muss das Nachtflugverbot vorübergehend aufgehoben werden, um das Chaos schneller wieder zu beenden.“

8.59 Uhr Die Lufthansa hat alle Flüge bis Sonnabend 20.00 Uhr gestrichen. Dies sagte ein Sprecher der Gesellschaft am Morgen. Damit sei weltweit kein einziges Lufthansa-Flugzeug in der Luft. „Das hat es noch nie gegeben“, sagte der Sprecher. Den Betrieb aufrecht erhalten könne derzeit lediglich die Tochter Lufthansa Italia.

8.15 Uhr Der Luftraum über Deutschland muss möglicherweise auch am Sonntag für den Flugverkehr gesperrt bleiben. „Es sieht im Moment nicht gut aus“, sagte ein Sprecher der Deutschen Flugsicherung am Samstagmorgen in Langen. Es könne sein, dass Starts und Landungen den ganzen Tag über und morgen noch untersagt werden müssen. Die riesige Aschewolke nach dem Vulkan-Ausbruch auf Island habe sich mittlerweile in Richtung Südosten stark ausgedehnt. Ab 8.00 Uhr müsse auch der Luftraum über Norditalien gesperrt werden.

7.59 Uhr In Großbritannien haben die Behörden das Flugverbot wegen der Aschewolke aus einem isländischen Vulkan am Samstagmorgen um weitere sechs Stunden verlängert. Wie die Luftfahrtbehörde mitteilte, soll die Sperre des Luftraums nun bis mindestens 19.00 Uhr (20.00 Uhr MESZ) gelten.

22.58 Uhr Man habe aufgrund der aktuellen Lage entschieden, den Luftraum über allen 16 internationalen Flughäfen in Deutschland bis 14.00 Uhr zu sperren. Es handele sich um eine vorläufige Entscheidung, am Samstagmorgen werde man sehen, wie man weiter verfahre.

22.01 Uhr British Airways hat alle Flüge von und nach London für Freitag und Sonnabend gestrichen. Die britische Fluglinie forderte alle Passagiere auf ihre Web-Site auf, nicht am Flughafen zu erscheinen.

21.24 Uhr Air Berlin streicht bis auf einige innerspanische Verbindungen alle Flüge bis einschließlich Sonnabend 14 Uhr. Von den Flugstreichungen betroffene Passagiere werden gebeten, nicht zum Airport anzureisen. Passagiere, die Sonnabend oder Sonntag fliegen wollten, können kostenlos umbuchen oder stornieren.

21.00 Uhr Der polnische Flughafen Krakau ist geschlossen. Hier sollen am Wochenende eigentlich ausländische Spitzenpolitiker zum Begräbnis des verunglückten Präsidenten Lech Kaczynski anreisen.

20.57 Uhr Von bundesweit 10.000 Flügen fielen am Freitag etwa 7000 aus, wie ein Sprecher der Deutschen Flugsicherung sagte.

20:09 Uhr Islands oberster Vulkanologe Arni Snorrason ist selbst von dem eingeschränkten Flugverkehr betroffen. Der Direktor des Meteorologischen und Vulkanlogischen Instituts Islands sitzt auf dem Amsterdamer Airport Schiphol fest. Am Samstag will er zunächst per Schiff nach Großbritannien fahren, macht sich aber keine großen Hoffnungen, von dort schnell nach Island zu kommen.

19.46 Uhr Die Billigairline Ryanair streicht über weiten Teilen Europas bis Montagmittag die meisten ihrer Flüge. Die Ankündigung vom Freitag ist die bislang größte Streichung einer europäischen Fluglinie seit Ausbruch des isländischen Vulkans. Betroffen sind laut Unternehmenschef Michael O'Leary alle Flüge von und nach Norddeutschland, Großbritannien, Irland, Belgien, Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden, die Niederlande und Nordfrankreich.

19.38 Uhr Alle internationalen Flughäfen in Deutschland sollen bis mindestens Sonnabendfrüh 8.00 Uhr geschlossen bleiben. Das teilte die Deutsche Flugsicherung mit.

19.35 Uhr Bei der Deutschen Flugsicherung gibt es keinen Streik. Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH und die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) einigten sich im Tarifstreit, wie die DFS mitteilte.

19.24 Uhr Die Aschewolke wird teuer für die Wirtschaft: Fraport, der Betreiber des größten deutschen Flughafens in Frankfurt, schätzt die Einbußen beim operativen Ergebnis (EBITDA) auf 2,5 bis 3,0 Millionen Euro pro Tag.

