Gefährder

Ex-Leibwächter von Osama bin Laden soll abgeschoben werden

Sami A., Islamist und mutmaßlicher Vertrauter von Osama bin Laden, soll nun doch abgeschoben werden.

Sami A., Islamist und mutmaßlicher Vertrauter von Osama bin Laden, soll nun doch abgeschoben werden.

Foto: Matthias Graben / FUNKE Foto Services

Der Ex-Leibwächter von Osama bin Laden, Sami A., lebt seit 2005 in Bochum. Es galt ein Abschiebehindernis, das das Bamf nun widerrief.

Bochum.  Der in Bochum lebende frühere Leibwächter des getöteten Terrorchefs Osama bin Laden

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ist festgenommen worden und soll abgeschoben werden. In einem Bescheid habe das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ein bislang anerkanntes Abschiebehindernis widerrufen, teilte ein Sprecher der Stadt Bochum mit.

Die Polizei habe Sami A. am Montag festgenommen, als er seiner täglichen Meldeauflage auf einer Polizeiwache nachgekommen sei. Durch den Bescheid des Bundesamtes sei nun eine Abschiebung möglich. Sie werde von der Ausländerbehörde vorbereitet, sagte der Sprecher weiter. Abschiebehaft sei beantragt. Die „Bild“-Zeitung hatte zuerst berichtet.

In Tunesien droht Folter

Der 42-jährige Tunesier lebt seit 2005 in Bochum und hat Frau und Kinder. Noch im April wurde er vom nordrhein-westfälischen Innenministerium aufgrund seiner terroristischen Vergangenheit als sogenannter „Gefährder“ eingestuft. Zuletzt hatte das Oberverwaltungsgericht Münster im April 2017 festgestellt, dass dem Mann bei einer Rückkehr nach Tunesien „mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit Folter, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung“ drohten.

Nach einem Beschluss des Bundesverfassungsgericht aus dem Mai können deutschen Behörden ausländische Gefährder unter Einschränkungen auch in Länder abschieben, in denen ihnen die Verhängung der Todesstrafe droht. (dpa/les)

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