Nach dem Tod des Mädchens

Methadon-Menge im Fall Chantal bleibt ungeklärt

Sascha Balasko

Rechtsmedizinische Untersuchung abgeschlossen. Ebenfalls offen ist, ob das Kind die Ersatzdroge per Tablette oder flüssig schluckte.

Hamburg. Nach dem Methadon-Tod des elfjährigen Pflegekindes Chantal aus Hamburg haben Rechtsmediziner nicht alle Fragen zur Einnahme der Heroin-Ersatzdroge endgültig klären können. Bei den toxikologischen Untersuchungen konnte nicht ermittelt werden, wie viel Methadon das Mädchen genau zu sich genommen hatte, sagte heute ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Es blieb auch offen, ob das Kind das Methadon in Form einer Tablette oder flüssig einnahm. Trotzdem geht die Anklagebehörde weiterhin davon aus, dass Chantal am Abend vor ihrem Tod nur eine Methadon-Tablette schluckte. Die rechtsmedizinische Untersuchung der Gewebeproben sei jetzt abgeschlossen.

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Chantal war am 16. Januar in der Obhut ihrer drogensüchtigen Pflegeeltern an einer Überdosis des Ersatzstoffes gestorben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem gegen die Pflegeeltern. In der Garage der Familie im Stadtteil Wilhelmsburg hatten die Ermittler 31 Methadon-Tabletten entdeckt, am Arbeitsplatz des Pflegevaters eine weitere. (dpa)

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