Hamburger Hafen

Container-Boom: Geschäft mit Asien legt deutlich zu

Der Hamburger Hafen wächst stärker als die europäische Konkurrenz: Der Containerumschlag stieg im ersten Quartal um 18,2 Prozent.

Hamburg. Der Hamburger Hafen hat in den ersten drei Monaten 2011 im Containerumschlag ein Wachstum von 18,2 Prozent auf 2,1 Millionen Stück erreicht. Der gesamte Seegüterumschlag legte um 9,8 Prozent zu, wie die Marketinggesellschaft des größten deutschen Seehafens mitteilte.

Weil die großen Konkurrenten Rotterdam und Antwerpen im Containerumschlag nur um 10,1 und 7,9 Prozent wuchsen, gewann Hamburg Marktanteile hinzu. Allerdings hatte die Hansestadt in der Krise auch überdurchschnittlich verloren.

Der gesamte Seegüterumschlag erreichte 31,4 Millionen Tonnen. Der Massengutumschlag (unter anderem Erze, Kohle) lag im ersten Quartal mit 9,9 Millionen nur 0,1 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Für das Gesamtjahr erwartet Hamburg ein Hafenwachstum von zehn Prozent.

Beim Container-Boom kam der Zuwachs vor allem aus dem wieder brummenden Asiengeschäft, das um fast 16 Prozent zulegte und 1,3 Millionen der insgesamt 2,1 Millionen bewegten Container ausmachte. Auch die Weitertransporte in den Ostseeraum zogen kräftig an.

Der Hamburger Hafen ist eine wichtige Drehscheibe beim Handel der Ostseeländer mit dem Rest der Welt: Kleine Schiffe sammeln in Finnland, Polen, Litauen oder an der russischen Küste die Container ein, die dann in Hamburg auf die gigantischen Frachter in Richtung Asien umgeladen werden.