19.23 Uhr Der Luftraum über den österreichischen Städten Wien und Linz ist geschlossen worden. Im Laufe des Abends würden auch die Flughäfen in Salzburg, Innsbruck, Graz und Klagenfurt geschlossen, berichtete die Nachrichtenagentur APA. Die Sperre soll bis mindestens Sonnabendmorgen aufrechterhalten bleiben. Dann will die österreichische Gesellschaft für Zivilluftfahrt Austro Control über das weitere Vorgehen entscheiden.

18.50 Uhr Der Reiseveranstalter Tui hat vorerst alle Flugreisen bis Sonnabend 12.00 Uhr abgesagt. Grund ist die Sperrung der von Teilen des europäischen Luftraums wegen der Aschewolke aus Island. Ausgenommen seien bislang nur die Flüge von den wenigen noch nicht gesperrten Flughäfen in Süddeutschland, teilte ein Sprecher mit. Alle Kunden sollten umgehend benachrichtigt werden. Der Reisepreis werde voll erstattet. Das Reiseunternehmen wolle sich intensiv bemühen, Alternativen für die ausgefallenen Reisen zu finden. Für die im Ausland festsitzenden Kunden wollte die Tui aus Kulanzgründen eine weitere Hotelübernachtung bezahlen.

18.09 Uhr Jetzt wird auch der Luftraum über dem Münchner Flughafen geschlossen. Die Sperrung beginnt um 20.00 Uhr und dauert vermutlich bis Sonnabend, 12.00 Uhr.

17.36 Uhr Mehrere ausländische Profis deutscher Handball- Bundesligisten sitzen auf Island fest. „Das ist eine besondere Konstellation, die es so wohl noch nie gegeben hat“, sagte THW Kiels Manager Uli Derad. Die französischen Brüder Bertrand und Guillaume Gille vom HSV Hamburg sind zum Länderspiel gegen Island auf der größten Vulkaninsel der Welt. Im Team der Olympiasieger stehen zudem die Kieler Daniel Narcisse und Thierry Omeyer. Außerdem haben die „Zebras“ ihren Isländer Aron Palmarsson abgestellt. „Ich hoffe, dass es funktioniert, dass alle rechtzeitig zurückkommen“, sagte Derad mit Blick auf die Bundesliga- Partie des THW gegen Füchse Berlin am Mittwoch.

17.20 Uhr Die Lufthansa streicht ihre Flüge bis Sonnabend 12.00 Uhr.

17.19 Uhr Der Luftraum über Berlin bleibt bis Sonnabendmorgen um 8.00 Uhr gesperrt. Das teilte ein Flughafensprecher nach einer entsprechenden Anweisung der Flugsicherung mit.

17.08 Uhr Die Sperrung am Hamburger Flughafen hat massive Auswirkungen auf den Bahnverkehr im Norden - und auf die Zustände am Hamburger Hauptbahnhof. „Wir haben ein hohes Reiseaufkommen und setzen sofern möglich auch Extra-Züge ein“, sagte ein Bahnsprecher in Hamburg. Auf manchen Bahnsteigen sehen die Wartenden dicht gedrängt, viele Züge sind brechend voll. Besonders betroffen sei die Route Richtung Süden. Zudem rollte bereits ein zusätzlicher Zug nach Kopenhagen. Zahlreiche Flugpassagiere seien am Donnerstagabend am Hamburger Hauptbahnhof gestrandet. „Wir hatten die DB Lounge über Nacht geöffnet und dort rund 130 Reisende untergebracht.“ Die Bahn beorderte zusätzliches Service-Personal. Nach Angaben des Sprechers sollte am Freitag am Hauptbahnhof kein Schalter unbesetzt bleiben.

16.50 Uhr Der Hamburger Flughafen bleibt wegen der Aschewolke aus Island noch mindestens bis Sonnabendmorgen gesperrt. Bis 08.00 Uhr werde es am Airport in Hamburg-Fuhlsbüttel keine Starts und Landungen geben, sagte eine Sprecherin.

16.45 Uhr Der gesamte deutsche Luftraum wird nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mindestens bis Sonnabendabend gesperrt bleiben. Im ungünstigsten Fall werde es wegen der Vulkanasche aus Island auch am Sonntag keine Flüge geben, sagte am Freitag Berthold Lescher von der Luftfahrtsberatungszentrale des DWD in Frankfurt. Die Entscheidung treffe letztlich aber das Bundesverkehrsministerium.

