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Geesthachter Radler hatten Spaß – trotz des Dauerregens

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Dirk Palapies
Beim Start war es noch trocken. Nach der Rückkehr nach zwei Stunden hatte Bürgermeister Olaf Schulze eine Wasserwelle als Frisur.

Beim Start war es noch trocken. Nach der Rückkehr nach zwei Stunden hatte Bürgermeister Olaf Schulze eine Wasserwelle als Frisur.

Foto: Dirk Palapies

Auftakt des Stadtradelns in Geesthacht mit einer zweistündigen Tour. Immerhin zwanzig hielten bei der Nässe durch.

Geesthacht. „Es regnet nicht“, war sich Geesthachts Bürgermeister Olaf Schulze beim Start der Auftakt-Tour zum Stadtradeln augenzwinkernd ganz sicher. Sein Optimismus resultierte aus der Erfahrung der vergangenen Wochen. „Bei den Stadtteilgrillen im Wahlkampf hat es auch nie geregnet“, meinte Schulze verschmitzt. Regenschutz führte er trotz Packtasche nicht mit. „Da ist ein Pullover drin“, verriet er.

Diesmal sollte es anders kommen. Kurz nach dem Start am Sonntag um 11 Uhr vom Menzer-Werft-Platz aus begann es zu nieseln, bei der Rückkehr der Radler nach 24 Kilometern war aus dem zaghaften Auftakt ein kräftiger, anhaltender Landregen geworden. Davon ließ sich Olaf Schulze die Laune nicht verderben. Er sitzt nicht nur bei solchen Events im Sattel, startet heute in den Urlaub mit einer Radwanderung Richtung Salzwedel. „Ein paar Tropfen gehören dazu“, findet er.

Viele ohne wasserfeste Kleidung nahmen die „Abkürzung“ nach Hause

Aber nicht alle Starter hatten unter diesen Umständen bis zum Ende durchgehalten. Etwa 80 Radfahrer fuhren als lange Reihe los, gut 20 Unentwegte kehrten triefend, aber fröhlich zurück. Viele von denen, die ohne wasserfeste Kleidung angetreten waren, hatten unterwegs eine „Abkürzung“ nach Hause vorgezogen.

Andere wie Sigrid Zeyn ließen sich vom Wetter nicht beeindrucken. Sie war vom Helm bis zu den Füßen mit wasserfestem Textil geschützt. „Mein Mann und ich gehören zu den Mitgründern der Radwandergruppe in Schwarzenbek vor 30 Jahren“, erzählt sie. Vor zwei Jahren sind beide nach Geesthacht gezogen und machen immer noch regelmäßig große Touren. Auch „exotische“ wie die von St. Petersburg nach Moskau.

Dagegen war die Auftakttour in Geesthacht eher bodenständig. Sie führte Richtung B 404, über einen Wirtschaftsweg parallel zur A 25 zurück nach Geesthacht, der Fahrendorfer Weg diente als „Bergetappe“, oben ging es über Krümmel zurück.

Für Kinder gab es einen Laufrad-Parcours

Während der Tross unterwegs war, konnten sich kleine Kinder erstmals bei einem Laufrad-Parcours erproben. Diese Idee fiel ziemlich ins Wasser. Nur vier Kinder insgesamt kurvten in Regenkleidung und mit Gummistiefeln um die Hütchen. Papa Timo L. war mit Sohn Emil (2) deswegen extra nach Geesthacht gekommen. So war die Verlosung eine klare Sache. Fünf Laufräder wollte die Stadtverwaltung verschenken, nun ging kein Kind mit leeren Händen nach Hause. Der Parcours soll im nächsten Jahr erneut aufgebaut werden.

Geesthacht beteiligt sich zum sechsten Mal am bundesweiten Wettbewerbs des Stadtradelns. Fahrradkilometer sammeln für die Städtewertung und den Klimaschutz kann, wer hier wohnt oder arbeitet. Momentan liegt die Zahl der Angemeldeten mit 400 in 37 Teams etwa auf dem Niveau des Vorjahres. 2020 stand am Ende ein Rekord an gefahrenen Kilometern zu Buche: 135.000 waren es. Diese Zahl möchte die Stadtverwaltung gern halten – mindestens. Die Registrierung ist möglich auf www.stadtradeln.de/geesthacht. Fragen beantwortet Anette Platz (anette.platz@geesthacht.de, Telefon 04152 /13305).


Weitere Aktionen: Am Freitag, 3. September, geht es mit Olaf Schulze und Landrat Dr. Christoph Mager ab 12 Uhr vom Rathaus aus auf Info-Tour entlang des geplanten Radschnellweg nach Bergedorf. Mitradelnde melden sich an bei Anette Platz. Sie bietet zudem am letzten Tag des Stadtradelns am 11. September eine geführte Radtour unter dem Motto „Stadtradeln trifft Kulturnacht“ an. Start ist um 19 Uhr auf dem Rathausplatz.

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