Bundespräsident

Wulff lobt Beitrag der Muslime für Zusammenhalt in Deutschland

Grußbotschaft zum Fastenbrechen des Ramadan. Bundespräsident Wulff würdigt Einsatz für den arabischen Frühling.

Berlin. Bundespräsident Christian Wulff hat den deutschen Muslimen Respekt gezollt. Viele Muslime brächten immer wieder „Mut und Menschlichkeit in die Gemeinschaft“ ein und förderten „damit auch den Zusammenhalt in Deutschland“, sagte Wulff in einer Grußbotschaft zum Fest des Fastenbrechens 2011. Das Ende des Ramadans am 30. August sei „eine gute Gelegenheit, dafür danke zu sagen!" Aus Gesprächen wisse er, dass vielen Muslimen „angesichts der aufwühlenden Berichte aus Nordafrika“ das religiöse Innehalten schwer gefallen sei. „Einerseits wecken die jungen Demokratiebewegungen immense Hoffnungen und den Wunsch, beim Neubeginn dabei zu sein. Andererseits wachsen auch die Sorgen um Angehörige und Freunde, die in der alten Heimat für die Freiheit ihr Leben riskieren“, sagte der Bundespräsident.

Wörtlich sagte Wulff weiter: „Wer dieses Jahr den Ramadan begangen hat, musste oft große Kraft aufbringen: weil die Fastenzeit in einen Sommer fiel, dem ein ganz besonderer Frühling vorausging: der arabische Frühling.

Das dreitägige Fest zum Abschluss des Fastenmonats Ramadan ist neben dem Opferfest das höchste islamische Fest. Das Fasten im Ramadan gehört zu den heiligen Pflichten der Muslime. Zum Fastenbrechen besuchen sich Freunde und Verwandte, tauschen Glückwünsche aus und beschenken die Kinder. Weil viele Süßigkeiten verteilt werden, heißt das Fest in der Türkei auch Zuckerfest.

Auch die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), gratulierte den Muslimen zum Ramadan-Fest. Das Fest, bei dem viele Muslime auch ihre nichtmuslimischen Freunde, Nachbarn und Bekannte einladen, bringe in besonderem Maße zum Ausdruck, dass gutes Zusammenleben nur gelingt, wenn sich alle die Hand reichen. Böhmer erklärte weiter: „Nur wenn wir uns öffnen und auf den anderen einlassen, können wir einander kennenlernen, Hürden überwinden und Vorurteile abbauen, den anderen besser verstehen“. Das gemeinsame Feiern sei besonders gut dazu geeignet, die Verständigung der Religionen und der Menschen untereinander voranzubringen. (dapd/epd)