Hamburg-Kolumne

Toni Garrn spaziert durch den Garten Eden in Hamburg

Toni Garrn war in dieser Woche zu Besuch im Hotel Tortue. Das Topmodel ist in Ohlstedt aufgewachsen und verbindet mit Hamburg das Gefühl Heimat, Eis essen, viel Grün und Franzbrötchen.

Toni Garrn war in dieser Woche zu Besuch im Hotel Tortue. Das Topmodel ist in Ohlstedt aufgewachsen und verbindet mit Hamburg das Gefühl Heimat, Eis essen, viel Grün und Franzbrötchen.

Foto: Franziska Krug/Getty Images

Anekdoten aus der Gesellschaft, Rück- und Vorblicke auf Veranstaltungen – und alles über die wichtigsten Köpfe der Stadt.

Hamburg.  Wo genau liegt der Garten Eden? Was Religionswissenschaftler auf der ganzen Welt nicht klären konnten, hat Hamburg nun beantwortet: Der Garten Eden befindet sich an der Stadthausbrücke im Hotel Tortue. Zumindest für die nächsten sechs Wochen. So lange gibt es dort eine Art Dschungel-Champagner-Bar, die so aufwendig mit Blumen und Pflanzen erschaffen wurde, dass Adam und Eva sich jeden Abend betrinken würden. 300 geladene Gäste kamen zum großen Opening des „Eden by Perrier-Jouët“-Pop-ups. Mit dabei waren Supermodel Toni Garrn, Männer-Model Johannes Huebl, Schauspieler Oliver Masucci, Revolverheld-Frontmann Johannes Strate mit Anna Angelina Wolfers, Sänger „Sasha“ mit seiner herrlich gut gelaunten Frau Julia Röntgen-Schmitz, Elena Carrière, Nina Suess, Juliane Diesner (bestes Kleid des Abends!) und Johannes Laschet. Toni Garrn (beste Beine des Abends!) erzählte, sie verbinde mit Hamburg immer das Gefühl von Heimat, „von Oma und Opa, viel Eis essen, Tennis spielen, die beste Luft, so viel Grün und Franzbrötchen.“ Die in Ohlstedt Aufgewachsene erzählte von ihrem jüngsten Projekt für Plan International in Ruanda, wo sie hilft, Kindergärten aufzubauen. „Dark“-Hauptdarsteller Oliver Masucci (die dritte Staffel wird gerade gedreht) erklärte, warum er von Berlin nach Hamburg gezogen sei: „Meine beiden Kinder leben hier, und Hamburg ist die schönste Stadt Deutschlands. Außerdem ist Fatih Akin hier.“ Da könne man sich abends mal auf ein Bier treffen und für ein Filmprojekt anbändeln. Johannes Huebl (eine Million Instagram-Abonnenten und mit einer der angesagtesten Frauen überhaupt, Olivia Palermo, verheiratet) verriet, dass er früher, als er in Hamburg lebte, gerne auf den weißen Stühlen an der Alster saß und mit einer Vespa zur Uni fuhr: „Wenn Hamburg ein Model wäre, dann wäre es ein Supermodel!“

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Glück muss man haben: Eugen, Christa und Christina Block hätten sich für die Eröffnung der Dachterrasse auf ihrem Hotel Grand Elyseé kaum eine bessere Woche als die vergangene aussuchen können. Direktor André Vedovelli ließ Cocktails in Eis- und Dessert-Form servieren, und jede Menge bekannter Hamburger kamen, um einen neuen Blick von oben auf die Stadt zu testen. Norbert Aust, der mögliche künftige Präses der Handelskammer, war genauso dabei wie Hapag-Lloyd-Aufsichtsratchef Michael Behrendt mit seiner Frau Cornelia. „Gala“-Chefredakteurin Anne Meyer-Minnemann brachte ihre Kinder mit, Unternehmer Alexander Otto seine Frau Dorit. Sandra Quadflieg sprach lange mit Box-Legende Wladimir Klitschko, der oft zu Gast im Hotel ist. Außerdem gesehen: Moderator Yared Dibaba, die Unternehmer Jürgen Hunke, Cord Schellenberg und Frank Mackerodt.

