Fußball-Ticker

"Ein schwuler Profi wäre bei St. Pauli der Star"

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

1. FC Nürnberg büßt dritten Platz ein

Der 1. FC Nürnberg hat im Nachbarschaftsduell mit dem FC Ingolstadt den nächsten Rückschlag kassiert und den dritten Tabellenrang in der 2. Fußball-Bundesliga eingebüßt. In einer spielerisch dürftigen Partie vor der Länderspielpause erlitten die Franken am Montagabend beim 1:2 (1:1) die zweite Niederlage nacheinander. Die Ingolstädter konnten ihren deutlichen Aufwärtstrend mit dem dreizehnten Punkt aus den vergangenen fünf Partien fortsetzen und sind bis auf zwei Zähler an Nürnberg dran.

Grazie! Andrea Pirlo hat ausgespielt

Italiens Fußball-Idol Andrea Pirlo (38) hat nach dem Play-off-Aus in den USA seine aktive Karriere für beendet erklärt. "Nicht nur mein Abenteuer in New York geht zu Ende, sondern auch meine Reise als Fußballer", schrieb der Weltmeister von 2006 einen Tag nach dem Ausscheiden seines MLS-Teams New York City FC auf Twitter. "Wer mit Andrea spielte, verstand die Bedeutung des Wortes 'einzigartig'. Ein Champion, der Klasse, Eleganz und Demut hatte", schrieb Torwart-Legende Gianluigi Buffon.

Seine Nationalmannschaftskarriere hatte Pirlo bereits nach der WM 2014 beenden wollen, doch nach dem Vorrundenaus der Italiener hatte er sich es noch einmal anders überlegt. Er machte weiter und bestritt im September 2015 sein 116. und letztes Länderspiel. Für die EM 2016 in Frankreich war er vom damaligen Nationaltrainer Antonio Conte nicht mehr nominiert worden. Neben dem Weltmeistertitel gewann Pirlo unter anderem mit dem AC Mailand zweimal die Champions League (2003 und 2007) und wurde insgesamt sechsmal italienischer Meister mit Milan und Juventus.

Ewald Lienen über Schwule im Profifußball

Er war lange Spieler und Trainer und ist seit vielen Jahren glücklich verheiratet. Jetzt hat Ewald Lienen homosexuellen Fußballern Mut zum Coming-out gemacht. „Es ist leicht zu sagen, wenn man nicht selbst in dieser Situation ist. Aber ohne Mut wird in unserer Gesellschaft nichts passieren“, sagte Lienen am Rande eines international besetzten Hallenturniers für schwule Fußballer. Das teilte der schwul-lesbische Sportverein Startschuss Hamburg e.V. (SLSV) als Veranstalter mit.

Er habe in seiner Karriere zwar Tausende von Kickern trainiert, aber keiner von ihnen habe sich ihm gegenüber geoutet. „Ich bin mir sicher, dass ich in meinen Mannschaften immer jemanden dabei hatte. Im Zweifelsfall waren das die kreativsten Leute, die im Mittelfeld die tollen Pässe gespielt haben, und ich habe es nicht mitgekriegt“, sagte der 63-Jährige. Und gäbe es einen schwulen Profi beim FC St. Pauli, "er wäre bei unseren Fans der Star. Da bin ich mir ganz sicher.“

Bayerns Teamarzt Braun wirft hin

In der medizinischen Abteilung von Bayern München gibt es einen überraschenden Personalwechsel. Wie der deutsche Rekordmeister am Montag mitteilte, hat Mannschaftsarzt Volker Braun die Clubführung darum gebeten, ihn von seiner Tätigkeit zu entbinden. Der 44 Jahre alte Orthopäde und Unfallchirurg arbeitete seit neun Jahren für den FC Bayern, nach dem Rückzug von Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt 2015 als Mannschaftsarzt der Profis.

Er wolle sich verstärkt um seine Praxis und seine Familie kümmern, sagte Braun. Über seine Nachfolge will der Klub in den kommenden Tagen nach eigenen Angaben intern beraten.

