Harburg

Tempo 100 auf der A 250 wegen Straßenschäden

Tempo 100 auf der Autobahn 250 zwischen Lüneburg und Winsen-Ost wird bis mindestens Ende des Jahres andauern und im Winter wird vermutlich sogar auf Tempo 80 reduziert. Der Grund sind Fahrbahnschäden.

Lüneburg/Hittfeld. Das neue Tempolimit auf der Autobahn 250 zwischen Lüneburg und Winsen-Ost wird bis mindestens Ende des Jahres andauern und im Winter vermutlich sogar auf 80 Stundenkilometer reduziert. Der Grund sind Fahrbahnschäden. Wann sie behoben werden, ist unklar. Die Behörde hat noch kein Geld dafür freigegeben. Ein Ende des Tempolimits ist daher zurzeit nicht absehbar.

Wo bis vor kurzem keinerlei Geschwindigkeitsbegrenzung herrschte, gilt seit vergangener Woche Tempo 100. Die Autobahnmeisterei Hittfeld hat zwischen Lüneburg und Winsen-Ost in beiden Richtungen entsprechende Schilder sowie Warnhinweise auf Fahrbahnschäden aufgestellt.

Die Probleme sind genau dort entstanden, wo die Autobahnmeisterei jüngst Frostsprengungen des Winters repariert hatte. Das Reparaturmaterial sei durch die Hitze der vergangenen Woche aufgequollen, sagte die Geschäftsstellenleiterin Anke Nordholz der Rundschau.

"Die Schäden sind so groß, dass wir sie beschildern müssen. Es war dringend nötig, eine Geschwindigkeitsbegrenzung einzurichten", sagte Nordholz weiter. Einige Stellen habe die Autobahnmeisterei bereits ausgebessert, für andere eine Fremdfirma beauftragt.

Nötig sei jedoch eine umfassende Erneuerung: "Normalerweise müsste die komplette Strecke saniert werden", sagte die Leiterin in Hittfeld. "Das aber überschreitet unsere Mittel und Kompetenzen. Wir selbst können Schäden nur in geringem Umfang reparieren."

Da eine Sanierung noch in diesem Jahr laut Nordholz "mit Sicherheit" nicht kommen wird, rechnet sie damit, dass das Tempolimit im Winter auf 80 Stundenkilometer abgesenkt wird. "Die Lkws verursachen bei Regen sonst noch größere Schäden."

Die Entscheidung über eine Sanierung liegt bei dem Geschäftsbereich der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Verden. Deren Leiter Heiko Gerken sagte gestern der Lüneburger Rundschau: "In diesem Jahr haben wir nur wenig Geld zur Verfügung."

Die Höhe der Mittel sei unter anderem davon abhängig, wie streng der Winter ausfalle, da die Summen für Streusalz und Sanierungen aus demselben Topf kommen. "Vorigen Winter haben wir die doppelte Salzmenge verbraucht", sagte Gerken. Das Geld sei daher besonders knapp, umfangreiche Sanierungsarbeiten in diesem Jahr nicht mehr möglich.

Wann die Fahrbahn der Autobahn 250 zwischen Lüneburg und Winsen-Ost erneuert werden kann, wann eine Entscheidung getroffen wird und wann Mittel dafür bereit stehen, konnte Gerken nicht sagen: "Wir haben noch keinen Mittelrahmen dafür. Ich kann nichts verbindlich zusagen."