Hamburg. Einen Abendblatt-Beitrag von Götz Wiese interpretierten viele als Bewerbung. Und doch gilt ein anderer als Favorit.

„Was passierte in Jesteburg?“ Diese Frage trieb schon vor 20 Jahren die Hamburger Politik um. Im Mai 2002 stellte die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Britta Ernst, damals wie heute Ehefrau eines gewissen Olaf Scholz, eine Kleine Anfrage mit diesem Titel an den Senat. Konkret wollte die Bildungspolitikerin wissen, was die damalige Koalition aus CDU, FDP und Schillpartei auf ihrer Sparklausur am Rande der Lüneburger Heide zum Thema Erhöhung der Lehrerarbeitszeit beschlossen hatte. Die Antwort fiel mager aus: Das Treffen der Senatsmitglieder und der Fraktionsvorsitzenden habe lediglich „der politischen Willensbildung innerhalb der Koalition“ gedient.