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Fast 20 000 Flüge am Sonntag wegen Aschewolke ausgefallen

Foto: TV NEWS KONTOR

Passagiermaschinen werden frühestens Montagfrüh wieder den Betrieb aufnehmen können. Sollte der Flughafen 20 Uhr wieder freigegeben werden, wird es lediglich sogenannte Positionsflüge geben.

Hamburg. Der Vulkanausbruch in island verursacht ein beispielloses Chaos und stört die Reisepläne von Millionen Menschen. Die Flieger am Boden haben viele Folgen: Volle Züge und gigantische Verluste. Bleiben Sie hier auf dem neuesten Stand.

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SONNTAG, 18. APRIL 2010

18.02 Uhr: Die für Montag in Berlin geplanten Gespräche des Kommandeurs der Afghanistan-Schutztruppe ISAF, Stanley McChrystal, sind um mindestens einen Tag verschoben worden. Das Treffen des US- Generals mit Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sei wegen des andauernden Flugverbots nun für Dienstag geplant, teilte der Sprecher des Ministers in Berlin mit. Im Mittelpunkt der Gespräche dürfte die schwierige Situation in Afghanistan stehen. Zuletzt waren am Donnerstag vier Bundeswehr- Soldaten bei Anschlägen der Taliban in der nordafghanischen Provinz Baghlan getötet worden.

17.52 Uhr: Wegen der Wolke aus Vulkanasche sind seit vergangenem Donnerstag im Luftraum Europas fast 63.000 Flüge gestrichen worden. Wie die europäische Luftfahrtbehörde Eurocontrol am Sonntag in Brüssel mitteilte, fielen allein am Sonntag fast 20.000 Flüge aus. Eurocontrol koordiniert den Flugverkehr in 38 europäischen Staaten, darunter allen 27 EU-Staaten. In Frankreich soll der Luftraum über den Flughäfen im Norden des Landes, also auch am Flughafen Paris-Charles de Gaulle, bis Dienstagmorgen geschlossen bleiben.

17.48 Uhr: Bei der Lufthansa wird trotz der vorübergehenden Lockerung des Flugverbotes vor Montag, 11.00 Uhr, kein Flugzeug starten oder landen. Bis zu diesem Zeitpunkt seien alle innerdeutschen Flüge annulliert worden, sagte ein Airlines-Sprecher am Sonntag. Alle europäischen und Interkontinentalflüge seien bis Montag, 14.00 Uhr, gestrichen worden.

17.29 Uhr: Vom Hamburger Flughafen aus wird an diesem Sonntag definitiv kein Passagierflug mehr starten. Das sagte eine Sprecherin des Airports am Nachmittag. Zunächst bleibe Fuhlsbüttel ohnehin bis 20.00 Uhr gesperrt. Bis dahin werde entschieden, ob die Flugbeschränkungen aufgehoben würden, so die Sprecherin weiter. Sollten die Beschränkungen aufgehoben werden, würde es lediglich sogenannte Positionsflüge geben. Ab Montag 6.00 Uhrt könnte dann der normale Passagierverkehr wieder aufgenommen werden.

17.09 Uhr: Die Lufthansa hat eine Sondergenehmigung für vier Frachtflüge nach Deutschland erhalten. Eine Maschine aus Istanbul sei bereits problemlos mit 70 Tonnen Fracht auf dem Flughafen in Frankfurt/Main gelandet, sagte Lufthansa-Cargo-Sprecher Michael Göntgens am Sonntag. Eine weitere Maschine vom Typ MD-11 aus Krasnojarsk in Sibirien werde für 20.30 Uhr erwartet, zwei weitere aus Sibirien am Sonntagmorgen.

16.59 Uhr: Die Deutsche Flugsicherung hat am Sonntag Deutschlands größten Flughafen in Frankfurt am Main vorübergehend wieder für den Flugbetrieb geöffnet. Flüge in Richtung Norden seien bis 20.00 Uhr erlaubt, sagte eine Sprecherin. Das gleiche gelte für den Flughafen Frankfurt-Hahn.

16.50 Uhr: Trotz der Vulkanwolke finden die Halbfinal-Spiele in der Fußball-Champions-League in dieser Woche wie geplant statt. Das gab die Europäische Fußball-Union (UEFA) am Sonntag in Nyon bekannt. Sowohl der FC Barcelona für das Spiel am Dienstag bei Inter Mailand als auch Olympique Lyon, das am Mittwoch bei Bayern München antreten muss, hätten angesichts des derzeit in weiten Teilen Europas herrschenden Flugverbots ihre Reisepläne entsprechend umgestellt. Eine Entscheidung über die Semifinal-Partien Hamburger SV - FC Fulham und Atletico Madrid – FC Liverpool in der Europa League am Donnerstag will die UEFA erst zu Wochenbeginn treffen.

16.36 Uhr: Der Flughafen Hamburg bleibt entgegen der ersten Planung der Deutschen Flugsicherung doch noch geschlossen. Neueste Auswertungen der Wetterdaten hätten ergeben, dass die Lockerung des Flugverbots für Hamburg nicht gelten könne, sagte Sprecherin Kristina Kelek. Zunächst geöffnet werden sollen dagegen wie geplant bis 20.00 Uhr die Flughäfen Berlin-Schönefeld, Berlin-Tegel, Erfurt, Leipzig und Hannover. Hier gebe es derzeit keine Beeinträchtigung des Luftraums durch Vulkanasche. Die übrigen Flughäfen bleiben zunächst bis 20.00 Uhr geschlossen.

16.28 Uhr: Der erste Testflug im französischen Luftraum zur Einschätzung der Vulkanaschewolke ist problemlos verlaufen. Ein in Paris gestarteter Airbus A320 der Air France landete am Nachmittag unbeschädigt am Airbus-Standort Toulouse, wo die Fluggesellschaft ein Wartungszentrum unterhält. Es habe „keine Anomalie“ gegeben, berichtete France. Die äußerlich intakte Maschine werde aber noch eingehender untersucht, besonders die Triebwerke. Insgesamt hatte die Air France sechs Testflüge am Sonntag programmiert. Testflüge gab es auch in Deutschland und den Niederlanden. Dabei wurden Flugkorridore in verschiedenen Höhen ausprobiert.

16.03 Uhr Die Deutsche Flugsicherung hat die Sperrung der Lufträume an sechs deutschen Flughäfen gelockert. In Hamburg, Berlin-Schönefeld, Berlin-Tegel, Erfurt, Leipzig und Hannover seien wieder Flüge bis Sonntagabend 20.00 Uhr eingeschränkt möglich, sagte Sprecherin Kristina Kelek. Von diesen Flughäfen aus seien Flüge in Richtung Osten erlaubt. Wie nach 20.00 Uhr weiter verfahren wird, werde noch geklärt. Die übrigen Flughäfen bleiben zunächst bis Sonntag 20.00 Uhr gesperrt. Eine Sprecherin des Hamburger Flughafens ergänzte, dass man derzeit über das weitere Vorgehen berate.

15.42 Uhr Die Fluggesellschaft SAS will von Montag an 2500 Beschäftigte in Norwegen ohne Lohn freistellen.

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1. HABEN DIE ASCHEWOLKEN AUSWIRKUNGEN AUF UNSER WETTER?

2. SO SIEHT ES AM HAMBURGER FLUGHAFEN AUS

3. FLUGHAFEN DICHT - JETZT HERRSCHT CHAOS AM HAUPTBAHNHOF

5. BETROFFENE PASSAGIERE BEKOMMEN IHR GELD ZURÜCK

6. SO GEFÄHRLICH IST EIN FLUG DURCH VULKANASCHE

8. EINE KANZLERIN AUF IRRFLUG

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15.35 Uhr Die niederländische Fluggesellschaft KLM hat sieben in Deutschland „gestrandete“ Passagiermaschinen nach Amsterdam zurückgeholt. Die Jets seien trotz der Vulkanaschewolke problemlos von Düsseldorf zum Airport Schiphol geflogen worden, teilte KLM mit. Passagiere waren nicht an Bord. Am Morgen hatte eine KLM-Maschine die Besatzungen zum Abholen der sieben Flugzeuge nach Düsseldorf gebracht.

15.22 Uhr Deutschlands größter Reiseanbieter TUI hat rund 1000 Gäste von verschiedenen Ferieninseln auf das europäische Festland gebracht, von wo aus sie mit Bussen nach Frankfurt am Main gefahren wurden. Schwerpunkt der Aktion war Mallorca, wo zeitweise 2800 TUI-Gäste festsaßen. Von dort wurden in der Nacht auf Sonntag 540 Urlauber nach Barcelona geflogen und in Bussen nach Deutschland gesetzt. Denselben Weg wählten 200 Urlauber aus Gran Canaria über das spanische Alicante. Urlauber von Malta wurden mit einer Fähre nach Sizilien gebracht und traten von dort aus die Heimreise per Bus an.

15.01 Uhr Die Fraport AG hat für die am Frankfurter Flughafen gestrandeten Passagiere ein neues Betreuungsprogramm organisisert: Es gibt verschiedene Speisen, darunter vegetarische, afrikanische und asiatische. Auf den Monitoren an den Gates werden internationale Fernsehprogramme in englischer, französischer, russischer und arabischer Sprache gezeigt.

