Fußball-Ticker

Barça erkämpft Remis in Neapel – Messi kommt kaum zum Zug

Lesedauer: 22 Minuten
Lionel Messi (l) vom FC Barcelona kämpft mit Neapels Dries Mertens um den Ball.

Lionel Messi (l) vom FC Barcelona kämpft mit Neapels Dries Mertens um den Ball.

Foto: dpa

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Dienstag, den 25. Februar 2020:

FC Barcelona erkämpft Remis in Neapel

Der FC Barcelona hat sich im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League ein Remis beim SSC Neapel erkämpft. Die Katalanen gehen dank des Auswärtstores beim 1:1 (0:1) mit einer guten Ausgangsposition in das Rückspiel in Barcelona drei Wochen später. Der französische Weltmeister Antoine Griezmann erzielte den Treffer für die Mannschaft des deutschen Fußball-Nationalkeepers Marc-André ter Stegen im Stadio San Paolo (57. Minute).

Zuvor hatte der Belgier Dries Mertens die Süditaliener um den früheren Leipziger Diego Demme in Führung gebracht (30.). Das Team des Ex-Weltmeisters Gennaro Gattuso verteidigte lange Zeit extrem kompakt und ließ die Offensive des spanischen Meisters um den Argentinier Messi zunächst kaum zur Entfaltung kommen. Nach dem Treffer Griezmanns wurden die Katalanen aber offensiv stärker.

Neapel hätte auch nach dem Ausgleich wie auch Barcelona durchaus noch die Chance auf den Sieg gehabt. Ter Stegen rettete seinem Team fünf Tage vor dem Clásico in der Liga gegen den Erzrivalen Real Madrid mit einigen starken Paraden das Remis. Der frühere Münchner und Leverkusener Arturo Vidal sah kurz vor Schluss Gelb-Rot (89.).

Bochum versorgt Fans künftig kostenlos mit Wasser

Als erster Proficlub in Deutschland versorgt der Zweitligist VfL Bochum seine Fans und Gäste im Stadion künftig mit kostenlosem, gesprudeltem und gefiltertem Tafelwasser. Dazu hat der Revierclub eine Partnerschaft mit dem Unternehmen „Coffee at Work“ geschlossen. „Für uns als Verein spielt die ökologische, soziale und ökonomische Verantwortung eine wichtige Rolle“, sagte Christoph Wortmann, Mitglied der VfL-Geschäftsführung. Mineralwasser wird ansonsten in den deutschen Stadien nicht kostenlos angeboten.

Die Besucher in Bochum können das Trinkwasser an speziellen, in Edelstahl gefassten Geräten selbst zapfen. Die drei Zapfstationen sind mit Filtern aus dem klinischen Bereich und speziellem UV-Licht gegen Rückverkeimung ausgestattet und werden direkt an das Trinkwassernetz der Stadion-Gebäude angeschlossen. Transport und Reinigung von Mehrwegflaschen sowie die Beseitigung des Abfalls, der sonst durch Einwegbecher oder Plastikflaschen entsteht, entfallen.

Sommermärchen-Prozess: DFB tritt als Privatkläger auf

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird beim am 9. März beginnenden Strafverfahren in der Sommermärchen-Affäre in Bellinzona (Schweiz) als Privatkläger auftreten. Das gab der Verband am Dienstag bekannt. Vor dem Schweizer Bundesstrafgericht müssen sich die ehemaligen DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach und Theo Zwanziger sowie der frühere DFB-Schatzmeister Horst R. Schmidt und der Schweizer Urs Linsi, früherer Generalsekretär des Weltverbandes FIFA, verantworten.

Zwölf Verhandlungstage bis zum 27. März wurden angesetzt, vier weitere Termine Anfang April wurden als „Reservedatum“ benannt. „Aus dem Verfahren ergeben sich möglicherweise zivilrechtliche (Schadenersatz-)Ansprüche des DFB gegen die Beschuldigten“, teilte der DFB mit. Deshalb trete der DFB als Privatkläger auf. „Er erhält im Verfahren damit Parteistellung und hat entsprechende Verfahrensrechte“, so der DFB. Während des Prozesses wird der DFB vor Ort unter anderem durch Schatzmeister Stephan Osnabrügge und Chefjustiziar Jörg Englisch vertreten sein.

