Hamburg-Kolumne

Charity-Auktion im Millerntor-Stadion erzielt Rekordsumme

Kunst für den guten Zweck: Auktionatorin Christiane Gräfin zu Rantzau mit den beiden Künstlern Martin Tardy (l.) und Paul Schrader bei der Charity-Auktion der Millerntor Gallery.

Kunst für den guten Zweck: Auktionatorin Christiane Gräfin zu Rantzau mit den beiden Künstlern Martin Tardy (l.) und Paul Schrader bei der Charity-Auktion der Millerntor Gallery.

Foto: luxundliebe

Anekdoten aus der Gesellschaft, Rück- und Vorblicke auf Veranstaltungen – und alles über die wichtigsten Köpfe der Stadt.

Hamburg. Kunst und Sport passen gut zusammen. Das zeigte sich bei der traditionellen Charity-Auktion zur Eröffnung der Millerntor Gallery. So farbenfroh, wie die Gänge des St.-Pauli-Stadions derzeit aussehen, werde die Mannschaft zukünftig auch vorgehen, versprach Vereinspräsident Oke Göttlich und lobte die Veranstalter, sie hätten das Stadion durch Street-Art, Skulpturen, Installationen und fotografische Arbeiten in das schönste der Welt verwandelt. Großer Applaus der anwesenden Gäste, darunter Fernsehkoch Tim Mälzer. Der hat einen Grund zum Feiern, denn sein Restaurant Bullerei in den Schanzenhöfen feiert zehnten Geburtstag. Mit bei der Auktion waren auch About-You-Gründer Tarek Müller und Medienunternehmer Frank Otto. Sie alle waren gekommen, um „auf Jagd zu gehen“, wie Mälzer es formulierte: „Ich bin ein Mensch, der sich gerne mit Kreativität umgibt und sein Leben nach vielen ästhetischen Standpunkten ausrichtet, dazu gehört natürlich auch Kunst. Bei dieser Auktion kann man den Geist des Sammelns und Jagens verbinden mit einer guten Aktion.“ Mälzer hatte zwei, drei Werke im Visier, genauso wie Unternehmer Lars Hinrichs: „Ich sammle einiges an Kunst, aber vor allem das, was schön ist und nicht unbedingt einen großen Namen hat.“ Vor Ort interessierte er sich für ein Print von Daniel Richter (ging später für 115.000 Euro weg). Insgesamt versteigerte Christiane Gräfin zu Rantzau vom Auktionshaus Christie’s 36 Werke, darunter ein Gemälde von Maximilian Magnus und eine künstlerische Fotografie des Fußballers Kevin-Prince Boateng von Marco Fischer. Tarek Müller erzählte, er sei gerade umgezogen: „Deshalb suche ich noch ein paar Kunstwerke für meine leeren Wände.“ Arne Vogler von Viva con Agua erklärte: „Wir versuchen heute Abend aus Kunst Trinkwasser zu machen, ich habe das Gefühl, es könnte viel zusammenkommen.“ Und so kam es denn auch – nachdem die Location kurzzeitig nach einem Fehlalarm evakuiert worden war. Ein aufregender Abend, bei dem der Künstler Martin Tardy­ vor Ort mit zwei Montblanc-Füllfederhaltern gleichzeitig (einen in der linken, einen in der rechten Hand) eine asynchrone Zeichnung anfertigte, für die ebenfalls geboten werden konnte. Am Ende kam eine Rekordsumme von 270.000 Euro zusammen. Die Erlöse aus dem Kunstverkauf fließen in das Projekt Oratta im Norden Mosambiks. Hier unterstützt Viva con Agua gemeinsam mit Viva con Agua Schweiz und der lokalen Crew in Mosambik Wasser- und Sanitärprojekte. Die Millerntor Gallery ist Sonnabend von 12 bis 24 Uhr und Sonntag von 12 bis 19 Uhr geöffnet, Tagestickets kosten 10 Euro.

