Eichels und Schröders gesammelte Sprüche über Löcher im Haushalt

Berlin. Die Bundesregierung hat immer wieder beteuert, die Euro-Verschuldungsgrenze einhalten zu wollen. Mittlerweile ist sie aber vorsichtig geworden. Einige Zitate rund um die Haushaltslöcher und die Euro-Kriterien:

"Ich nehme jedenfalls keinen blauen Brief dafür entgegen, dass der Bundeshaushalt systematisch die Neuverschuldung reduziert, wenn gleichzeitig im vergangenen Jahr die Defizite der Länderhaushalte sich verdreifachen."

Finanzminister Eichel am 21.2.2002 im Bundestag

"Wir werden die Maastricht-Kriterien einhalten."

Eichel laut "Handelsblatt" vom 29.8.2002

"Es wird uns nicht gelingen, unter der Drei-Prozent-Defizit-Grenze beim Defizit zu bleiben."

Eichel laut "Welt" am 17.10.2002

"Klar ist, dass wir mit den 18,9 Milliarden Euro Neuverschuldung, die im Bundeshaushalt bisher vorgesehen sind, auch nicht annähernd auskommen werden."

Eichel laut "Spiegel" vom 10. Mai 2003

"Verdammt schwierige Aufgabe."

Eichel am 5.9.2003 in Berlin zur Einhaltung der Euro-Verschuldungsgrenze 2004

"Hans Eichel hat damit begonnen, den Haushalt zu konsolidieren, durchaus erfolgreich."

Kanzler Gerhard Schröder am 17.11.2003

"Es gibt Dinge, die kann man nicht akzeptieren. Ich halte nichts davon, in einer so labilen Konjunktur noch zusätzlich zu sparen."

Eichel am 24.11.2003 zu EU-Sparforderungen

"Der Pakt lebt."

Eichel am 25.11.2003 in Brüssel nach Abwehr der EU-Sparauflagen

"Wir hätten die Forderungen der EU-Kommission locker erfüllen können, wenn wir darauf verzichtet hätten, die Steuerreformstufe 2005 auf 2004 vorzuziehen."

Schröder am 26.11.2003 im Bundestag

"Ich werde alles daran setzen, dass wir zumindest bis Ende nächsten Jahres Deutschland wieder unter drei Prozent beim Defizit bringen."

Eichel laut "Süddeutscher Zeitung" vom 8.5.2004 zu der Frage, ob Deutschland 2005 das Maastricht-Kriterium einhält