Treibstoff

Tankrabatt: Wie viel Benzin darf man auf Vorrat bunkern?

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Hohe Energiepreise: Bundesregierung prüft Entlastungen für Verbraucher

Hohe Energiepreise: Bundesregierung prüft Entlastungen für Verbraucher

Angesichts steigender Energiepreise wird die Bundesregierung "immer wieder" sozialpolitische Maßnahmen prüfen, um Verbraucher zu entlasten. Das sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) nach einer Energieministerkonferenz von Bund und Ländern.

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Dank des Tankrabatts werden Benzin und Diesel ab Juni günstiger. Deshalb Sprit auf Vorrat zu kaufen, ist aber trotzdem keine gute Idee.

  • Ab Juni greift in Deutschland der sogenannte Tankrabatt
  • Er soll Benzin und Diesel deutlich günstiger machen
  • Wer nun Sprit bunkern will, muss sich an strenge Regeln halten

Mit dem Tankrabatt sollen Kraftstoffe ab Juni deutlich günstiger werden. Diesel könnte dann rund 14 Prozent weniger kosten, Benzin sogar knapp 30 Prozent. Der Rabatt ist allerdings begrenzt und gilt vorerst nur für die Monate Juni, Juli und August. Direkt zur Tankstelle zu fahren und so viel Sprit zu kaufen wie möglich, ist trotzdem nicht unbedingt eine gute Idee – denn bei der Lagerung von Kraftstoffen müssen strenge Regeln beachtet werden.

Benzin und Diesel auf Vorrat kaufen: Gibt es Grenzen?

Ja, denn die beiden Treibstoffe sind sogenannte Gefahrengüter, weil sie leicht entzündlich und explosiv sind. Im eigenen Fahrzeug dürfen höchstens Kanister bis zu 60 Liter lagern. Insgesamt darf man die Menge von 240 Liter Treibstoff pro Fahrzeug nicht überschreiten, es sind also höchstens vier dafür vorgesehene Kanister erlaubt.

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"Um eine Gefährdung für die Insassen möglichst gering zu halten, sollte der Kanister so weit wie möglich von den Personen im Fahrzeug entfernt, also am besten im Kofferraum, gesichert verstaut werden", schreibt der ADAC auf seiner Website. Die Empfehlung der Fachleute: Am besten nicht mehr als 10 Liter Reserve-Kraftstoff im eigenen Auto mitführen.

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Auch die Lagerung in der privaten Kleingarage ist erlaubt, unterliegt aber ebenfalls strengen Bestimmungen. Diese sind in den Landesverordnungen der Bundesländer festgelegt und sie ähneln sich: Die Garagenverordnung von Nordrhein-Westfalen zum Beispiel deckelt die Menge bei 20 Litern Benzin und 200 Litern Diesel. Für den Keller gilt: Im gesamten Keller dürfen nur 20 Liter Benzin oder Diesel gelagert werden, etwa wenn die Abteile wie oft nur durch Holzbretter getrennt voneinander sind. In Mietobjekten ist die Lagerung von Benzin oder Diesel teilweise sogar komplett verboten.

Kraftstoff auf Lager: Wie lange sind Benzin und Diesel haltbar?

In ihrer Haltbarkeit unterscheiden sich die beiden Treibstoffe. Grundsätzlich gibt es nicht wie bei Lebensmitteln ein Mindesthaltbarkeitdatum, weil die Art der Lagerung eine Rolle spielt. Diesel ist auch bei Lagerung in Kanistern nur wenige Monate haltbar, erklärt der Auto Club Europa (ACE). Grund sei die sogenannte Dieselpest. Bakterien aus dem Biodiesel-Anteil zersetzten mit der Zeit den Kohlenstoff im Diesel. So bildet sich eine Art Schlamm, der wiederum die Filter und das Kraftstoffsystem des Fahrzeugs verstopft. Anders hingegen sieht es bei Benzin aus. Das ist bei luftdichter Lagerung sogar mehrere Jahre haltbar.(les)

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Dieser Artikel erschien zuerst auf www.morgenpost.de