Bericht: Krug als Videochef abgesetzt

Der DFB hat den früheren Fifa-Schiedsrichter Hellmut Krug als Projektleiter des Videobeweises abgesetzt. Damit reagiert der Weltmeister-Verband auf die schwerwiegenden Vorwürfe gegen den 61-Jährigen. Gefallen sein soll die Entscheidung am Montag während einer DFB-Sitzung in Frankfurt/Main mit Präsident Reinhard Grindel, Vizepräsident Ronny Zimmermann und Schiri-Chef Lutz Michael Fröhlich.

Krug war vorgeworfen worden, in seiner Funktion als Supervisor in der Videozentrale in Köln unerlaubterweise Einfluss auf die Entscheidungen der Videoschiedsrichter genommen zu haben. Nun soll er künftig offenbarauch nicht mehr in dieser Funktion agieren. Krug selbst wollte sich auf dpa-Anfrage nicht dazu äußern. Der DFB hat eine Pressemitteilung angekündigt.

Nach Eklat: Uerdingens Müller erholt sich

Der im Regionalligaspiel zwischen dem Wuppertaler SV und dem KFC Uerdingen verletzte Fußballer Christian Müller ist auf dem Wege der Besserung. Wie ein Sprecher des Krefelder Clubs bestätigte, habe Müller einen Nasenbeinbruch und eine Gehirnerschütterung erlitten. Der ehemalige Bundesligaspieler, der das Krankenhaus bereits verlassen konnte, hatte sich in der Partie am Sonnabend in Wuppertal nach einem Zweikampf verletzt und lag einige Zeit blutend auf dem Rasen, weil die Sanitäter erst nach etwa zehn Minuten zur Stelle waren.

"Es war eine schwierige Situation. Da ist man erst mal hilflos“, meinte ein Sprecher des KFC Uerdingen. Der für den Rettungsdienst zuständige Malteser Hilfsdienst fühlt sich zu unrecht kritisiert. „Die Vorwürfe gegen die Einsatzkräfte, die von Vereinsoffiziellen gegenüber der Presse geäußert wurden, weisen die Malteser in einer ersten Stellungnahme in aller Deutlichkeit zurück“, hieß es in einem Facebookpost des Rettungsdienstes. Man sehe sich ungerechtfertigt in der Rolle des Sündenbocks.

Für die Krefelder sei erst einmal wichtig, dass es dem verletzten Spieler besser gehe und die Hintergründe aufgeklärt werden. „So etwas sollte nicht noch einmal passieren“, sagte der Vereinssprecher.

Ribéry wieder im Lauftraining

Franck Ribéry hat einen weiteren Schritt zur Rückkehr in die Mannschaft von Bayern München getan. Fünf Wochen nach dem Spiel des deutschen Rekordmeisters bei Hertha BSC, bei dem er sich einen Riss des Außenbandes im linken Knie zugezogen hatte, absolvierte der 34 Jahre alte Franzose an der Säbener Straße erstmals wieder ein Lauftraining. Ein Einsatz von Ribéry noch vor Weihnachten scheint somit möglich.

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte die Zukunft von Ribéry, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, zuletzt offen gelassen. Der Franzose sei ein "extrem verdienter Spieler", der im Verein und bei den Fans große Sympathie genieße, "am Ende des Tages" aber, sagte Rummenigge aber, "ist Fußball Leistungssport, und wir müssen uns (...) die Frage stellen: ist die Zukunft Franck Ribéry oder brauchen wir einen Neuen?"

Bilic bei West Ham United gefeuert

Der englische Premier-League-Club West Ham United hat sich von seinem Trainer Slaven Bilic getrennt. "Mit Enttäuschung und schweren Herzens teilen wir mit, dass wir die Entscheidung getroffen haben, Slaven Bilic von seinen Aufgaben als West-Ham-United-Trainer zu entbinden“, hieß es in einer Mitteilung des Präsidiums.

Der Verein aus London hatte zuletzt am Sonnabend gegen Jürgen Klopps FC Liverpool eine 1:4-Schlappe im eigenen Stadion hinnehmen müssen und steht derzeit auf dem 18. Tabellenplatz. Der ehemalige kroatische Nationaltrainer Bilic war seit 2015 bei West Ham United tätig, zunächst mit großem Erfolg. Doch in der aktuellen Saison konnten die "Hammers" nicht daran anknüpfen.

