Neubau der Sternbrücke

100 Demonstranten protestieren gegen die "Monsterbrücke"

Protest gegen den Neubau der Sternbrücke am Sonnabendnachmittag in der Wohlersallee.

Protest gegen den Neubau der Sternbrücke am Sonnabendnachmittag in der Wohlersallee.

Foto: Andre Zand-Vakili

Der Protest ging am Sonnabend weiter. Die Kritik richtet sich vor allem gegen die Höhe des geplanten Neubaus.

Hamburg. Rund 100, vor allem junge Leute, haben am Sonnabendnachmittag im Wendehammer der Wohlers Allee gegen den geplanten Neubau der Sternbrücke demonstriert. Sie titulierten die von der Bahn und dem Senat favorisierten Entwurf als „Monsterbrücke“. Die Sternbrücke sei mehr als ein Brücke. Sie sei Sinnbild einer verfehlten Stadtentwicklungspolitik“, so einer der Redner. Die Planungen werde man „ auf keinen Fall hinnehmen“.

Lesen Sie auch:

Sternbrücke: "Etwas Nachhilfe" für Verkehrssenator Tjarks

Verkehrssenator Anjes Tjarks brauche hier „etwas Nachhilfe“. Die Planungen würden nach Ansicht der Demonstranten die Verkehrssituation nicht entschärfen, sondern dafür sorgen, dass eine „Blechlawine“ sich durch das Viertel wälzen werde. Das passe nicht zu der propagierten Klimapolitik. Dass der Grüne Tjarks dieses Projekt nun als alternativlos darzustellen versuche, sei der reinste Hohn für alle Klima- und Fahrradaktivisten. „Er tritt das in ihn gesetzte Vertrauen mit Füßen“, so ein Redner. Tjarks selbst sieht die neue Brücke als Baustein für die Verkehrswende, Die neue Brücke soll 125 Millionen Euro kosten und die marode, 1926 in ihrer jetzigen Form fertiggestellte Stahlkonstruktion ersetzen. Zu Verkehrsbehinderungen kam es nicht, weil die Demonstration am Wendehammer in der Wohlers Allee stattfand.

Der geplante Neubau wird wegen der Größe, insbesondere wegen der Höhe von mehr als 20 Metern, kritisiert.