Kleine Erfolge im Kampf gegen die Ölpest

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Die ersten Pelikane gerettet, das erste von drei Lecks abgedichtet

Er wehrt sich mit Flügeln und Füßen, dabei wollen die Tierärztinnen Erica Miller (links) und Heather Nevill nur helfen. Mit Seife und Wasser säubern sie vorsichtig das verschmutzte Gefieder. Dieser Braunpelikan gehört zu den ersten Vögeln, die in den herannahenden Ölteppich vor der Küste des US-Staates Louisiana geraten sind. Das gleiche Schicksal droht auch vielen seiner Artgenossen, die derzeit in den bedrohten Gebieten ihre Nester bauen und brüten.

Der Braunpelikan ist Louisianas Wappenvogel; er hatte sich zuletzt wieder gut vermehrt und war erst Ende vergangenen Jahres von der US- Liste der bedrohten Arten genommen worden. Zwei Wochen nach dem Untergang der Bohrinsel "Deepwater Horizon" ist es Experten des Ölkonzerns BP gestern zwar gelungen, eines der drei Lecks in 1600 Meter Tiefe zu schließen. Trotzdem strömen weiterhin täglich 800 000 Liter Öl in den Golf von Mexiko. Hauptquelle des Ölaustritts ist das ursprüngliche Bohrloch: BP will versuchen, es mit einer riesigen Metallkuppel abzudecken.