Schon in der Sommer-Vorbereitung kam der ehemalige Bundesliga-Profi Bilic (Karlsruher SC) mit West Ham in einem Testspiel bei Regionalligist Altona 93 nicht über ein 3:3 hinaus. Ein Wechsel sei nun notwendig, um die Mannschaft wieder in die richtige Richtung zu bringen, hieß es in der Mitteilung. Einen Nachfolger gab der Club noch nicht bekannt, britische Medien tippen auf den früheren Manchester-United-Trainer David Moyes.

Leno stichelt gegen Roger Schmidt

Bayer Leverkusens Nationaltorwart Bernd Leno hat mit einer verbalen Spitze die Arbeit von Ex-Bayer-Coach Roger Schmidt kritisiert. "Ich bin sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie wir versuchen, Fußball zu spielen. Weil: Wir hatten drei Jahre keinen Spielaufbau", sagte der 25 Jahre alte Ex-Stuttgarter der "Bild" und lobte das Spielsystem von Chefcoach Heiko Herrlich (45).

Schmidt war von 2014 bis März 2017 beim Werksklub tätig gewesen, jetzt steht er in der chinesischen Super League bei Beijing Guoan unter Vertrag. Laut Leno setze Herrlich "jetzt mehr auf Spielaufbau und auf Ballbesitz – das finde ich sehr, sehr wichtig", betonte der Bayer-Keeper.

Halle-Fans randalieren im Zug

Zahlreiche Anhänger des Halleschen FC haben auf der Heimfahrt von einem Auswärtsspiel im Zug randaliert. In einem Regionalexpress Richtung Erfurt zerstörten die Fußballfans unter anderem Klapptische, Sitzplatzlehnen und Mülleimer, wie die Bundespolizei am Montag mitteilte. Die Beamten ermittelten die Namen von 86 Beteiligten, die Ermittlungen laufen weiter.

Die Fans waren am Sonnabend auf dem Rückweg aus Bayern, wo der Hallesche FC 0:1 gegen Kickers Würzburg verloren hatte. In dem Zug leerten die Anhänger auch einen Feuerlöscher und brachten mehrere Aufkleber an. Die Höhe des Schadens war zunächst unklar.

England ohne Kane gegen Deutschland?

England bangt vor dem Länderspielklassiker am Freitag gegen Deutschland um den Einsatz von Topstürmer Harry Kane. Der 24 Jährige von Tottenham Hotspur sollte sich am Montag wie sein Teamkollege Harry Winks noch einer medizinischen Untersuchung bei seinem Verein unterziehen, teilte der englische Verband mit. Erst anschließend sollte das Duo zum Nationalteam stoßen. Kane war beim Premier-League-Sieg der Spurs gegen Crystal Palace am Sonntag (1:0) wie Winks ausgewechselt worden.

Definitiv fehlen wird den Three Lions Spurs-Jungstar Dele Alli wegen einer Oberschenkelblessur. Zuletzt hatte der 21-Jährige beim 3:1 der Spurs in der Champions League gegen Real Madrid mit zwei Toren geglänzt.

Nationalcoach Gareth Southgate nominierte am Montag Verteidiger Michael Keane vom FC Everton nach, da unter anderen auch Gary Cahill vom FC Chelsea angeschlagen ist. Nach dem Duell gegen Weltmeister Deutschland trifft England am Dienstag kommender Woche in einem weiteren WM-Test noch auf Brasilien.

Hopp in Köln erneut verunglimpft

Nach den erneuten Beleidigungen gegen Dietmar Hopp werden 1899 Hoffenheim und der Mäzen selbst der Sache rechtlich nachgehen. „Auch wenn in den nächsten acht Spielen Plakate hochgehen, werden wir klagen“, sagte 1899-Mediendirektor Christian Frommert am Montag. Im Spiel beim 1. FC Köln war Hopp am Sonntag wieder mehrfach durch Gesänge und geschmacklose Plakate verunglimpft worden.

