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Schlechte Stadien, überforderte Polizei

Die Sicherheitsmaßnahmen in Ägyptens Fußballstadien sind generell schlecht. Schon oft kam es zu Ausschreitungen. Der ehemalige DDR-Nationalspieler und frühere Trainer des Klubs Al-Ahly Kairo, Hans-Jürgen Dörner, sagt: "Das sind verfallene Stadien, in denen die sogenannten Fans Steine oder Stöcke finden, die sie auf die Mannschaften beziehungsweise auf die Schiedsrichter werfen können."

Rainer Zobel, ein anderer ehemaliger Al-Ahly-Trainer aus Deutschland, fasst seine Erfahrungen so zusammen: "Manchmal versammelten sich 3000 Soldaten auf den Rängen, und 1000 Polizisten standen in den Straßen rund ums Stadion. Doch die Checks an den Eingängen waren lächerlich. Da wurde man nicht mal abgetastet." Allerdings hätten die Krawalle früher meistens vor den Stadien stattgefunden.

( (HA) )