14.48 Uhr Der isländische Vulkan kommt nicht zur Ruhe. Die von dem Vulkan ausgelösten Eruptionen nähmen weiter zu, teilte der isländische Wetterdienst mit. Allerdings habe sich die Aschewolke, die Richtung Südosten nach Europa zieht, von elf auf vier bis fünf Kilometer Höhe verringert. „Wir sehen gemischte Signale. Es gibt einige Hinweise, dass die Eruptionen abnehmen und andere, dass sie nicht abnehmen“, sagte der Geophysiker Einar Kjartansson vom Wetterdienst. Seinen Berechnungen zufolge hat die Aktivität des Vulkans rund zehn Prozent des darüber liegenden Eyjafjalla-Gletschers zum Schmelzen gebracht. Durch die Schmelze ist nun weniger Eis und Wasser vorhanden, um die Eruptionen abzuschwächen. „Das könnte zu dem Ausstoß von noch mehr Asche führen“, sagte Kjartansson. Der Vulkan könne noch Monate brauchen, um den Rest des Gletschers abzuschmelzen. Erst dann werde statt Dampf und Asche Lava ausgestoßen.

14.24 Uhr Die skandinavische Fluggesellschaft SAS hat auch für Montag und Dienstag schon fast alle Flüge abgesagt. In einer Firmenmitteilung hieß es, lediglich einige Inlandsflüge in Norwegen würden gewährleistet und Verbindungen mit den USA vorerst nicht abgesagt.

14.02 Uhr Tausende in russischen Flughäfen festsitzende Transitreisende aus dem Ausland, darunter auch Deutsche, sollen im Schnellverfahren ein russisches Drei-Tages-Visum erhalten. Mit dem Dokument dürfen die Ausländer den Transitbereich verlassen, um sich in der Stadt Verpflegung zu besorgen oder ins Hotel zu ziehen. Medien in Moskau nannten die Situation chaotisch. Russische Taxifahrer würden verzweifelten Ausländern anbieten, sie für 1000 US-Dollar (rund 740 Euro) innerhalb von zehn Stunden in das benachbarte EU-Mitglied Lettland zu fahren, hieß es.

13.34 Uhr Die Europameisterschaften im Turnen in Birmingham und Trampolin-Turnen in Warna finden in der kommenden Woche trotz der Flugverbote definitiv statt. Es wurden Regelungen zur Komprimierung der Titelkämpfe getroffen.

13.31 Uhr Frankreich dringt auf eine europaweite Abstimmung über Testflüge durch die Vulkanaschewolke im europäischen Luftraum. „Das wird eine politische, europäische und internationale Entscheidung sein, von Freiwilligen gelenkte Flugzeuge fliegen zu lassen“, sagte Umweltminister Jean-Louis Borloo dem Pariser Sonntagsblatt „Le Journal du Dimanche“. Dazu sollten am Montag die EU-Verkehrsminister tagen, und sei es mit einer Telefonkonferenz. Bei den Testflügen ging Frankreich im eigenen Luftraum am Sonntag voran. Air France übernehme das, erklärte das Verkehrsministerium.

13.12 Uhr Die EU-Kommission nimmt die Folgen des Verkehrschaos durch die Aschewolke auf die europäische Luftfahrtindustrie unter die Lupe. Kommissionspräsident José Manuel Barroso beschloss am Sonntag, eine Ad-Hoc-Gruppe einzusetzen, die auch die Auswirkungen auf die Wirtschaft untersuchen soll. Wie die Kommission weiter mitteilte, will Barroso die Grundlagen für eine „angemessene Antwort“ schaffen.

13.10 Uhr Die Vulkanasche könnte Bayern Münchens Champions-League-Gegner Olympique Lyon vor dem Hinspiel am Mittwoch in München zu einer ermüdenden Tour zwingen. Man werde die gut 700 Kilometer zwischen Lyon und der bayerischen Landeshauptstadt wahrscheinlich mit dem Bus zurücklegen müssen, sagte Olympique- Trainer Claude Puel.

12.58 Uhr Der Deutsche Wetterdienst rechnet nicht mit einem schnellen Abzug der Wolke aus Vulkanasche. Grund ist das immer noch recht stabile Hoch, das stärkere Winde oder Niederschläge über Mitteleuropa verhindert. „Die Asche verharrt über uns“, sagte ein auf das Flugwetter spezialisierter DWD-Meteorologe. In Luftschichten von bis zu 6000 Metern seien daher immer noch erhöhte Konzentrationen von Aschepartikeln vorhanden, die sich nur sehr langsam absenken. Eine grundlegende Wetteränderung tritt nach der Prognose erst am Dienstag ein, wenn feuchtere Luftmassen mit schauerartigen Regenfällen von der Nordsee her zunehmend das Wetter bestimmen. Dieses Tief mit dem voraussichtlichen Namen „Queen“ könnte allerdings neue Asche von Island nach Mitteleuropa bringen und den Luftverkehr weiterhin behindern. Im Unterschied zur vergangenen Woche seien aber etliche Wolken und Niederschläge dabei, so dass man darauf hoffen könne, dass auf dem mehrere tausend Kilometer langen Weg „einiges ausgewaschen“ werde.

12.49 Uhr Ein britisch-australisches Paar hat sich per Videokonferenz von Dubai zu seiner eigenen Hochzeitsparty in London zuschalten müssen, weil es wegen der Aschewolke nicht dorthin fliegen konnte. Die Zeitung „The National“ aus den Vereinigten Arabischen Emiraten berichtete, Sean Murtagh (24) und seine Braut Nathalie (30) seien nach dem ersten Teil ihrer Hochzeits- Feierlichkeiten am vergangenen Donnerstag in Australien in dem Emirat Dubai zwischengelandet, um von dort aus weiter nach London zu fliegen. Dort warteten 80 Gäste auf sie. Als die Braut hörte, dass alle Flüge nach Großbritannien abgesagt wurden, brach sie in Tränen aus. Das Hotelpersonal zeigte Mitleid und schickte einen IT-Fachmann. Er baute eine Live-Verbindung für die Frischvermählten auf. Das Paar nahm die Gratulationen seiner Gäste in seinem Hotelzimmer am Bildschirm entgegen.

12.26 Uhr Das Weltliga-Spiel der deutschen Wasserballer gegen Frankreich am Dienstag in Montpellier ist verlegt worden. „Dafür haben wir volles Verständnis“, sagte Teammanager Michael Zellmer, auch wenn es nun in der Bundesliga Terminnöte geben könnte. Das Länderspiel in Frankreich könnte am 4. Mai nachgeholt werden. Neben der Begegnung zwischen Frankreich und Deutschland wurden auch fast alle anderen Weltliga-Spiele abgesagt. Lediglich das Spiel zwischen Rumänien und der Türkei soll stattfinden.

12.21 Uhr Die Deutsche Flugsicherung schließt eine weitere Sperrung des deutschen Luftraums nicht aus. „Wir planen immer nur vorläufig“, sagte Sprecherin Kristina Kelekt. Bislang gilt die Sperrung bis Sonntag 20.00 Uhr. Am späten Nachmittag soll auf einer weiteren Sitzung über eine mögliche Verlängerung beraten werden.

12.20 Uhr Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin hat weitere Testflüge angeboten. Damit könne man „valide Erkenntnisse“ über die Auswirkungen der Aschewolke auf die Flugzeuge gewinnen, erklärte Air-Berlin-Chef Joachim Hunold.

12.17 Uhr: Die isländische Aschewolke hätte zahlreiche Anhänger von Alba Berlin fast um die Teilnahme am Final Four gebracht. Wegen der Sperrung des Luftraums über Europa saßen die Basketball-Fans am Berliner Flughafen Tegel fest. Doch echte Fans lassen sich auch von einem brachliegenden Flugverkehr nicht aufhalten, wenn es darum geht, ihre Helden zu unterstützen. Spontan charterten 43 Personen einen Bus und machten sich auf die 1961 Kilometer lange Fahrt ins spanische Vitoria unweit von Bilbao. Nach mehr als 24 Stunden kamen die Berliner erschöpft aber glücklich am Endspielort an.

11.34 Uhr Die Schließung der österreichischen Flughäfen wird bis mindestens 2.00 Uhr in der Nacht zu Montag verlängert.

11.28 Uhr Die Deutsche Bahn bereitet sich für den Nachmittag auf einen stärkeren Andrang als an normalen Wochenenden vor.Jeder verfügbare Zug werde eingesetzt, sagte ein Bahnsprecher.

11.02 Uhr Der Vulkanausbruch auf Island gefährdet auch die Austragung des Halbfinal-Hinspiels der Europa League am Donnerstag (21.05 Uhr/Liveticker bei abendblatt.de) zwischen dem HSV und dem FC Fulham. Die UEFA will am Montag darüber entscheiden, ob die Partie trotz des Flugverbots ausgetragen werden kann. „Das Beste wäre natürlich, dass sich die Aschewolke bis zum Mittwoch auflöst. Wenn nicht, müssten wir wohl mit Zug und Bus nach Hamburg kommen“, sagte Fulhams Teammanager Roy Hodgson.

10.49 Uhr Alle großen Reiseanbieter haben ihre Flugpauschalreisen bis Sonntagabend abgesagt.

10.22 Uhr Jetzt droht die Absage von gleich drei Europmeisterschaften im Turnen. Wie der Europäische Turnverband UEG mitteilte, soll nun am Montag über eine mögliche Absage der Europmeisterschaften im Turnen der Männer (22. – 25. April) und der Frauen (28. April bis 2. Mai) in Birmingham sowie der Trampolin-Turner in Warna (22.-25. April) entschieden werden.

10.19 Uhr Air Berlin streicht alle Flüge bis 20 Uhr.

10.02 Uhr Die deutschen Botschaften im Ausland haben der Betreuung von Reisenden Vorrang eingeräumt, die wegen der Asche-Wolke gestrandet sind.