Hoffenheims Sport-Geschäftsführer Hansi Flick signalisierte derweil keinerlei Gesprächsbereitschaft mehr mit dem FC. „Einfach widerlich“, nannte der frühere DFB-Sportdirektor die Plakate und Rufe und kündigte in der „Heilbronner Stimme“ an: „Wir akzeptieren keine Kölner Entschuldigungen mehr. In Köln gibt es bei den Vereinsoberen seit Jahren nur Achselzucken und Entschuldigungen.“

Kölns Präsident Werner Spinner zeigte sich derweil „zutiefst erschüttert“ über die neuerlichen Vorfällen. „Die Aussage von Herrn Flick nehme ich zur Kenntnis. Meine Erziehung und meine Werte sagen mir, dass ich mich dennoch bei Herrn Hopp entschuldige“, sagte er.

Spinner versicherte: „Wir haben außergewöhnlich starke Kontrollen durchgeführt und haben einige Plakate noch abfangen können.“ Die beiden aufgehängten seien „ins Stadion geschmuggelt worden“. Der FC unterstütze grundsätzlich die Strafverfolgung.

Glück für "Lilien"-Profi nach schwerem Foul

Entwarnung für Sandro Sirigu und den SV Darmstadt 98: Der Defensivspieler hat nach dem schweren Foul von Braunschweigs Julian Biada am Sonnabend eine Einblutung mit einem Einriss im Wadenmuskel erlitten. Das teilte der Zweitligist nach einer Kernspin-Unterstuchung Sirigus am Montag mit. Die ersten Befürchtungen einer schweren Verletzung und damit verbundenen mehrmonatigen Pause bestätigten sich damit nicht. Wie lange der 29-Jährige ausfällt, ist allerdings offen.

DFB präsentiert WM-Trikot

Mit einer Reminiszenz an die legendären Trikots von 1990 will die deutsche Nationalmannschaft in Russland zu ihrem fünften WM-Titel stürmen. Die am Montag von adidas präsentierten Trikots sind wie beim Titelgewinn vor 27 Jahren in Italien mit einem gezackten Brustring versehen – allerdings nicht in den Nationalfarben, sondern in drei Grautönen. Die Funke-Mediengruppe, zu der auch das Abendblatt gehört, hatte bereits im Juli über die neuen Trikots berichtet.

"Ich kenne natürlich die Trikots von 1990, erkenne auch die Parallelen – und sehe deshalb Vielversprechendes für die WM", sagt Weltmeister Mats Hummels. Die neuen Trikots werden erstmals beim Länderspiel-Klassiker am Freitag (21.00 Uhr/ZDF) im Londoner Wembley-Stadion gegen England zum Einsatz kommen.

In den Kragen ist der Schriftzug "Die Mannschaft" eingearbeitet, auf der Innenseite findet sich eine schwarz-rot-goldene Erinnerung an den dritten Weltmeister-Titel. Komplettiert wird das Outfit durch schwarze Hosen und weiße Stutzen: eine Farbkombination, die Fans aller Generationen mit der deutschen Nationalmannschaft verbinden. Die Torhüter spielen in blauen Trikots. Das Auswärtstrikot soll wie früher grün sein.

"Der Fußball ist moderner und hipper geworden – dementsprechend ist das Trikot gelungen", sagte der derzeit verletzte Thomas Müller. Die offizielle Präsentation findet am Dienstagabend in Berlin statt.

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MLS-Halbfinals stehen fest

In der nordamerikanischen MLS stehen die Halbfinalbegegnungen fest. Nach den Viertelfinalspielen treffen in der Western Conference die Seattle Sounders auf Houston Dynamo, das sich überraschend gegen die Portland Timbers durchsetzte. In der Eastern Conference kommt es zum Aufeinandertreffen zwischen Meisterschaftsfavorit Toronto FC und der Überraschungsmannschaft Columbus Crew SC.

Die Halbfinalbegegnungen werden in Hin- und Rückspiel am dritten und vierten Novemberwochenende ausgetragen. Das Endspiel findet am 9. Dezember im Stadion der nach der Vorrunde besser platzierten Mannschaft statt. Chicago Fire mit Bastian Schweinsteiger war bereits in der ersten Play-off-Runde gescheitert.

Köpke rät Trapp zu Wechsel

Bundestorwarttrainer Andreas Köpke legt Kevin Trapp mit Blick auf die WM einen Vereinswechsel nahe. "Die Entscheidung über einen Wechsel muss der Spieler selbst treffen. Wenn er aber gar nicht mehr spielen würde, wäre es schwer, ihn im Sinne des Leistungsprinzips zu nominieren", sagte Köpke im Kicker-Interview.