16.19 Uhr Die Lage an den Flughäfen in Europa wird sich nach Vorhersagen der Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol auch am Sonnabend nicht entspannen. Die Aschewolke werde sich über Europa ausbreiten und deutlich größere Teile überdecken als am Freitag, teilten die Luftsicherheitsexperten in Brüssel mit. Darauf deuteten alle Wetterdaten hin. Die Wolke werde weiter nach Süden ziehen und schon am Samstagmorgen eine gedachte Linie von Südfrankreich über Norditalien bis zum nördlichen Balkan erreichen. Das sagte der Chef der Luftraumüberwachung bei Eurocontrol, Brian Flynn.

16.16 Uhr Die dänischen Behörden haben die Sperrung des kompletten Luftraumes bis Sonnabendmorgen verlängert. Wie die Luftfahrtaufsicht in Kopenhagen mitteilte, sei die Wiederzulassung von Flügen frühestens ab 8.00 Uhr möglich.

16.04 Uhr Das Halbfinal-Rückspiel des Buxtehuder SV im europäischen Challenge Cup ist abgesagt worden. Wegen der Aschewolke nach dem Vulkanausbruch in Island kann Kontrahent HC Metalurg Skopje aus Mazedonien nicht pünktlich zum ursprünglichen Spieltermin an diesem Sonnabend (19.30 Uhr) anreisen. Das teilte der Handball- Bundesligist am Freitag mit. Zu Beginn der nächsten Woche soll nun nach einem neuen Termin gesucht werden.

15.40 Uhr Merkel kann nach Angaben eines Regierungssprechers frühestens am Sonnabendmittag nach Deutschland weiterfliegen.

15.25 Uhr Das Regierungsflugzeug mit Bundeskanzlerin Angela Merkel ist auf dem Rückflug von den USA nach Lissabon umgeleitet worden. Die Landung in Portugal wird gegen 16.30 Uhr deutscher Zeit erwartet, wie ein Regierungssprecher mitteilte.

15.22 Uhr Die aus den USA kommende Regierungsmaschine mit Bundeskanzlerin Angela Merkel an Bord kann voraussichtlich nicht in Deutschland landen. Eigentlich hatte Merkel mit ihrer Delegation am Nachmittag auf dem Airport Berlin-Tegel eintreffen sollen.

15.17 Uhr Viele auf Flughäfen gestrandete Geschäftsleute unter trafen sich trotzdem zu ihren internationalen Meetings: Virtuell über Videokonferenzen, wie der Dienstleister Regus am Freitag in Düsseldorf berichtete. Bei dem weltweit führenden Anbieter von Videokonferenzstudios wurden am Donnerstag in Großbritannien 38 Prozent mehr Videokonferenzen gebucht als üblich. In Deutschland lag das Plus bei zwölf Prozent.

15.15 Uhr Von den Teilnehmern der Vollversammlung der EU-Bischofskommission COMECE könnten die meisten nicht wie geplant zurückreisen. Die Vollversammlung wird „daher informell bis in den Abend verlängert“. COMECE-Präsident Adrianus van Luyn konnte dagegen die Heimfahrt antreten. Er ist Bischof von Rotterdam in den benachbarten Niederlanden. Auch sein Vizepräsident, der Münchener Erzbischof Reinhard Marx, wollte Brüssel wegen der Flugausfälle auf dem Landweg verlassen.

14.48 Uhr Die Flughäfen von Stuttgart und Saarbrücken sind trotz der Aschewolken über Deutschland wieder geöffnet worden. Die zwischenzeitlich geschlossenen Airports könnten bis 18 Uhr am Freitag wieder für Starts- und Landungen genutzt werden, teilte die Deutsche Flugsicherung mit. Die Aschewolke breite sich zwar weiter aus, allerdings nicht so schnell wie ursprünglich befürchtet. Von den großen Flughäfen ist sonst nur noch München in Betrieb, die übrigen 13 internationalen Landeplätze bleiben bis auf weiteres geschlossen.

14.42 Uhr Auch der FSV Mainz 05 reist zum Spiel beim HSV (Sonnabend 15.30 Uhr / Liveticker auf abendblatt.de) mit der Bahn an.

14.32 Uhr Fußball-Bundesligist Hertha BSC Berlin geht auf Nummer sicher und tritt die Reise am Sonnabend zum Auswärtsspiel einen Tag später bei Eintracht Frankfurt mit dem Zug an. Ursprünglich wollten die Berliner fliegen, doch die Berliner Flughäfen in Tegel und Schönefeld sind noch gesperrt. „Wir wollen nicht ständig nachfragen, ob wir jetzt fliegen können oder nicht. In dieser Lage ist die Zugreise die bessere Alternative“, sagte Peter Bohmbach von Hertha BSC Berlin. Auch für die Rückreise am Sonntagabend nach dem Spiel werden die Berliner die Fahrgelegenheit des eigenen Hauptsponsors nutzen.

