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Astronauten zur Erde zurückgekehrt – mitten in Corona-Krise

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Trotz Corona: Sojus-Rakete bringt drei Raumfahrer ins All

Trotz Corona- Sojus-Rakete bringt drei Raumfahrer ins All

Nach einer wochenlangen Quarantäne wegen der Coronavirus-Pandemie sind drei Raumfahrer auf der Internationalen Raumstation ISS angekommen. Wegen der Pandemie mussten sie schon gut einen Monat vor dem Start ihrer sechsmonatigen Mission in Quarantäne.

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Drei Raumfahrer sind nach einigen Monaten auf der Raumstation ISS wieder auf der Erde gelandet – mitten in die Corona-Pandemie hinein.

Scheskasgan/Berlin. Drei Raumfahrer sind nach Monaten im All wieder sicher zur Erde zurückgekehrt – mitten in der Corona-Krise. Die Sojus-Kapsel mit den beiden US-Astronauten Jessica Meir, Andrew Morgan und dem Russen Oleg Skripotschka landete am Freitagvormittag (Ortszeit) in der kasachischen Steppe, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa in einer Live-Übertragung mitteilte.

Meir und Skripotschkas Mission auf der ISS hatte der Nasa zufolge 205 Tage gedauert, die von Morgan sogar 272. Eine Verschiebung der Rückreise wegen der Pandemie hatte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos ausgeschlossen.

Astronauten zur Erde zurückgekehrt: Drei Kollegen sind noch auf der ISS

Auf der ISS arbeiten nun noch die Kosmonauten Anatoli Iwanischin und Iwan Wagner sowie der US-Astronaut Christopher Cassidy. Die drei waren erst am vergangenen Donnerstag vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan mit einer Sojus-Rakete zur Raumstation geflogen. Der Flug dauerte rund sechs Stunden, die Mission soll sechs Monate lang sein.

Zuvor hatten Iwanischin, Wagner und Cassidy rund einen Monat in Quarantäne verbracht. Bei einer Pressekonferenz erklärte Iwanischin, die Isolation sei noch „gründlicher“ gewesen als ohnehin schon. Die Raumfahrer hatten sich vor dem Missionsstart demnach auch nicht von ihren Familien verabschieden können.

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(dpa/reba)