Hollywood

„The Oscar goes to...“: So werden die Preisträger gewählt

Wer bekommt in der Nacht zu Montag einen Oscar? An diesem Dienstag müssen die letzten Stimmzettel eingereicht werden.

Wer bekommt in der Nacht zu Montag einen Oscar? An diesem Dienstag müssen die letzten Stimmzettel eingereicht werden.

Foto: REUTERS / SHANNON STAPLETON / REUTERS

Einsendeschluss für den wichtigsten Filmpreis der Welt: Am Dienstag vor der Oscar-Vergabe müssen die Stimmzettel eingegangen sein.

Los Angeles.  Wer in der Nacht zu Montag bei der 89. Verleihung der Academy Awards einen Oscar bekommt, entscheidet sich letztendlich fünf Tage vorher: Am Dienstag vor der Vergabe des begehrtesten Filmpreises der Welt müssen die Stimmzettel eingegangen sein.

Vergeben wird die Auszeichnung von der Academy of Motion Pictures Arts and Sciences, einer Organisation von Menschen aus dem Filmgeschäft. Die mehr als 6600 Mitglieder der Akademie können in der Endrunde in allen 24 Kategorien von Schnitt bis bester Film abstimmen.

Nur mit Einladung in die Academy

Die meisten Nominierungen waren zuvor von den Branchen gewählt worden. Es gibt 17 Berufszweige, darunter stellen die Schauspieler und die Produzenten die größten Gruppen. Man kann sich keine Mitgliedschaft erkaufen, man wird berufen. Der Weg in die Academy führt über eine Oscar-Nominierung, über Empfehlungen oder besondere Verdienste um den Film.

2016 wurden 683 Einladungen an neue Mitglieder verschickt, mehr als doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Auf der Liste standen 283 internationale Filmschaffende, darunter die deutsche Regisseurin Maren Ade, die in diesem Jahr mit „Toni Erdmann“ für den Auslands-Oscar nominiert ist.

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41 Prozent der Angeschriebenen waren Schwarze, Latinos und Asiaten, der Frauenanteil lag bei 46 Prozent. Damit hatte der Filmverband auf Kritik reagiert, dass es dem Gremium an Vielfalt mangele . Lange gaben überwiegend ältere, männliche Mitglieder weißer Hautfarbe den Ton an, Frauen und Minderheiten waren deutlich in der Unterzahl .

Stimmzettel werden per Post oder online eingereicht

Mit den Neuzugängen von 2016 sind nun elf Prozent aller Mitglieder Afroamerikaner, Asiaten oder Latinos, drei Prozentpunkte mehr als zuvor. Frauen machen jetzt 27 Prozent des Filmverbandes aus, zuvor waren es 25 Prozent. Bis zum Jahr 2020 will die Akademie die Zahl von Frauen und Minderheiten verdoppeln.

Die Oscar-Juroren müssen ihre Stimmzettel mit der Post oder online einreichen. Nach alter Tradition zählt die Prüfgesellschaft PricewaterhouseCoopers die Stimmen aus. Am Ende kennen nur zwei Mitarbeiter vorab den Ausgang der Wahl. Die streng gehüteten Ergebnisse in 24 Kategorien werden in versiegelten Umschlägen direkt zur Preis-Gala gebracht. (dpa)