Im Verfahren geht es um die Frage, ob die dort Beschuldigten die zuständigen Gremien des DFB über den wahren Grund einer Zahlung von 6,7 Millionen Euro der Organisatoren des WM-Turniers 2006 in Deutschland an die FIFA im Jahr 2005 getäuscht haben. Dadurch oder durch eine andere pflichtwidrige Handlung könnte das Vermögen des DFB geschädigt worden sein.

FIFA sperrt Ex-Funktionär Valdez

Die Ethikkommission des Weltverbands FIFA hat den südamerikanischen Ex-Funktionär Wilmar Valdez für ein Jahr gesperrt. Zudem muss der frühere Präsident des uruguyaischen Verbands AUF, der auch im FIFA-Council saß, 9500 Euro Strafe zahlen.

Valdez hat laut der FIFA gegen seine Loyalitätspflicht verstoßen. Dabei ging es um Verfehlungen bei Ausschreibungen, bei denen der Funktionär gegen seine Treuhandpflicht gegenüber des AUF verstoßen habe.

Atalan übernimmt Drittligateam des Halleschen FC

Ismail Atalan wird neuer Cheftrainer beim Drittligisten Hallescher FC. Der 39-Jährige wurde am Dienstag bei einer Pressekonferenz als Nachfolger des tags zuvor freigestellten Torsten Ziegner offiziell vorgestellt. Atalan wechselt von West-Regionalligist Sportfreunde Lotte nach Halle, wo er einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021 unterschrieb.

Am Montagabend hatten die HFC-Verantwortlichen nach zuvor acht sieglosen Spielen in Serie den bisherigen Chefcoach Ziegner freigestellt. In den verbleibenden 13 Partien soll Atalan den Abstieg des Clubs in die Regionalliga verhindern.

Rassismus-Verharmlosung im Fall Torunarigha: LSB reagiert

Die Rassismus-Verharmlosung durch den Berliner Wissenschaftler Stefan Chatrath könnte Konsequenzen haben. Wie der Landessportbund Berlin (LSB) mitteilte, werde das Präsidium am Mittwoch „in seiner Sitzung über den Verbleib von Herrn Chatrath in der Wissenschaftlichen Kommission des Landessportbunds entscheiden“. Rassismus dürfe nirgendwo einen Platz in der Gesellschaft haben, „auch auf keinem Fußballplatz“, sagte LSB-Präsident Thomas Härtel.

Zuvor hatte sich Fußballprofi Jordan Torunarigha von Bundesligist Hertha BSC gegen die Verharmlosung von Rassismus gewehrt. Auf Twitter verlinkte er am Dienstag einen Text der Online-Plattform „novo-argumente.com“. In dem Artikel beschreibt Chatrath, der Stellvertretender Vorsitzender der wissenschaftlichen Kommission des Landessportbundes Berlin ist, die Vorfälle um Torunarigha zuletzt beim Bundesligaspiel bei Schalke 04. Dort war der gebürtige Chemnitzer nach eigenen Aussagen rassistisch beleidigt worden.

Chatrath schrieb dazu, dass Fußballer, die professionell spielten, diese Beleidigungen aushalten müssten. In einem Fußballstadion gehöre es dazu, dass der Gegner mit Spott und Häme überzogen werde. Chatrath war von der Deutschen Presse-Agentur zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

LSB-Präsident Thomas Härtel schrieb in seinem Statement zu dem Fall, die Äußerungen seien unvereinbar mit dem Leitbild des Landessportbunds Berlin, in dem sich dieser „gegen jegliche Form von Diskriminierung, Extremismus, Gewalt und Missbrauch richtet und Sport als eine Einladung an alle versteht“.

Schweiz verlängert mit Nationaltrainer Petkovic

Dreieinhalb Monate vor dem Beginn der Europameisterschaft hat der Schweizerische Fussballverband den Vertrag mit seinem Nationaltrainer Vladimir Petkovic um zwei Jahre verlängert. Das gab der SFV am Dienstag bei einer Pressekonferenz bekannt.

