Ermittlungen

Aufschrei in Pakistan: Mutter und Tochter (4) vergewaltigt

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Die Vergewaltigung von einer Mutter und deren vierjähriger Tochter führte in der Stadt Kashmore in Pakistan zu Demonstrationen.

Die Vergewaltigung von einer Mutter und deren vierjähriger Tochter führte in der Stadt Kashmore in Pakistan zu Demonstrationen.

Foto: Fareed Khan / dpa

In Pakistan wurden eine Mutter und ihre vierjährige Tochter vergewaltigt. Ein Mann wurde verhaftet. Die Stadt Kashmore demonstriert.

Karachi.  Die Vergewaltigung einer Mutter und ihrer vierjähriger Tochter in Pakistan haben einen gesellschaftlichen Aufschrei ausgelöst. Die Taten wurden der Polizei zufolge am Mittwoch angezeigt. Ein Verdächtiger ist laut Polizeibericht bereits verhaftet worden – nach einem zweiten Täter werde noch gesucht.

Laut Ermittlern war die Frau aus der Metropole Karachi mit einem Jobangebot in die Stadt Kashmore gelockt worden, ehe sie und ihre Tochter vergewaltigt und gefoltert worden sein sollen. Über die gesundheitliche Verfassung der Frau liegen derzeit keine Informationen vor – ihr Kind befinde sich allerdings noch im Krankenhaus und werde dort behandelt.

Vergewaltigungen in Pakistan führten zu Demonstrationen

Die erschreckenden Nachrichten sorgten für landesweite Empörung: Wie ein Polizeisprecher am Freitag mitteilte, zogen infolge der Tat Demonstranten durch Kashmore in der südlichen Provinz Sindh.

Zu dem Fall meldete sich auch Pakistans Menschenrechtsministerin Shireen Mazari auf Twitter zu Wort: Sie sei von der „bestialischen Denkweise“ erschrocken und forderte eine strikte Durchsetzung des Gesetzes. Auch viele Aktivisten, Politiker und Prominente verurteilten die Tat öffentlich.

Aussagen eines Polizeichefs sorgten bei früherer Tat für Empörung

Die jüngste Missbrauchsnachricht folgt zwei Monate nach einer weiteren Vergewaltigung, die Pakistan in Aufruhr versetzt hatte: Auf einer Schnellstraße in der Nähe der östlichen Stadt Lahore , der zweitgrößten Stadt Pakistans nach Karachi, war eine Frau vergewaltigt worden. Neben dem Verbrechen hatten die Worte eines Polizeichefs für Empörung gesorgt: Der Beamte hatte das Opfer für die Tat mitverantwortlich gemacht. (day/dpa)

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