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„Queen of Soul“ Aretha Franklin mit 76 Jahren gestorben

"Queen of Soul" Aretha Franklin ist tot

"Queen of Soul" Aretha Franklin ist tot

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Aretha Franklin ist tot. Das erklärte eine Sprecherin. Die „Queen of Soul“ wurde 76 Jahre alt. Sie erlag einer Krebserkrankung.

Detroit.  Aretha Franklin (76) ist tot. Das berichten verschiedene Medien übereinstimmend unter Berufung auf eine Sprecherin Franklins. Die „Queen of Soul“ war schwerkrank und zeitweise in einem Hospiz behandelt worden. Den Angaben zufolge starb sie am Donnerstag in ihrem Haus in Detroit. Die Sängerin litt an Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Vor einigen Tagen war bekannt geworden, dass Franklin schwer erkrankt war. Freunde und Wegbegleiter wie der Sänger Stevie Wonder und der schwarze Bürgerrechtler Jesse Jackson hatten die Musikerin daraufhin in ihrem Haus in Detroit besucht. Aktivisten hatten Mahnwachen und Andachten angekündigt.

Viele Prominente äußerten in den sozialen Medien ihre Trauer über den Verlust. Darunter Ex-Beatle Paul McCartney: Franklin habe „uns alle viele, viele Jahre lang“ inspiriert.

Im März hatte Franklin zwei Konzerte in New Jersey auf ärztlichen Rat hin abgesagt. Zuletzt war sie im November 2017 bei einer Aids-Gala des Sängers Elton John in New York aufgetreten. Bereits im Jahr 2010 war bei Franklin Krebs diagnostiziert worden.

Aretha Franklin stürmte mit „Respect“ die Charts

Nach 18 Grammys, Hits wie „Respect“, „Chain Of Fools“ und „I Say a Little Prayer“ und „(You Make Me Feel Like) A Natural Woman“ war Franklin die unangefochtene „Queen of Soul“.

Aretha Franklin wurde am 25. März 1942 in Memphis im US-Südstaat Tennessee geboren, wuchs aber in Detroit auf. Ihre Wurzeln liegen in der Gospel-Musik: Bereits in den 1950er Jahren sang sie in der Kirche ihres Vaters. Mit 14 nahm sie ihre erste Gospel-Platte auf.

1961 veröffentlichte Franklin zum ersten Mal weltliche Songs, ihre erste Nummer-Eins-Single war 1967 ihre Version von Otis Reddings Titel „Respect“. Damit setzte sich die Sängerin nicht nur acht Wochen auf den ersten Platz der R&B-Charts, sondern an die Spitze der schwarzen Bürgerrechtsbewegung.

Für viele wurde Franklin ein Symbol für ein politisch turbulentes Jahrzehnt und für ein schwarzes, stolzes Amerika. (jha/moi/dpa)