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Was haben die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und der ehemalige grüne Stadtentwicklungssenator Willfried Maier gemeinsam? Beide sind für ein soziales Pflicht- beziehungsweise Bürgerjahr. Als erster Vorsitzender der Patriotischen Gesellschaft hat Maier die Debatte am Montag wieder eröffnet: „Das Thema ist mir seit Langem wichtig – bislang bin ich aber immer gescheitert“, sagte Maier. Der Publizist Mathias Greffrath hielt in den Räumen an der Börsenbrücke ein Plädoyer für ein neues Verständnis des Bürgers als Republikaner. „Warum erweitern wir die Steuer- und Schulpflicht nicht um eine Dienstpflicht?“, fragte er. Ein soziales Jahr wäre für die Dienstleistenden wie die Gesellschaft ein Gewinn, ob in der Betreuung, der Pflege, der Kultur oder dem Sport. In der folgenden Debatte zeigten Dirk Ahrens, Leiter des Diakonischen Werks Hamburg, und Birgit Stöver von der CDU-Bürgerschaftsfraktion zwar manche Probleme auf – dem Zauber der Idee wollten sie sich nicht entziehen. In Umfragen votierten zuletzt bis zu drei Viertel der Deutschen für ein soziales Jahr.

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Zur Abschlussgala der Privattheatertage gab es eine ganz besondere Aktion. Im Foyer der Hamburger Kammerspiele hatte die Initiative „Hamburg wird pink“ eine riesengroße pinke Schleife aus Blumen aufgebaut, um auf das Thema Brustkrebs aufmerksam zu machen. Die prominenten Besucher, unter ihnen Sandra Quadflieg, Schauspielerin Claudia Rieschel oder Sängerin Helen Schneider ließen sich begeistert vor dem rosafarbenen Hingucker fotografieren. Das Mammazentrum Hamburg am Krankenhaus Jerusalem und die PR-Agentur Hesse und Hallermann wollen mit der Aktion „Hamburg wird pink“ das Bewusstsein für das Thema Brustkrebs und für bessere Heilungschancen durch Früherkennung und eine Behandlung erhöhen.

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Mit einer rauschenden Party hat das Izakaya seinen zweiten Geburtstag gefeiert. Das Restaurant im Hotel Sir Nikolai nahe der Katharinenkirche serviert japanische Speisen und heißt auf Deutsch Kneipe. Es gehört zur Entourage Group aus Amsterdam. Zu chilligen Beats gab es Champagner, Wodka-Cranberry und Häppchen. Unter den rund 450 Gästen waren Scooter alias HP Baxxter, IT-Unternehmer Marco Börries, Marion Fedder und Influencerin Aylin König. Aber auch Alexander Nava, Chef vom Favoloso an der Staatsoper, Yossi Eliyahoo, Gründer der Entourage Group, und seine Vorstandsvorsitzende Stephanie Pearson sowie Liran Wizman von den Sir Hotels. Sie freuten sich über die asiatisch gekleideten Models, die allerdings nicht lachen durften, weil sie dann den perfekt geschminkten Mund verzogen hätten.

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Mann trägt unten kurz, zumindest bei karibischen Temperaturen, wie sie bei der coolen Summernight „Can You Feel It?“ des „Opium“-Magazins im Au Quai herrschten. Fashionexperte Boris En­trup kam in schwarzen Shorts mit Nadelstreifen, NDR-Moderator Hinnerk Baumgarten in Weiß. Wunderbar schräg war die Hawaiihose, „aber mit Gürtel“ von Tim Engelke-Dührkopp. „Kann Mann machen, allerdings sollten kurze Hosen dann mit einem schönen Hemd und Mokassins kombiniert sein“, kommentierte Modedesignerin Ella Deck. Susanne Böhm kam zur Party dagegen im Mini und bauchfrei mit Flip-Flops, direkt aus dem Schwimmbad, „war da gerade mit den Kids“, mondän dagegen Marion Fedder im tief dekolletierten Pailletten-Hosenanzug. Gastgeber Christian Dunger und Gunnar Henke behielten hingegen den ganzen Abend über ihre dunklen Anzüge an – Respekt!