9.27 Uhr Der Ausnahmezustand am Hamburger Flughafen hält auch am Sonntag an. Bis mindestens 20.00 Uhr sollten keine Flugzeuge starten oder landen, teilte die Deutsche Flugsicherung mit. Von der Schließung sind rund 300 Starts und Landungen und damit rund 30.000 Passagiere betroffen, sagte Flughafensprecherin Stefanie Harder. Wann der Flughafen wieder geöffnet werden kann, war zunächst unklar. „Je länger es sich hinzieht, desto schwieriger wird es sein, den Flugverkehr wieder aufzunehmen.“

8.49 Uhr Die Niederlande haben weitere Testflüge angekündigt, um die Gefahr durch die aus Island kommende Vulkan-Aschewolke zu prüfen. Ein KLM-Flug am Vortrag sei erfolgreich verlaufen, teilte das Transportministerium mit.

7.39 Uhr Die Deutsche Flugsicherung hat die Sperrung des Luftraums über Deutschland bis Sonntag 20.00 Uhr verlängert. Über das weitere Vorgehen soll im Laufe des Tages entschieden werden.

2.00 Uhr: Die Lufthansa und die niederländische Fluggesellschaft KLM haben nach Testflügen keine Beschädigungen an ihren Flugzeugen feststellen können. Die Lufthansa flog zehn Maschinen ohne Passagiere von München nach Frankfurt und testete dabei Höhen bis 8.000 Meter. Dabei wurden dem Konzern zufolge weder die Cockpit-Fenster noch der Rumpf oder die Triebwerke beschädigt.

01.06 Uhr: Air Berlin-Vorstandschef Joachim Hunold kritisiert das Flugverbot wegen der isländischen Vulkanasche. „Die Schließung des Luftraums erfolgte ausschließlich aufgrund der Daten einer Computersimulation beim Vulcanic Ash Advisory Centre in London“, sagte Hunold, der Chef der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft ist, der „Bild am Sonntag“. Aufgrund dieser Daten errechnet der Deutsche Wetterdienst kontaminierte, also mit Vulkanasche belastete Gebiete. Mit diesen Daten wiederum entscheidet die Deutsche Flugsicherung DFS über ein Flugverbot oder deren Aufhebung. Hunold weiter: „Es ist in Deutschland noch nicht mal ein Wetterballon aufgestiegen, um zu messen, ob und wie viel Vulkanasche sich in der Luft befindet.“

SONNABEND, 17. APRIL 2010

20.58 Uhr Wegen der Aschewolke über Europa hat auch US-Präsident Barack Obama seine Teilnahme am polnischen Staatsbegräbnis abgesagt. Dies teilte das Weiße Haus in Washington mit.

21.56 Uhr: Die Deutsche Flugsicherung in Langen verlängert erneut die Sperrung des Luftraums über Deutschland: Bis 14.00 Uhr am Sonntag dürften keine Flugzeuge starten und landen, wie ein Sprecher der Behörde sagte. Bislang hatte eine Sperrung bis Sonntag um 08.00 Uhr gegolten.

20.54 Uhr Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre Teilnahme am Staatsbegräbnis für den tödlich verunglückten polnischen Staatspräsidenten Lech Kaczynski und seine Frau Maria am Sonntag in Krakau abgesagt. In einem Telefonat mit dem polnischen Außenminister Radoslaw Sikorski habe sie ihr „größtes Bedauern“ zum Ausdruck gebracht, erklärte die stellvertretende Regierungssprecherin Sabine Heimbach am Sonnabendabend. Sikorski habe sein „vollstes Verständnis“ geäußert. Merkel war am Freitag bei der Rückreise aus den USA zunächst in Portugal gestrandet. Am Sonnabend reiste sie zunächst nach Rom, um von dort gemeinsam mit ihrer Delegation die Reise nach Deutschland auf der Straße fortzusetzen.

20.00 Uhr Die Flughäfen in Österreich bleiben auch in der Nacht zum Sonntag bis mindestens 2 Uhr geschlossen. Am Morgen hatte die österreichische Gesellschaft für Zivilluftfahrt, „Austro Control“, noch gehofft, die Sperre am Sonnabendabend aufheben zu können. Ab 20 Uhr sollte zumindest der höhere Luftraum ab 7500 Metern schrittweise geöffnet werden. Dieser Vorgang sei gesamteuropäisch abgestimmt, sagte „Austro Control“-Sprecher Peter Schmidt. Allein in Wien mussten am Sonnabend 269 Abflüge gestrichen werden

19.58 Uhr Überraschung beim Finale der Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar": Weil Jurorin Nina Eichinger wegen der Vulkanasche keinen Flug aus Los Angeles bekommt, urteilt Sylvie van der Vaart über Deutschlands neuen Sängerkönig.

19.30 Uhr In Nordspanien bleiben die Flughäfen in Pamplona, San Sebastián, Bilbao, Vitoria, Santander, Logroño sowie der Flughafen der Region Asturien nahe Avilés bis 10 Uhr am Sonntag gesperrt. In ganz Spanien mussten am Sonnabend fast 2000 der knapp 2400 geplanten Starts und Landungen gestrichen werden.

18.40 Uhr Papst Benedikt XVI. ist am Sonnabend zu einem Kurzbesuch in Malta eingetroffen. Seine Chartermaschine war eine der wenigen, die von dem römischen Flughafen Leonardo da Vinci abfliegen durften. Wegen der Aschewolke ist der Flugraum über Norditalien gesperrt.

18.31 Uhr Wegen der Aschewolke über Europa hat die Lufthansa weltweit alle Flüge bis Sonntag 14 Uhr gestrichen. Über das weitere Vorgehen werde am frühen Morgen entschieden, teilte ein Konzernsprecher mit.

17.35 Uhr Wegen der Aschewolke über Europa sitzen an den mexikanischen Karibikküste rund 600 deutsche Touristen fest. Nach Angaben des deutschen Honorarkonsuls in Cancún, Rudolf Bittorf, kümmern sich die Reiseveranstalter um die Gäste. Sie seien in ihren Hotels geblieben, wo sie die weitere Entwicklung abwarteten.

17.27 Uhr In der östlichen Umgebung des Vulkans sorgt die massiv niederfallende Asche für immer mehr Dunkelheit auch am Tag. Nach Angaben des Außenministeriums bestehen weder für die Anwohner noch sonst auf Island eine gesundheitliche Gefahren durch den Ausbruch. Weiter geöffnet ist der internationale isländische Flughafen Keflavik, auf dem der Verkehr Richtung Nordamerika ohne Störungen abgewickelt werden kann. Grund dafür ist, dass die Rauchwolke im südlichen Teil Islands direkt von der der Insel weggetrieben wird.

17.25 Uhr Vorerst kein Hoffnungsschimmer aus Island für den Flugverkehr in Europa. Meteorologen und Vulkanologen in Reykjavik erklärten übereinstimmend, dass der Vulkan unter dem Gletscher Eyjafjalla weiter riesige Mengen Dampf und Asche in die Atmosphäre stößt - Änderungen nicht in Sicht. Dies werde „sicher noch Tage, vielleicht aber auch Wochen oder Monate so weitergehen“, sagte eine Sprecherin des Meteorologischen Institutes im Rundfunk. Die Rauchsäule erreiche wie in der letzten Nacht eine Höhe von etwa acht Kilometern, ehe sie sich ausbreitet. Der Wind treibt die für Flugzeuge gefährliche Wolke nach wie vor in südliche Richtung auf den europäischen Kontinent zu.

16.39 Uhr Die Deutsche Flugsicherung in Langen hat die Sperrung des Luftraums über Deutschland erneut verlängert: Bis 8 Uhr am Sonntag dürfen keine Flugzeuge starten und landen, sagte ein Sprecher der Behörde.

16.28 Uhr Die Hannover Messe soll am Montag trotz der erheblichen Behinderungen im internationalen Luftverkehr wie geplant beginnen. Messechef von Fritsch: „Wir werden mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket auf die Situation reagieren und alles daran setzen, die Folgen für Aussteller und Besucher möglichst gering zu halten.“ Von den großen Flughäfen Europas würden Busse nach Hannover eingesetzt. Zwei Busse mit Ausstellern aus der Türkei waren bereits am Sonnabend auf dem Weg nach Hannover. Verspätet anreisende Aussteller könnten ihre Messestände auch am Montag oder Dienstag noch aufbauen, so von Fritsch. Dafür werde zusätzliches technisches Personal vorgehalten. Zur Eröffnung am Sonntagabend wird der italienische Wirtschaftsminister Claudio Scajola mit dem Auto aus Rom anreisen, falls die Aschewolke einen Flug verhindern sollte.

16.27 Uhr Die Ostsee-Fähren der Reederei Scandlines sind in diesen Tagen wegen der Flugausfälle so stark gefragt wie sonst nur im Hochsommer, vor allem die Routen von Dänemark nach Deutschland. Viele verhinderte Flugreisende aus Skandinavien stiegen auf Busse oder Pkw um und kämen mit den Fähren über die Ostsee nach Deutschland. „Wir können uns alle nicht an einen derartigen unvorhersehbaren Anstieg des Verkehrsvolumens erinnern“, sagte Scandlines-Sprecher Michael Speckenbach.

16.00 Uhr Der Hamburger Flughafen bleibt bis Sonntagmorgen gesperrt. „Wir rechnen jedoch damit, dass die Situation bis Sonntagnachmittag andauern wird“, sagte Flughafensprecherin Stefanie Harder. Von der Schließung betroffen waren am Sonnabend rund 300 Starts und Landungen sowie rund 25000 Passagiere. Wann der Flughafen wieder geöffnet werden kann, bleibt zunächst unklar. „Je länger es sich hinzieht, desto schwieriger wird es sein, den Flugverkehr wieder aufzunehmen.“ Der Andrang auf die Deutsche Bahn, Mietwagenzentralen und Fähren hält weiter an.

15.05 Uhr Die Lufthansa schickt nach dem erfolgreichen Sichtflug eines Langstreckenfliegers in Süddeutschland weitere neun Maschinen ohne Passagiere auf die Reise. Die Maschinen fliegen in etwa drei Kilometer Höhe auf Sicht und ohne Passagiere und brauchen daher keine Genehmigung der Flugsicherheit.

