Hamburg

Bürgerschaft will den Bau der S4 vorantreiben

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Die Fraktionen von SPD, CDU und GAL wollen einen gemeinsamen Antrag für die Planungen des Vorentwurfs in die Bürgerschaft einbringen.

Hamburg. Die Hamburger Bürgerschaft will den Bau der S-Bahnlinie 4 vorantreiben. Dazu wollen die Fraktionen von SPD, CDU und GAL in dieser Woche einen gemeinsamen Antrag in die Bürgerschaft einbringen, um die Vorentwurfsplanungen zu starten. „Die S4 würde den steigenden Güterverkehr und den Hamburger Hauptbahnhof entscheidend entlasten“, sagte SPD-Verkehrspolitiker Ole Thorben Buschhüter. „Jetzt darf sich der Bund nur nicht aus der Verantwortung stehlen."

Im August hatte das Bundesverkehrsministerium die Priorität des Projekts trotz Eintrag im Bundesverkehrswegeplan angezweifelt. Grund: Die S-Bahnverbindung von der Hamburger Innenstadt bis nach Ahrensburg käme vor allem dem Nahverkehr zugute. Damit sei der etwa 350 Millionen teure Bau allein Ländersache. Nach Ansicht der SPD müsse sich der Bund dennoch an den Kosten beteiligen. Einem Gutachten zufolge würde eine zusätzliche Schiene zu 60 Prozent dem Güter- und Fernverkehr nutzen, da andere Strecken entlastet und damit für eine andere Nutzung frei würden.

Die verkehrspolitische Sprecherin der GAL-Faktion, Martina Gregersen, betonte: „Jetzt ist es wichtig, dass dieses für Hamburg und den Norden so wichtige Projekt auch beim Bund weiter seine Priorität behält.“ Darum müsse der Stadtstaat nun bald mit dem Bund und Schleswig-Holstein Gespräche führen und über die Kosten reden.

Am Montag unterschrieben Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker der SPD eine Resolution, in der sie auch eine enge Zusammenarbeit mit Schleswig-Holstein forderten. Der Kieler Landtagspolitiker Martin Habersaat (SPD) sagte: „Ich hoffe, dass uns ein entsprechender Vorstoß aus Hamburg auch entsprechend beflügeln wird.“