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Der Hamburger Hans Gerst hat nicht nur in der Hansestadt zahlreiche Hotels, sondern besitzt auch das Seehotel Frankenhorst in Schwerin. Das liegt direkt am Wasser, und seine Western-Party hat inzwischen Kultstatus. Auch in diesem Jahr kamen rund 200 Gäste und genossen bei Kaiserwetter den Abend. Aus den USA wurde Country-Star Kim Carson eingeflogen und sorgte mit der Band für die passende Musik. Zu späterer Stunde griff der Gastgeber selbst zum Mikrofon und gab eine Gesangseinlage. Mit dabei war auch der US-Generalkonsul Rick Yoneoka und der ehemalige Hamburg-Tourismus-Chef Dietrich von Albedyll.

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Das Rauhe Haus hat am vergangenen Wochenende den Hamburger Pflegfamilientag mit einem Grillfest gefeiert. Rund 200 Gäste kamen, unter ihnen auch Pa­trick Bach. Der Schauspieler hatte in der TV-Show „Dingsda“ 3000 Euro erspielt, womit die Kosten für die kleine Feier bestritten werden konnten. „Kinder sollten die Möglichkeit haben, in einer intakten Familie aufzuwachsen, um so den richtigen Start für das weitere Leben zu bekommen“, sagte er. „Deshalb braucht Hamburg mehr Pflegefamilien.“ Neben Bach sind auch Handball-Weltmeister Pascal Hens und die NDR-Journalistin Susanne Stichler seit 2017 Botschafter für das Thema „Pflegefamilie werden“ in Hamburg.

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Krawatten waren an diesem heißen Sommerabend im Innenhof des Rathauses Mangelware. Viele Herren hatten sogar auf das Sakko verzichtet, und Theaterunternehmer Corny Littmann kam gleich im weißen kurzärmeligen Hemd zum Parlamentarischen Sommerfest. Ein E-Bike hat sich der CDU-Landesvorsitzende Roland Heintze zugelegt. Damit erschien er an diesem Tag nicht, aber er will künftig ab und an mit dem Rad zur Arbeit fahren. Staatsrat Torsten Sevecke war aufgekratzt, in wenigen Wochen erwartet seine Lebensgefährtin Lydia Kleist eine Tochter. Mitte-Bezirksamtschef Falko Droßmann berichtete vom Evangelischen Kirchentag in Dortmund. Dehoga-Chefin Ulrike von Albedyll fiel in ihrem Sommerkleid auf und berichtete von ihrem bevorstehenden Wanderurlaub im Schwarzwald.

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„Wir alle können stolz sein auf die Vielfalt der Metropolregion Hamburg und auf die Kreativität und den Ideenreichtum der Menschen, Vereine und Unternehmen.“ Unter diesem Zeichen stand die erstmalige Verleihung des „Metro­politaner Awards“, die vor etwa 300 Gästen in der Elbphilharmonie stattfand. Der Award für die Kategorie „Vereine und Stiftungen“ ging an das Projekt „Inklusion muss laut sein“, dessen über 3000 ehrenamtliche Mitarbeiter sich dafür einsetzen, dass Menschen mit Behinderung an öffentlichen Veranstaltungen wie Festivals teilnehmen können. Dem Wildpark Eekholt wurde der Preis „Unternehmen“ verliehen. Und mit „Menschen aus der Region“ wurden die Mitbegründer des Deichbrand Festivals, Marc Engelke und Daniel Schneider, ausgezeichnet. Durch die Preisverleihung soll auf Initiativen mit Engagement für diese Region aufmerksam gemacht werden. Aus 100 Vorschlägen nominierte eine Jury je fünf Kandidaten. Die Bürger konnten für ihre Favoriten stimmen.