Gran Canaria

Giftquallen-Alarm: Portugiesische Galeere auf Gran Canaria

Portugiesische Galeere: Vorsicht vor giftigen Nesseltieren am Strand

Ihre Tentakel können bis zu 50 Meter lang werden und tragen hochgiftige Nesseln.

Beschreibung anzeigen

Sie schimmert in edlem Blau-Violett, ist aber hochgiftig: die Portugiesische Galeere. Nun wurde die Qualle auf Gran Canaria gesichtet.

Berlin. 
  • Vor der Kanareninsel Gran Canaria haben Urlauber giftige Quallen entdeckt: Dabei handelt es sich um die portugiesische Galeere, die über ein besonders hohes Gift verfügt
  • Im Norden der Insel, in Gáldar, wurden die Tiere im Meer gesichtet: Ein Kontakt mit ihnen könnte schmerzhaft werden, ist aber in der Regel nicht gefährlich
  • Urlauber sollten dennoch vorsichtig sein: Das Gift kann unter Umständen einen allergischen Schock hervorrufen: Dann drohen Atemstillstand, Herzstillstand und im schlimmsten Fall sogar der Tod

Sie schimmert in einem schönen, edlen Blau – doch niemand sollte ihr zu nahe kommen: Die Portugiesische Galeere (Physalia physalis) ist eine der giftigsten Quallenarten der Welt. Ihre Tentakel können bis zu 60 Meter lang werden. Nun sind mehrere dieser Quallen an einem Strand auf Gran Canaria aufgetaucht. Das berichtet „Teneriffa News“ unter Berufung auf Augenzeugen.

An der Playa Playa Boca Barranco in der Gemeinde Gáldar im Norden Gran Canarias sind Exemplare der Portugiesischen Galeere gesichtet worden. Schwimmer und Strandbesucher sollten in dieser Region in den kommenden Tagen entsprechend vorsichtig sein.

Kanaren-Insel Gran Canaria: Giftige Quallen entdeckt

Berührungen mit den Tentakeln sind für gesunde Menschen nicht lebensbedrohlich. Aber sie sind nicht nur beim Erstkontakt im Wasser schmerzhaft. Sie wirken wie Peitschenhiebe und halten ungefähr eine Stunde lang an. Das Gift kann einen allergischen Schock hervorrufen, mit Atemstillstand und Herzversagen. Auch wenn das Tier schon tot ist, wirkt die Berührung mit den Tentakeln immer noch toxisch.

Streng genommen ist die Portugiesische Galeere keine Qualle – oder „Medusa“, wie sie auf den Kanaren genannt wird. Denn bei es handelt es sich dabei um eine Kolonie voneinander abhängiger Polypen.

Die Portugiesische Galeere hat giftbesetzte Nesselfäden

  • Charakteristisches Kennzeichen ist eine bis zu 30 Zentimeter messende sackförmige Gasblase, die, mit Kohlenstoff und Stickstoff gefüllt, für den Auftrieb des Tieres sorgt und wie ein Segel wirkt.
  • Die zahlreichen Tentakel sind blau, weiß oder rotviolett gefärbt.
  • Sie sind meistens ca. 1,50 Meter lang, können aber in seltenen Ausnahmefällen bis zu 60 Meter lang werden.

Das giftbesetzte Nesselfäden treiben unter der Wasseroberfläche umher. Sie dienen dazu, kleine Meeresbewohner zu töten. Die Konzentration des Gifts ist entsprechend hoch.

Die Portugiesische Galeere kommt hauptsächlich im Pazifik vor. Doch auch die Kanarischen Inseln und Portugal gehören zu ihrem natürlichen Lebensraum. Auch in der Karibik gilt die Physalia physalis als verbreitet. Im Jahr 1975 hatten sich zudem große Schwärme bis zur niederländischen Küste verirrt.

Quallen-Alarm – Mehr zum Thema

Bisher sind die deutschen Strände Bisher sind die Strände an der Nord- und Ostsee noch weitgehend Quallen-frei. Das könnte sich allerdings bald ändern. Nun droht Nordsee und Ostsee womöglich eine massive Quallenplage. Quallen, Tidenhub und Unterströmungen – viele Risiken am Meer werden gerade von Touristen verkannt. Diese Gefahren am Strand unterschätzen Touristen oft.

Eigentlich werden Lungenquallen bis zu 90 Zentimeter groß. Ein Exemplar vorm englischen Cornwall ist aber noch etwas größer gewachsen. Die Mega-Qualle begeisterte Taucher – so groß ist das Ungetüm.

Vergangene Woche hatte ein Sandsturm die Kanaren im Griff. „Calima“ sorgte für Chaos auf Gran Canaria, Teneriffa und Fuerteventura. (bef)

• Quelle: https://www.teneriffa-news.com/