Flut im Süden der USA

Mississippi-Hochwasser bedroht Baton Rouge und New Orleans

Michael Kunzelman

Foto: AFP

Die Mississippi-Flutwelle wird den Süden der USA noch Wochen im Griff behalten. Die Städte New Orleans und Baton Rouge bereiten sich vor.

Washington. Die Behörden im US-Staat Louisiana bereiten sich auf Hochwasser des Mississippis vor, das die stark bevölkerten Städte New Orleans und Baton Rouge bedroht. Ingenieure könnten bereits am Wochenende den Hochwasserentlastungskanal Morganza nördlich von Baton Rouge öffnen, um das Deichsystem der Stadt zu entlasten. Es wäre das erste Mal in 38 Jahren, dass die Schleusen des Kanals geöffnet würden. Zehntausende Hektar Ackerland würden überflutet, mehrere tausend Häuser wären durch das abgeleitete Flutwasser bedroht.

Wegen des Mississippi-Hochwassers bereiteten sich rund 25.000 Menschen darauf vor, ihre Häuser zu verlassen. Als der Morganza-Kanal im Jahr 1973 geöffnet wurde, beschädigte oder zerstörte das Flutwasser zahlreiche Häuser in der Stadt Butte LaRose.

Sollte der Wasserstand des Mississippis bei New Orleans - einem der wichtigsten Häfen der Welt - noch stärker ansteigen, müsse über eine Einschränkung des Schiffsverkehrs nachgedacht werden, teilte die Küstenwacht am Donnerstag mit. Möglicherweise werde der Mississippi für die größten und schwersten Schiffe gesperrt.