Altona

Sternbrücke: Bezirksversammlung will Neuplanung

Blick aus südöstlicher Richtung der Stresemannstraße auf die Sternbrücke (Visualisierung).

Blick aus südöstlicher Richtung der Stresemannstraße auf die Sternbrücke (Visualisierung).

Foto: Vössing Ingenieurgesellschaft mbH / Vössing Ingenieurgesellschaft mbH.

In seiner Sitzung am Mittwochabend ist die Versammlung dem Vorschlag des Planungsausschusses gefolgt.

Hamburg. Die Bezirksversammlung Altona ist dem Vorschlag ihres Planungsausschusses gefolgt – und fordert von Senat und Deutscher Bahn die Neuplanung der Sternbrücke. Die Fraktionen von SPD, Grünen, CDU und FDP teilen gemeinsam mit, dass sich der Neubau "harmonisch in das Stadtbild einfügen", gleichzeitig genug Platz für Radwege, Bürgersteige und Busverkehr bieten und ausreichenden Lärmschutz sicherstellen müsse.

Der von der Deutschen Bahn vorgelegte Entwurf einer großformatigen Bogenbrücke hatte vielstimmige Kritik ausgelöst. Neben der Größe des Bauwerks wurde bemängelt, dass es keinen vorgelagerten Wettbewerb verschiedener Entwürfe gegeben hatte.

Daneben existieren weitere Entwürfe der Stadtentwicklungsbehörde, die jedoch bislang nicht als tatsächliche Planungsalternativen berücksichtigt worden waren – unter anderem, weil vonseiten der Stadt die Verkehrsbehörde zuständig für das Projekt ist.

Sternbrücke: Kein "Riesenbauwerk mitten im Wohngebiet"

Die Fraktionen weisen darauf hin,dass die Bahn bereits seit zehn Jahren einen Ersatz für die marode Sternbrücke plane und fordern für die Gestaltung des Neubaus ein "ergebnisoffenes Beteiligungsverfahren". Gregor Werner, baupolitischer Sprecher der SPD-Fraktion in Altona betont, "an dieser Stelle ist kein dominanter Solitär gefragt".

Alles zum Streit um die neue Sternbrücke:

Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Bezirk Altona, Holger Sülberg, ergänzt, an einem "der schlimmsten innerstädtischen Engpässe Hamburgs" böte sich nun die Chance für mehr Lärmschutz und eine verkehrspolitische Weiterentwicklung: "Wir brauchen aber kein Riesenbauwerk mitten im Wohngebiet, sondern eine Planung für weniger Autoverkehr und mehr Platz für Bus und Rad. Dazu sollte die Tradition der Planungswerkstatt Stresemannstraße fortgesetzt und der offene Dialog mit der Bevölkerung gesucht werden."