14.22 Uhr Angesichts des nahezu völligen Zusammenbruchs des Flugverkehrs in Deutschland hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) zum Verzicht auf Reisen aufgefordert. Er empfehle allen, auf Flüge zu verzichten, „die jetzt nicht unbedingt erforderlich sind“, sagte er bei einem Besuch am Hamburger Flughafen, wo er sich über die Lage informierte.

14.21 Uhr Die Aschewolke aus Island könnte Experten zufolge bei den Menschen in Europa zu gesundheitlichen Problemen führen. Das Ausmaß sei allerdings unklar, erklärte ein Sprecher der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Die Lage werde genau beobachtet, sagte David Epstein, vor allem, wenn sich die Staubwolke gesetzt habe. Noch flögen die Stabpartikel in großer Höhe in der Atmosphäre. Hätten sie sich erst einmal gesetzt, sollten vor allem Menschen mit Problemen der Atmungsorgane – wie etwa Asthma – in ihren Wohnungen bleiben.

13.14 Uhr: Die massiven Flugausfälle haben die Aktien der großen Luftfahrtkonzerne nach unten gezogen. Sie zählten am Freitag zu den größten Verlierern. Lufthansa-Aktien sackten an das Ende des deutschen Leitindexes Dax und sanken zeitweise um 2,15 Prozent auf 12,995 Euro. Auch Air-Berlin-Papiere verloren deutlich und gaben um 1,32 Prozent auf 4,273 Euro nach. Die Titel des Flughafenbetreibers Fraport rutschten um 1,97 Prozent auf 40,645 Euro.

13.05 Uhr: Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat wegen der massiven Einschränkungen im Flugverkehr die Bahn zu verstärkten Anstrengungen aufgerufen. Er habe Bahnchef Rüdiger Grube in einem Telefonat am Freitag aufgefordert, alles tun, um den Verkehr in Deutschland so gut wie möglich aufrecht zu erhalten, sagte Ramsauer in Hamburg. Das habe Grube auch zugesichert.

12.30 Uhr: Die Umstände der Rückkehr der Kanzlermaschine aus den Vereinigten Staaten waren auch am Freitagmittag noch offen. Die Maschine mit Kanzlerin Angela Merkel an Bord befand sich etwa auf der Hälfte der Strecke über dem Atlantik. Nach Auskunft von Verkehrsministeriums-Sprecher Sven Ulbrich waren zu diesem Zeitpunkt 13 der großen Verkehrsflughäfen gesperrt, darunter die Berliner Airports. Merkels Landung wird nach den ursprünglichen Planungen für 15.30 Uhr in Tegel erwartet. Für den Regierungs-Airbus der Flugbereitschaft gälten dieselben Regeln wie für alle anderen Flugzeuge, versicherte Vize-Regierungssprecher Christoph Steegmans. Deshalb sei es zurzeit nicht möglich, verlässliche Informationen über Ort und Zeitpunkt der Landung zu geben.

12.27 Uhr: Die Aschewolke des Vulkanausbruchs kann bei chronisch kranken Menschen nach Einschätzung der DAK zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. „Patienten mit dieser Erkrankung sollten das Asthmaspray generell dabei haben, um bei Krisenfällen gewappnet zu sein“, empfahl am Freitag der Sprecher der Krankenkasse in Nordrhein-Westfalen, Rainer Lange. „Dreck in der Atemluft stellt bei chronischen Atemwegserkrankungen immer ein zusätzliches Risiko dar“, betonte auch der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes der Pneumologen, Andreas Hellmann

12.23 Uhr: Die Aschewolke hat auch Auswirkungen auf den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Wie der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Steffen Moritz, mitteilte, sollten die bei dem Angriff der Taliban am Donnerstag verletzten Soldaten am Freitag in deutsche Bundeswehrkrankenhäuser gebracht werden. Ob es dazu kommt, war ebenfalls noch offen; Moritz äußerte aber Optimismus. Der Sprecher stellte auf Nachfrage auch klar, dass die Verteidigungsbereitschaft der Bundeswehr trotz der Sperrung des Luftraums gegeben sei. „Es gibt nicht nur Düsenflugzeuge, die sich durch die Luft bewegen.“

12.22 Uhr: Wegen der Vulkanasche aus Island sind bundesweit derzeit 13 internationale Flughäfen geschlossen. Dazu kommen mehrere regionale Airports, an denen keine Starts und Landungen möglich sind, wie ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums am Freitagmittag in Berlin mitteilte.