14.21 Uhr Auf den Kanarischen Inseln hängen rund 20.000 Urlauber fest. Allein auf Teneriffa warten rund 13.000 Menschen vergeblich auf die Abreise. Insgesamt waren von den 275 ausgefallenen Starts und Landungen auf den Kanaren rund 30.000 Reisende betroffen. Auf Mallorca und den übrigen Balearen-Inseln sitzen ebenfalls tausende Touristen fest. Die am Freitag gestrichenen Starts und Landungen trafen nach Angaben der staatlichen Flughafenbehörde AENA rund 35.000 Reisende. Auf dem Flughafen Son Sant Joan in Palma bildeten sich lange Schlangen vor den Schaltern. „Dieser Flughafen ist auf so große Wartezeiten nicht vorbereitet“, sagte eine entnervte deutsche Urlauberin der Zeitung „Diario de Mallorca“. „Wir haben massenweise Stornierungen aus Großbritannien, Deutschland und Skandinavien erhalten“, klagte ein Sprecher des balearischen Hotelverbandes. In Cala Millor, Cala D'Or und anderen Orten gebe es Hotels, die an diesem Wochenende erstmals nach der Winterpause wieder geöffnet hätten, aber letztlich keinen einzigen Urlauber empfangen würden.

14.19 Uhr Offen ist noch, wie Bundespräsident Horst Köhler, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Guido Westerwelle (FDP) an diesem Sonntag zur Trauerfeier für Polens Präsident Lech Kaczynski nach Krakau reisen. Intern wird derzeit geprüft, ob eine Anreise mit dem Hubschrauber möglich ist. Kaczynski war am vergangenen Sonnabend bei einem Flugzeugabsturz in Russland ums Leben gekommen. Der Krakauer Flughafen, auf dem am Sonntag die Flugzeuge mit zahlreichen internationalen Gästen landen sollten, ist noch geschlossen

14.18 Uhr Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reist von Rom aus im Bus weiter nach Bozen, hieß es in Regierungskreisen. Dort sollten Merkel und ihre Delegation übernachten. An diesem Sonntag ist geplant, dass Merkel und die anderen Mitreisenden im Bus nach Deutschland zurückfahren.

13.53 Uhr US-Präsident Barack Obama will trotz der Aschewolke an der Beerdigung seines verunglückten polnischen Kollegen Lech Kaczynski teilnehmen. Obama wollte sich am Sonnabendabend (Ortszeit) auf den Weg nach Krakau machen, teilte das Weiße Haus mit. Der Präsident werde dort am frühen Sonntagnachmittag (MESZ) eintreffen.

13.50 Uhr Ein Teil der ausländischen Gäste kann wegen des gesperrten Luftraums nicht zum Staatsbegräbnis für den polnischen Präsidenten Lech Kaczynski und seine Frau Maria am Sonntag in Krakau kommen. Abgesagt hätten bislang Vertreter von acht Staaten, teilte das polnische Außenministerium in Warschau mit. Darunter seien der Präsident von Mazedonien, Djordje Ivanov und der südkoreanische Regierungschef Chung Unchan. Angemeldet waren ursprünglich Vertreter von 98 Staaten.

13.49 Uh r Die Europäische Handball-Föderation (EHF) hat die für Sonntag angesetzte Halbfinal-Begegnung im EHF-Cup zwischen Bundesligist Bayer Leverkusen und dem spanischen Vertreter Prosolia Elda Prestigio wegen der Behinderung des Flugverkehrs abgesagt.

13.44 Uhr Auch der Flughafenverband ADV und der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften (BDF) wollen das Nachtflugverbot für kurze Zeit aufheben. Für die Verwaltung der Flughäfen sind die Bundesländer zuständig. „Sobald die Flugsicherung den Luftraum wieder freigibt und die Flughäfen wieder geöffnet werden, ist jede Stunde Betriebszeit an deutschen Flughäfen hilfreich und nötig“, erklärte der BDF.

13.05 Uhr Die Rücktransport der toten Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan wird sich voraussichtlich bis mindestens Montag verzögern. Ursprünglich war geplant, dass die Särge der vier am Donnerstag in Nordafghanistan getöteten Soldaten am Sonntag nach einer Trauerfeier in Masar-i-Scharif nach Deutschland geflogen werden. „Bleibt es bei der Verspätung, wird auch die Trauerfeier um 24 Stunden verschoben“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.

13.04 Uhr Die Flughäfen in Paris und im Norden Frankreichs bleiben bis Montagfrüh geschlossen.

12.59 Uhr Die Reedereien melden einen Ansturm auf ihre Flotte. „Gestrandete Reisende auf beiden Seiten der Ostsee brachten kurzzeitig das Telefonnetz zum Kollaps“, sagte ein Sprecher der Fähr-Reederei TT-Line.

12.50 Uhr Am Sonnabend sind in Europa rund 16.000 Flüge abgesagt worden. Die Aufsichtsbehörde Eurocontrol teilte in Brüssel mit, sie rechne für die kommenden 24 Stunden mit weiteren Behinderungen im Flugverkehr.

12.49 Uhr Auch die Flughäfen Hannover, Bremen und Osnabrück/Münster bleiben bis mindestens Sonntagmorgen um 2.00 Uhr geschlossen.

12.15 Uhr Wegen des Flugverbots in Deutschland sitzen die fünf in Afghanistan verletzten Bundeswehrsoldaten weiter gemeinsam mit Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in Istanbul fest. „Wir gehen davon aus, dass ein Weitertransport heute vor 16 Uhr nicht möglich ist“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Der Gesundheitszustand der am Donnerstag in der Nähe der nordafghanischen Stadt Baghlan verletzten Soldaten sei weiterhin „stabil“.

12.03 Uhr Am Hamburger Hauptbahnhof herrscht reges Treiben. „Vor allem nach Kopenhagen gibt es eine rege Nachfrage“, sagte ein Bahnsprecher. Am Morgen seien vier zusätzliche Busse eingesetzt worden, die Reisende nach Puttgarden zu den Fähren brachten. Die Reedereien meldeten einen Ansturm auf ihre Flotte. „Gestrandete Reisende auf beiden Seiten der Ostsee brachten kurzzeitig das Telefonnetz zum Kollaps“, sagte ein Sprecher der Fähr-Reederei TT-Line. Auch die Fähren der Reederei Scandlines sind in diesen Tagen so stark gefragt wie sonst nur im Hochsommer.

11.47 Uhr Die Lage im europäischen Luftraum wird sich nach Vorhersagen der Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol auch in nächster Zeit nicht entspannen. Mit nur etwa 6000 von an einem normalen Sonnabend erwarteten 22.000 Flügen fielen mehr als zwei Drittel aller Flüge in Europa aus, teilte die Organisation am Samstag in Brüssel mit. Den Vorhersagen zufolge werde die Aschewolke bleiben und Auswirkungen mindestens in den nächsten 24 Stunden haben.

11.44 Uhr TUI sagt alle Flugreisen bis einschließlich Sonntag um 10 Uhr ab. Für die von TUI abgesagten Flugpauschalreisen wird der Vertrag gekündigt und der Reisepreis in vollem Umfang zurückerstattet. Tui bietet allen Kunden, die von Flugstreichungen und -verschiebungen betroffen sind, an, gebührenfrei auf einen frei wählbaren Termin innerhalb der aktuellen Sommersaison umzubuchen. In diesem Fall sollten sich TUI Kunden an ihr Reisebüro wenden.

11.43 Uhr Die Sperrung der Berliner Flughäfen ist um zwölf Stunden verlängert worden. Bis 2.00 Uhr am Sonntagmorgen werde es auf den Airports Tegel und Schönefeld keine Starts und Landungen geben, teilte ein Flughafensprecher mit. Damit fallen in der Hauptstadt den Angaben zufolge mehr als 600 Flüge aus.

11.08 Uhr Die Deutsche Flugsicherung hat die Sperrung des Luftraums über Deutschland bis 02.00 Uhr am Sonntagmorgen verlängert.

11.02 Uhr Besonders Menschen mit Atemwegs-Problemen können von der Aschewolke aus Island gesundheitlich betroffen werden. Darauf hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hingewiesen. Probleme könnten Kleinstpartikel bereiten. „Kleine Teilchen von weniger als zehn Mikrometer Größe sind gefährlicher, weil sie tiefer in die Lunge eintreten können“, wird die WHO- Gesundheitsexpertin Maria Neira in einer Erklärung zitiert. Nach einer ersten WHO-Analyse sind etwa ein Viertel der in dem Aschestaub des Vulkans enthaltenen Teilchen weniger als zehn Mikrometer groß. „Wer draußen etwas in Rachen oder Lunge spürt, eine laufende Nase oder juckende Augen bekommt, sollte ins Haus gehen und seine Aktivitäten draußen begrenzen“, erklärte die Expertin.

10.56 Uhr Nach dem ungeplanten Zwischenstopp in Lissabon setzt Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Weiterreise über Rom fort. Die Regierungsmaschine sollte am späten Vormittag von Lissabon in die italienische Hauptstadt abfliegen. Die weiteren Stationen von Merkels Rückkehr nach Berlin waren zunächst noch nicht klar.

10.49 Uhr Die Aschewolke über Europa legt nun auch den Flugverkehr in Norditalien lahm. Die Flugsicherung habe den Luftraum über der Region am Samstag von 8.00 bis 14.00 Uhr gesperrt, teilte der Mailänder Flughafen Malpensa auf seiner Website mit.

10.48 Uhr Die Deutsche Flugsicherung hat nach Angaben des Flughafens Düsseldorf die Sperrung des Luftraums über den internationalen Flughäfen in Deutschland bis Sonnabendabend, 20.00 Uhr, verlängert.

