Olympia

IOC hebt Dopingsperre gegen Russland offenbar auf

Das Team der „Olympischen Athleten aus Russland“ bei der Eröffnungsfeier in Pyeongchang

Das Team der „Olympischen Athleten aus Russland“ bei der Eröffnungsfeier in Pyeongchang

Foto: Angelika Warmuth / dpa

Drei Tage nach Abschluss der Winterspiele ist das russische NOK rehabilitiert. Für die Paralympics gilt das aber nicht.

Moskau.  Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat drei Tage nach dem Ende der Winterspiele in Pyeongchang offenbar die Suspendierung des Nationalen Olympischen Komitees Russlands aufgehoben. Das teilte der ROC-Vorsitzende Alexander Schukow am Mittwochnachmittag mit. „Die Rechte des Russischen Olympischen Komitees sind vollständig wiederhergestellt“, sagte der 61 Jahre alte Politiker in Moskau. Vom IOC lag zunächst keine Stellungnahme vor.

Das IOC hatte Russland im Dezember vergangenen Jahres wegen des Staatsdopingskandals rund um die Spiele vor vier Jahren in Sotschi suspendiert. Geplant war, Russland zur Schlussfeier im südkoreanischen Pyeongchang wieder in die olympische Familie einzugliedern, zwei Dopingfälle im 168 Sportler starken Team der „Olympischen Athleten aus Russland“ verhinderten das Vorhaben.

Nur 30 Russen zu den Paralympics

„Das IOC hatte erwogen, die Suspendierung gegen Russland aufzuheben. Zwei Athleten haben bei den Spielen aber gegen die Doping-Richtlinien verstoßen, was sehr enttäuschend war und das IOC von der Aufhebung der Suspendierung abgehalten hat“, hatte IOC-Präsident Thomas Bach am Tag der Schlussfeier gesagt, zugleich jedoch angekündigt: „Die Sanktion ist aufgehoben, sobald klar ist, dass keine weiteren Dopingfälle aus Pyeongchang dazukommen.“ Dies ist offenbar der Fall gewesen.

Bei den Paralympischen Spielen in Pyeongchang (9. bis 18. März) ist Russland noch ausgeschlossen. Das Internationale Paralympische Komitee hat 30 einzeln überprüfte Sportler aus Russland als „Neutrale Paralympische Athleten“ nach Südkorea eingeladen.