Hamburg

Sternbrücke: Das steckt hinter den neuen bunten Fassaden

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Künstler haben den Häuserfassaden an der Sternbrücke in Altona ein Wandgemälde verpasst.

Künstler haben den Häuserfassaden an der Sternbrücke in Altona ein Wandgemälde verpasst.

Foto: HNRX

Drei Künstler haben drei Tage lang die Häuserfassaden neben der Brücke verschönert. Mit einer bestimmten Motivation.

Hamburg. Künstler haben sich in die Diskussion um den umstrittenen Neubau der Sternbrücke in Altona eingemischt – und das auf sehr kreative Weise. Um sich für den Erhalt der 1925/26 erbauten Brücke einzusetzten, haben drei Künstler die Häuserfassade an der Sternbrücke verschönert.

In nur drei Tagen haben die Kunstschaffenden, die hauptsächlich im öffentlichen Raum arbeiten (Urban Art), ein Wandgemälde erschaffen. "Die Wand ist unser bevorzugtes Medium und so haben wir es geschafft den Eigentümer der Häuser Stresemannstrasse 115–119 für unser Konzept zu überzeugen", sagen die Künstler.

Sternbrücke – Künstler haben Wandgemälde selbst finanziert

Ihr Wandbild soll ein Statement sein: "Hier handelt es sich um eine freie Künstlerische Arbeit, die für den Kiez Sternbrücke steht – unsere Interpretation dieser sehr impulsiven Gegend." Ihr Projekt haben sie nach eigenen Angaben mit eigenen finanziellen Mitteln umgesetzt.

Wandgemälde neben der Sternbrücke – die beteiligten Künstler sind:

  • HNRX
  • Krash Kid
  • Flying Förtress

Künstler HNRX: "Manchmal muss ich einfach ein Haus anmalen"

Auf Instagram postete HNRX ein Bild des Kunstwerkes an der Sternbrücke. Dazu schrieb er: "Manchmal muss ich einfach ein Haus anmalen, weil es sich richtig anfühlt." Nach nur weniger als einem Tag gab es dafür bereits mehr als 300 Likes.

Es ist nicht die erste Arbeit von HNRX und seinen Kollegen, die die Menschen in Hamburg bestaunen können. Auch andere Fassaden in der Hansestadt wurden von ihnen bereits verschönert.

Der große Streit um die Sternbrücke wegen des umstrittenen Neubaus

Schon seit Monaten gibt es in Hamburg einen Streit um den umstrittenen Neubau der Sternbrücke. Die Pläne der Bahn für eine über 100 Meter lange stützenlose Stabbogenbrücke waren auf heftige Kritik gestoßen, weil für den Bau mehrere Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft der Sternbrücke abgerissen werden müssten, wovon Musik-Clubs, Restaurants und Geschäfte betroffen wären.

Alles zum Streit um die neue Sternbrücke:

Im Juni hatte die CDU einen Architekturwettbewerb gefordert. SPD und Grüne in der Hamburgischen Bürgerschaft machten sich für die Prüfung einer Alternative zum Ersatz der in die Jahre gekommenen Sternbrücke durch eine sogenannte Stabbogenbrücke stark.

( coe )

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