12.20 Uhr Die Deutsche Bahn verzeichnet wegen des durch die Vulkan-Asche weitgehend lahmgelegten Flugverkehrs deutlich mehr Reisende. Trotz streckenweise eingesetzter Doppelzüge müssen Reisende mit vollen Zügen rechnen.

12.10 Uhr Die Reiseveranstalter Thomas Cook und TUI bieten ihren von den Flugausfällen betroffenen Kunden kostenlose Umbuchungen und Übernachtungen an.

12.05 Uhr Die Fluglotsen setzen angesichts der schweren Beeinträchtigungen des Flugverkehrs in Europa durch die Vulkanasche aus Island ihre Vorbereitungen für einen Streik aus.

11.47 Uhr Die Beschränkungen im Luftverkehr im Norden Deutschlands dauern heute noch bis voraussichtlich 20 Uhr.

11.26 Uhr: Laut Flugsicherung Eurocontrol wird es heute im europäischen Luftraum voraussichtlich 17.000 Flüge weniger als normalerweise geben. Nur rund 11.000 Flüge könnten stattfinden. Am Freitagmorgen seien zwischen 100 und 120 Maschinen nach einem Transatlantik-Flug in Europa gelandet - etwa ein Drittel des üblichen Aufkommens.Die drei größten Flughäfen Europas waren am Freitagmittag komplett geschlossen. Neben Frankfurt am Main sind dies London-Heathrow und der Pariser Flughafen Charles de Gaulle.

11.02 Uhr: Die Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld bleiben heute bis 20 Uhr gesperrt.

11 Uhr Der Flugverkehr über Großbritannien bleibt bis mindestens 2 Uhr deutscher Zeit am Sonnabendmorgen stillgelegt. Nur wenige Flüge dürften starten und landen, gab die britische Flugüberwachung NATS bekannt.

10.52 Uhr In Deutschland gibt es trotz der Ausbreitung der Aschewolke kein flächendeckendes Flugverbot. „Das wird flexibel gehandhabt“, sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums. Bisher sei unklar, wie lange sich die Lage noch hinziehen werde. Die Deutsche Flugsicherung entscheide über Sperrungen nach Informationen des Deutschen Wetterdienstes.

10.22 Uhr Die Deutsche Lufthansa muss den Schaden selbst tragen, der der größten deutschen Fluggesellschaft durch annullierte Flüge infolge der Vulkanasche über Europa entsteht. Es gebe keine Versicherung, die die wirtschaftlichen Schäden aus diesem Naturereignis abdecke, sagte Lufthansa-Sprecherin Claudia Lange.

10.10 Uhr In Polen wird wegen der Lage im europäischen Luftverkehr jetzt darüber nachgedacht, die Trauerfeier für den tödlich verunglückten Präsidenten Lech Kaczynski zu verschieben. Es sei eine „ernsthafte Option“, teilte die polnische Präsidentschaft mit.


9.39 Uhr Am Freitag fallen nach Angaben der europäischen Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol 60 Prozent aller Flüge in Europa aus Die Wolke werde mindestens noch für die nächsten 24 Stunden den Flugverkehr lähmen, teilte die Behörde in Brüssel mit.

9.20 Uhr Polen hat seinen Luftraum fast vollständig geschlossen. Nur zwei Flughäfen, Krakau und Rzeszow im Süden des Landes, sind noch offen.

9 Uhr In Hamburg sind von der Sperrung rund 200 Flugverbindungen mit geschätzt 18.000 Passagieren betroffen. „Um eine Wiederöffnung im Norden wird im Moment nicht diskutiert“, sagt Ute Ottermann von der Deutschen Flugsicherung.

8.57 Uhr Schweden will seinen Luftraum teilweise wieder öffnen. Zunächst werde der Flugverkehr im Norden des Landes freigegeben, teilte die zuständige Behörde mit.

8.45 Uhr Auf dem Frankfurter Flughafen sind bis zum Freitagmorgen Tausende von Reisenden gestrandet. Die beiden Flughafenabfertigungsgebäude waren total überfüllt. Vor den Schaltern bildeten sich riesige Menschenansammlungen. „So lange Schlangen habe ich hier noch nie gesehen“, meinte ein Reisender, der den Frankfurter Flughafen gut kennt.

8.01 Uhr Der Flugverkehr in Frankfurt wird ausgesetzt. Das erklärte ein Sprecher der Betreibergesellschaft Fraport am Freitagmorgen.