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Von der Elbe an die Spree zieht es Oliver Staas. Neun Jahre lang war der gebürtige Kölner Direktor vom Radisson Blu Hotel am Bahnhof Dammtor. Das ist Hamburg höchstes und mit 526 Zimmern auch größtes Hotel. Nun heißt es Abschied nehmen. Denn der Gastgeber aus Leidenschaft leitet nun die Geschicke vom Radisson Blu in Berlin. Das liegt am Anfang des Boulevards Unter den Linden. In der Bundeshauptstadt ist er für mehr als 180 Mitarbeiter verantwortlich und freut sich darüber, in einer der „dynamischsten Städte in Europa“ arbeiten zu dürfen. Aber der leidenschaftliche FC-St.-Pauli-Fan bleibt seiner Wahlheimat Hamburg treu und behält seinen Wohnsitz in Eppendorf. Einen kompletten Umzug werde es aus familiären Gründen nicht geben. Etwas Schöneres, als in Hamburg zumindest an den Wochenenden zu leben und in einer pulsierenden Stadt wie Berlin zu arbeiten, könne man sich gar nicht vorstellen, sagte Oliver Staas. Wer sein Nachfolger in Hamburg wird, wird Anfang August bekannt gegeben.

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Zwei ambitionierte Schauspieler sind an diesem Sonnabend im Cinemaxx Hamburg-Dammtor zu Gast. Emilia Schüle und Dennis Mojen stellen ihre romantische Komödie „Traumfabrik“ dem Publikum vor. Auch Regisseur Martin­ Schreier ist dabei. Die Vorstellung – es gibt noch Karten an der Kinokasse – beginnt um 20 Uhr. Danach stehen die Schauspieler den Zuschauern Rede und Antwort.

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Mit Sekt statt Kaffee wurde der Festakt des Deutschen Kaffeeverbands zelebriert. Zum 50. Jubiläum hatten die Spezialisten für das Lieblingsgetränk der Deutschen mit Hauptgeschäftsführer Holger Preibisc h in den Großen Saal der Elbphilharmonie geladen. Motto: Wach, heiß, stark. Zu den Gratulanten gehörte José Sette, Director der International Coffee Organization, sowie Brasiliens Botschafter S.E. Roberto Jaguaribe. Nach den Reden gaben die Hamburger Symphoniker ein exklusives Konzert für die 1800 Gäste aus der ganzen Welt. Am Abend ging es mit dem Schiff zum Jubiläumsdinner in die Fischauktionshalle.

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Die feine Hamburger Gesellschaft zieht es am Sonntag auf die Galopprennbahn Hamburg-Horn zum Derby. Sehen und gesehen werden steht da auf dem Programm. Die Damen werden ihre extra für diesen Tag angefertigten Hüte tragen, und wer dazugehört, der ist zum Empfang von Albert Darboven in das VIP-Zelt eingeladen. Der Kaffeeunternehmer und Hauptsponsor sowie seine Frau Edda erwarten rund 300 Gäste. Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit und Peter Tschentscher mit Frau Eva Maria haben sich angesagt. Der Bürgermeister wird am Nachmittag den Sieger des Hauptrennens des 150. Deutschen Derbys ehren. In dieser Woche hatte Albert Darboven bereits zahlreiche Termine rund um das Derby, und er war auch im Rathaus dabei. Aufgrund des Jubiläums hatte die Stadt zu einem Senatsempfang eingeladen. Staatsrat Torsten Sevecke begrüßte auch den Präsidenten des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen, Michael Vesper. Ein weiteres gesellschaftliches Ereignis ist das traditionelle Derby-Dinner im Hotel Atlantic am Sonnabendabend.

