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Stadtradeln beginnt: Hamburger wollen Rekord knacken

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Verkehrssenator Anjes Tjarks (Bündnis90/ Die Grünen, v. l.), Umweltsenator Jens Kerstan (Bündnis90/ Die Grünen) und Samina Mir vom ADFC werben für das Stadtradeln.

Verkehrssenator Anjes Tjarks (Bündnis90/ Die Grünen, v. l.), Umweltsenator Jens Kerstan (Bündnis90/ Die Grünen) und Samina Mir vom ADFC werben für das Stadtradeln.

Foto: dpa

Behörden, ADFC und Klimaschützer wollen binnen drei Wochen einen neuen Fahrrad-Rekord aufstellen. Wer mitmachen kann.

Hamburg. Die Zielmarke der Hamburger Radler lautet: Zwei Millionen Kilometer. Vom 1. bis 21 September läuft "Stadtradeln", der deutschlandweite Wettbewerb um die meistgeradelten Fahrradkilometer. Bislang seien 932 Teams und 8448 Einzelpersonen angemeldet, sagte Umweltsenator Jens Kerstan am Mittwoch. Im vergangenen Jahr schafften die Hamburger mit 8519 Aktiven in 592 Teams 1,77 Millionen Kilometer.

Umwelt- und Verkehrsbehörde sowie die UmweltPartnerschaft und der ADFC rufen gemeinsam zur Teilnahme auf. Der Hauptgewinn in diesem Jahr ist ein Fahrrad der Firma Bonvelo. Zudem gibt es Fahrradbücher und Fahrradtouren. Die Gewinne werden am Ende unter allen aktiven Teilnehmerinnen und Teilnehmern verlost.

Fahrräder in Hamburg: So funktioniert das Stadtradeln

Unter www.stadtradeln.de/hamburg kann man einem schon bestehenden Team beitreten oder ein eigenes gründen. Jeder gefahrene Radkilometer, ob zur Arbeit, zum Einkaufen oder zur Schule, wird gezählt. Die Registrierung dauert nur wenige Minuten.

Mitmachen können alle, die in Hamburg wohnen, arbeiten, eine (Hoch-)Schule besuchen oder in einem Verein aktiv sind. Am Ende werden die Kilometer aller Teilnehmer einfach addiert.

Zwei grüne Senatoren trommeln

„Die Aktion Stadtradeln ist ein perfektes Beispiel dafür, dass Klimaschutz Spaß machen kann", sagte Umweltsenator Jens Kerstan. „Wir können und wollen zeigen, dass Hamburg schon jetzt eine Fahrradstadt ist." Laut Verkehrssenator Anjes Tjarks (beide Grüne) will die Stadt das Radverkehrsnetz weiter ausbauen. "Dafür haben wir als Stadt 2020 rund 82 Mio. Euro in den Radverkehr investiert", sagte Tjarks. "Das entspricht 46 Euro pro Kopf. 2019 waren es noch 29 Euro. Damit können wir uns auch im internationalen Vergleich mehr als sehen lassen.“

Stadtradeln ist eine internationale Kampagne, initiiert vom Klima-Bündnis, dem nach eigenen Angaben größten Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen zum Schutz des Weltklimas. Ihm gehören rund 1700 Mitglieder in 26 Ländern Europas an. Aktionszeitraum sind immer drei zusammenhängende Wochen zwischen dem 1. Mai und 30. September.

( axö )

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