10.35 Uhr Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) befürchtet, dass der allgemeine Flugstopp über Europa die konjunkturelle Erholung der deutschen Luftverkehrsbranche spürbar dämpfen wird. „Die Branche hatte durch den über Monate schwelenden Tarifkonflikt bei den Piloten ohnehin keinen guten Start in das neue Jahr“, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben der „Rheinpfalz am Sonntag“.

10.12 Uhr Die Deutsche Bahn setzt angesichts des Flugverbotes auch am Sonnabend mehr Züge ein als üblich. „Es rollt alles, was rollen kann“, sagte ein Sprecher. Auch werde wie am Freitag mehr Personal an den Bahnhöfen die Reisenden betreuen. Zugleich erwartete der Sprecher, dass der Sonnabend etwas ruhiger verläuft. Volle Züge werde es dennoch vor allem auf den ICE- Verbindungen zwischen den großen deutschen Flughäfen Frankfurt/Main, München, Hamburg, Düsseldorf und Berlin geben.

10.07 Uhr In Großbritannien haben die Behörden das Flugverbot bis zum Sonntag verlängert. Der Luftraum bleibe bis mindestens Sonntag 02.00 Uhr MESZ gesperrt, teilte die Luftfahrtbehörde mit.

9.57 Uhr Die Sperrung des Hamburger Flughafens wird bis Sonntag 14 Uhr verlängert.

9.33 Uhr Der Hamburger Flughafen bleibt bis Mitternacht gesperrt. „Heute wird es den ganzen Tag keine Starts und Landungen geben“, sagte Flughafensprecherin Stefanie Harder. Das hätte die Deutsche Flugsicherung entschieden. Betroffen seien insgesamt 297 Starts und Landungen und rund 25.000 Passagiere. Sie rät allen Reisenden, nicht zum Flughafen zu kommen, sondern ihre Fluggesellschaften anzurufen und die Flüge umbuchen zu lassen. Der Flughafen bleibt weiterhin geöffnet, Maschinen, die auf Sicht fliegen, dürfen weiterhin starten.

9.21 Uhr Zur schnelleren Beseitigung des Chaos' im Flugverkehr fordern Politiker nach dem Ende der Luftraumsperrung eine vorübergehende Aufhebung des Nachtflugverbots. „Wenn wartenden Passagieren damit geholfen werden kann, sollte das Nachtflugverbot vorübergehend aufgehoben werden“, sagte der CDU-Verkehrsexperte im Bundestag, Dirk Fischer, laut „Bild“-Zeitung. Sein FDP-Kollege Patrick Döring sagte, die Länder sollten jetzt prüfen, inwieweit Nachtflugverbote aufgehoben werden könnten: „Es muss schnellstmöglich eine Rückkehr zum normalen Flugplan geben.“ Auch die Opposition schloss sich den Forderungen an: „Durch den Vulkanausbruch hat sich im Flugverkehr eine dramatische Situation ergeben“, sagte der stellvertretende SPD-Fraktionschef im Bundestag, Florian Pronold. „Wenn die Flugzeuge wieder starten können, muss das Nachtflugverbot vorübergehend aufgehoben werden, um das Chaos schneller wieder zu beenden.“

8.59 Uhr Die Lufthansa hat alle Flüge bis Sonnabend 20.00 Uhr gestrichen. Dies sagte ein Sprecher der Gesellschaft am Morgen. Damit sei weltweit kein einziges Lufthansa-Flugzeug in der Luft. „Das hat es noch nie gegeben“, sagte der Sprecher. Den Betrieb aufrecht erhalten könne derzeit lediglich die Tochter Lufthansa Italia.

8.15 Uhr Der Luftraum über Deutschland muss möglicherweise auch am Sonntag für den Flugverkehr gesperrt bleiben. „Es sieht im Moment nicht gut aus“, sagte ein Sprecher der Deutschen Flugsicherung am Samstagmorgen in Langen. Es könne sein, dass Starts und Landungen den ganzen Tag über und morgen noch untersagt werden müssen. Die riesige Aschewolke nach dem Vulkan-Ausbruch auf Island habe sich mittlerweile in Richtung Südosten stark ausgedehnt. Ab 8.00 Uhr müsse auch der Luftraum über Norditalien gesperrt werden.

7.59 Uhr In Großbritannien haben die Behörden das Flugverbot um weitere sechs Stunden verlängert. Wie die Luftfahrtbehörde mitteilte, soll die Sperre des Luftraums nun bis mindestens 19.00 Uhr (20.00 Uhr MESZ) gelten.

FREITAG, 16. APRIL 2010

22.58 Uhr Man habe aufgrund der aktuellen Lage entschieden, den Luftraum über allen 16 internationalen Flughäfen in Deutschland bis 14.00 Uhr zu sperren. Es handele sich um eine vorläufige Entscheidung, am Samstagmorgen werde man sehen, wie man weiter verfahre.

22.01 Uhr British Airways hat alle Flüge von und nach London für Freitag und Sonnabend gestrichen. Die britische Fluglinie forderte alle Passagiere auf ihre Web-Site auf, nicht am Flughafen zu erscheinen.

21.24 Uhr Air Berlin streicht bis auf einige innerspanische Verbindungen alle Flüge bis einschließlich Sonnabend 14 Uhr. Von den Flugstreichungen betroffene Passagiere werden gebeten, nicht zum Airport anzureisen. Passagiere, die Sonnabend oder Sonntag fliegen wollten, können kostenlos umbuchen oder stornieren.

21.00 Uhr Der polnische Flughafen Krakau ist geschlossen. Hier sollen am Wochenende eigentlich ausländische Spitzenpolitiker zum Begräbnis des verunglückten Präsidenten Lech Kaczynski anreisen.

20.57 Uhr Von bundesweit 10.000 Flügen fielen am Freitag etwa 7000 aus, wie ein Sprecher der Deutschen Flugsicherung sagte.

20:09 Uhr Islands oberster Vulkanologe Arni Snorrason ist selbst von dem eingeschränkten Flugverkehr betroffen. Der Direktor des Meteorologischen und Vulkanlogischen Instituts Islands sitzt auf dem Amsterdamer Airport Schiphol fest. Am Samstag will er zunächst per Schiff nach Großbritannien fahren, macht sich aber keine großen Hoffnungen, von dort schnell nach Island zu kommen.

19.46 Uhr Die Billigairline Ryanair streicht über weiten Teilen Europas bis Montagmittag die meisten ihrer Flüge. Die Ankündigung vom Freitag ist die bislang größte Streichung einer europäischen Fluglinie seit Ausbruch des isländischen Vulkans. Betroffen sind laut Unternehmenschef Michael O'Leary alle Flüge von und nach Norddeutschland, Großbritannien, Irland, Belgien, Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden, die Niederlande und Nordfrankreich.

19.38 Uhr Alle internationalen Flughäfen in Deutschland sollen bis mindestens Sonnabendfrüh 8.00 Uhr geschlossen bleiben. Das teilte die Deutsche Flugsicherung mit.

19.35 Uhr Bei der Deutschen Flugsicherung gibt es keinen Streik. Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH und die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) einigten sich im Tarifstreit, wie die DFS mitteilte.

19.24 Uhr Die Aschewolke wird teuer für die Wirtschaft: Fraport, der Betreiber des größten deutschen Flughafens in Frankfurt, schätzt die Einbußen beim operativen Ergebnis (EBITDA) auf 2,5 bis 3,0 Millionen Euro pro Tag.

19.23 Uhr Der Luftraum über den österreichischen Städten Wien und Linz ist geschlossen worden. Im Laufe des Abends würden auch die Flughäfen in Salzburg, Innsbruck, Graz und Klagenfurt geschlossen, berichtete die Nachrichtenagentur APA. Die Sperre soll bis mindestens Sonnabendmorgen aufrechterhalten bleiben. Dann will die österreichische Gesellschaft für Zivilluftfahrt Austro Control über das weitere Vorgehen entscheiden.

18.50 Uhr Der Reiseveranstalter Tui hat vorerst alle Flugreisen bis Sonnabend 12.00 Uhr abgesagt. Grund ist die Sperrung der von Teilen des europäischen Luftraums wegen der Aschewolke aus Island. Ausgenommen seien bislang nur die Flüge von den wenigen noch nicht gesperrten Flughäfen in Süddeutschland, teilte ein Sprecher mit. Alle Kunden sollten umgehend benachrichtigt werden. Der Reisepreis werde voll erstattet. Das Reiseunternehmen wolle sich intensiv bemühen, Alternativen für die ausgefallenen Reisen zu finden. Für die im Ausland festsitzenden Kunden wollte die Tui aus Kulanzgründen eine weitere Hotelübernachtung bezahlen.

18.09 Uhr Jetzt wird auch der Luftraum über dem Münchner Flughafen geschlossen. Die Sperrung beginnt um 20.00 Uhr und dauert vermutlich bis Sonnabend, 12.00 Uhr.

17.36 Uhr Mehrere ausländische Profis deutscher Handball- Bundesligisten sitzen auf Island fest. „Das ist eine besondere Konstellation, die es so wohl noch nie gegeben hat“, sagte THW Kiels Manager Uli Derad. Die französischen Brüder Bertrand und Guillaume Gille vom HSV Hamburg sind zum Länderspiel gegen Island auf der größten Vulkaninsel der Welt. Im Team der Olympiasieger stehen zudem die Kieler Daniel Narcisse und Thierry Omeyer. Außerdem haben die „Zebras“ ihren Isländer Aron Palmarsson abgestellt. „Ich hoffe, dass es funktioniert, dass alle rechtzeitig zurückkommen“, sagte Derad mit Blick auf die Bundesliga- Partie des THW gegen Füchse Berlin am Mittwoch.