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„Big in Japan“ – der Titel des Alphaville-Popsongs war in dieser Woche womöglich der Ohrwurm des Hamburger Bundestagsabgeordneten Christoph Ploß. Denn mit der Jungen Gruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ging es für den Eppendorfer auf große Reise nach Japan. Mit dabei war unter anderem auch der 26-jährige Philipp Amthor, einer der derzeit am heißesten diskutierten Jungpolitiker – nicht zuletzt wegen seines nicht ausgestrahlten Antwort-Videos auf die verbale Attacke des You­Tubers Rezo. In Tokio informierte sich die Delegation bei der Firma Cyberdyne darüber, wie mithilfe von Robotik Patienten nach einem Schlaganfall wieder laufen lernen können, bei Continental in Yokohama ging es um Teststrecken für autonomes Fahren. Beim Austausch mit dem Staatsminister für Umwelt, Minoru Kiuchi, im japanischen Parlament war die Zusammenarbeit bei Verkehrs- und Umweltthemen ein Thema. „Die Japaner versuchen, Klimaschutz, eine umweltfreundlichere Ernährung oder eine Verbesserung der Mobilität nicht durch Verbote, sondern durch Investitionen in neue Technologien zu lösen“, so Christoph Ploß über seine Eindrücke. „Davon können wir lernen.“

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Die ersten Einladungen für das Jahresfest der Hamburgischen Landesvertretung am 4. September in Berlin sind verschickt. Bürgermeister Peter Tschentscher und Staatsrätin Annette Tabbara,Bevollmächtigte der Freien und Hansestadt Hamburg beim Bund, haben sich für einen neuen Veranstaltungsort entschieden. Das ist die Eventlocation Tempodrom auf dem Gelände des ehemaligen Anhalter Bahnhofs. Rund um die Landesvertretung an der Jägerstraße wird gebaut, deshalb kann hier nicht mehr gefeiert werden. Und es wird exklusiver, denn in diesem Jahr werden deutlich weniger Einladungen verschickt. „Wir wollen die wichtigsten Entscheider auf dieser Veranstaltung dabeihaben“, sagte Klaus Harneit. Der stellvertretende Leiter der Landesvertretung organisiert das Jahresfest mit seinem Team. Auch wenn der eine oder andere nicht mehr eingeladen wird, es werden immer noch mehr als 2000 Gäste erwartet. Für die musikalische Unterhaltung sorgt unter anderen Starpianist Joja­ Wendt. Passend zum Motto „Hamburg in Berlin“ werden sich wieder Hunderte Hanseaten auf den Weg in die Bundeshauptstadt machen. Die meisten kommen mit dem ICE. Vielleicht setzt die Deutsche Bahn in diesem Jahr mal einen Sonderzug ein.

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Make-up-Stylist und Beauty-Experte Boris Entrup war am Dienstag nicht etwa auf der Fashion Week in Berlin anzutreffen, sondern bei der dpa-Tochter news aktuell in Hamburg. Der Grund: die alljährliche Jury-Sitzung wegen des PR-Bild Awards. Aus mehr als 600 Einreichungen wurden die 60 besten Fotos in den Kategorien Lifestyle, Storys & Kampagnen, Porträt, Social-Media-Foto, Reisen und NGO-Foto ausgewählt. Ab dem 12. August werden die Fotos auf www.pr-bild-award.de online präsentiert und die Öffentlichkeit die Sieger der jeweiligen Kategorien wählen. Die Preisverleihung ist am 24. Oktober in Hamburg. Durch den Abend werden die Moderatoren Sabrina Ziegler und Carsten Spengemann führen.

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Das Automuseum Prototyp in der HafenCity war der perfekte Ort, um die Deutschlandpremiere des neuen McLaren GT zu feiern. Durch die Flügeltüren des Sportwagens stiegen die „The Voice of Germany“-Finalistin Tesiree Priti und die Popsängerin Linda Teodosiu aus und gaben eine Gesangseinlage. Moderatorin Silke Leinweber führte durch den Abend. Unter den rund 120 Gästen, die der neue McLaren-Hamburg-Chef Danny­ Wegsel begrüßte, waren Unternehmer Lars-Oliver Fuhse und Moderatorin Ilka Groenewold. Organisiert wurde der Abend von der Peppermint Event GmbH, die – nach Hannover – nun auch verstärkt in Hamburg aktiv werden will, wie Geschäftsführer Volker Tolksdorf verriet.