7.45 Uhr Bundeskanzlerin Angela Merkel kann wegen der Aschewolke nicht wie geplant in Berlin landen. Das verlautete am Freitag auf dem Flug der Kanzlerin von den USA nach Deutschland. Welchen Flughafen sie am Nachmittag ansteuern wird, war zunächst unklar.

7.20 Uhr Die australische Fluggesellschaft Qantas und Singapore Airlines haben zahlreiche Flüge gestrichen. Qantas sagte seine Flüge nach London und Frankfurt ab und warnte Passagiere, dass der Verkehr möglicherweise erst am Sonntag wieder aufgenommen wird. Die Hotels in Singapur und Hongkong seien wegen abgesagter Europa-Flüge bereits voll, sagte ein Sprecher der Airline.

6.39 Uhr: Der Hamburger Flughafen bleibt bis mindestens zum Mittag gesperrt. Dies teilte eine Flughafensprecherin am Freitagmorgen mit. Alle Starts und Landungen wurden bis 12 Uhr gestrichen. Aufgrund der gestrichenen Flüge bildeten sich lange Warteschlangen. Ob der Flugverkehr am Nachmittag wieder aufgenommen werden kann, war zunächst noch unklar.

6.32 Uhr Der Luftverkehr in Nordeuropa bleibt auch am heutigen Freitag komplett gesperrt. Eine Sprecherin der schwedischen Luftaufsicht sagte am Morgen in Stockholm, die Flugverbote würden für den gesamten Tag aufrechterhalten. Eine Änderung der Wetterlage mit Lavaasche durch Wind aus westlicher Richtung sei vorerst nicht in Sicht. Auch in Dänemark, Norwegen und Finnland wird die komplette Sperrung des Luftraumes aufrechterhalten.

6.13 Uhr Für den Verlauf des Vormittags ist damit zu rechnen, dass auch die Flughäfen Frankfurt/Main und Frankfurt-Hahn geschlossen werden, sagte eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung.

5 Uhr Wegen der Vulkan-Aschewolke bleiben die meisten britischen Flughäfen noch bis Freitagabend dicht. Die britische Flugüberwachung verlängerte die Sperrung am frühen Morgen um mehrere Stunden bis 20 Uhr MESZ. Die Situation habe sich nicht verbessert, hieß es. Nur Flüge zwischen Nordirland und den westlichen Schottischen Inseln und den schottischen Flughäfen Glasgow und Prestwick seien bis zum frühen Nachmittag im Einzelfall möglich.

3 Uhr In der Nacht zu Freitag ist auch der Düsseldorfer Flughafen geschlossen worden.

21.50 Uhr Britische Forscher sind mit einem Spezialflugzeug zu der Vulkanwolke über Europa aufgebrochen, um Proben der Asche zu nehmen. Der Flug sei sehr gefährlich, berichteten die Wissenschaftler des britischen Natural Environment Research Councils, einer öffentlich finanzierten Forschungsagentur. Unter anderem soll die Geschwindigkeit, mit der sich die Wolke ausbreitet, und ihre Richtung bestimmt werden.

21.40 Uhr Auch die Flughäfen von Bremen, Rostock und Hannover sind geschlossen.

21.29 Uhr Die britische Flugsicherung hat die Sperrung des britischen Luftraums bis Freitag 14.00 Uhr MESZ verlängert.

21.28 Uhr Wegen der Gefahr einer neuen Flutwelle im Gebiet des Vulkans Eyjafjallajökull werden Hunderte von Anwohnern evakuiert. Das teilten Mitarbeiter des isländischen Katastrophenschutzes mit.

20.48 Uhr Die Deutsche Flugsicherung plant für große Teile des deutschen Luftraums in der kommenden Nacht schrittweise Einschränkungen. Die Beschränkungen des Luftverkehrs in einzelnen Zonen würden zunächst im Nordwesten und schließlich im Südosten gelten, sagte Sprecherin Ute Otterbein.

20.40 Uhr Auch die beiden Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld werden geschlossen. Dies geht auf eine Entscheidung der Deutschen Flugsicherung zurück, teilte Flughafen-Sprecher Leif Erichsen mit. In den Abend- und Nachtstunden sind davon für den Airport Schönefeld am Stadtrand von Berlin etwa 15 Starts und Landungen betroffen. Für den Flughafen Tegel sind es nach Angaben des Sprechers 40 Starts und Landungen

20.32 Uhr Der Hamburger Flughafen ist wegen der Aschewolke aus Island bis Mitternacht gesperrt worden. Das sagte eine Sprecherin des Flughafens. Alle Starts und Landungen wurden bis 24 Uhr gestrichen. Dabei handele es sich nicht um eine generelle Sperrung des Luftraums, sondern um eine Flugbeschränkung füt den Hamburger Airport auf Null, die das Bundesverkehrsministerium ausgesprochen habe. Ob die Flüge am Freitag wieder aufgenommen werden können, war zunächst unklar. „Wir würden gern um sechs Uhr wieder weitermachen, aber wir wissen es nicht“, sagte die Sprecherin. Das hänge davon ab, in welche Richtung und welchem Tempo sich die Aschewolke aus dem isländischen Vulkan bewege.