17.20 Uhr Die Lufthansa streicht ihre Flüge bis Sonnabend 12.00 Uhr.

17.19 Uhr Der Luftraum über Berlin bleibt bis Sonnabendmorgen um 8.00 Uhr gesperrt. Das teilte ein Flughafensprecher nach einer entsprechenden Anweisung der Flugsicherung mit.

17.08 Uhr Die Sperrung am Hamburger Flughafen hat massive Auswirkungen auf den Bahnverkehr im Norden - und auf die Zustände am Hamburger Hauptbahnhof. „Wir haben ein hohes Reiseaufkommen und setzen sofern möglich auch Extra-Züge ein“, sagte ein Bahnsprecher in Hamburg. Auf manchen Bahnsteigen sehen die Wartenden dicht gedrängt, viele Züge sind brechend voll. Besonders betroffen sei die Route Richtung Süden. Zudem rollte bereits ein zusätzlicher Zug nach Kopenhagen. Zahlreiche Flugpassagiere seien am Donnerstagabend am Hamburger Hauptbahnhof gestrandet. „Wir hatten die DB Lounge über Nacht geöffnet und dort rund 130 Reisende untergebracht.“ Die Bahn beorderte zusätzliches Service-Personal. Nach Angaben des Sprechers sollte am Freitag am Hauptbahnhof kein Schalter unbesetzt bleiben.

16.50 Uhr Der Hamburger Flughafen bleibt wegen der Aschewolke aus Island noch mindestens bis Sonnabendmorgen gesperrt. Bis 08.00 Uhr werde es am Airport in Hamburg-Fuhlsbüttel keine Starts und Landungen geben, sagte eine Sprecherin.

16.45 Uhr Der gesamte deutsche Luftraum wird nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mindestens bis Sonnabendabend gesperrt bleiben. Im ungünstigsten Fall werde es wegen der Vulkanasche aus Island auch am Sonntag keine Flüge geben, sagte am Freitag Berthold Lescher von der Luftfahrtsberatungszentrale des DWD in Frankfurt. Die Entscheidung treffe letztlich aber das Bundesverkehrsministerium.

16.19 Uhr Die Lage an den Flughäfen in Europa wird sich nach Vorhersagen der Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol auch am Sonnabend nicht entspannen. Die Aschewolke werde sich über Europa ausbreiten und deutlich größere Teile überdecken als am Freitag, teilten die Luftsicherheitsexperten in Brüssel mit. Darauf deuteten alle Wetterdaten hin. Die Wolke werde weiter nach Süden ziehen und schon am Samstagmorgen eine gedachte Linie von Südfrankreich über Norditalien bis zum nördlichen Balkan erreichen. Das sagte der Chef der Luftraumüberwachung bei Eurocontrol, Brian Flynn.

16.16 Uhr Die dänischen Behörden haben die Sperrung des kompletten Luftraumes bis Sonnabendmorgen verlängert. Wie die Luftfahrtaufsicht in Kopenhagen mitteilte, sei die Wiederzulassung von Flügen frühestens ab 8.00 Uhr möglich.

16.04 Uhr Das Halbfinal-Rückspiel des Buxtehuder SV im europäischen Challenge Cup ist abgesagt worden. Wegen der Aschewolke nach dem Vulkanausbruch in Island kann Kontrahent HC Metalurg Skopje aus Mazedonien nicht pünktlich zum ursprünglichen Spieltermin an diesem Sonnabend (19.30 Uhr) anreisen. Das teilte der Handball- Bundesligist am Freitag mit. Zu Beginn der nächsten Woche soll nun nach einem neuen Termin gesucht werden.

15.40 Uhr Merkel kann nach Angaben eines Regierungssprechers frühestens am Sonnabendmittag nach Deutschland weiterfliegen.

15.25 Uhr Das Regierungsflugzeug mit Bundeskanzlerin Angela Merkel ist auf dem Rückflug von den USA nach Lissabon umgeleitet worden. Die Landung in Portugal wird gegen 16.30 Uhr deutscher Zeit erwartet, wie ein Regierungssprecher mitteilte.

15.22 Uhr Die aus den USA kommende Regierungsmaschine mit Bundeskanzlerin Angela Merkel an Bord kann voraussichtlich nicht in Deutschland landen. Eigentlich hatte Merkel mit ihrer Delegation am Nachmittag auf dem Airport Berlin-Tegel eintreffen sollen.

15.17 Uhr Viele auf Flughäfen gestrandete Geschäftsleute unter trafen sich trotzdem zu ihren internationalen Meetings: Virtuell über Videokonferenzen, wie der Dienstleister Regus am Freitag in Düsseldorf berichtete. Bei dem weltweit führenden Anbieter von Videokonferenzstudios wurden am Donnerstag in Großbritannien 38 Prozent mehr Videokonferenzen gebucht als üblich. In Deutschland lag das Plus bei zwölf Prozent.

15.15 Uhr Von den Teilnehmern der Vollversammlung der EU-Bischofskommission COMECE könnten die meisten nicht wie geplant zurückreisen. Die Vollversammlung wird „daher informell bis in den Abend verlängert“. COMECE-Präsident Adrianus van Luyn konnte dagegen die Heimfahrt antreten. Er ist Bischof von Rotterdam in den benachbarten Niederlanden. Auch sein Vizepräsident, der Münchener Erzbischof Reinhard Marx, wollte Brüssel wegen der Flugausfälle auf dem Landweg verlassen.

14.48 Uhr Die Flughäfen von Stuttgart und Saarbrücken sind trotz der Aschewolken über Deutschland wieder geöffnet worden. Die zwischenzeitlich geschlossenen Airports könnten bis 18 Uhr am Freitag wieder für Starts- und Landungen genutzt werden, teilte die Deutsche Flugsicherung mit. Die Aschewolke breite sich zwar weiter aus, allerdings nicht so schnell wie ursprünglich befürchtet. Von den großen Flughäfen ist sonst nur noch München in Betrieb, die übrigen 13 internationalen Landeplätze bleiben bis auf weiteres geschlossen.

14.42 Uhr Auch der FSV Mainz 05 reist zum Spiel beim HSV (Sonnabend 15.30 Uhr / Liveticker auf abendblatt.de) mit der Bahn an.

14.32 Uhr Fußball-Bundesligist Hertha BSC Berlin geht auf Nummer sicher und tritt die Reise am Sonnabend zum Auswärtsspiel einen Tag später bei Eintracht Frankfurt mit dem Zug an. Ursprünglich wollten die Berliner fliegen, doch die Berliner Flughäfen in Tegel und Schönefeld sind noch gesperrt. „Wir wollen nicht ständig nachfragen, ob wir jetzt fliegen können oder nicht. In dieser Lage ist die Zugreise die bessere Alternative“, sagte Peter Bohmbach von Hertha BSC Berlin. Auch für die Rückreise am Sonntagabend nach dem Spiel werden die Berliner die Fahrgelegenheit des eigenen Hauptsponsors nutzen.

14.22 Uhr Angesichts des nahezu völligen Zusammenbruchs des Flugverkehrs in Deutschland hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) zum Verzicht auf Reisen aufgefordert. Er empfehle allen, auf Flüge zu verzichten, „die jetzt nicht unbedingt erforderlich sind“, sagte er bei einem Besuch am Hamburger Flughafen, wo er sich über die Lage informierte.

14.21 Uhr Die Aschewolke aus Island könnte Experten zufolge bei den Menschen in Europa zu gesundheitlichen Problemen führen. Das Ausmaß sei allerdings unklar, erklärte ein Sprecher der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Die Lage werde genau beobachtet, sagte David Epstein, vor allem, wenn sich die Staubwolke gesetzt habe. Noch flögen die Stabpartikel in großer Höhe in der Atmosphäre. Hätten sie sich erst einmal gesetzt, sollten vor allem Menschen mit Problemen der Atmungsorgane – wie etwa Asthma – in ihren Wohnungen bleiben.

13.14 Uhr: Die massiven Flugausfälle haben die Aktien der großen Luftfahrtkonzerne nach unten gezogen. Sie zählten am Freitag zu den größten Verlierern. Lufthansa-Aktien sackten an das Ende des deutschen Leitindexes Dax und sanken zeitweise um 2,15 Prozent auf 12,995 Euro. Auch Air-Berlin-Papiere verloren deutlich und gaben um 1,32 Prozent auf 4,273 Euro nach. Die Titel des Flughafenbetreibers Fraport rutschten um 1,97 Prozent auf 40,645 Euro.

13.05 Uhr: Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat wegen der massiven Einschränkungen im Flugverkehr die Bahn zu verstärkten Anstrengungen aufgerufen. Er habe Bahnchef Rüdiger Grube in einem Telefonat am Freitag aufgefordert, alles tun, um den Verkehr in Deutschland so gut wie möglich aufrecht zu erhalten, sagte Ramsauer in Hamburg. Das habe Grube auch zugesichert.

12.30 Uhr: Die Umstände der Rückkehr der Kanzlermaschine aus den Vereinigten Staaten waren auch am Freitagmittag noch offen. Die Maschine mit Kanzlerin Angela Merkel an Bord befand sich etwa auf der Hälfte der Strecke über dem Atlantik. Nach Auskunft von Verkehrsministeriums-Sprecher Sven Ulbrich waren zu diesem Zeitpunkt 13 der großen Verkehrsflughäfen gesperrt, darunter die Berliner Airports. Merkels Landung wird nach den ursprünglichen Planungen für 15.30 Uhr in Tegel erwartet. Für den Regierungs-Airbus der Flugbereitschaft gälten dieselben Regeln wie für alle anderen Flugzeuge, versicherte Vize-Regierungssprecher Christoph Steegmans. Deshalb sei es zurzeit nicht möglich, verlässliche Informationen über Ort und Zeitpunkt der Landung zu geben.