Petkovic (56) wurde 2014 als Nachfolger von Ottmar Hitzfeld verpflichtet und führte die Schweizer zur EM 2016, zur WM 2018 und zur EM 2020. Dort trifft das Team um die Bundesliga-Profis Yann Sommer, Admir Mehmedi und Breel Embolo in der Vorrunde auf Italien, Wales und die Türkei. Vorher sind die Schweizer am 31. Mai noch Testspielgegner der deutschen Nationalmannschaft.

Liverpool stellt Manchester Citys Siegrekord ein

Teammanager Jürgen Klopp vom englischen Premier-League-Tabellenführer FC Liverpool hätte „nie für möglich gehalten“, dass sein Team den Siegrekord von Manchester City von 18 Erfolgen in Serie hätte einstellen können. Am Montag hatte der Champions-League-Sieger durch ein 3:2 gegen West Ham United nach einem 1:2-Rückstand die Bestmarke von ManCity egalisiert. Zwischen August und Dezember 2017 hatten die Citizens 18-mal nacheinander gewonnen.

„Es ist etwas ganz Spezielles“, sagte Klopp, „die Anzahl der Siege ist unglaublich und so schwierig zu erreichen. Ich habe immer gesagt, wir wollen unsere eigenen Geschichten schreiben, unsere eigene Geschichte kreieren.“ Der Senegalese Sadio Mané (81.) hatte gegen den Abstiegskandidaten West Ham zum Siegtor getroffen.

FC Liverpool – West Ham United: die Höhepunkte

Zuletzt hat Liverpool am 20. Oktober beim Erzrivalen Manchester United (1:1) Liga-Punkte liegen gelassen. Die letzte Niederlage datiert vom 3. Januar 2019 (1:2 bei Manchester City). Der erste Meistertitel seit 1990 ist für die Reds, die an der Tabellenspitze sagenhafte 22 Punkte Vorsprung auf ManCity haben, ganz nah. Maximal vier Siege aus elf Spielen fehlen noch.

„Die Jungs haben das alles sehr ernst genommen. Das ist cool, aber im Augenblick gar nicht so wichtig“, betonte der Ex-Mainz- und -Dortmund-Coach. Klopp weiter: „Es hätte nicht besser aussehen können vor den letzten elf Spielen.“

Gegen die Hammers hatte der Spitzenreiter großen Widerstand zu brechen. Das 1:0 durch Georginio Wijnaldum (9.) konterten die Londoner durch Issa Diop (12.) umgehend. Pablo Fornals (55.) brachte West Ham sogar in Führung, doch der Champions-League-Sieger schlug zurück: Mohamed Salah (68.) und Mané drehten das Spiel erneut.

Stürmernot in Hoffenheim: Auch Adamyan fällt länger aus

Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim hat den nächsten langzeitverletzten Stürmer. Sargis Adamyan wird an diesem Dienstag in Murnau am Sprunggelenk operiert und fällt bis auf weiteres aus, wie die Kraichgauer bei Twitter mitteilten. Der 26 Jahre alte Armenier hatte beim 2:1-Hinspiel-Erfolg der Hoffenheimer beim FC Bayern München beide Tore erzielt und fehlt nun im Rückspiel am Sonnabend (15.30 Uhr/Sky) in Sinsheim.

Am vergangenen Wochenende hatte bereits der israelische Angreifer Munas Dabbur beim 1:1 in Mönchengladbach einen Riss der Bizepssehne am Knie erlitten. Zudem fehlt der TSG Ishak Belfodil (Kreuzbandriss) seit Monaten. Zuletzt kämpfte auch noch der kroatische WM-Zweite Andrej Kramaric mit Adduktorenproblemen.

Coronavirus: Italien erlaubt Spiele ohne Fans

Italiens Sportminister Vincenzo Spadafora hat der Serie A Begegnungen ohne Zuschauer in den vom neuartigen Coronavirus betroffenen Regionen zugesagt. Die Regierung habe den Ausschluss des Publikums gebilligt, teilte Spadafora nach einer Sitzung des Ministerrats laut Nachrichtenagentur Ansa am Montagabend mit. Welche Erstligapartien von der Maßnahme am kommenden Wochenende betroffen sind, sagte der Minister zunächst nicht.