20.11 Uhr Experten des Flughafens Hamburg und der Deutschen Flugsicherung beaten, ob der Flughafen Fuhlsbüttel wegen der Aschewolke gesperrt werden muss. Dazu würden unter anderen Wetterdaten analysiert, hieß es bei der Flugsicherung. Die Entscheidung soll noch am Abend mitgeteilt werden.

20.09 Uhr Der Gletschervulkan im Süden von Island stößt weiter mit unverminderter Stärke eine Wolke aus Lavaasche und Rauch in die Atmosphäre. Wie das Außenministerium in Reykjavik mitteilte, schätzen heimische Experten das Risiko anhaltender Aktivitäten über die nächsten Tage als hoch ein.

19.48 Uhr Der Hamburger Flughafen wird voraussichtlich doch noch am Donnerstagabend für alle Starts und Landungen gesperrt. Das Bundesverkehrsministerium habe entsprechende Einschränkungen für den Flugverkehr in Norddeutschland verfügt, sagte eine Sprecherin des Flughafens.

18.59 Uhr In Bremen wurden nach Angaben des Flughafens insgesamt 19 Flüge nach Großbritannien, Kopenhagen, Amsterdam, Brüssel, Zürich und Nürnberg gestrichen. In Hannover fielen nach Angaben von Airport-Sprecher Sönke Jacobsen 12 Flüge aus. „Wir sind grundsätzlich betriebsbereit“, sagte er. Am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) in Greven seien wegen der Sperrung des britischen Luftraums drei Flüge von und nach London gestrichen worden, sagte Sprecher Andrés Heinemann. Alle anderen Flüge liefen bis zum Abend normal.

18.48 Uhr Nach Angaben einer Flughafensprecherin ist der Hamburger Flughafen doch nicht ab 18.30 Uhr für alle Starts und Landungen gesperrt. Noch könnten Flugzeuge starten und landen, teilte eine Flughafensprecherin mit und korrigierte damit frühere Angaben des Flughafens. Es sei gegenwärtig noch nicht klar, wann eine Sperrung in Kraft trete.

18.24 Uh r Der Hamburger Flughafen hat den Betrieb eingestellt. Die Bundesregierung habe den Luftraum über Norddeutschland gesperrt, deshalb könnten Flugzeuge ab 18.30 Uhr in Hamburg weder starten noch landen, teilte eine Sprecherin des Flughafens mit. Die Beschränkungen seien zeitlich nicht befristet. Passiere würden aufgefordert, sich an ihre Fluggesellschaften zu wenden, um nach Möglichkeit auf Züge umgebucht zu werden.

18.10 Uhr Die französischen Behörden haben die schrittweise Schließung mehrerer Flughäfen ankündigt. In Calais und Lille im äußersten Norden des Landes solle vom späten Nachmittag an der Flugbetrieb ruhen, teilte die Zivilluftfahrtsbehörde (DGAC) am Donnerstag mit. Die Flughäfen in Paris und Straßburg sowie weiteren Städten im Norden, Westen und Osten des Landes würden bis spätestens 23.00 Uhr geschlossen.

17.30 Uhr In Berlin sind rund 45 Flüge annulliert worden. Bis zum Nachmittag fielen 12 Flüge in Tegel und Schönefeld aus, die übrigen waren bereits bis zum späten Abend gestrichen, wie Flughafensprecher Leif Erichsen berichtete.

16.55 Uhr Die Deutsche Flugsicherung (DFS) rechnet nicht mit einer Sperrung des deutschen Luftraums nach dem Vulkanausbruch in Island. Die Aschewolke werde zwar in der Nacht über Deutschland erwartet. Gegebenenfalls würden Flugzeuge dann aber lokal herumgeleitet, sagte DFS-Sprecherin Ute Otterbein am Donnerstag in Langen bei Frankfurt. Ähnliches ist bei einem Gewitter üblich.