12.27 Uhr: Die Aschewolke des Vulkanausbruchs kann bei chronisch kranken Menschen nach Einschätzung der DAK zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. „Patienten mit dieser Erkrankung sollten das Asthmaspray generell dabei haben, um bei Krisenfällen gewappnet zu sein“, empfahl am Freitag der Sprecher der Krankenkasse in Nordrhein-Westfalen, Rainer Lange. „Dreck in der Atemluft stellt bei chronischen Atemwegserkrankungen immer ein zusätzliches Risiko dar“, betonte auch der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes der Pneumologen, Andreas Hellmann

12.23 Uhr: Die Aschewolke hat auch Auswirkungen auf den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Wie der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Steffen Moritz, mitteilte, sollten die bei dem Angriff der Taliban am Donnerstag verletzten Soldaten am Freitag in deutsche Bundeswehrkrankenhäuser gebracht werden. Ob es dazu kommt, war ebenfalls noch offen; Moritz äußerte aber Optimismus. Der Sprecher stellte auf Nachfrage auch klar, dass die Verteidigungsbereitschaft der Bundeswehr trotz der Sperrung des Luftraums gegeben sei. „Es gibt nicht nur Düsenflugzeuge, die sich durch die Luft bewegen.“

12.22 Uhr: Wegen der Vulkanasche aus Island sind bundesweit derzeit 13 internationale Flughäfen geschlossen. Dazu kommen mehrere regionale Airports, an denen keine Starts und Landungen möglich sind, wie ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums am Freitagmittag in Berlin mitteilte.

12.20 Uhr Die Deutsche Bahn verzeichnet wegen des durch die Vulkan-Asche weitgehend lahmgelegten Flugverkehrs deutlich mehr Reisende. Trotz streckenweise eingesetzter Doppelzüge müssen Reisende mit vollen Zügen rechnen.

12.10 Uhr Die Reiseveranstalter Thomas Cook und TUI bieten ihren von den Flugausfällen betroffenen Kunden kostenlose Umbuchungen und Übernachtungen an.

12.05 Uhr Die Fluglotsen setzen angesichts der schweren Beeinträchtigungen des Flugverkehrs in Europa durch die Vulkanasche aus Island ihre Vorbereitungen für einen Streik aus.

11.47 Uhr Die Beschränkungen im Luftverkehr im Norden Deutschlands dauern heute noch bis voraussichtlich 20 Uhr.

11.26 Uhr: Laut Flugsicherung Eurocontrol wird es heute im europäischen Luftraum voraussichtlich 17.000 Flüge weniger als normalerweise geben. Nur rund 11.000 Flüge könnten stattfinden. Am Freitagmorgen seien zwischen 100 und 120 Maschinen nach einem Transatlantik-Flug in Europa gelandet - etwa ein Drittel des üblichen Aufkommens.Die drei größten Flughäfen Europas waren am Freitagmittag komplett geschlossen. Neben Frankfurt am Main sind dies London-Heathrow und der Pariser Flughafen Charles de Gaulle.

11.02 Uhr: Die Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld bleiben heute bis 20 Uhr gesperrt.

11 Uhr Der Flugverkehr über Großbritannien bleibt bis mindestens 2 Uhr deutscher Zeit am Sonnabendmorgen stillgelegt. Nur wenige Flüge dürften starten und landen, gab die britische Flugüberwachung NATS bekannt.

10.52 Uhr In Deutschland gibt es trotz der Ausbreitung der Aschewolke kein flächendeckendes Flugverbot. „Das wird flexibel gehandhabt“, sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums. Bisher sei unklar, wie lange sich die Lage noch hinziehen werde. Die Deutsche Flugsicherung entscheide über Sperrungen nach Informationen des Deutschen Wetterdienstes.

10.22 Uhr Die Deutsche Lufthansa muss den Schaden selbst tragen, der der größten deutschen Fluggesellschaft durch annullierte Flüge infolge der Vulkanasche über Europa entsteht. Es gebe keine Versicherung, die die wirtschaftlichen Schäden aus diesem Naturereignis abdecke, sagte Lufthansa-Sprecherin Claudia Lange.

10.10 Uhr In Polen wird wegen der Lage im europäischen Luftverkehr jetzt darüber nachgedacht, die Trauerfeier für den tödlich verunglückten Präsidenten Lech Kaczynski zu verschieben. Es sei eine „ernsthafte Option“, teilte die polnische Präsidentschaft mit.


9.39 Uhr Am Freitag fallen nach Angaben der europäischen Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol 60 Prozent aller Flüge in Europa aus Die Wolke werde mindestens noch für die nächsten 24 Stunden den Flugverkehr lähmen, teilte die Behörde in Brüssel mit.

9.20 Uhr Polen hat seinen Luftraum fast vollständig geschlossen. Nur zwei Flughäfen, Krakau und Rzeszow im Süden des Landes, sind noch offen.

9 Uhr In Hamburg sind von der Sperrung rund 200 Flugverbindungen mit geschätzt 18.000 Passagieren betroffen. „Um eine Wiederöffnung im Norden wird im Moment nicht diskutiert“, sagt Ute Ottermann von der Deutschen Flugsicherung.

8.57 Uhr Schweden will seinen Luftraum teilweise wieder öffnen. Zunächst werde der Flugverkehr im Norden des Landes freigegeben, teilte die zuständige Behörde mit.

8.45 Uhr Auf dem Frankfurter Flughafen sind bis zum Freitagmorgen Tausende von Reisenden gestrandet. Die beiden Flughafenabfertigungsgebäude waren total überfüllt. Vor den Schaltern bildeten sich riesige Menschenansammlungen. „So lange Schlangen habe ich hier noch nie gesehen“, meinte ein Reisender, der den Frankfurter Flughafen gut kennt.

8.01 Uhr Der Flugverkehr in Frankfurt wird ausgesetzt. Das erklärte ein Sprecher der Betreibergesellschaft Fraport am Freitagmorgen.

7.45 Uhr Bundeskanzlerin Angela Merkel kann wegen der Aschewolke nicht wie geplant in Berlin landen. Das verlautete am Freitag auf dem Flug der Kanzlerin von den USA nach Deutschland. Welchen Flughafen sie am Nachmittag ansteuern wird, war zunächst unklar.

7.20 Uhr Die australische Fluggesellschaft Qantas und Singapore Airlines haben zahlreiche Flüge gestrichen. Qantas sagte seine Flüge nach London und Frankfurt ab und warnte Passagiere, dass der Verkehr möglicherweise erst am Sonntag wieder aufgenommen wird. Die Hotels in Singapur und Hongkong seien wegen abgesagter Europa-Flüge bereits voll, sagte ein Sprecher der Airline.

6.39 Uhr: Der Hamburger Flughafen bleibt bis mindestens zum Mittag gesperrt. Dies teilte eine Flughafensprecherin am Freitagmorgen mit. Alle Starts und Landungen wurden bis 12 Uhr gestrichen. Aufgrund der gestrichenen Flüge bildeten sich lange Warteschlangen. Ob der Flugverkehr am Nachmittag wieder aufgenommen werden kann, war zunächst noch unklar.

6.32 Uhr Der Luftverkehr in Nordeuropa bleibt auch am heutigen Freitag komplett gesperrt. Eine Sprecherin der schwedischen Luftaufsicht sagte am Morgen in Stockholm, die Flugverbote würden für den gesamten Tag aufrechterhalten. Eine Änderung der Wetterlage mit Lavaasche durch Wind aus westlicher Richtung sei vorerst nicht in Sicht. Auch in Dänemark, Norwegen und Finnland wird die komplette Sperrung des Luftraumes aufrechterhalten.

6.13 Uhr Für den Verlauf des Vormittags ist damit zu rechnen, dass auch die Flughäfen Frankfurt/Main und Frankfurt-Hahn geschlossen werden, sagte eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung.

5 Uhr Wegen der Vulkan-Aschewolke bleiben die meisten britischen Flughäfen noch bis Freitagabend dicht. Die britische Flugüberwachung verlängerte die Sperrung am frühen Morgen um mehrere Stunden bis 20 Uhr MESZ. Die Situation habe sich nicht verbessert, hieß es. Nur Flüge zwischen Nordirland und den westlichen Schottischen Inseln und den schottischen Flughäfen Glasgow und Prestwick seien bis zum frühen Nachmittag im Einzelfall möglich.

3 Uhr In der Nacht zu Freitag ist auch der Düsseldorfer Flughafen geschlossen worden.

DONNERSTAG, 15. APRIL 2010

21.50 Uhr Britische Forscher sind mit einem Spezialflugzeug zu der Vulkanwolke über Europa aufgebrochen, um Proben der Asche zu nehmen. Der Flug sei sehr gefährlich, berichteten die Wissenschaftler des britischen Natural Environment Research Councils, einer öffentlich finanzierten Forschungsagentur. Unter anderem soll die Geschwindigkeit, mit der sich die Wolke ausbreitet, und ihre Richtung bestimmt werden.

21.40 Uhr Auch die Flughäfen von Bremen, Rostock und Hannover sind geschlossen.

21.29 Uhr Die britische Flugsicherung hat die Sperrung des britischen Luftraums bis Freitag 14.00 Uhr MESZ verlängert.

21.28 Uhr Wegen der Gefahr einer neuen Flutwelle im Gebiet des Vulkans Eyjafjallajökull werden Hunderte von Anwohnern evakuiert. Das teilten Mitarbeiter des isländischen Katastrophenschutzes mit.

20.48 Uhr Die Deutsche Flugsicherung plant für große Teile des deutschen Luftraums in der kommenden Nacht schrittweise Einschränkungen. Die Beschränkungen des Luftverkehrs in einzelnen Zonen würden zunächst im Nordwesten und schließlich im Südosten gelten, sagte Sprecherin Ute Otterbein.

