Unwetter

Taifun „Phanfone“: Mindestens 13 Tote auf den Philippinen

Tote nach Taifun auf den Philippinen

Mehr als 58.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, der Flug- und Fährverkehr eingestellt.

Beschreibung anzeigen

Mit heftigen Winden und schwerem Regen zieht der Taifun über die Philippinen. Tausende Menschen mussten flüchten.

Manila. Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 195 Kilometern pro Stunde ist Taifun Phanfone“ über die Philippinen hinweggezogen und auf seinem Weg große Schäden angerichtet. Mindestens 13 Menschen sind dabei ums Leben gekommen.

Mehr als 58.000 Menschen musste ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Der Flug- und Fährverkehr wurde eingestellt. Inzwischen hat der Wirbelsturm die Philippinen passiert und zieht westwärts.

„Phanfone“ war am Dienstagnachmittag (Ortszeit) in der östlichen Provinz Eastern Samar auf Land getroffen und bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde westwärts. In den betroffenen Gebieten kam es zu schweren Regenfällen.

Taifun „Phanfone“ trifft die Philippinen drei Wochen nach „Kammuri“

Das Unwetter führte in der Provinz knapp 600 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Manila zu heftigen Regenfällen und zerstörerischen Winden. Die Behörden hatten zuvor den Fährverkehr wegen zu rauer See verboten. Mehr als 23.000 Passagiere saßen an Heiligabend in den Häfen im Osten des Landes fest, Dutzende Flüge fielen aus.

Hintergrund: Hurrikan, Stürme, Orkan – Das sind die Unterschiede

„Phanfone“, von den Einheimischen auch „Ursula“ genannt, ist nach Angaben der Wetterbehörde PAGASA schon der 21. Taifun in diesem Jahr. Erst vor drei Wochen hatte Taifun „Kammuri“ auf den Philippinen 17 Todesopfer gefordert.

Philippinen: Taifun "Kammuri" sorgt für Zerstörung
Philippinen- Taifun Kammuri sorgt für Zerstörung

Immer wieder treffen Stürme und Erdbeben die Philippinen

Einer der stärksten Stürme, der in jüngerer Vergangenheit auf den Philippinen wütete, war Taifun „Haiyan“ im November 2013. Mehr als 6300 Menschen wurden damals getötet, mehr als vier Millionen Menschen verloren ihre Häuser. Es war einer der stärksten tropischen Wirbelstürme, die seit Beginn verlässlicher Wetteraufzeichnungen beobachtet wurden. Taifun „Mangkhut“ kostete im September 2018 mindestens 74 Menschen das Leben, „Tembin“ tötete im Dezember 2017 mehr als 240 Menschen.

Auch schwere Erdbeben suchen die Philippinen immer wieder heim. Zuletzt bebte die Erde im Oktober mit einer Stärke von 6,6, mehrere Menschen kamen ums Leben. (küp/dpa/rtr/ac)