Trapp ist bei Paris Saint-Germain nur noch die Nummer zwei hinter Alphonse Areola. "Es ist klar, dass es auf Dauer problematisch ist, wenn er nicht spielt", sagte Köpke, "denn die Rückrunde gibt den Ausschlag, wer mit zur WM kommt."

Manuel Neuer und Marc-Andre ter Stegen sind für die Endrunde in Russland (14. Juni bis 15. Juli) gesetzt. "Ter Stegen hat sich im Moment als Nummer zwei etabliert", sagte Köpke. Der Kampf um Platz drei zwischen Bernd Leno und Trapp sei offen, so Köpke: "Da steht es im Moment fifty-fifty." In Lauerstellung liegen zudem Timo Horn, Oliver Baumann und Ralf Fährmann.

Runjaic vor Unterschrift in Polen

Der frühere Zweitliga-Trainer Kosta Runjaic hat offenbar einen neuen Verein gefunden. Laut Sport1 unterschrieb der 46-Jährige, der unter anderem den 1. FC Kaiserslautern, MSV Duisburg und 1860 trainiert hatte, bis zum Sommer 2018 beim polnischen Fußball-Erstligisten Pogon Stettin.

Reschke will VfB in die Spitze führen

Sportvorstand Michael Reschke möchte den VfB Stuttgart innerhalb weniger Jahre zu einem der besten sechs Clubs der Bundesliga formen. Der VfB werde eine Mannschaft aufbauen, „die in der Lage ist, in zwei bis drei Jahren zu den Top-sechs der Bundesliga zu gehören“, sagte Reschke in einem Interview dem "Kicker".

"Dafür schaffen der Präsident, der Finanz- und der Marketingvorstand gerade die Voraussetzungen.“ Der 60-jährige Reschke sieht den Aufsteiger daher auch nicht als Club, der seine besten Spieler regelmäßig abgibt. „Der VfB Stuttgart wird definitiv kein Ausbildungsverein sein“, betonte er.

Cannavaro schmeißt in China hin

Ex-Weltmeister Fabio Cannavaro ist als Trainer des chinesischen Erstligisten Tianjin Quanjian zurückgetreten. Der 44-Jährige, der Italien als Kapitän zum Titelgewinn bei der WM 2006 in Deutschland geführt hat, steht angeblich vor einer Rückkehr zum Ligarivalen Guangzhou Evergrande.

Beim chinesischen Serienmeister, den er bereits zwischen 2014 und 2015 betreute, soll er nach dem erneuten Titelgewinn Brasiliens Trainer-Ikone Luiz Felipe Scolari beerben. Zuletzt galt auch Thomas Tuchel (44) als Kandidat auf die Nachfolge.

Mit Tianjin Quanjian, dem Klub des früheren Köln-Stürmers Anthony Modeste, hatte sich Cannavaro am vergangenen Wochenende für die asiatische Champions League qualifiziert. Als Nachfolger Cannavaros präsentierten die Chinesen den früheren portugiesischen Nationalspieler Paulo Sousa.

Kroos kommt auf die große Leinwand

Das Leben von Toni Kroos kommt ins Kino. Filmproduzent Leopold Hoesch, bekannt unter anderem von der Dokumentation über die Karriere des Basketball-Stars Dirk Nowitzki ("Der perfekte Wurf"), wird auch ein Werk über den Weltmeister von Real Madrid auf die Leinwand bringen. Der Film soll 2019 erscheinen.

"Leopold Hoesch ist an mich herangetreten. Ein paar Szenen sind schon probeweise gefilmt worden", berichtete Kroos der Bild-Zeitung, "offizieller Drehbeginn ist im Dezember." Er habe andere Hoesch-Dokus ("Klitschko", "Das Wunder von Bern - Die wahre Geschichte") gesehen und freue sich, "zum Kreis der wenigen Sportler zu zählen, deren Leben verfilmt wird". Kroos (27) hat dreimal die Champions League gewonnen, war dreimal deutscher Meister mit Bayern München und einmal spanischer Meister.