Grüße aus Mallorca

Im Beach-Club Veronica Ferres und Ursula Karven zuprosten

Die Saison der Beach-Clubs hat begonnen. Und alle Klubs, die zum Teil ziemlich teuer sind, ziehen auch immer mehr Prominente an.

Liebe Mallorca-Freunde, schon Ende Mai droht ein erneuter Engpass bei den Mietwagen. "Die Situation von Ostern wird sich Pfingsten und in der Hauptsaison wiederholen", warnt Estanislao de Mata, Spanien-Chef des deutschen Autovermieters Sixt und Vorsitzender des Verbandes der großen Autovermieter auf den Balearen. Er empfiehlt: "Unbedingt früh buchen." Außerdem sollte man sich eine Bestätigung zusenden lassen, die das reservierte Fahrzeug garantiert. Grund der Misere: Die Autovermieter haben ihren Wagenpark verkleinert. Auch die Zeit der Billig-Angebote scheint vorbei zu sein. Preise von zehn Euro pro Tag werde es nicht mehr geben, heißt es.

Der Weg zu dem Dörfchen Petra im Landesinneren führt durch den schönsten Verkehrskreisel der Insel. Ein sehenswertes Kunstwerk mitten im Verkehrsstrom kurz vor Manacor. In Petra besuche ich das Restaurant "Sa Placa". Freunde hatten mir den Tipp gegeben. Schon der Dorfplatz mit den Sonnenschirmen vor dem Restaurant vermittelt ein schönes Urlaubsgefühl. Drinnen im Lokal weiß gedeckte Tische, gemütliche Ecken und ein verträumter Garten. Margarita, die Chefin, bringt die Karte: Seehecht mit Knoblauch oder die Spezialität des Hauses, gebackene Lammkeule mit Feigen. Mallorquinische Küche von gehobener Qualität. Jaum Dam, Koch und Chef des Hauses, empfiehlt mir Perlhuhn mit Langusten. "Grüßen Sie mir den HSV", sagt der fußballbegeisterte Jaum beim Abschied (Tel. 0034/971/56 16 46).

Nach zwei Anläufen gebe ich auf und rufe in der Finca an: "Ich kann euch nicht finden." Gabriel lacht und verspricht: "Ich hol dich ab." Wir vereinbaren einen Treffpunkt im nahen Montuiri. Ein verschlungener Weg führt schließlich zu dem Landgut "Ses Cases de Sabor". Gabriel und seine Frau Maria Antonia haben das 800 Jahre alte Gebäude restauriert. Im ehemaligen Pferdestall befinden sich drei geräumige Appartements mit kleiner Küche, eigener Terrasse und einem tollen Blick über das weite Land. Nicht ganz preiswert. "Aber man kann in diesem Jahr auch über den Preis reden", sagt Gabriel (Tel. 0034/971/64 66 65, www.agroturismo-balear.com ).

Lächelnd steht der 1,93-Meter-Hüne James Arnold vor mir. "Wollen wir in den Schatten?", sagt er und dirigiert mich zu einem Platz unterm Sonnenschirm auf der Terrasse des Son Muntaner Golfclubs in Palma. Er ist hier Direktor und betreut zusätzlich noch die beiden Klubs Son Vida und Son Quint des "Arabella Golf & Spa Resorts". Der 47-Jährige (Handicap 5) ist auch in Hamburg bekannt. Er war Manager bei Redgolf Moorfleet, einer Ausbildungsstätte für Golfanfänger. Auch auf Mallorca will er das Spiel mit dem weißen Ball populärer machen. Neben den drei 18-Loch-Anlagen wird er im Sommer einen neuen 9-Loch-Kurzplatz in Betrieb nehmen: "Eine öffentliche Anlage für jedermann."

Die Saison der Beach-Clubs hat begonnen. Nach langer Winterpause eröffnete im April das "Purobeach" in der Cala Estancia seine Tore. Es gehört bereits zu den Insel-Klassikern. Neu unter den Klubs ist das "Nassau Beach" im Hafen von Portixol, das in seine erste Sommersaison geht. Seit 1. Mai hat auch der Außenbereich im "Gran Folies" in Cala Llamp geöffnet. Ganzjährig kann man sich im "Mood Beach" in Costa d'en Blanes verwöhnen lassen. Alle Klubs, die ziemlich teuer sind, ziehen auch immer mehr Prominente an. Zu ihnen gehören die Schauspielerinnen Ursula Karven, die auf der Insel lebt, und ein eigenes Yogastudio betreibt, sowie Veronica Ferres.

Der Klimawandel wird sich auf Mallorca schlimmer auswirken als bisher angenommen. In einer Untersuchung bezeichnet die Zentralregierung in Madrid die Auswirkungen als "kritisch". In den nächsten 50 Jahren werde das Meer um 15 Zentimeter steigen und vom Strand zwischen Arenal und Can Pastilla 7 bis 14 Meter verloren gehen. Als weitaus besorgniserregender werden die Hitzewellen bezeichnet. In einer Studie kommt das balearische Umweltministerium zu dem Ergebnis, dass in den nächsten 90 Jahren die Höchsttemperaturen um sechs bis acht Grad klettern werden.