Sehenswert

Inneren Frieden finden - oder heiraten

Ruhe, inneren Frieden und fernöstliche Weisheit - das suchen immer mehr Hamburger in Rahlstedt. An der Hermann-Balk-Straße steht das Tibetische Zentrum Hamburg, untergebracht in einem gepflegten, aber unscheinbaren Einfamilienhaus. Draußen wehen bunte Gebetsfahnen im Wind, neben der Einfahrt in einem Schaukasten hängt ein Foto des Dalai Lama. Der Friedensnobelpreisträger ist Schirmherr des Zentrums. Drinnen lernen interessierte Neubuddhisten das Meditieren, beispielsweise während der öffentlichen Meditationen dienstags von 19 bis 20.30 Uhr. Im September beginnt eine Vortragsreihe, die jeweils sonntags eine Einführung in die Kernthemen des Buddhismus gibt: die Praxis der Meditation, die philosophischen Schulen, wie sie im alten Indien entstanden sind, sowie die historische Entwicklung und Ausbreitung des Buddhismus. "Die Ruhe, das Grün um den Tempel herum - hier fühlen sich alle Besucher schnell wohl", sagt Carola Roloff. Die deutsche Nonne - ihr buddhistischer Name ist Bhiksuni Jampa Tsedroen - empfing im Tibetischen Zentrum ihre Noviz-Ordination. (Infos zum Zentrum: www.tibet.de)

Unbedingt sehenswert ist auch die Altrahlstedter Kirche an der Rahlstedter Straße. Sie wurde um 1200 erbaut und gilt als eines der ältesten Gebäude im Stadtteil. Auch wenn die Kirchenwände aus grobem Feldstein ebenso wie der Fachwerkturm mehrfach ausgebessert wurden, blieb die mittelalterliche Romantik der Kirche erhalten. Mit mehr als 100 Trauungen jährlich ist sie eine der Hamburger "Hochzeitskirchen". An ihren Mauern winden sich rote Kletterrosen empor.