Die Regierung kam damit einer Bitte des Präsidenten der Serie A, Paolo Dal Pino, nach. Er hatte am Montag in einem Brief an die Regierung gefordert, die Partien in den vom Coronavirus betroffenen Gebieten nicht auszusetzen. Dies sei nötig, um den Spielplan bis zum Beginn der Europameisterschaft im Juni einzuhalten, hieß es.

Am Dienstag wurde zudem bekannt, dass die Europa-League-Begegnung zwischen Inter Mailand und dem bulgarischen Meister Ludogorets Rasgrad an diesem Donnerstag ebenfalls vor leeren Rängen ausgetragen wird. Mailand liegt in der vom Coronavirus besonders betroffenen Region Lombardei. Italien ist aktuell mit Abstand das Land mit den meisten erfassten Corona-Fällen in Europa.

Schiedsrichter Brych stellt Champions-League-Rekord auf

Der deutsche WM-Unparteiische Felix Brych steigt am Dienstagabend zum alleinigen Schiedsrichter-Rekordhalter in der Champions League auf. Beim Achtelfinal-Hinspiel zwischen dem SSC Neapel und dem FC Barcelona (21.00 Uhr/DAZN) ist der 44 Jahre alte Jurist aus München zum 57. Mal in der Königsklasse im Einsatz.

Die bisherige Bestmarke von 56 Spielen erreichte neben Brych, der am 1. Oktober 2008 zum ersten Mal eine Begegnung der Champions League leitete, bisher nur der frühere dänische Referee Kim Milton Nielsen.

„57 Spiele in der Champions League zu leiten, das ist eine ganz außergewöhnliche Leistung, als Momentum ein Rekord! Darauf kann Felix zu Recht stolz sein. Eine großartige Karriere“, sagte der deutsche Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich: „Besonders hervorzuheben ist dabei das Champions-League-Finale 2017 in Wales und das konzentrierte Weiterarbeiten danach. Eine absolut professionelle Einstellung, das verdient höchste Anerkennung.“

UEFA hilft Griechenland bei Schiedsrichteransetzung

Mithilfe der UEFA will der griechische Fußball den Weg aus der Krise finden. Am Dienstag unterzeichneten Regierungschef Kyriakos Mitsotakis und UEFA-Präsident Aleksander Ceferin in Athen eine Vereinbarung, um Gewalt in den Stadien und Streitigkeiten zwischen den Clubs künftig zu unterbinden, berichtete der Staatsrundfunk (ERT).

Wichtigster Punkt der Vereinbarung ist, dass UEFA-Experten entscheiden, welche griechischen Schiedsrichter die Spiele der Superliga leiten sollen. Zudem sollen für Spitzenspiele Unparteiische aus dem Ausland eingesetzt werden. Diese Maßnahme gilt bereits seit Beginn der laufenden Meisterschaft.

Fehden zwischen den Besitzern der größten griechischen Mannschaften – Olympiakos Piräus, Paok Saloniki, AEK Athen und Panathinaikos Athen – hatten wiederholt zu Ausschreitungen geführt.

Mitsotakis hatte im Januar angekündigt, er werde notfalls in enger Kooperation mit der UEFA und dem Weltverband FIFA die Superliga unterbrechen, wenn die Präsidenten der Spitzenteams des Landes die seit Jahren andauernden Streitigkeiten nicht beenden würden. Die Superliga war wiederholt wegen Ausschreitungen für einige Tage unterbrochen worden.

Hertha-Trainer Nouri begnadigt Kalou und Esswein

Die von Kurzzeit-Trainer Jürgen Klinsmann ausgemusterten Profis Salomon Kalou und Alexander Esswein sind beim Bundesligisten Hertha BSC ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Am Dienstag waren die Offensivspieler bei der ersten Einheit der Woche wieder dabei. Die Entscheidung kommt durchaus überraschend: Zuletzt hatte sich noch abgezeichnet, dass der ehemalige Leistungsträger Kalou von den Berlinern in die amerikanische Major League Soccer wechseln könnte.

Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, hatte sich der Mannschaftsrat bei Nouri für eine Begnadigung der Spieler eingesetzt, da beide wichtige Figuren für die Stimmung im Team seien. Laut der Zeitung dürfen sie zwar wieder am Training teilnehmen, haben aber wohl weiterhin keine Chance auf Einsätze. Der Hauptstadtclub tritt am Freitag (20.30 Uhr/DAZN) im Abstiegskampf bei Fortuna Düsseldorf an.

Ex-Coach Klinsmann wollte den Hertha-Kader zur Winterpause ausdünnen. Bis zu zehn Spieler sollten den Club verlassen, darunter auch der 34-jährige Kalou, der in dieser Saison bislang nur auf fünf Einsätze in der Liga kam, und Esswein.

Coronavirus: J-League sagt alle Spiele bis 15. März ab

Die erste japanische Liga hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus am Dienstag alle Spiele bis einschließlich 15. März abgesagt. Wann die Begegnungen nachgeholt werden, soll zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden. Zuvor hatte sich die Liga entschlossen, die für Mittwoch geplanten sieben Spiele des japanischen Pokalwettbewerbs zu verschieben.

Die J-League reagierte damit auf Einschätzung von Experten, die die kommenden ein bis zwei Wochen für entscheidend halten, „um die weitere Ausbreitung des neuen Coronavirus zu verhindern“, teilte die Liga mit.

In Südkorea finden die beiden kommenden Partien der AFC Champions League unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Dies betrifft sowohl das Spiel zwischen dem FC Seoul und Chiangrai United (Thailand) als auch die Begegnung zwischen Ulsan gegen Perth Glory (Australien). In dem Land sind bislang knapp 900 Menschen mit dem neuen Virus COVID-19 infiziert. Bereits am Montag hatte die K-League den Saisonstart wegen der Ansteckungsgefahr verlegt.

Soldo neuer Trainer des FC Admira – holte ihn Magath?

Zvonimir Soldo ist neuer Trainer des FC Admira aus der österreichischen ersten Liga. Der ehemalige Profi des VfB Stuttgart tritt die Nachfolge von Klaus Schmidt an, der am Sonntag beurlaubt worden war. Admira belegt in der Liga mit zwölf Mannschaften nur den elften Platz. Das Team gewann lediglich drei seiner bisherigen 20 Spiele.

„Unser Ziel ist und muss der Klassenerhalt sein. Dafür werden wir als Team und Verein all unsere Erfahrung, Leidenschaft und Herzblut investieren“, sagte Soldo in einer Mitteilung des Vereins am Dienstag.

Inwiefern die Verpflichtung mit Felix Magath zusammenhängt, blieb zunächst offen. Beide arbeiteten in China zusammen, Soldo war dort Co-Trainer Magaths während dessen Zeit bei Shandong Luneng. Seit Jahresbeginn ist Magath Chef von Flyeralarm Global Soccer – und Flyeralarm Sponsor des FC Admira. Soldo war von 2009 bis 2010 Cheftrainer des 1. FC Köln.

Keller: Fadenkreuz ist Morddrohung gegen Hopp

DFB-Präsident Fritz Keller hat das Fadenkreuz-Plakat beim Bundesligaspiel zuletzt in Mönchengladbach scharf verurteilt. „Das mit diesem Fadenkreuz ist meines Erachtens eine versteckte Morddrohung. Das geht auf keinen Fall“, sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes der „Bild“-Zeitung. „Wenn wir das sehen und den Vorfall in Hanau – wissen wir, dass in unserer Gesellschaft etwas nicht stimmt. Hass hat aber nichts, auch gar nichts im Stadion zu suchen“, sagte Keller auch mit Blick auf den rechtsextremistischen Terroranschlag vergangene Woche in Hanau.

Am Sonnabend war es dann zu den Beleidigungen und Schmähungen aus der Nordkurve im Borussia-Park gegen den Mehrheitseigner und Mäzen von Gegner 1899 Hoffenheim, Dietmar Hopp, gekommen. Der DFB-Kontrollausschuss hat die Ermittlungen aufgenommen, der Verein arbeitet mit der Polizei an der Identifizierung der Täter, die das Fadenkreuz-Plakat gezeigt hatten.

