Demonstration

Fridays for Future: 2000 Schüler ziehen durch Hamburg

Die Klimaschutz-Bewegung der Kinder und Jugendlichen protestiert erneut in der City und fordert: „Verkehrswende jetzt“.

Hamburg.  Erneut haben Schüler unter dem Banner der „Fridays for Future“-Bewegung am Freitag in der City demonstriert, diesmal stand der Protest unter dem Motto „Verkehrswende jetzt – Fahrradraum statt Autoalbtraum!“.

Seit Wochen lassen junge Menschen, deren Vorbild die junge Schwedin Greta Thunberg ist, jeden Freitag den Unterricht ausfallen, um für eine bessere Klimapolitik auf die Straße zu gehen. Die Schüler zogen diesmal für bessere Bedingungen für Radfahrer auf die Straße. „Für mich ist es absolut nicht nachvollziehbar, dass eine Millionenstadt wie Hamburg nicht über ein sicheres und gut ausgebautes Radwegenetz verfügt. Das muss sich dringend ändern“, sagte Mitorganisatorin Julia Oepen am Freitag.

Demo startete am Hachmannplatz

Die Polizei zählte in der Spitze 2000 Teilnehmer. Die Demo startete am Morgen mit einer Kundgebung am Hachmannplatz. Dort sangen die Demons­tranten laut den Refrain des Songs „Hurra, die Welt geht unter“ der deutschen Hip-Hop-Gruppe K.I.Z. Auf den Plakaten war unter anderem zu lesen: „There is no Planet B“ und „Handelt, damit wir wieder zur Schule können“. Die Tour führte um den Hauptbahnhof, und über den Ballindamm ging es schließlich zum Rathausmarkt. „Klimaschutz ist mir wichtiger als Schule“, sagte Schülerin Tamy (13). Das befürworteten auch ihre Lehrer.

Schüler sehen Luxusproblem

Für einige Schüler ist Geld ein großes Problem beim Klimaschutz. „Wir haben ein Luxusproblem“, sagt Moritz (15). „Die Menschen wollen immer mehr.“ Für Tamy macht es kaum Sinn, die Flugpreise zu erhöhen – die Superreichen würden ja trotzdem fliegen.

Während des Marsches versammelten sich immer mehr Menschen auf den Gehwegen, um Fotos und Videos zu machen. Die Schüler reagierten prompt: Sie forderten die Schaulustigen auf, sich in die Demo einzureihen.