In den Alpen zu neuen Preisgipfeln

Skipässe kosten in diesem Winter fast überall mehr als vor einem Jahr - eine Übersicht.

Jedes Jahr ein bisserl mehr: So heißt offenbar die Devise bei Österreichs Liftbetreibern.

Die Liftkarten für sechs Tage Skifahren in der Hauptsaison verteuern sich in der Alpenrepublik um vier bis zehn Euro, das sind zwei bis sechs Prozent. Am Arlberg kostet der Sechstageskipaß nun 184 (+5) Euro. In Zell am See sind ebenso wie im benachbarten Saalbach-Hinterglemm für sechs Tage Skivergnügen 168 (+4) Euro fällig. Kitzbühel und die Salzburger Sportwelt erhöhen auf 165 (+5) Euro. Preisgleich bleibt der Verbund "Ski 6" (Serfaus, Nauders, Kaunertal) mit - teuren - 191 Euro. Den größten Preissprung macht das Zillertal: Der dortige "Superskipass" kostet jetzt 165 (+10) Euro, 30 Euro mehr als noch vor zwei Jahren. Und erstmals verlangt ein österreichisches Skigebiet mehr als 200 Euro für sechs Skitage: Ischgls Silvrettaskipaß ist jetzt 202 (+5) Euro teuer.

Billiger - auch das gibt es - werden zahlreiche Tageskarten im Salzburger Land. Das liegt am Kartellamt: Die Gebiete der "Salzburger Sportwelt" müssen wieder lokale Tageskarten ausgeben. Der Tagespaß in Ramsau am Dachstein liegt nun bei 27 Euro, im Vorjahr waren es noch 34.

Die Schweiz übt seit Jahren Preisdisziplin, bleibt aber weiter teuerstes Pflaster der Alpen. Davos und Klosters verlangen für den gemeinsamen Skipaß seit drei Wintern konstant 279 Franken (180 Euro). Die Alpenarena Flims/Laax bleibt seit zwei Jahren preisstabil - sechs Tage kosten wieder 301 Franken (194 Euro). St. Moritz berechnet wie im Vorjahr 322 Franken (207 Euro). Mit 288 (+6) Franken (ent-spricht 185 Euro) geht der Sechstageskipaß in der Jungfrau-Region in die neue Saison. Zermatt verlangt 326 (+6) Franken (210 Euro) für sechs Tage Skifahren. Und wer vom Matterhorn bis ins italienische Cervinia schwingen will, der muß für sechs Tage 368 (+6) Franken (237 Euro) investieren - teurer ist in den Alpen kein anderer Skipaß.

Preislich längst auf internationalem Niveau bewegen sich die Bergbahnen in den deutschen Alpen. Garmisch-Partenkirchen erhöht um fünf auf 155 Euro, die Region Oberstdorf/Kleinwalsertal stockte um drei auf 152 Euro auf. Die Nummer drei unter den größten deutschen Skiregionen, Reit im Winkl, überholt nun die Allgäuer Konkurrenz und verlangt 153 (+4) Euro, das sind zehn Euro mehr als noch vor zwei Jahren. Unverändert 88 Euro kostet der Wochenskipaß für die zehn Kilometer Pisten in Oberammergau. Günstigstes deutsches Liftrevier in den Alpen bleibt der Alpsee-Skizirkus bei Immenstadt mit 69 Euro (+2) für seine - ebenfalls zehn Kilometer - Pisten. Das "Vitale Land", das die meisten Gebiete im Allgäu und die angrenzenden Tiroler Reviere vereint, berechnet für den Sechstageskipaß 120 Euro und damit - nach zwei Jahren Preisdisziplin - mal wieder 2,50 Euro mehr.

Auf hohem Niveau genehmigen sich die französischen Pulverschnee-Paradiese Preiszuschläge um bis zu drei Prozent. Die preisliche Spitze markiert dort weiter "Paradiski" (Les Arcs und La Plagne): Der Sechstagepaß für beide Gebiete schlägt mit 225 (+5) Euro zu Buche. Im gebührenden Abstand folgen der Skipaß Mont-Blanc rund um Chamonix mit 210 (+5) Euro und die Trois Vallees, die von 198 auf 204 Euro zulegten. Val d'Isère/Tignes erhöhte von 181 auf 187 Euro. Die "Portes du Soleil", mit 650 Pistenkilometern größtes vernetztes Skiareal der Alpen, bleiben trotz Preisaufschlag um fünf auf 176 Euro weiter fast ein Schnäppchen für Vielfahrer.

In Südtirol blieb der Großraumskipaß "Dolomiti Superski" preisgleich, sechs Tage Pistenspaß kosten dort weiterhin 182 Euro. Die Ortler-Skiarena zwischen Vinschgau und Meran verlangt für sechs Tage Skifahren 155 (+7) Euro. Preislich dazwischen, nämlich bei 163 (+8) Euro, siedelt sich Sestrière an, das 400 Kilometer Pisten große Olympiagebiet von 2006. Einen vergleichsweise großen Sprung genehmigte sich der Großraumskipaß Aostatal, mit dem die sportlichen Reviere von Courmayeur und Monte Rosa befahren werden dürfen. Dort kostet der Sechstageskipaß jetzt 182 (+13) Euro - das ist ein Plus von immerhin fast acht Prozent.