Nach dem Fall "Chico"

Kampfhund tötet sieben Monate altes Baby

Diese Hunderassen gelten als gefährlich

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Familienhund beißt dem Säugling in den Kopf. Es ist der zweite Fall, der innerhalb sehr kurzer Zeit für Aufsehen sorgt.

Darmstadt.  Ein sieben Monate alter Junge aus dem südhessischen Bad König ist nach einem Biss des Familienhundes gestorben. Das Tier biss das Baby am Montag in der Wohnung aus zunächst ungeklärter Ursache in den Kopf, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag gemeinsam mitteilten. Das Kind sei später im Krankenhaus gestorben. Die „Bild“ hatte zuerst über den Fall berichtet.

Laut Polizei soll es sich bei dem Hund um einen Staffordshire-Mischling handeln. Nach dem Angriff sei der Notarzt verständigt worden und der Junge ins Krankenhaus gekommen. Der Zustand des Säuglings habe sich zunächst stabilisiert, am späten Abend sei er aber seinen Verletzungen erlegen.

Der Hund wurde in ein Tierheim gebracht. Dort sei er als aggressiv beschrieben worden, berichtete eine Polizeisprecherin. Die Eltern des Kindes stünden unter Schock. Die Polizei sicherte am Vormittag Spuren vor Ort.

Wird Chico doch nicht eingeschläfert?

Der Vorfall ereignete sich nur eine Woche, nachdem Kampfhund Chico in Hannover seine 52 Jahre alte Besitzerin und deren 27 Jahre alten Sohn angegriffen und getötet hatte .

Chico, ebenfalls ein Staffordshire-Terrier-Mischling, ist momentan in einem Tierheim untergebracht. Der Kampfhund sollte ursprünglich eingeschläfert werden. Tierschützer wollen das verhindern . Nun prüft die Stadt, ob das Tier in einer Spezialeinrichtung untergebracht werden kann . (jkali/dpa)