Das Abendblatt stellt drei Crewmitglieder vor, die die Gäste des Klubschiffs verwöhnen

Hunderttausende werden zur Taufe am Freitag erwartet

Ob Räucherfisch-Zubereitung, Cocktailmixen oder Spa-Anwendungen - alle finden die Arbeit auf hoher See aufregend.

Das Lächeln kommt nach Hamburg. Unter diesem Motto hat die "Aidadiva" gestern den Hamburger Hafen angelaufen. Aber es ist nicht der aufgemalte Mund am Bug, der den Charme ausmacht und den Charakter des Kreuzfahrtschiffs prägt. Es sind die Menschen an Bord, die dem Schiff ein Gesicht geben. Das Abendblatt war gestern exklusiv an Bord und stellt drei Crewmitglieder vor.

Sein Beruf ist fast ausgestorben. An Bord der "Aidadiva" aber werden die Passagiere die Fertigkeiten von Räuchermeister Siegmund Treidler aus dem mecklenburg-vorpommerschen Ribnitz Damgarten genießen können. Der 54-Jährige ist für geräucherten Fisch zuständig. Hering, Heilbutt, Makrele - nur ganze Fische werden hier verarbeitet. Die "Aidadiva" ist das erste Schiff weltweit mit einem eigenen Räucherofen. Geräuchert wird mit einem speziellen Flüssigrauch. Vier Stunden dauert ein Räuchervorgang. Siegmund Treidler hat bislang im Fischereihafen gearbeitet. "Jetzt war es mal Zeit, was Neues zu machen. Es war immer mein Traum, zur See zu fahren", sagt der Vater von vier erwachsenen Kindern.

Ein Urgestein an Bord ist dagegen Martina Molitor (35) aus Potsdam. Die Barkeeperin arbeitet seit neun Jahren auf Aida-Schiffen. Ihr Leben: Sechs Monate auf See, zwei Monate zu Hause. "Ich reise eben gern", sagt sie, "und dabei lerne ich unheimlich viele Menschen kennen." Wer wissen möchte, wo die besten Läden in den unterschiedlichen Hafenstädten zu finden sind, braucht sich nur an Martina - so steht es auf ihrem Namensschild - zu wenden. "Meine größte Leidenschaft ist es shoppen zu gehen", sagt Martina und lacht. "Ich kenne alle Insider!"

Ihren vierten Einsatz an Bord eines Aida-Schiffes hat Andrea Hartmann (31) aus Osnabrück. Die Kosmetikerin verwöhnt die Gäste im Body & Soul Spa. "Es ist toll, die Welt kennenzulernen und dabei im erlernten Beruf arbeiten zu können", sagt sie. Die Eindrücke, die sie dabei jeden Tag gewinnt, seien so schnell gar nicht zu verarbeiten. "Wenn man dann wieder zu Hause ist, muss man sich an den Stillstand erst einmal wieder gewöhnen." Aber jetzt sind Andrea Hartmann und die anderen 645 Crewmitglieder zunächst für Monate unterwegs. Am 30. April geht es auf die elftägige Jungfernfahrt nach Palma de Mallorca.