16.45 Uhr Nach Angaben einer Airport-Sprecherin wurden bis 16 Uhr insgesamt 22 Flüge aus Großbritannien und Skandinavien nach Hamburg gestrichen, sowie 17 Abflüge unter anderem nach London Heathrow, Birmingham, Oslo, Stockholm und Helsinki. Mit weiteren Ausfällen werde gerechnet. Die Dauer der Behinderungen hänge davon ab, wie schnell und in welche Richtung sich die Aschewolke ausbreite.

16.18 Uhr Wegen der Aschewolke fällt rund ein Viertel aller Flüge in Europa am Donnerstag aus. Das teilte die Europäische Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol in Brüssel mit. Jeden Tag gebe es in Europa 28.000 Flugbewegungen.

16.01 Uhr Die gigantische Aschewolke wird voraussichtlich am späten Donnerstagnachmittag Hamburg erreichen. Es werde dann vermutlich auch Schließungen des Luftraums geben, sagte Andreas Beck vom Deutschen Wetterdienst (DWD). In der Nacht zum Freitag wird die Aschewolke in Frankfurt am Main und damit an Deutschlands größtem Flughafen erwartet.

15.52 Uhr Der britische Luftraum bleibt bis mindestens Freitagmorgen um 6 Uhr gesperrt. Außer Notfall-Flügen dürften keine Maschinen in Großbritannien ein- oder ausfliegen, teilte die britische Flugüberwachung NATSam mit. Auch an Flughäfen in Irland ging man davon aus, dass die Sperre über die zunächst angekündigte Grenze von 18 Uhr hinaus verlängert werden könnte.

15.29 Uhr Die gravierenden Auswirkungen der Aschewolke sind nach Ansicht des Würzburger Vulkanologen Bernd Zimanowski in erster Linie ein meteorologisches Phänomen. So sei die Eruption des Vulkans nicht ungewöhnlich gewesen, jedoch habe die Windrichtung die Ausbreitung der Aschewolke nach Süden und Osten begünstigt, sagte der Experte vom Physikalisch-Vulkanologischen Labor der Universität Würzburg.

15.26 Uhr Jetzt wird auch der niederländische Luftraum geschlossen. Der Luftverkehr von und nach den Niederlanden wird in den nächsten Stunden heruntergefahren und um 19.00 Uhr komplett eingestellt. Die Sprecherin der Flugsicherung, Marjolein Wenting, sagte dem Sender RTL, sie wisse nicht, wie lange die Sperrung andauern werde. So etwas habe es in den Niederlanden bislang noch nicht gegeben.

15.19 Uhr Belgien sperrt seinen kompletten Luftraum. Wie das Verkehrsministerium mitteilte, begann die Schließung schrittweise nach Mittag. Aus Sicherheitsgründen darf von 16.30 Uhr an kein Flugzeug mehr starten und landen. Am Brüsseler Flughafen wurden alle Flüge abgesagt, die Webseite des Flughafens brach wegen Überlastung zusammen.

14.45 Uhr Dänemarks Königin Margrethe II. gehört an ihrem 70. Geburtstag zu den Leidtragenden des isländischen Vulkanausbruchs. WiInfolge der umfassenden Flugverbote wegen konnten weder das norwegische noch das schwedische Königspaar wie geplant zu den Feiern in Dänemarks Hauptstadt fliegen. Aus Oslo und Stockholm verlautete, dass beide per Zug am Freitag, dem eigentlichen Geburtstag Margrethes, nach Kopenhagen kommen wollten.

14.04 Uhr Am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) in Greven wurden wegen der Sperrung des britischen Luftraums drei Flüge von und nach London gestrichen. Auch in Bremen wurden drei Flüge von und nach England gestrichen.

12.07 Uhr Am Flughafen Charles de Gaulles in Paris wurden alle Flüge nach Island, Großbritannien, Schweden, Dänemark und Norwegen gestrichen.

11.19 Uhr Auf dem Flughafen Hamburg kommt es zu Behinderungen. Derzeit fallen Flüge in folgende Destinationen aus oder sind auf unbestimmte Zeit verspätet: Manchester, Birmingham und London-Heathrow in England sowie Göteborg (Schweden) und die norwegische Hauptstadt Oslo. Die gute Nachricht: Der Hamburger Flughafen ist bislang nicht von der Aschewolke erreicht worden. Eine Mitarbeiterin zum Abendblatt: „Hier herrscht freie Sicht.“

10.59 Uhr Die Behörden teilen mit: Der britische Luftraum wird ab 13.00 Uhr gesperrt. Hunderte Flüge in Großbritannien, Irland und Skandinavien wurden wegen der Asche aus dem Vulkan Eyjafjallajökull abgesagt.