Schmalkalden

Bagger und Förderband sollen Riesen-Krater füllen

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Die Kiesmenge, die für das rund 20.000 Kubikmeter große Loch nötig ist, wird voraussichtlich rund eine halbe Million Euro kosten. Arbeiten werden dauern.

Schmalkalden. Der Krater von Schmalkalden soll gesichert werden. Ein Riesenbagger soll deshalb so schnell wie möglich damit beginnen, den Krater zu füllen. Das könnte aber noch problematisch werden: Am Tag nach dem Aufreißen der Erde in dem südthüringischen Ort war nach Angaben des Umweltministeriums in Erfurt unklar, ob es im Untergrund größere Hohlräume gibt, in der Kies verschwinden könnte. Der Landkreis orderte unterdessen einen Riesenbagger aus Brandenburg und ein 30 Meter langes Förderband an die Unglücksstelle. „Wir müssen das jetzt erst mal machen“, sagte CDU-Landrat Ralf Luther am Dienstag. Mit einem Beginn der Arbeiten noch am Dienstag sei aber nicht zu rechnen.

Laut Ministeriumssprecher Andreas Maruschke soll eine instabile Steilwand des Kraters mit Kies gesichert werden. Nur geologische Untersuchungen könnten Aufschluss über die genaue Gesteinsschichtung und das Ausmaß der unterirdischen Auswaschungen geben. Im Moment sei Gefahr im Verzug mit Blick auf die Häuser am Rand. Das am Dienstag tagende Thüringer Kabinett will sich ebenfalls mit dem Erdfall in Schmalkalden und Hilfsmöglichkeiten beschäftigen.

Der Landkreis kündigt an, zunächst die Kosten zu übernehmen. Allein die Kiesmenge, die für das rund 20.000 Kubikmeter große Loch nötig sei, werde rund eine halbe Million Euro kosten , sagte Landrat Luther. Wenn die Transportgenehmigungen für den Bagger einer Firma aus Nauen und das Förderband eines Thüringer Unternehmens vorliegen, könnten sie losfahren. Bevor die Arbeiten beginnen könnten, müsse zunächst die Stabilität des umliegenden Bereichs geprüft werden. Eine Bergung des verschütteten Autos sei für ihn kein Thema, sagte Luther.

Der Krater hatte sich urplötzlich in der Nacht zum Montag in der Wohnsiedlung aufgetan. Ein Auto rutschte in die Tiefe, die Straße und Teile von Garagen brachen weg. Neun Häuser wurden geräumt, 25 Menschen mussten vorerst eine neue Bleibe suchen.

( (dpa/abendblatt.de) )