Keller fordert stärkere Kontrollen, dass so etwas nicht ins Stadion komme. Er setze auch auf die Vernunft der Leute, das müsse ein Selbstreinigungsprozess sein. „Ich halte nichts davon, mit Polizeikräften da reinzumarschieren“, sagte der 62-Jährige und legte noch nach. „Einen Polizeieinsatz halte ich für eine absolute Katastrophe.“

Borussia Mönchengladbach und auch Schiedsrichter Felix Brych, der die Partie für ein paar Minuten unterbrochen hatte, hätten richtig gehandelt. „Und jetzt müssen wir hoffen, dass die Gerichtsbarkeit die richtige Entscheidung trifft. Diese Idioten und diese kriminellen Teile haben nichts beim Fußball zu suchen“, sagte Keller.

Gegen Echtpelz: Ginter wirbt für PETA

Nationalspieler Matthias Ginter setzt sich für das Tierwohl ein und wird Teil der Anti-Echtpelz-Kampagne der Tierschutzorganisation PETA. Der 26-Jährige posiert unter dem Slogan „Das ist der Rest von Ihrem Pelz!“ mit einem gehäuteten, blutverkrusteten „Fuchs“ in der Hand und setzt damit ein Zeichen gegen die umstrittene Produktion solcher „Luxusgüter“.

„Allein für einen Pelzmantel müssen 20 bis 30 Tiere sterben“, sagte der Verteidiger von Borussia Mönchengladbach: „Ich habe selbst zwei Katzen. Und ich will mir nicht vorstellen, dass sie auf einer Mütze oder in einem Pelzmantel enden würden. Meiner Meinung nach haben Tiere auch das Recht weiterzuleben.“

Für die PETA-Kampagne werben unter anderem Marcel Schmelzer, Teresa Enke, Udo Lindenberg, Kaya Yanar und Desiree Nosbusch.

Lauterns Torwartidol Ehrmann schaltet Anwalt ein

Torhüteridol Gerry Ehrmann will sich juristisch gegen seine Freistellung beim 1. FC Kaiserslautern wehren. „Das lasse ich mir nicht gefallen. Jetzt ist das eine Sache für die Anwälte“, sagte der 61-Jährige bei Sport1 und betonte: „Ich habe niemanden beleidigt und auch nicht die Arbeit verweigert. Das ist erfunden und erlogen. Das ist eine absolute Frechheit, was in der Pressemitteilung steht.“

Der Drittligist hatte die Trennung von Ehrmann unter anderem mit Drohungen des beliebten Torwartcoaches gegenüber dem Trainerteam begründet. In den vergangenen drei Tagen sei es „mehrfach durch Gerry Ehrmann zu massiven, substanziellen Beleidigungen, Arbeitsverweigerungen und Drohungen gegenüber dem Trainerteam gekommen“, teilte der Traditionsclub am Montagabend mit.

Ehrmann absolvierte zwischen 1984 und 1998 über 300 Spiele für den FCK, wurde mit den Pfälzern 1990 Pokalsieger und ein Jahr darauf deutscher Meister. Seit 1996 war er als Torwarttrainer auf dem Betzenberg aktiv und verhalf unter anderem Kevin Trapp und Roman Weidenfeller zu einer Bundesliga-Karriere.

Die Fans des Traditionsclubs protestieren vehement gegen den Rauswurf Ehrmanns. Man habe Verständnis, dass die Trennung von Ehrmann „für viele Fans und Mitglieder nicht oder nur schwer zu ertragen ist“, teilte der FCK mit. Aber die Freistellung sei „unumgänglich“ gewesen.

Haaland erhält Trikot von seinem Idol

Superstürmer Erling Haaland wartet beim Bundesligisten Borussia Dortmund auf ein besonderes Geschenk. In einem Interview hatte der junge Norweger zuletzt den Spanier Michu als großes Vorbild angegeben, der unter anderem für Celta Vigo und in der Premier League für Swansea City spielte.

Michu bekam davon Wind. Der 33-Jährige ist inzwischen Sportdirektor beim spanischen Drittligisten Burgos CF und hat für Haaland ein beflocktes Trikot signiert, das er dem BVB-Profi zuschicken will. „Wow, was für eine Legende!“, kommentierte Haaland via Twitter.

( dpa/SID )