Todesschütze glaubte an 9/11-Verschwörung

Amerika trauert um die Opfer des Attentats von Arizona. Täter unter Mordanklage

Washington. Der Todesschütze von Arizona hat den Anschlag auf die Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords, der in einem Blutbad mit sechs Toten und 14 Verletzten mündete, offenbar gezielt geplant. Bei einer Durchsuchung im Haus des 22-jährigen Jared Lee Loughner fanden die Beamten in einem Safe einen Umschlag mit der Aufschrift: "Mein Attentat". Loughner, der die Kongressabgeordnete vor einem Einkaufszentrum in Tucson mit einem Kopfschuss schwer verletzt und sechs weitere Menschen getötet hatte, ist des mehrfachen Mordes angeklagt.

Über die Motive des anscheinend verwirrten Todesschützen, der laut Polizei als Einzeltäter handelte, wird weiter gerätselt. Er soll mehrfach auf Diskussionsforen mit Giffords gestritten haben. Außerdem glaubte er, dass die US-Regierung die Anschläge des 11. September 2001 selbst geplant habe. Unter den Toten ist auch ein Mädchen, das an 9/11 geboren wurde.

Die Diskussion konzentriert sich auf die Frage, ob das aufgeheizte politische Klima mitverantwortlich für das Blutbad ist. Dabei zielen die Vorwürfe der Demokraten, zu denen Obama und Giffords gehören, auf die radikalkonservative Tea Party und deren Leitfigur Sarah Palin. Sie war 2008 republikanische Vizepräsidenten-Kandidatin.

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