Auch nach ersten Beratungen zur Wahlschlappe für CSU in Bayern

Huber und Beckstein schließen Rücktritt aus

Erstmals ließ Beckstein allerdings offen, ob er auch Ministerpräsident der künftigen bayerischen Landesregierung sein wird.

München. "Es ist heute in keiner Form eine Personalentscheidung auf der Tagesordnung", sagte Huber am Montag in München vor Journalisten vor Beginn einer CSU-Vorstandssitzung. Zuvor hatten Huber und Beckstein mit der engsten Führungsspitze der Christsozialen das Wahlergebnis vom Sonntag beraten. Laut Huber steht auch kein Rücktritt von CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer bevor.

Erstmals ließ Beckstein allerdings offen, ob er auch Ministerpräsident der künftigen bayerischen Landesregierung sein wird. Es gehe nun darum, die Sachfragen zu klären und eine Koalition zu schmieden. Noch vor der Wahl des künftigen Ministerpräsidenten würden dann die Personalvorschläge gemacht.

Beckstein wollte dem CSU-Vorstand vorschlagen, zunächst mit der FDP und den Freien Wählern Sondierungsgespräche aufzunehmen. Außerdem soll ein Sonderparteitag für den 25. Oktober eingerufen werden, bei dem der Koalitionsvertrag abgesegnet werden soll. Ob dann womöglich auch eine Neuwahl der Parteispitze stattfinden soll, ist nach Angaben aus der engsten Parteiführung noch offen. Die CSU war am Sonntag bei der Landtagswahl auf 43,4 Prozent abgestürzt und verlor damit erstmals seit 46 Jahren ihre absolute Mehrheit in Bayern.

( afp )

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