Meinung
Abendblatt-Autoren

Wer ist eigentlich ... Christopher Herbst?

Christopher Herbst

Christopher Herbst

Foto: Annabell Behrmann

Immer montags: Der Fragebogen an die Abendblatt-Autoren, deren Namen man häufig in der Zeitung liest. Heute: Christopher Herbst.

Ich bin Journalist geworden, weil: … meine Tante, die selbst für das Hamburger Abendblatt schreibt, mich zu einem Praktikum überredete (danke!) – und ich recht schnell bemerkte, dass ich gerne mit unterschiedlichsten Menschen über vielfältige Themen spreche.

Meine großen Themen sind: … Lokalpolitik und Persönliches, ob in Norderstedt, Henstedt-Ulzburg, Tangstedt.

Ich wollte immer zum Hamburger Abendblatt, weil: Also zumindest lag bei meinen Eltern und meinen Großeltern nie eine andere Zeitung auf dem Tisch. Etwas anderes, das in dieser Form für Hamburg und den Norden steht, gab es für mich nie.

Ein Text über mich sollte mit folgendem Satz beginnen: Er hatte keine Zeit, nahm sie sich aber.

Drei Dinge, die ich an Hamburg und dem Norden am meisten schätze: Überschaubarkeit, den Gegensatz Stadt/Land, die Nähe zu Nord- und Ostsee.

Drei Dinge, die in Hamburg und im Norden besser werden müssen: Weniger motorisierter Verkehr in den Zentren, Strategien für neue Wohnquartiere, Tier- und Umweltschutz.

Demnächst würde ich gern mal ein Interview führen mit ... … der puerto-ricanisch-stämmigen New Yorker Politikerin Alexandria Ocasio-Cortez, die mit 29 jüngste Abgeordnete im US-Kongress wurde – für die Demokratische Partei.

Der interessanteste Interviewpartner, den ich bisher hatte: … ist Wolf von Schenck, Geschäftsführer des Wildparks Eekholt. Mit ihm über Wesen und Bedeutung von Wölfen zu reden ist faszinierend und lehrreich.

Die schwierigste Geschichte, die ich recherchieren musste: Es war ein Bericht über eine mit Zwillingen schwangere Frau, die ihren Ehemann und Vater von vier Söhnen bei einem Verkehrsunfall zum Jahreswechsel 2018/2019 verlor.

Das spannendste Ereignis, bei dem ich als Journalist dabei sein durfte: … als die Gemeinde Tangstedt am 14. Juni 2017 die Pferdesteuer beschloss. Die Aufmacherstory für den nächsten Tag war fünf Minuten vor Deadline fertig. Die Demonstrationen gegen dieses Vorhaben und die Aufmerksamkeit brachten das Dorf an den Rande des Wahnsinns.

Im letzten Leserbrief, den ich bekommen habe, ging es um ... den Tangstedter Badesee „Costa Kiesa“.

Im Hamburger Abendblatt lese ich am liebsten: Kolumnen und Meinungen, Lokalpolitik und den Sport.

Wenn ich Chefredakteur des Hamburger Abendblatts wäre, würde ich ... … mich über so viele gute Mitarbeiter freuen, die sich täglich für Gegenwart und Zukunft unserer Zeitung einsetzen.

Neben dem Abendblatt lese ich zum Beispiel folgende Zeitungen/Magazine: „The Guardian“, „360 Grad Australien“, „Vegan World“.

Wenn das Hamburger Abendblatt ein Mensch wäre, dann wäre es: … ein guter Freund, der inspiriert, aber auch nervt, wenn es sein muss.

Die sozialen Medien sind für mich: … Pflicht und Spaß. Twitter für News und Debatten aus aller Welt, Instagram für Zeitvertreib und Entertainment.

Meine größte Leidenschaften sind: … meine Freundin, meine Rap-Sammlung, Fitness, Naturfotografie, der HSV.

Meine Lieblingsplätze in der Region sind: … Hamburgs Innenstadt im Sommer, alles Grüne entlang der Alster – und für mich als Norderstedter die Garstedter Feldmark.

Mein Lieblingsrestaurant ist: … das Vegan Eagle in Langenhorn.

Die letzten Bücher, die ich gelesen habe: „The Hellfire Club“ (Jake Tapper), „Tierreich“ (Jean-Baptiste del Amo).

Menschen, die an der Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit von Medien zweifeln, sage ich: Inhaltlich über Themen diskutieren – gerne! Pauschalurteile sind einfach falsch. Wer sich informiert und nicht nur etwas nachplappert, der sieht, wie unterschiedlich große und kleine Medien sind.

Vita: Christopher Herbst (35) wurde 1984 in Hamburg geboren, lebt seitdem in Norderstedt. Nach seinem Abitur studierte er Politikwissenschaft und Amerikanistik an der Universität Hamburg. Beim Hamburger Abendblatt begann er 2007 als Praktikant im Regionalsport, ist seit 2015 Lokalredakteur in der Regionalausgabe Norderstedt.