20.40 Uhr Auch die beiden Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld werden geschlossen. Dies geht auf eine Entscheidung der Deutschen Flugsicherung zurück, teilte Flughafen-Sprecher Leif Erichsen mit. In den Abend- und Nachtstunden sind davon für den Airport Schönefeld am Stadtrand von Berlin etwa 15 Starts und Landungen betroffen. Für den Flughafen Tegel sind es nach Angaben des Sprechers 40 Starts und Landungen

20.32 Uhr Der Hamburger Flughafen ist wegen der Aschewolke aus Island bis Mitternacht gesperrt worden. Das sagte eine Sprecherin des Flughafens. Alle Starts und Landungen wurden bis 24 Uhr gestrichen. Dabei handele es sich nicht um eine generelle Sperrung des Luftraums, sondern um eine Flugbeschränkung füt den Hamburger Airport auf Null, die das Bundesverkehrsministerium ausgesprochen habe. Ob die Flüge am Freitag wieder aufgenommen werden können, war zunächst unklar. „Wir würden gern um sechs Uhr wieder weitermachen, aber wir wissen es nicht“, sagte die Sprecherin. Das hänge davon ab, in welche Richtung und welchem Tempo sich die Aschewolke aus dem isländischen Vulkan bewege.

20.11 Uhr Experten des Flughafens Hamburg und der Deutschen Flugsicherung beaten, ob der Flughafen Fuhlsbüttel wegen der Aschewolke gesperrt werden muss. Dazu würden unter anderen Wetterdaten analysiert, hieß es bei der Flugsicherung. Die Entscheidung soll noch am Abend mitgeteilt werden.

20.09 Uhr Der Gletschervulkan im Süden von Island stößt weiter mit unverminderter Stärke eine Wolke aus Lavaasche und Rauch in die Atmosphäre. Wie das Außenministerium in Reykjavik mitteilte, schätzen heimische Experten das Risiko anhaltender Aktivitäten über die nächsten Tage als hoch ein.

19.48 Uhr Der Hamburger Flughafen wird voraussichtlich doch noch am Donnerstagabend für alle Starts und Landungen gesperrt. Das Bundesverkehrsministerium habe entsprechende Einschränkungen für den Flugverkehr in Norddeutschland verfügt, sagte eine Sprecherin des Flughafens.

18.59 Uhr In Bremen wurden nach Angaben des Flughafens insgesamt 19 Flüge nach Großbritannien, Kopenhagen, Amsterdam, Brüssel, Zürich und Nürnberg gestrichen. In Hannover fielen nach Angaben von Airport-Sprecher Sönke Jacobsen 12 Flüge aus. „Wir sind grundsätzlich betriebsbereit“, sagte er. Am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) in Greven seien wegen der Sperrung des britischen Luftraums drei Flüge von und nach London gestrichen worden, sagte Sprecher Andrés Heinemann. Alle anderen Flüge liefen bis zum Abend normal.

18.48 Uhr Nach Angaben einer Flughafensprecherin ist der Hamburger Flughafen doch nicht ab 18.30 Uhr für alle Starts und Landungen gesperrt. Noch könnten Flugzeuge starten und landen, teilte eine Flughafensprecherin mit und korrigierte damit frühere Angaben des Flughafens. Es sei gegenwärtig noch nicht klar, wann eine Sperrung in Kraft trete.

18.24 Uh r Der Hamburger Flughafen hat den Betrieb eingestellt. Die Bundesregierung habe den Luftraum über Norddeutschland gesperrt, deshalb könnten Flugzeuge ab 18.30 Uhr in Hamburg weder starten noch landen, teilte eine Sprecherin des Flughafens mit. Die Beschränkungen seien zeitlich nicht befristet. Passiere würden aufgefordert, sich an ihre Fluggesellschaften zu wenden, um nach Möglichkeit auf Züge umgebucht zu werden.

18.10 Uhr Die französischen Behörden haben die schrittweise Schließung mehrerer Flughäfen ankündigt. In Calais und Lille im äußersten Norden des Landes solle vom späten Nachmittag an der Flugbetrieb ruhen, teilte die Zivilluftfahrtsbehörde (DGAC) am Donnerstag mit. Die Flughäfen in Paris und Straßburg sowie weiteren Städten im Norden, Westen und Osten des Landes würden bis spätestens 23.00 Uhr geschlossen.

17.30 Uhr In Berlin sind rund 45 Flüge annulliert worden. Bis zum Nachmittag fielen 12 Flüge in Tegel und Schönefeld aus, die übrigen waren bereits bis zum späten Abend gestrichen, wie Flughafensprecher Leif Erichsen berichtete.

16.55 Uhr Die Deutsche Flugsicherung (DFS) rechnet nicht mit einer Sperrung des deutschen Luftraums nach dem Vulkanausbruch in Island. Die Aschewolke werde zwar in der Nacht über Deutschland erwartet. Gegebenenfalls würden Flugzeuge dann aber lokal herumgeleitet, sagte DFS-Sprecherin Ute Otterbein am Donnerstag in Langen bei Frankfurt. Ähnliches ist bei einem Gewitter üblich.

16.45 Uhr Nach Angaben einer Airport-Sprecherin wurden bis 16 Uhr insgesamt 22 Flüge aus Großbritannien und Skandinavien nach Hamburg gestrichen, sowie 17 Abflüge unter anderem nach London Heathrow, Birmingham, Oslo, Stockholm und Helsinki. Mit weiteren Ausfällen werde gerechnet. Die Dauer der Behinderungen hänge davon ab, wie schnell und in welche Richtung sich die Aschewolke ausbreite.

16.18 Uhr Wegen der Aschewolke fällt rund ein Viertel aller Flüge in Europa am Donnerstag aus. Das teilte die Europäische Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol in Brüssel mit. Jeden Tag gebe es in Europa 28.000 Flugbewegungen.

16.01 Uhr Die gigantische Aschewolke wird voraussichtlich am späten Donnerstagnachmittag Hamburg erreichen. Es werde dann vermutlich auch Schließungen des Luftraums geben, sagte Andreas Beck vom Deutschen Wetterdienst (DWD). In der Nacht zum Freitag wird die Aschewolke in Frankfurt am Main und damit an Deutschlands größtem Flughafen erwartet.

15.52 Uhr Der britische Luftraum bleibt bis mindestens Freitagmorgen um 6 Uhr gesperrt. Außer Notfall-Flügen dürften keine Maschinen in Großbritannien ein- oder ausfliegen, teilte die britische Flugüberwachung NATSam mit. Auch an Flughäfen in Irland ging man davon aus, dass die Sperre über die zunächst angekündigte Grenze von 18 Uhr hinaus verlängert werden könnte.

15.29 Uhr Die gravierenden Auswirkungen der Aschewolke sind nach Ansicht des Würzburger Vulkanologen Bernd Zimanowski in erster Linie ein meteorologisches Phänomen. So sei die Eruption des Vulkans nicht ungewöhnlich gewesen, jedoch habe die Windrichtung die Ausbreitung der Aschewolke nach Süden und Osten begünstigt, sagte der Experte vom Physikalisch-Vulkanologischen Labor der Universität Würzburg.

15.26 Uhr Jetzt wird auch der niederländische Luftraum geschlossen. Der Luftverkehr von und nach den Niederlanden wird in den nächsten Stunden heruntergefahren und um 19.00 Uhr komplett eingestellt. Die Sprecherin der Flugsicherung, Marjolein Wenting, sagte dem Sender RTL, sie wisse nicht, wie lange die Sperrung andauern werde. So etwas habe es in den Niederlanden bislang noch nicht gegeben.

15.19 Uhr Belgien sperrt seinen kompletten Luftraum. Wie das Verkehrsministerium mitteilte, begann die Schließung schrittweise nach Mittag. Aus Sicherheitsgründen darf von 16.30 Uhr an kein Flugzeug mehr starten und landen. Am Brüsseler Flughafen wurden alle Flüge abgesagt, die Webseite des Flughafens brach wegen Überlastung zusammen.

14.45 Uhr Dänemarks Königin Margrethe II. gehört an ihrem 70. Geburtstag zu den Leidtragenden des isländischen Vulkanausbruchs. WiInfolge der umfassenden Flugverbote wegen konnten weder das norwegische noch das schwedische Königspaar wie geplant zu den Feiern in Dänemarks Hauptstadt fliegen. Aus Oslo und Stockholm verlautete, dass beide per Zug am Freitag, dem eigentlichen Geburtstag Margrethes, nach Kopenhagen kommen wollten.

14.04 Uhr Am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) in Greven wurden wegen der Sperrung des britischen Luftraums drei Flüge von und nach London gestrichen. Auch in Bremen wurden drei Flüge von und nach England gestrichen.

12.07 Uhr Am Flughafen Charles de Gaulles in Paris wurden alle Flüge nach Island, Großbritannien, Schweden, Dänemark und Norwegen gestrichen.

11.19 Uhr Auf dem Flughafen Hamburg kommt es zu Behinderungen. Derzeit fallen Flüge in folgende Destinationen aus oder sind auf unbestimmte Zeit verspätet: Manchester, Birmingham und London-Heathrow in England sowie Göteborg (Schweden) und die norwegische Hauptstadt Oslo. Die gute Nachricht: Der Hamburger Flughafen ist bislang nicht von der Aschewolke erreicht worden. Eine Mitarbeiterin zum Abendblatt: „Hier herrscht freie Sicht.“

10.59 Uhr Die Behörden teilen mit: Der britische Luftraum wird ab 13.00 Uhr gesperrt. Hunderte Flüge in Großbritannien, Irland und Skandinavien wurden wegen der Asche aus dem Vulkan Eyjafjallajökull abgesagt.